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Villa Romana-Preisträger 2010 stehen fest
16. Juni 2009

Auf ihrer Sitzung in Florenz wählten die diesjährigen Juroren – Susanne Gaensheimer, Direktorin des Museums für Moderne Kunst Frankfurt und die in Neuss lebende Künstlerin Rita McBride – die Preisträger des Villa Romana-Preises 2010 aus: Anna Heidenhain, Sebastian Dacey, Anna Möller und Martin Pfeifle sind die glücklichen Gewinner. 

Das Künstlerhaus Villa Romana
Das Künstlerhaus Villa Romana
© Photo: Heinz Peter Knes

Der Villa Romana-Preis ist mit einem zehnmonatigen Arbeitsaufenthalt im Künstlerhaus in Florenz, einem freien Atelier sowie einem monatlichen Stipendium verbunden. Er wird vom Verein Villa Romana ausgelobt und finanziert mit Mitteln der Deutsche Bank Stiftung, des Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien sowie weiterer privater Förderer. Die Villa Romana wurde 1905 von dem Maler Max Klinger erworben, um Künstlern eine großzügige Arbeitssituation in Florenz zu bieten.

Der Villa Romana-Preis ist nicht nur der älteste deutsche Kunstpreis, sondern auch das am längsten bestehende kulturelle Engagement der Deutschen Bank: Seit mehr als 80 Jahren unterstützt das Unternehmen diese renommierte Auszeichnung für zeitgenössische Kunst in Deutschland und dokumentiert damit eindrücklich die Tradition der Nachwuchsförderung in der Bank. Anknüpfend an diese lange Förder-Tradition unterstützt die Deutsche Bank Stiftung die Aktivitäten des Vereins Villa Romana e.V. bereits seit Jahren nicht nur finanziell, sondern auch personell durch ehrenamtliche Übernahme von Vereins-Mandaten durch Mitarbeiter der Deutschen Bank.

Die Villa Romana-Preisträger 2010
  • Anna Heidenhain, 1979 in Wiesbaden geboren, studierte an der Kunstakademie Düsseldorf und lebt seit 2007 in Istanbul. In ihrer künstlerischen Arbeit hat sich Heidenhain von der skulpturalen Form immer weiter in den sozialen Raum und seine uneindeutigen Zonen zwischen Kunst und Design, Objekt und Repräsentation bewegt. 2006 arbeitete Anna Heidenhain mit einem Stipendium des Goyang National Art Studio in Korea.
  • Sebastian Dacey, 1982 in London geboren, studierte zunächst am Art College Wimbledon, dann an der Akademie der Bildenden Künste in München, und lebt heute in Berlin. Dacey ist Maler. In seinen Ölbildern arbeitet er mit abstrakten wie figurativen Zeichen und ihrer Bindung an Malgrund und Kunstgeschichte. Dacey stellte in den letzten Jahren im Kunstverein Heilbronn und im Kunstbau Lenbachhaus in München aus.
  • Anna Möller, 1980 in Hamburg geboren, studierte an der Hochschule für bildende Künste Hamburg. In ihren Installationen, Papierarbeiten und Videos spielt das Verhältnis von Körper und Konzept eine wesentliche Rolle. Möller betrieb von 2004 bis 2008 zusammen mit Hannes Loichinger und Tillmann Terbuyken den Ausstellungsraum „Pudelkollektion“ im Golden Pudel Club, Hamburg.

  • Martin Pfeifle, 1975 in Stuttgart geboren, schloss 2004 als Meisterschüler bei Hubert Kiecol an der Düsseldorfer Kunstakademie ab. Im selben Jahr wurde er mit dem Wilhelm-Lehmbruck-Stipendium ausgezeichnet. Sein Werk ist gekennzeichnet von großformatigen Konstruktionen, die den tatsächlichen Raum zur Hülle einer physisch erfahrbaren Verschiebung und Erweiterung mutieren lassen. Pfeifle hat bereits viele Innen- und Außenräume „bespielt“, darunter das Westfälische Landesmuseum Münster, den Neuen Kunstverein Aachen, das Lehmbruck Museum Duisburg.


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