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Bank- & Börsenlexikon
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Finanzierung der Frühentwicklungsphase eines Unternehmens. Die Early-Stage-Finanzierung stellt das nötige Kapital für die Unternehmensaktivitäten der Seed- und Start-up-Phase bereit. Es wird für die Finanzierung eines Geschäftskonzepts, die Herstellung erster Prototypen bis hin zum Start der Produktion und der Vermarktung verwendet. Der kommerzielle Erfolg ist in dieser Phase schwer schätzbar. Aufgrund des Risikos erfolgt die Finanzierung durch Beteiligungskapital, das von verschiedenen Beteiligungsgesellschaften oder vermögenden Privatpersonen (Business Angels) zur Verfügung gestellt wird.
Das EBIT (Earnings Before Interest and Tax) ist eine Gewinnkennzahl und bezeichnet den Gewinn eines Unternehmens vor Zinsen und Steuern. Die Kennzahl zeigt die operative Ertragskraft einer Unternehmung unabhängig von deren Kapitalstruktur. Dadurch kann die Vergleichbarkeit zwischen Unternehmen mit unterschiedlichem Fremdkapitalanteil hergestellt werden.
Das EBITDA (Earnings Before Interest, Taxes, Depreciation and Amortization) ist eine Gewinnkennzahl und bezeichnet den Gewinn eines Unternehmens vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen. Sie zeigt die operative Ertragskraft eines Unternehmens unabhängig von dessen Kapitalstruktur oder Investitionsneigung.

EBR

Abkürzung für European Bank for Reconstruction and Development (Europäische Bank für Wiederaufbau und Entwicklung).
Bei ecash handelt es sich um ein elektronisches Zahlungssystem, mit dem im Internet Waren oder Dienstleistungen gekauft werden können.
Die eurocheque-Karte (kurz: ec-Karte) war bis zum 1.1.2002 eine Garantiekarte für die Einlösung eines eurocheques bis zu einem bestimmten Betrag. Sie wurde inzwischen durch die effektivere Debitkarte (Bankkundenkarte) ersetzt. Die von Kreditinstituten ausgegebene Bankkundenkarte trägt jedoch weiterhin das ec-Symbol auf der Karte. EC steht mittlerweile für das electronic cash, das zur Geldabhebung an Geldautomaten und zum bargeldlosen Bezahlen in vielen Kaufhäusern und Geschäften im In- und Ausland dient.
Wertpapiere, die der Kapitalbeschaffung und der Anlage von Kapital dienen. Sammelbegriff für fungible (vertretbare) Wertpapiere. Zu den Effekten gehören unter anderem Aktien, Schuldverschreibungen und sonstige Anleihen. Keine Effekten sind z.B. Banknoten, Wechsel und Schecks, weil diese entweder keine Wertpapiere oder nicht fungibel sind. Unter einem Effektengeschäft versteht man den An- und Verkauf jener Wertpapiere auf eigene oder fremde Rechnung.
Die Lagerung von Wertpapierbeständen bei Wertpapiersammelbanken macht die Auslieferung, das Versenden von Wertpapieren überflüssig. Die Wertpapiere müssen allerdings zur Girosammelverwahrung zugelassen sein. Die Eigentumsübertragung erfolgt lediglich buchmäßig, ohne Übergabe von Effektenurkunden. Der Depotinhaber hat einen Miteigentumsanteil an den girosammelverwahrten Wertpapieren.
Die Effektivverzinsung gibt Aufschluss über die tatsächliche Verzinsung, die eine Geldanlage in einem Jahr erzielt. Dabei werden An- und Verkaufsgebühren, die Kurse bei Erwerb und Verkauf sowie eventuelle Auf- und Abschläge berücksichtigt. Auch die Laufzeit und die Tilgungsform eines Wertpapiers spielen bei der Effektivverzinsung eine Rolle. Gegenteil: Nominalverzinsung.

EIB

Abkürzung für Europäische Investitionsbank.
