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Anleihen mit langer Gesamt- oder Restlaufzeit bis zur Tilgung, in der Regel über 8 Jahre. Im Gegensatz zu "Kurzläufern" sind sie kursvolatiler. Von den Anlegern werden sie daher besonders in Phasen mit fallenden Zinsen aufgrund der Kurschancen bevorzugt.
Einzugspapier, mit dem ein Zahlungsempfänger durch Vermittlung eines Kreditinstitutes vom Konto des Zahlungspflichtigen einen Betrag abbuchen lässt. Ausgelöst wird die Zahlung nicht wie beim Dauerauftrag vom Zahlungspflichtigen, sondern vom Zahlungsempfänger, der die Lastschrift bei seiner Bank (erste Inkassostelle) einreicht, die den Lastschriftbetrag gutschreibt und bei der Bank des Zahlungspflichtigen (Zahlstelle) belastet. Grundlage einer Lastschrift ist entweder ein Abbuchungsauftrag oder eine Einzugsermächtigung. Das Lastschriftverfahren ist besonders geeignet für ständig wiederkehrende Zahlungen über unterschiedliche Beträge.
Formel: Nominalzins x 100 / Anschaffungspreis.
Laufzeitbegriff wird in unterschiedlichen Zusammenhängen verwendet, z.B.: (1) Zeit zwischen Auszahlung eines Kredits und seiner festgesetzten Rückzahlung. (2) Bei festverzinslichen Wertpapieren die Zeit zwischen der Ausgabe eines Papiers und seiner Rückzahlung. (3) Bei Termingeschäften (z.B. Optionen, Optionsscheine, Futures) die Zeit zwischen Abschluss des Terminkontraktes bzw. Emission bis zum Fälligkeits- bzw. Verfallstermin.

LBO

Abkürzung für Leveraged Buy Out.
Late-Index, Indikator für die Kursentwicklung zwischen 17.30 und 20.00 Uhr auf dem Parkett der Frankfurter Wertpapierbörse. Dieser Index wurde eingeführt, damit auch nach Xetra-Handelschluss (17:30 Uhr) der Benchmark-Index berechnet werden kann. L-DAX® entspricht in seiner Zusammensetzung exakt dem 'Original'-Index DAX®, basiert aber auf Börsenpreisen des Parketthandels. Die Late-Indizes (L-DAX®, L-MDAX®, L-SDAX®, L-TecDAX®) dienen lediglich als Indikator, nicht jedoch als Basiswert für abgeleitete Produkte wie Zertifikate, Optionsscheine, Fonds o.ä.
Auch: Konsortialführer, Bookrunner, Global Coordinator. Der Lead Manager leitet in engem Kontakt zum Emittenten des Wertpapiers das Konsortium und übernimmt alle zentralen Arbeiten im Zusammenhang mit der Emission. Er ist zuständig für die Formulierung der Equity Story, die Vermarktung der Aktie bei Investoren, die Festlegung des Platzierungsvolumens, für die Dokumentation einschließlich der Vorbereitung der Prospekte und Unterlagen für das öffentliche Angebot und die Börsenzulassung, sowie für den Zeitplan und die Koordination der beteiligten Parteien. In der Praxis hängt der Erfolg der Transaktion wesentlich vom Know-how des Konsortialführers ab, weshalb diese Bank die größte Quote der zu platzierenden Wertpapiere hat.
Vermietung bzw. Verpachtung beweglicher oder unbeweglicher Güter durch ein Finanzierungsinstitut, das Leasing-Gesellschaft genannt wird, oder durch den Hersteller der jeweiligen Güter. Leasing ist eine Sonderform der Finanzierung. Anstelle von Kauf mit Eigen-, Fremd- oder Mischfinanzierung tritt Miete oder Pacht. Mögliche Einteilungsgesichtspunkte des Leasing können sein: Dauer und Kündbarkeit des Leasing-Vertrages (Financial- und Operating-Leasing), Stellung des Leasing-Gebers (direktes und indirektes Leasing), Art des Leasing-Gegenstandes (Immobilien-, Mobilien- und Personal-Leasing) etc.
