Dr. Josef Ackermann sprach sich für eine Globalisierung der Instrumente aus, die die Stabilität des Finanzsystems gewährleisten. Hinsichtlich der Organisation der Finanzaufsicht sei ein ‚Quantensprung’ erforderlich.
Neben Dr. Ackermann war auch Hugo Bänziger Hauptredner der eintägigen Konferenz mit dem Titel ‚The structure of regulation: lessons from the crisis of 2007’, die die Deutsche Bank und die Financial Markets Group der LSE am vergangenen Montag in London veranstaltet hatten.
Der Vorstandsvorsitzende nahm an der Podiumsdiskussion über die künftige Struktur der Finanzmarktregulierung teil. Weitere Teilnehmer der von Professor David Webb (LSE) geleiteten Runde waren Howard Davies, Director der LSE, Paul Tucker, Executive Director der Bank of England sowie Professor Charles Goodhart, ebenfalls von der LSE.
Dr. Ackermann hob hervor, dass die nationalen Aufsichtsbehörden ihre Maßnahmen koordinieren sollten. Gleichzeitig wies er daraufhin, dass es nicht empfehlenswert sei, mitten in einer Krise die Aufsichtsstrukturen zu verändern.
Erneut sprach Ackermann das Thema Transparenz an und wies daraufhin, dass es dabei nicht nur um die Offenlegung von Verlusten und Risikopositionen an sich ginge – vielmehr sei Transparenz unerlässlich zur Wiederherstellung von Vertrauen.
Dr. Ackermann hob hervor, dass sämtliche Finanzkrisen der vergangenen 30 Jahre mit einer Marktblase begonnen hätten. Aus seiner Sicht müsste man künftig in stärkerem Maße darauf achten, solche Blasen gar nicht erst entstehen zu lassen. Er regte ein Gremium ‚weiser Männer und Frauen’ an, das die Märkte beobachtet und zum richtigen Zeitpunkt entsprechende Warnsignale geben kann.
Dr. Ackermann ist bis September 2009 Gastprofessor an der LSE und wird in dieser Zeit an zahlreichen Lehr- und Forschungsveranstaltungen beteiligt sein.
Weiterführende Information:
Dr. Josef Ackermann kündigt neue Transparenzinitiative der internationalen Kreditinstitute an