Bei der Eigenemission werden die Wertpapiere direkt vom Emittenten ohne Einschaltung eines Intermediärs (z.B. Bank) bei den Anlegern platziert. Voraussetzung ist, dass der Emittent über eine gute Platzierungskraft verfügt, er also eine Vielzahl von Anlegern direkt erreichen kann. Diese Platzierungskraft besitzen i.d.R. nur Kreditinstitute mit einem ausgedehnten Filialnetz und/oder guten Beziehungen zu institutionellen Anlegergruppen. Der größte Teil der Eigenemissionen wird deshalb von Kreditinstituten begeben. Das Risiko, dass nicht die gesamte Emission bei den Anlegern verkauft (untergebracht) werden kann, bleibt daher beim Emittenten. Der Vorteil einer Eigenemission liegt in den geringeren Kosten, da die Vergütungen für das Emissionskonsortium entfallen.
Der im eigenen Namen und für eigene Rechnung der Bank durchgeführte Handel in Wertpapieren, Finanzinstrumenten, Derivaten, Devisen und Edelmetallen.
Das Eigenkapital ist eine Position auf der Passivseite der Bilanz. Dazu zählen das Gezeichnete Kapital (Grundkapital), die Kapitalrücklagen, die Gewinnrücklagen, der Gewinn-/Verlustvortrag und der Jahresüberschuss/-fehlbetrag. Eigenkapital ist im allgemeinen Voraussetzung für Fremdfinanzierung, da ohne ausreichendes haftendes Eigenkapital Fremdkapitalgeber nicht zur Kreditvergabe bereit sind.
Kurs, der nur einmal börsentäglich, gewöhnlich zur Mitte der Börsensitzung, für Aktien im Amtlichen Markt festgestellt wird. Der Einheitskurs wird vor allem für Aktien ermittelt, die aufgrund ihres geringen Handelsvolumens nicht zum variablen Handel zugelassen sind. Der Skontroführer sammelt dabei alle Verkaufs- und Kaufaufträge, die bis Annahmeschluss vorliegen, und ermittelt den Einheitskurs anhand des Meistausführungsprinzips. Auch für Aktien im variablen Handel werden Einheitskurse festgestellt, und zwar dann, wenn die vorliegenden Orders mangels eines geeigneten Geschäftspartners bis zur Feststellung des Einheitskurses nicht ausgeführt werden konnten.
Fazilität ist ein international gebräuchlicher Ausdruck für Kreditlinie oder Kreditrahmen. Einlagenfazilität ist eine Ständige Fazilität der Europäischen Zentralbank (EZB), die den zugelassenen Geschäftspartnern die Möglichkeit bietet, Guthaben bis zum nächsten Geschäftstag zu einem vorher festgesetzten Zinssatz anzulegen. Der Zinssatz bildet im Allgemeinen die Untergrenze des Tagesgeldsatzes.
Guthaben, die Kunden bei Kreditinstituten unterhalten. Sie entstehen durch Bareinzahlung, Gutschrift im Rahmen von Überweisungen und/oder Scheckeinreichungen auf den Konten der Kunden und stellen eine Verpflichtung der jeweiligen Bank an ihre Gläubiger dar.
Dient der Sicherung der Kundeneinlagen bei den Kreditbanken. Die Mittel des Einlagensicherungsfonds werden durch Umlagen auf die angeschlossenen Kreditinstitute aufgebracht. Bei drohender Zahlungseinstellung einer angeschlossenen Bank soll der Einlagensicherungsfond im Interesse der Einleger Hilfe leisten und eine Beeinträchtigung des Vertrauens in die privaten Kreditinstitute vermeiden. Durch diesen Fonds werden Einlagen von Nichtbanken jeweils bis zu einer Höhe von 30% des haftenden Eigenkapitals des jeweiligen Kreditinstitutes gegen Verluste abgesichert.