Termingeschäft, bei dem der Verkäufer Wertpapiere verkauft, die er noch nicht besitzt. Er hofft, sich bis zum Erfüllungstermin billiger als bei Vertragsabschluss mit den Wertpapieren eindecken zu können und somit die Differenz als Gewinn zu vereinnahmen.
Übernahme eines Unternehmens durch Außenstehende oder betriebszugehörige Investoren. Speziell bei der Übernahme durch ein fremdes Management spricht man von Management Buy In (MBI), durch das eigene Management von Management Buy Out (MBO). Kennzeichnend für diese Art des Unternehmenserwerbs ist, dass dafür nur wenige Eigenmittel eingesetzt werden. Der Großteil des für den Unternehmenskauf benötigten Kapitals wird durch Bankkredite und/oder die Emission von Anleihen beschafft. Zins- und Tilgungszahlungen werden aus dem zukünftigen Ertrag des übernommenen Unternehmens, oft aber auch durch den Verkauf von Unternehmensteilen, also aus dem Substanzwert, finanziert.
Finanzierung eines Unternehmenskaufs, der durch außenstehende Finanzinvestoren, i.d.R. unter Einbindung des Managements, erfolgt. Kennzeichnend dabei ist eine sehr hohe Fremdverschuldung (Leverage) bei der Kaufpreisfinanzierung, die ausschließlich durch den zukünftigen Cash-Flow des übernommenen Unternehmens bedient und durch die Aktiva dieses Unternehmens besichert wird.
Der Leverage-Effekt beschreibt die potenzielle Vorteilhaftigkeit einer Substitution von "teurem" Eigenkapital (z.B. Grundkapital von Aktiengesellschaften) durch "günstiges" Fremdkapital (z.B. Kredite) bei der Finanzierung von Investitionsprojekten. Die dadurch mögliche Reduzierung der Gesamtkapitalkosten kann die Überschussrendite der Investition nach Abzug der Kapitalkosten erhöhen. Zu beachten ist jedoch, dass eine übermäßige Aufnahme von Fremdkapital das Kreditrisiko des Unternehmens erhöht und die von den Fremdkapitalgebern geforderte Verzinsung der Kredite steigt. Dies wirkt dem Leverage-Effekt entgegen.
Abkürzung für London Interbank Offered Rate.
Abkürzung für London International Financial Futures and Options Exchange.
Begrenzung des Preises nach oben oder unten bei Börsenaufträgen. Wird das Limit durch den Kurs überschritten (Kaufauftrag) oder wird der Kurs niedriger angesetzt als das Limit (Verkaufsauftrag), so werden die entsprechenden Aufträge nicht ausgeführt.
Limit Orders werden mit einer Preisgrenze versehen. Der Kauf oder Verkauf erfolgt zum gewünschten Preis oder besser. Xetra ermöglicht die Eingabe von Stop Orders. Das System stellt diese Aufträge automatisch ins Orderbuch, sobald der Preis des Wertpapiers das angegebene Stop-Limit erreicht, und führt sie zum nächsten Preis aus. Inhabern von Wertpapieren eröffnet dies die Möglichkeit, einen erreichten Gewinn zu sichern oder einen möglichen Verlust zu begrenzen, ohne den Markt ständig beobachten zu müssen. Siehe Market orders.
