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Bank- & Börsenlexikon
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Festverzinsliche Wertpapiere (Anleihen, Bonds, Schuldverschreibungen). Sie verbriefen das Recht auf Rückzahlung zum Nennwert zuzüglich Zinsen. Mit der Ausgabe von Obligationen beschafft sich der jeweilige Emittent langfristiges Fremdkapital. Als Emittenten am Kapitalmarkt treten die öffentliche Hand, Banken oder Industrieunternehmen auf. Entsprechend spricht man von Kommunal-, Bank- oder Industrieobligation.
Die Offenmarktpolitik ist das wichtigste Instrument der Geldpolitik, mit dem die Zentralbank die Geldschöpfung beeinflusst. Sie bietet den Geschäftsbanken bestimmte festverzinsliche Wertpapiere (Offenmarktpapiere) zum Kauf an oder kauft solche selbst von den Geschäftsbanken. Kaufen die Geschäftsbanken die Wertpapiere, steht ihnen das angelegte Geld nicht mehr für die Kreditvergabe zur Verfügung, d.h. die Geldschöpfung sinkt. Verkaufen die Geschäftsbanken Wertpapiere, erhalten sie dafür Geld, das sie für Kredite verwenden können.
Internationale Finanzplätze mit besonders günstigen Standorteigenschaften, insbesondere steuerlicher und/oder aufsichtsrechtlicher Art. Offshore Länder sind zum Beispiel: Bahamas, Bermuda, British Virgin Islands, Cayman Islands, Guernsey, Isle of Man, Jersey, Mauritius.
Maß für die Preiselastizität und die effektive Hebelwirkung eines Optionsscheins. Das Omega gibt den Prozentsatz an, um den sich der Kurs eines Optionsscheins bei einer Kursveränderung des Basiswerts um ein Prozent verändert. Im Gegensatz zum einfachen Hebel, der eine gleich starke absolute Kursveränderung von Optionsschein und Basiswert unterstellt, misst das Omega durch die Berücksichtigung des Delta die tatsächliche Hebelwirkung des Optionsscheins. Beispielsweise hat ein Optionsschein mit einem aktuellen Hebel von 10 und einem Delta von 50% ein Omega von 5, der Schein steigt also etwa um 5%, wenn der Basiswert um 1% steigt.
Kontoführung und Abwicklung von Finanzdienstleistungen per Internet oder Direkteinwahl bei der Bank. Die Aufträge werden mit Hilfe einer elektronischen Unterschrift unterzeichnet (z.B. mit einer PIN oder TAN).
Anzahl der nach einer Börsensitzung nicht glattgestellten Kontrakte.
Der Open Market ist neben dem Amtlichen und Geregelten Markt das dritte gesetzliche, jedoch nicht amtliche, sondern privatrechtliche deutsche Marktsegment und hieß bis Oktober 2005 offiziell Freiverkehr. Im Open Market der Frankfurter Wertpapierbörse (FWB) werden neben deutschen Aktien überwiegend ausländische Aktien, Renten deutscher und ausländischer Emittenten, Zertifikate und Optionsscheine gehandelt. Er ist am 1. Mai 1987 durch den Zusammenschluss von "Geregelter Freiverkehr" und "Ungeregelter Freiverkehr" entstanden. Der Open Market ist kein organisierter Markt im Sinne des Wertpapierhandelsgesetzes. Die Basis für die Einbeziehung von Wertpapieren in den Freiverkehr bilden die Freiverkehrsrichtlinien der Deutsche Börse AG. Es gibt nur wenige formale Einbeziehungsvoraussetzungen und keine Folgepflichten für den Emittenten. Die Insiderregelungen finden Anwendung. Die Vorschrift über die Ad-hoc-Publizität gilt jedoch nicht.
Offene Investmentfonds geben laufend Anteile (Zertifikate) aus. Erlöse aus dem Verkauf von Anteilen verwendet die Investmentfondsgesellschaft zum Kauf weiterer Anlagewerte für das Sondervermögen. Der Anteilseigner (Anleger) hat Anspruch auf Rücknahme der Anteile zu Lasten des Fondsvermögens. Der Rücknahmepreis richtet sich nach dem Inventarwert des Sondervermögens. Gegensatz: Closed-end-Fund.