Certificates of Deposits. Es handelt sich um von Banken emittierte Geldmarktpapiere in Form von Inhaberpapieren. Der Vorteil der Einlagenzertifikate liegt darin, dass sie problemlos auf dem Sekundärmarkt gehandelt werden können. Ein Anleger kann sie daher vor Fälligkeit wieder veräußern und damit einen unvorhergesehenen Kapitalbedarf decken.
Der Einstandspreis eines Wertpapiers ist derjenige Betrag, der inklusive aller Nebenkosten zum Kauf einer Wertpapierposition aufgewendet wurde.
Siehe Sonderverwahrung, Streifbandverwahrung.
Neben dem Abbuchungsauftrag ist die Einzugsermächtigung die gebräuchlichere Auftragsvariante im Lastschriftverkehr. Das Einzugsermächtigungsverfahren ist zur Zahlungsabwicklung typischer Massengeschäfte auf Basis standardisierter, auf Dauer angelegter Vertragsverhältnisse gedacht. Dabei ermächtigt der Zahlungspflichtige den Zahlungsempfänger schriftlich, fällige Zahlungen mittels Lastschrift beim Zahlungspflichtigen einzuziehen. Die Einzugsermächtigung ist jederzeit widerruflich.
In der Wirtschaft bezeichnet Elastizität ein Maß, das angibt, wie eine abhängige Größe auf eine Änderung einer ihrer Einflussgrößen reagiert. Beispielsweise gibt die Preiselastizität des Angebots wieder, wie sich das Angebot eines Wirtschaftsguts ändert, wenn sich der Preis des Gutes ändert.
Durchführung von Bankgeschäften beleglos mit Hilfe der elektronischen Datenverarbeitung.
Deutsches bargeldloses, elektronisches Zahlungsverfahren im Handel auf Basis der Bankkundenkarte mit Geheimzahl. Der Zahlungsbetrag wird dann dem persönlichen Konto beleglos belastet.
Electronic Commerce ist der Austausch von Geschäftsinformationen, Waren oder Dienstleistungen unter Verwendung des Internet. Folge sind z.B. mögliche Kosteneinsparungen (durch Automation), Angebot verbesserter Marktleistungen (24-Stunden Service) und weltweiter Wettbewerb. Electronic Commerce findet im Verhältnis Anbieter und Konsumenten (Business-to-Consumer) und zwischen Unternehmen (Business-to-Business) statt.
Eine Emission ist das Auf-den-Markt-Bringen von Wertpapieren. Dies können Aktien, Anleihen, Investmentfondsanteile oder andere Wertpapiere sein. Meist erfolgt eine Emission durch Vermittlung einer Bank (Emissionsbank) oder einem Zusammenschluss von Banken (Konsortium). Zweck ist die Beschaffung von Eigen- oder Fremdkapital. Liegt der Ausgabekurs eines Wertpapiers über dem Nennwert spricht man von einer Über-pari-Emission, liegt er darunter, von einer Unter-pari-Emission. Die Differenz von Ausgabekurs und Nennwert heißt Agio (Aufgeld) bzw. Disagio (Abgeld).
Im bankgeschäftlichen Bereich befristete Vereinigung von zwei oder mehr Kreditinstituten zur Begebung einer Wertpapieremission. Die gegenseitigen Verpflichtungen werden in einem Konsortialvertrag vereinbart.
Ein Emittent ist der Herausgeber von erstmals in Umlauf gebrachten Wertpapieren. Es kann sich dabei um ein Unternehmen, ein Kreditinstitut, eine öffentliche Körperschaft, den Staat oder andere Institutionen handeln. Von der Emission profitieren der Emittent, der sofort über Liquidität verfügen kann, sowie der Zeichner, der durch Zins-, Dividende und/oder (im Idealfall) spätere Verkaufsgewinne eine Rendite auf das eingesetzte Kapital erwirtschaftet.
