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Der außerhalb der Börse stattfindende Handel mit neu emittierten Wertpapieren, bevor diese geliefert (und abgerechnet) werden können. Dieser wird häufig auch als Graumarkt bezeichnet, ist jedoch nicht zu verwechseln mit dem häufig unseriösen Grauen Kapitalmarkt.
Aus der Gewinn- und Verlustrechnung einer Bank ermittelbarer Saldo der Erträge und Verluste aus dem Handel in Wertpapieren, derivativen Finanzinstrumenten, Devisen, Edelmetallen und sonstigen Handelsgeschäften.
Amtliches Verzeichnis aller Kaufleute (nach Handelsgesetz) eines Amtsgerichtsbezirks. Das beim zuständigen Amtsgericht geführte Register informiert die Öffentlichkeit über die maßgeblichen Rechtsverhältnisse der Unternehmen. Man unterscheidet zwischen Abteilung A und B. Während in Abteilung A die Einzelunternehmungen und Personenhandelsgesellschaften (OHG, KG) verzeichnet sind, finden sich die Kapitalgesellschaften (AG, GmbH) in Abteilung B wieder. Eintragungen haben rechtsbekundende (Rechtswirkung hatte schon vor Eintragung Bestand) oder rechtserzeugende (Rechtswirkung tritt erst durch Eintragung ein) Wirkung.
Auch Warenwechsel genannt. Wechsel, der der kurzfristigen Finanzierung von Geschäften mit Waren oder Dienstleistungen dient. Die Wechselforderung tritt nach § 364 Abs. 2 BGB neben die weiter bestehende Kaufpreisforderung.
Das Hauptrefinanzierungsinstrument ist das wichtigste geldpolitische Instrument der EZB. Die Zentralbank kann mit Hilfe dieses Instruments über die Zinsen und die Menge des zur Verfügung gestellten Geldes Konsum und Investitionen und somit die gesamtwirtschaftliche Lage beeinflussen. Im Rahmen der Hauptrefinanzierungsgeschäfte (Offenmarktgeschäfte) leihen Geschäftsbanken von der Zentralbank Geld gegen die Hinterlegung von notenbankfähigen Sicherheiten.
Die Hauptversammlung ist neben Vorstand und Aufsichtsrat ein Organ der Aktiengesellschaft. Sie ist die Versammlung der Aktionäre, in der diese ihre Rechte ausüben. In der Hauptversammlung wird z.B. über die vom Vorstand vorgeschlagene Dividendenausschüttung entschieden oder die Mitglieder des Aufsichtsrates gewählt.
Das Steigen der Kurse von Wertpapieren an der Börse; gleichbedeutend mit wirtschaftlichem Aufschwung und Hochkonjunktur. Der allgemeine "Kursanstieg" hält meist längere Zeit an. Eine Beschränkung auf Einzelbereiche des Wertpapiermarktes ist häufig. Ein Haussier ist ein Börsianer, der auf ein Steigen der Kurse "à la hausse" spekuliert. Das Gegenteil der Hausse ist die Baisse.

HBG

Abkürzung für Hypothekenbankgesetz.
Der Hebel ist eine Kennzahl bei Optionen und Optionsscheinen. Er gibt an, um wieviel Einheiten der Wert des Optionsscheins rein rechnerisch steigt/fällt, wenn das Underlying um eine Einheit steigt/fällt. Formel: Kurs des Basiswerts : (Bezugsverhältnis x Kurs der Option bzw. des Optionsscheins)
Vor allem im Zusammenhang mit der Bewertung von Optionsscheinen und Optionen gebräuchliche Kenngröße. So würde ein dreifacher Hebel bei einem Optionsschein besagen, dass für diesen Optionsschein nur ein Drittel dessen investiert werden muss, was der entsprechende Bezugswert (also etwa eine bestimmte Aktie) kostet um rechnerisch an der gleichen absolute Kursveränderung zu partizipieren. Je größer dieser Hebel, desto größer auch der damit verbundene Hebeleffekt. Bei einem dreifachen Hebel des Optionsscheins und einem niedrigen Aufgeld dieses Scheins kann man im Normalfall davon ausgehen, dass der Kurs dieses Optionsscheins sich ungefähr um diesen Faktor gegenüber einer Veränderung des Basiswerts erhöht bzw. erniedrigt. Berechnungsformel: aktueller Hebel = Aktienkurs : (Optionsscheinkurs x Bezugsverhältnis).
Hedge Fonds zählen zu den sog. Alternativen Investments. Sie werden nicht nach der Art der Anlage unterschieden wie etwa Aktien- oder Rentenfonds. Hedge Fonds sind vielmehr Asset Manager, die keinen oder zumindest keinen strengen regulatorischen Pflichten unterliegen und die Möglichkeit haben, sich einer Vielzahl von Anlageinstrumenten und -strategien bedienen zu können. Die Zusammensetzung und das Anlagerisiko von Hedge Fonds können vollkommen unterschiedlich sein. Die Vielzahl der möglichen Hedgefondsstrategien, die ein Fondsmanager im Rahmen der Grenzen frei wählen kann, die die Gesellschaft dem Fonds bei Auflegung gesetzt hat, lassen sich 5 Hauptkategorien zuordnen:

- Relative Value-Strategien nutzen Arbitragemöglichkeiten an den Märkten. Bei der Fixed Income Arbitrage (Zinsarbitrage) spekuliert der Hedge Fonds auf Preisineffizienzen am Renten-, Futures- und Derivatemarkt für Anleihen und versucht diese auszunutzen. Für solche Fonds ist es üblich, dass ein unterbewertetes Wertpapier gekauft (Long-Position) und gleichzeitig eine synthetische Version dieses Wertpapiers verkauft wird. Da in der Regel die Preisineffizienzen nicht sehr groß sind, werden in einem beachtlichen Maß Kredite eingesetzt, um die Eigenkapitalrendite durch größeren Fremdkapitaleinsatz (Hebeleffekt; Leverage) zu steigern.