Eine Option ist das vertraglich eingeräumte Recht, das dem Käufer das Recht und dem Verkäufer (Stillhalter) die Verpflichtung gibt, innerhalb einer bestimmten Frist (Optionsfrist) bis zum Verfalldatum der Option den Basiswert zum Basispreis zu kaufen oder zu verkaufen. Der Käufer zahlt dem Stillhalter für dieses Recht einen bestimmten Betrag, den Optionspreis.
Ein festverzinsliches Wertpapier, welches das Recht zum Erwerb von Aktien in einem von der Anleihe abtrennbaren Optionsschein verbrieft. Die Aktien lassen sich gegen Hergabe des Optionsscheins zu im Voraus festgelegten Konditionen beziehen. Die Optionsanleihe selbst wird dabei nicht umgetauscht, sondern bleibt bis zu ihrer Rückzahlung bestehen. Für die Optionsanleihe kann es bis zu drei verschiedene Börsennotierungen geben: einen Kurs für die Anleihe mit Optionsschein ("cum"), für die Anleihe ohne Optionsschein ("ex") und für den Optionsschein allein.
Preis für eine Option, der für den Erwerb einer Option bzw. eines Optionsscheins zu zahlen ist. Die Optionsprämie bzw. der Optionspreis besteht aus dem Inneren Wert und dem Zeitwert und wird u.a. durch folgende Faktoren bestimmt: Basispreis, Entwicklung von Kurs des Bezugswerts und dessen Volatilität, Laufzeit der Option, risikoloser Zinssatz, Ausschüttungen des Bezugswerts während der Laufzeit der Option.
Optionsscheine (engl. Warrants) verbriefen genauso wie Optionen das Recht, innerhalb (amerikanischer Optionsschein) bzw. am Ende (europäischer Optionsschein) eines bestimmten Zeitraumes einen bestimmten Basiswert, z.B. Aktien oder Anleihen, zu einem vorher bekannten Preis zu kaufen (Call-Optionsschein) oder zu verkaufen (Put-Optionsschein). Im Gegensatz zu einer Option ist ein Optionsschein kein standardisiertes Instrument, d.h. die Papiere der verschiedenen Anbieter - üblicherweise Banken - weisen unterschiedliche Merkmale in Bezug auf beispielsweise die Laufzeit auf.
Papiere, deren Eigentum mit einem Indossament auf eine andere Person übertragen werden kann. Sie lauten auf einen namentlich Berechtigten. Orderpapiere werden durch Übergabe der indossierten Urkunde übertragen. Beispiele für diese Papiere sind Namensaktien, Konnossemente, Wechsel und Schecks.
Scheck, der als Orderpapier durch Indossament übereignet wird. Orderschecks sind nur an den legitimierten Vorleger auszahlbar. Da der Orderscheck ein geborenes Orderpapier ist, ist die in der Praxis übliche Orderklausel auf dem Scheck rechtlich entbehrlich. Das bezogene Institut, das den Scheck einlöst, ist verpflichtet, bei der Einlösung die Indossamente und die Legitimation zu prüfen.
Finanzinstrumente (Derivate), die nicht standardisiert sind und nicht an einer Börse, sondern direkt zwischen den Marktteilnehmern (Over the Counter) gehandelt werden.
Ist eine Einschätzung bezüglich des für die Zukunft erwarteten Kursverlaufes einer Aktie. Sie bedeutet, dass die Kursentwicklung der Aktie nach Meinung der Analysten besser sein wird als die des Gesamtmarktes. Die Aktie wird sich voraussichtlich besser entwickeln als z.B. der DAX®.
Der OTC-Markt ist ein außerbörslicher Verhandlungsmarkt bzw. Freiverkehrsmarkt für Aktien und Anleihen. Er ist nicht lokalisiert und hat keine festen Handelszeiten. Verhandlungen finden gewöhnlich über Bildschirm- oder Telefonsysteme auf internationaler Ebene statt. Der Preis für ein Wertpapier wird zwischen Kreditinstituten und Wertpapierhäusern oder Wertpapierdienstleistungsunternehmen und institutionellen Investoren ausgehandelt. Die Transaktionen unterliegen dabei den geltenden gesetzlichen Bestimmungen für den Wertpapierhandel.
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