Kapitalmarktzugang der Deutschen Börse innerhalb des Open Market (früher: Freiverkehr) für kleine und mittelgroße Unternehmen als Alternative zu EU-regulierten Segmenten. Der Entry Standard richtet sich an qualifizierte Anleger, die in der Lage sind, etwaige erhöhte Risiken im Zusammenhang mit der Anlage in Aktien dieser Gesellschaft einschätzen und übernehmen zu können. Anleger müssen sich des Risikos bewusst sein, dass die Aktien der Gesellschaft nicht zum Börsenhandel in einem EU-regulierten Markt zugelassen sind. Die europaweit vereinheitlichten hohen Transparenzanforderungen und strengen Anlegerschutzbestimmungen für organisierte Märkte gelten daher nicht.
Abkürzung für Euro Overnight Index Average. Er ist der effektive umsatzgewichtete Tagesgeldzinssatz für den Euro. Der EONIA besteht aus einem gewogenen Durchschnitt der Zinssätze, die eine Gruppe größerer Institute im Euroraum auf dem Interbankenmarkt für unbesicherte Übernachtkontrakte verlangt. Er wird mit Hilfe der Europäischen Zentralbank (EZB) berechnet. Die Banken, die hierzu Daten liefern, quotieren im Panel für den EURIBOR.
Der Begriff findet im Finanzbereich für unterschiedliche Sachverhalte Verwendung: 1) Konsolidierungsmethode in der Konzernrechnungslegung. Sie wird überwiegend im Konzernabschluss einer der X-AG verwendet und vor allem, wenn das Unternehmen Y ein sog. Assoziiertes Unternehmen (engl. Associate) ist, d.h. ein Unternehmen, das weder ein Tochterunternehmen noch ein Gemeinschaftsunternehmen der X-AG ist, in dem aber X dennoch einen sog. maßgeblichen Einfluss hat. 2) Methode zur Ermittlung des Shareholder-Value, dem Marktwert des Eigenkapitals eines Unternehmens. Hierbei handelt es sich um eine Variante der Discounted Cash Flow (DCF) Methode, bei der die erwarteten, nur den Eigenkapitalgebern zurechenbaren Zahlungsmittelüberschüsse, die das Unternehmen zukünftig generiert, mit dem unternehmensspezifischen Eigenkapitalkostensatz diskontiert (abgezinst) werden. Die Summe dieser abgezinsten Beträge (Barwerte) ergibt den Shareholder-Value. Im Gegensatz dazu errechnet man mit der Entity-Methode durch Abzinsung der allen Kapitalgebern zustehenden Zahlungsmittelüberschüsse mit dem Gesamtkapitalkostensatz den Marktwert des ganzen Unternehmens, also die Summe der Marktwerte des Eigen- und des Fremdkapitals.
Auch: Gewinn je Aktie. Das Ergebnis je Akte ist eine für die Bedeutung der Ertragskraft eines Unternehmens wichtige Kennzahl, die angibt, welcher Teil des Unternehmensgewinns auf eine einzelne Aktie entfällt. Diese Zahl ist erforderlich, wenn das Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) einer Aktie berechnet wird.
Erster, nach Börseneröffnung festgesetzter Kurs bei variabler Notierung für ein bestimmtes Wertpapier.
Tatsächlich gezahlter Preis beim Erwerb eines Wertpapiers. Die Höhe des Erwerbskurses hat Einfluss auf die Rendite.
Börsenausdruck für die Vorwegnahme von Ereignissen durch die Kursentwicklung. So wird bei tatsächlichem Eintritt des Ereignisses an der Börse der Kurs nicht oder nur gering beeinflusst.
Abkürzung für Europäisches System der Zentralbanken.
Abkürzung für European Exchange. Die Eurex ist eine der weltweit größten Terminbörsen für Futures und Optionen. Sie ging aus dem Zusammenschluss der DTB (Deutsche Terminbörse) und der zur SWX Swiss Exchange gehörenden SOFFEX (Swiss Options and Financial Futures Exchange) hervor. Neben der Terminbörse betreibt die Eurex mit Eurex Bonds eine Over-the-Counter Handelsplattform für festverzinsliche Wertpapiere, mit Eurex Repo eine elektronische Abwicklungslösung für Repo-Geschäfte sowie mit der Eurex Clearing AG eine zentrale Gegenpartei.