- Manager von Event-Driven Hedge Fonds zielen auf spezifische Ereignisse im Lebenszyklus eines Unternehmens ab, wie Firmenübernahmen, Fusionen oder Restrukturierungen, die der Markt noch nicht antizipiert hat. Der Anlageerfolg hängt nicht von Gesamtmarktbewegungen ab, sondern von der Fähigkeit des Managers, ereignisgetriebene Situationen zu analysieren und auszunutzen.

- Globale Makrostrategien versuchen von weltweiten Entwicklungen der Aktien-, Devisen-, Zins-, Rohstoff- und sonstiger Märkte zu profitieren. Diese Strategien basieren meist auf einer makroökonomischen Analyse. Es wird versucht, Trendveränderungen der Märkte zu prognostizieren und vorweg zu nehmen.

- Long-/Short-Strategien (Equity Hedged) sind der Ursprung der Entwicklung der Hedge Fonds. Als unterbewertet eingestufte Aktien werden gekauft und gleichzeitig werden als überbewertet geltende Titel leer verkauft. Mit diesem Strategieansatz kann sowohl in steigenden als auch in fallenden Märkten eine positive Rendite erzielt werden. Im Mittelpunkt steht nicht die erwartete Entwicklung des Aktienmarktes insgesamt, sondern vielmehr die Einschätzung von Einzeltiteln und deren Entwicklung zueinander.

- Unter Managed Futures-Strategien versteht man die professionelle, vielfach globale und aktive Vermögensverwaltung verschiedener Asset-Klassen unter Verwendung börsengehandelter Futures und Derivate auf finanzielle Vermögenswerte und Rohstoffe. Man geht von der Überlegung aus, dass Kursbewegungen in gewissen Trends ablaufen, die analytisch prognostizierbar sind. Hedge Fonds bieten die Chance auf eine sehr hohe Rendite, bergen aber auch ein entsprechend hohes Risiko des Kapitalverlusts in sich.

Bei Optionen oder Futures zeigt die Hedge-Ratio an, wieviele Optionen bzw. Futures ge- oder verkauft werden müssen, um Kursveränderungen der abzusichernden Basiswerte vollständig zu neutralisieren.
Absicherung eines Investments gegen Kurs-, Währungsrisiken o.ä. durch Abschluss eines Gegengeschäfts, z.B. durch ein Options- oder Termingeschäft, das hinsichtlich seiner Art und seines Umfangs die Risiken des Grundgeschäftes weitgehend abdeckt.
High-Yield-Bonds oder hochverzinsliche Anleihen sind festverzinsliche Wertpapiere, die von den führenden Ratingagenturen als BB+ (bei Standard & Poor´s) bzw. Ba1 (bei Moody´s) oder schlechter eingestuft wurden bzw. dieser Einstufung entsprechen, sofern sie noch kein Rating haben. Wegen ihrer schlechteren Kreditqualität bieten High Yield Bonds eine höhere Rendite als Papiere besserer Bonität, beinhalten aber auch höhere Risiken. Unternehmen und Schwellenländer stellen die wichtigste Emittentengruppe dieser Anleihen dar.
Siehe Online Banking.

HV

Abkürzung für Hauptversammlung.
Im Grundbuch eingetragenes Recht eines Gläubigers, sich im Fall der Nichtbezahlung oder -erfüllung der Forderung am Grundbesitz zu befriedigen. Die Hypothek ist eine Pfandverschreibung auf immobile Güter zur Sicherung des Gläubigers. Eine 1. Hypothek bedeutet ein an erster Stelle im Grundbuch und damit ein an sicherster Stelle eingetragenes (verbrieftes) Recht.
Ein Kredit, der durch die Eintragung einer Hypothek im Grundbuch abgesichert ist.
Kreditinstitut (privatrechtlich) als Aktiengesellschaft, die sich vornehmlich mit der Vergabe von Hypothekar- und Kommunalkrediten befasst. Daneben gibt es auch öffentlich-rechtliche Hypothekenbanken. Hauptanliegen ist dabei die Finanzierung des Wohnungsbaus sowie öffentlicher Investitionen. Die Kapitalbeschaffung erfolgt durch den Verkauf von Pfandbriefen und Kommunalobligationen. Banken mit diesem Geschäftsbereich unterliegen dem Pfandbriefgesetz (PfandBG).
Das Hypothekenbankgesetz (HBG) regelte die Rechte und Pflichten der Hypothekenbanken in Deutschland. Das Gesetz wurde ab dem 19.07.2005 durch das Pfandbriefgesetz (PfandBG) abgelöst und ist nur noch im Rahmen der Übergangsvorschriften anwendbar. Es schreibt die Organisation, die Geschäftstätigkeit sowie die Staatsaufsicht der privaten Hypothekenbanken vor. Demnach muss eine Hypothekenbank ihre Tätigkeit auf Gewährung von Hypothekarkrediten, Kommunaldarlehen und die Ausgabe von Pfandbriefen beschränken, die der ständigen Aufsicht einer staatlichen Behörde unterliegen. Nebengeschäfte sind im begrenzten Umfang erlaubt.
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