Der Begriff Liquidität kann vor allem in dreifacher Verwendung vorkommen: (1) Die Fähigkeit einer Bank, allen Zahlungsverpflichtungen fristgerecht nachkommen zu können. Kreditinstitute müssen nach dem Kreditwesengesetz ihre Mittel so anlegen, dass jederzeit eine ausreichende Zahlungsbereitschaft gewährleistet ist. Das Bundesministerium für Finanzen stellt im Einvernehmen mit der Deutschen Bundesbank Grundsätze auf, nach denen es für den Regelfall beurteilt, ob die Liquidität eines Kreditinstituts ausreicht. Für ein in Liquiditätsschwierigkeiten gekommenes Kreditinstitut gibt es Einlagensicherungsfonds. (2) Liquidität beschreibt eine Marktsituation, bei der ein Wertpapier jederzeit ver- und gekauft werden kann. Die Liquidität eines Wertpapiers hängt zum einen von der Anzahl der sich im Umlauf befindenden Wertpapiere ab und zum anderen von der Anzahl der Marktteilnehmer, die bereit sind dieses zu kaufen oder zu verkaufen. Bei liquiden Wertpapieren gibt es ausreichend Angebot und Nachfrage, so dass ein Geschäftsabschluss, d. h. der gleichzeitige Kauf und Verkauf eines Wertpapiers, immer möglich ist. Bei weniger liquiden Wertpapieren sorgen Market Maker oder Designated Sponsors für Zusatzliquidität. Diese stellen Quotes, zu welchen sie bereit sind das Wertpapier zu kaufen oder zu verkaufen. (3) Ferner bezeichnet Liquidität die Eigenschaft eines Zahlungsmittels, rasch in Bargeld umgewandelt werden zu können.
Eigenschaft von Wertpapieren als Sicherungsmittel für Lombardkredite akzeptiert zu werden.
Lombard ist die Kreditgewährung gegen Pfand, insbesondere Wertpapiere, durch Banken. Der Lombardsatz ist ein von der Zentralbank festgesetzter Zinssatz, zu dem sich Banken durch Verpfändung von Wertpapieren bei der Zentralbank kurzfristig Liquidität verschaffen können. In Deutschland wurde vor 1999 der Lombardsatz von der Deutschen Bundesbank festgesetzt. Er lag zumeist einen Prozentpunkt über dem Diskontsatz. Mit dem Übergang der Zuständigkeit für die Geldpolitik auf die Europäische Zentralbank hat der Spitzenrefinanzierungssatz den Lombardsatz abgelöst.
Der LIBOR ist der täglich festgelegte Referenzsatz im Interbankengeschäft, der aus den Zinssätzen ermittelt wird, für den sich Banken am Londoner Markt Geld leihen. Dient als Referenzzinssatz für Floating Rate Notes, Swaps u.a.
1982 gegründete und somit älteste europäische Börse für Financial Futures. Im Januar 2002 übernahm Euronext die LIFFE und firmierte zur Euronext.liffe. www.euronext.com.
Position, die durch den Kauf eines Kontraktes oder eines Wertpapiers entstanden ist. Der Anleger rechnet mit steigenden Kursen. Gegensatz: Short Position.
Neben der löschungsfähigen Quittung bietet die Löschungsbewilligung die zweite Möglichkeit der Aufgabe von Grundpfandrechten. Dadurch wird eine Kreditsicherheit von dem Sicherungsnehmer freigegeben und kann nicht mehr zur Befriedigung von Ansprüchen geltend gemacht werden. Die Löschungsbewilligung besteht aus einer Urkunde, in der die Löschung der Hypothek bzw. Grundschuld bewilligt wird und mit der der Eigentümer das Grundpfandrecht löschen lassen kann.
Galt bis 1978. Dadurch konnte ein Eigentümergrundpfandrecht verhindert werden. Heute ist an die Stelle der Löschungsvormerkung der Löschungsanspruch getreten, der in § 1179 BGB geregelt ist und zum gesetzlichen Inhalt jedes Grundpfandrechtes gehört. Dadurch kann vom Grundstückseigentümer die Löschung vorrangiger oder gleichrangiger Grundpfandrechte verlangt werden, sobald der Grundstückseigentümer sie erworben hat, indem er z.B. den zugrunde liegenden Kredit zurückgezahlt hat.

LZB

Abkürzung für Landeszentralbank.
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