Durch die Umwandlung einer seit April 1973 existierenden Repräsentanz entstand in der spanischen Hauptstadt am 17. Oktober 1979 die
erste Filiale in Spanien und damit die zehnte Auslandsfiliale der Deutschen Bank.
Zum Zeitpunkt der Filialeröffnung war die Bundesrepublik der drittgrößte Handelspartner Spaniens. Das Land befand sich damals in einem Transformationsprozess, der nach dem Tod Francos eingeleitet worden war. 1978 konnte eine neue demokratische Verfassung verabschiedet werden, und mit dem Beitritt Spaniens zur Europäischen Gemeinschaft im Jahr 1986 wurde diese Entwicklung abgeschlossen, die von einem lebhaften wirtschaftlichen Aufschwung begleitet wurde.
Die Geschäftsbeziehungen der Deutschen Bank zu Spanien reichen bis in die achtziger Jahre des 19. Jahrhunderts zurück. Im Zusammenhang mit spanischen Elektrizitätsprojekten gründete die Deutsche Bank im Jahr 1889 zusammen mit dem Bankhaus Arthur Gwinner (dessen gleichnamiger Inhaber einige Jahre später zur Deutschen Bank wechselte und 1910 ihr Vorstandssprecher wurde) den Banco Hispano Alemán in Madrid. 1894 wandelte die Deutsche Bank den Banco Hispano Alemán in eine Kommanditgesellschaft unter dem Namen Guillermo Vogel & Co. um. Über ein Jahrzehnt vertrat dieses Institut die Interessen der Deutschen Bank in Spanien.
1907 übernahm die Deutsche Ueberseeische Bank (DUB) – die 1886 gegründete Südamerikatochter der Deutschen Bank, die sich in dieser Zeit auch in Spanien etablierte – Guillermo Vogel & Co. und eröffnete an deren Stelle unter eigenem Namen eine Filiale in Madrid.
Der DUB gelang es rasch, eine beachtliche Stellung in der spanischen Bankenwelt einzunehmen und eine führende Position bei der finanziellen Abwicklung des deutsch-spanischen Warenverkehrs zur erreichen. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurden die spanischen Filialen der DUB verstaatlicht. Der spanische Staat als neuer Eigentümer verkaufte 1949 die verbliebenen Aktiva an eine Aktionärsgruppe, die die spanischen Filialen in einem neuen Institut, dem Banco Comercial Transatlántico – auch als Bancotrans bezeichnet – verselbständigte. 1957 erwarb die reaktivierte DUB wieder einen 10-prozentigen Anteil an diesem spanischen Institut. 1968 begann die Deutsche Bank selbst sich am Bancotrans zu beteiligen und erhöhte ihren Anteil kontinuierlich, bis sie 1989 die Kapitalmehrheit besaß.
Nachdem die Deutsche Bank 1993 auch den Banco de Madrid erworben hatte, fusionierten Anfang 1994 Bancotrans und Banco de Madrid zur Deutsche Bank Sociedad Anónima Española mit zusammen über 250 Filialen. Mit einem Schlag war die Deutsche Bank landesweit unter eigenem Namen in Spanien präsent.
Heute zählt die Deutsche Bank in Spanien zu den führenden Banken des Landes und bietet eine breite Palette von Bankdienstleistungen an, sowohl im Corporate und Investment Banking, wie auch im Retail Banking und Asset Management.
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