Clearing-Haus und Zentrale Gegenpartei für an der Frankfurter Wertpapierbörse (Xetra oder Parkett) abgeschlossene Börsengeschäfte von deutschen, girosammelverwahrten Aktien, die auf Euro lauten und auf Xetra handelbar sind. Ferner gewährleistet sie als zentraler Kontrahent auch für die Eurex Börsen, Eurex Bonds und Eurex Repo das Clearing und die Erfüllung aller Geschäfte.
Abkürzung für European Interbank Offered Rate. Der Euribor ist der Zins für Termingelder in Euro im Interbankengeschäft.
Europäische Gemeinschaftswährung. Der Euro ist nach dem US-Dollar die weltweit zweitwichtigste Währung, wird von der Europäischen Zentralbank in Frankfurt am Main kontrolliert und ist offizielle Währung in 13 der 27 EU-Staaten sowie in sechs anderen Ländern. Daneben gibt es sieben weitere EU-Länder mit festem Umrechnungskurs zum Euro.
An internationalen Geldmärkten (Euro-Geldmärkten) vornehmlich durch erstklassige Industrieadressen emittierte Commercial Paper zur Deckung eines kurzfristigen Kreditbedarfs. Die Laufzeiten liegen zumeist unter einem Jahr.
Anleihen, die von einem internationalen Konsortium (Banken) emittiert und gleichzeitig in mehreren Ländern platziert werden. Die Anteile lauten meist auf die wichtigen Währungen US-Dollar, Euro, Yen, Pfund Sterling. Emittenten sind Staaten, internationale Institutionen und Großunternehmen.
Der eurocheque war das erste grenzüberschreitende Zahlungsverkehrsprodukt der europäischen Geldinstitute in den 60er Jahren. Für die Einlösung eines eurocheques sah man eine Garantiekarte vor, die in Anlehnung an den eurocheque den Namen eurocheque-Karte (kurz: ec-Karte) trug. Die eurocheque-Garantie wurde Anfang 2002 eingestellt. Seitdem haben Kreditinstitute auf Debitkarten (Bankkundenkarten) umgestellt, die zur bargeldlosen Bezahlung oder zum Abheben von Bargeld am Geldautomaten eingesetzt werden kann. Im Unterschied zu Kreditkarten wird nach dem Kauf das Girokonto des Karteninhabers sofort belastet (debitiert). Debitkarten deutscher Kreditinstitute sind in der Regel kombinierte ec/Maestro-Karten, wobei "ec" heute nicht mehr für "eurocheque", sondern für das deutsche electronic cash-System steht.
1968 von der Morgan Guaranty Trust Co. in Brüssel gegründetes Clearing-System für internationale Wertpapiertransaktionen. Heute betreibt Euroclear die Zentralverwahrstellen für Wertpapiere in Frankreich, den Niederlanden, Belgien, Großbritannien und Irland sowie den internationalen Zentralverwahrer Euroclear Bank in Brüssel.
(Eurodollarmarkt) 1957 entstandener Markt für befristete Ausleihungen in US-$, mit in der Regel kurzen Laufzeiten. Gehandelt werden US-$, aber auch andere konvertierbare Währungen, und zwar zwischen Banken außerhalb der USA (nicht nur europäische Banken, sondern auch Auslandstöchter amerikanischer Banken sowie Kanada und Japan). Hauptmarkt ist London. Daneben existiert der Eurokapitalmarkt, der Markt für Euro-Bonds, Kommunalobligationen, Pfandbriefe.
Euronote-Fazilitäten sind Finanzierungsvereinbarungen. Sie ermöglichen dem Emittenten während einer festgelegten Programmlaufzeit von fünf bis zehn Jahren durch die revolvierende Platzierung von Euro-Notes bis zu einer bestimmten Obergrenze sich liquide Mittel zu beschaffen. Wesentlich für diese Konstruktion ist, dass sich die beteiligten Banken ("Underwriter") dabei verpflichten, die Euro-Notes zum vertraglich vereinbarten Zins zu übernehmen oder alternativ Buchkredite zur Verfügung zu stellen (Backup- oder Standby-Facilities), wenn es dem Kapitalnehmer nicht gelingt, seine Euro-Notes am Markt abzusetzen. Da die Euro-Notes selbst nur eine mehrmonatige Laufzeit haben, müssen sie vom Schuldner - je nach Bedarf - nach Fristablauf erneut angeboten werden (= Revolving Underwriting Facilities - RUFs oder Note Issuance Facilities - NIFs).
Von Nichtbanken am Euromarkt begebene kurzlaufende Geldmarkt-Papiere, deren Verzinsung an einen Geldmarkt-Referenzzinssatz gebunden ist. Daraus ergibt sich - im Gegensatz zu den Euro Commercial Paper - eine Laufzeit-Standardisierung etwa von einem, drei oder sechs bis zwölf Monaten.
Die Europäische Bank für Wiederaufbau und Entwicklung (kurz EBWE oder EBRD, engl. European Bank for Reconstruction and Development) wurde 1991 gegründet. Ihre Aufgabe ist es, Länder in Mitteleuropa bis Zentralasien in ihrem Transformationsprozess hin zu Marktwirtschaft und privatem und unternehmerischen Handeln finanziell zu unterstützen. Anteilseigner der EBWE sind 61 Länder und zwei öffentliche Träger, die Europäische Kommission und die Europäische Investitionsbank.
Die Europäische Investitionsbank (EIB) wurde im Jahre 1958 durch den Vertrag von Rom zur Gründung der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft errichtet und hat ihren Sitz in Luxemburg. Aufgabe der Europäischen Investitionsbank, der Finanzierungsinstitution der Europäischen Union, ist es, zur Integration, zur ausgewogenen Entwicklung und zum wirtschaftlichen und sozialen Zusammenhalt der Mitgliedsländer der Union beizutragen. Zu diesem Zweck nimmt sie umfangreiche Mittel auf den Kapitalmärkten auf. Diese stellt sie zu günstigsten Bedingungen für Investitionsvorhaben bereit, die der Verwirklichung der Ziele der Union dienen. Außerhalb der Europäischen Union setzt die EIB die Finanzprotokolle zu den Abkommen um, die im Rahmen der Entwicklungszusammenarbeit der Union geschlossen werden.
Kauf- oder Verkaufsoption (Option), die nur am Fälligkeitstermin ausgeübt werden kann; Gegensatz: Amerikanische Option (American Style).
Die EWWU ist ein wesentlicher Bestandteil der Europäischen Union. Sie hat unter anderem die Einführung des Euro ermöglicht. Ihr gehören alle EU-Länder an.
Die EZB mit Sitz in Frankfurt am Main ist die gemeinsame Währungsbehörde der Mitgliedstaaten der Europäischen Währungsunion und bildet mit den nationalen Zentralbanken der Europäischen Union das Europäische System der Zentralbanken. (ESZB). Das vorrangige Ziel ist die Gewährleistung der Preisniveaustabilität in der Eurozone für das Euro-Währungsgebiet. Weiteres Ziel ist die Unterstützung der Wirtschaftspolitik mit dem Ziel eines hohen Beschäftigungsniveaus und dauerhaften Wachstums, soweit dies ohne Gefährdung der Preisstabilität möglich ist. Die EZB verfügt mit dem Rat und dem Erweiterten Rat über zwei Beschlussorgane und mit dem Direktorium über ein ausführendes Organ.
Das Europäische System der Zentralbanken (ESZB) besteht aus der Europäischen Zentralbank (EZB) und den nationalen Zentralbanken aller EU-Mitgliedstaaten. Geleitet wird das System von zwei Beschlussorganen, dem EZB-Rat und dem Direktorium. Vorrangiges Ziel ist die Wahrung der Preisstabilität. Die Hauptaufgaben des Systems sind die Festlegung und Umsetzung der Geld- und Währungspolitik des europäischen Währungsgebiets, die Haltung und Verwaltung der Währungsreserven der teilnehmenden Mitgliedstaaten und die Durchführung von Devisengeschäften, die Förderung eines reibungslosen Betriebs der Zahlungssysteme im europäischen Währungsgebiet sowie der Beitrag zur reibungslosen Umsetzung der von den zuständigen Behörden im Bereich der Aufsicht über die Kreditinstitute und der Stabilität des Finanzsystems ergriffenen Maßnahmen. Für die stabilitätsgerechte Geld- und Kreditversorgung stehen dem ESZB bestimmte geldpolitische Instrumente zur Verfügung.
Vereinigung von Zentralverwahrern und internationalen Zentralverwahrern für Wertpapiere in Europa ((International) Central Securities Depositories, (I)CSDs), gegründet 1997. Ziel der Vereinigung ist der gemeinsame Aufbau einer europaweiten Infrastruktur zur Bereitstellung von Wertpapieren als Sicherheiten für Kreditoperationen der Europäischen Notenbanken mit Kreditinstituten. Außerdem ist der Aus- und Aufbau gegenseitiger Kontoverbindungen unter CSDs zur länderübergreifenden Abwicklung von Wertpapiergeschäften geplant.
Vertritt die Interessen von Private Equity und Venture-Capital-Gesellschaften auf europäischer Ebene und steht als Anlaufstelle für Unternehmen auf der Suche nach Beteiligungsgesellschaften zur Verfügung. Sitz: Brüssel/Belgien.
Siehe Europäische Option.
Abkürzung für European Private Equity & Venture Capital Association

EWU

Abkürzung für Europäische Währungsunion.
Siehe Europäische Wirtschafts- und Währungsunion.
Investmentfonds, die an der Börse gehandelt werden, vornehmlich passiv gemanagte Indexfonds, die die Wertentwicklung eines Index nachbilden. Xetra Funds ist das Marktsegment der Deutsche Börse AG, in dem börsennotierte Indexfonds (Teilsegment XTF Exchange Traded Funds) sowie aktiv gemanagte Fonds (Teilsegment Xetra Active Funds) über das elektronische Börsensystem Xetra gehandelt werden. Die Fonds werden wie Aktien gehandelt: Der Preis wird nicht nur einmal täglich festgestellt, sondern richtet sich den ganzen Tag nach Angebot und Nachfrage. Anleger zahlen keinen Ausgabeaufschlag, dafür aber den so genannten Spread, d.h. die Spanne zwischen dem Kauf- und dem Verkaufskurs, sowie die üblichen Provisionen für Börsengeschäfte.
Ausstieg eines Finanzinvestors aus einer Beteiligung, d.h. der Kapitalgeber zieht sich aus dem Unternehmen zurück. Grundsätzlich stehen dabei vier Exit-Möglichkeiten (Exit-Kanäle) zur Verfügung: (1) Die Altgesellschafter kaufen die Anteile des Finanzinvestors zurück (Buyback), (2) die Beteiligung wird an ein Industrieunternehmen, meist aus derselben Branche, verkauft (Trade-Sale), (3) ein Dritter, etwa eine andere Kapitalbeteiligungsgesellschaft, übernimmt die Beteiligung aus dem Portfolio des Finanzinvestors (Secondary Purchase) und (4) die Beteiligung wird an die Börse gebracht (Going-Public).
Konstrukte von Optionsscheinen und anderen Hebelprodukten mit stark spekulativem Element. Um den Anforderungen der Investoren zu begegnen, kreieren die Emittenten immer neue Produkte und bringen sie unter phantasievollen Namen an den Markt. Überproportional hohen Chancen auf Kursgewinne stehen überproportionale Risiken bis hin zum Totalverlust gegenüber.

EZB

Abkürzung für Europäische Zentralbank.
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