"Zug-um-Zug-Geschäft". Wertpapiergeschäfte am Bankschalter, bei denen die effektiven Wertpapiere, also die physischen Stücke selbst, dem Kunden gegen sofortige Barzahlung ausgehändigt werden. In diesem Fall übernimmt der Anleger selbst die Verwahrung und Verwaltung der Wertpapiere, sorgt also auch für die Einlösung der mitgegebenen Zins- oder Dividendenscheine. Gegen Vorlage von Zins- oder Dividendenscheinen werden dem Anleger Bargeld ausgezahlt.
Tresor, der der Einlieferung von Bargeld, Schecks, Wechseln und anderen Urkunden auch außerhalb der Geschäftszeiten dient und für den die "Bedingungen für die Benutzung des Tag- und Nachttresors" gelten.
Neben dem Termingeld spricht man im Interbankenhandel von dem sogenannten Tagesgeld. Es handelt sich um unbesicherte Kredite bzw. Geldanlagen mit einer Laufzeit von einem Tag. Referenzzins ist der EONIA (Euro Overnight Index Average). Die Rückzahlung erfolgt zum nächsten Tag (Overnight) inklusive Zinsen. Neben Tagesgeld gibt es Tom/Next-Geschäfte (tomorrow/next day, T/N abgekürzt). Die Geldhändler vereinbaren am heutigen Tag, dass der eine Kontrahent dem anderen von morgen bis übermorgen Geld zur Verfügung stellt. Am übernächsten Tag erhält der Geldgeber seinen Kapitalbetrag inklusive Zinsen zurück. Bei Spot/Next-Geschäften (spot-against-next-day) einigen sich Geldnehmer und Geldgeber über eine Geldleihe, die mit 2-werktägiger Valuta an den Geldnehmer gezahlt wird und am darauffolgenden Werktag an den Geldleiher inklusive Zinsen zurückgezahlt wird.
Ein Talon ist der letzte Abschnitt auf dem Kuponbogen und ist ein Erneuerungsschein für Zins- und Dividendenkupons. Wurden alle Dividenden- oder Zinsscheine eingelöst, erhält der Inhaber des Wertpapiers gegen Vorlage des Talons einen neuen Bogen. Bei einer Depotverwahrung der Wertpapiere erledigt dies automatisch die Bank des Wertpapierinhabers.
TARGET (Trans-European Automated Real-time Gross Settlement Express Transfer System) ist ein Interbank-Überweisungssystem, das nationale Echtzeit-Bruttozahlungssysteme in Europa verbindet. TARGET wurde von den europäischen Zentralbanken in erster Linie zur Durchführung der Geldpolitik der Europäischen Zentralbank entwickelt. Es steht allen Kreditinstituten zur Durchführung ihrer Geldgeschäfte in Euro zur Verfügung. Der Vorteil von TARGET liegt in der schnellen Abwicklung der Überweisungen, 98% aller Zahlungen erfolgen innerhalb von 5 Minuten.
Index, der die Wertentwicklung der 30 größten Technologieaktien des Prime Standard unterhalb der DAX®-Werte abbildet. Die Indexzusammensetzung wird üblicherweise halbjährlich überprüft und mit Wirkung zum März und September angepasst. Kriterien für die Gewichtung der Aktien in TecDAX® sind: Börsenumsatz und Marktkapitalisierung auf Basis des Free Floats sowie Branchenrepräsentativität.
Die technische Analyse hilft Anlegern, aus den historischen Kurs- und Umsatzdaten einer Aktie Aussagen über deren künftige Kursentwicklung abzuleiten. Instrumente der technischen Analyse sind die Bewertungskennzahlen Marktkapitalisierung und Volatilität sowie der Beta-Faktor und Korrelationskoeffizient einer Aktie in Bezug auf einen Referenzindex. Letztere bewerten eine Aktie im Vergleich zum Gesamtmarkt. Wichtiger Bestandteil der technischen Analyse ist die Chart-Analyse.
Von Teilausführung spricht man, wenn eine erteilte Order während ihrer Gültigkeitsdauer aufgrund der Marktlage nicht vollständig oder in mehreren Teilen ausgeführt werden konnte.
Eine Teilschuldverschreibung bedeutet die Stückelung der Gesamtsumme einer Schuldverschreibung (Anleihe) in einzelne Teilbeträge. Der Gesamtbetrag des benötigten Kredits wird in Teilbeträge gestückelt und in standardisierten Urkunden (Teilschuldverschreibungen) verbrieft und an Anleger verkauft.
Telefonischer Handel in Wertpapieren, Devisen oder Edelmetallen unter Banken außerhalb der Börse. Der Telefonverkehr unterliegt den Regelungen für Effektengeschäfte, jedoch nicht den gesetzlichen Aufsichts- und Kontrollregelungen. Die Teilnehmer orientieren sich an allgemein akzeptierten Handelsusancen.
Auktionsähnliches, öffentliches Ausschreibungsverfahren bei der Emission von Wertpapieren, bei der derjenige den Zuschlag erhält, der das höchste Gebot abgegeben hat. Dabei wird kein bestimmter Ausgabekurs festgelegt, sondern den Zeichnern nur ein Mindestkurs genannt. Je nach Interesse können die Zeichner ihre Gebote zu höheren Kursen abgeben. Ausgehend vom höchsten zum niedrigsten Gebot erfolgt dann die Zuteilung. Zu unterscheiden sind Mengentender und Zinstender.
Geldanlagen bei Banken mit festgelegter Laufzeit (Festgeld) oder Kündigung. Bei Nichtverfügung von Termingeldern am Ende der Laufzeit werden diese zu einer Sichteinlage oder zum aktuellen Zinssatz prolongiert.
Im Zeitpunkt des Abschlusses eines Termingeschäfts werden lediglich die Konditionen festgelegt, die Zahlung und Lieferung erfolgt in der Zukunft. Diese Art des Handels ist mit Gütern aller Art möglich, z.B. mit Wertpapieren, Zinsen, Währungen, Metallen und landwirtschaftlichen Erzeugnissen. Man unterscheidet Warentermingeschäfte und Finanztermingeschäfte. Termingeschäfte können an einem organisierten Terminmarkt (Terminbörse) oder außerbörslich ("over-the-counter") stattfinden. Für die Position des Käufers hat sich der Begriff "long position" etabliert, der Verkäufer geht die "short position" ein.
Termingeschäfte gelten aufgrund ihrer Hebelwirkung als extrem riskante Geldanlagen, die im Erfolgsfall hohe Gewinnspannen ermöglichen, aber auch hohe Risiken bergen. Bankkunden, die Termingeschäfte durchführen wollen, müssen daher von Seiten ihrer Bank bzw. ihres Brokers über die entstehenden Risiken aufgeklärt werden und im Anschluss ein entsprechendes Formular unterschreiben. Im Falle der Unterlassung der Aufklärungspflicht macht sich die Bank bzw. der Broker gegenüber dem Kunden schadensersatzpflichtig.
Eigentlich das Ansammeln von Werten. Bezeichnung zur Wiederanlage von Zinsen, Dividenden oder ähnlichen Erträgen aus Wertpapieren, die nicht ausgeschüttet, sondern sofort wieder in neue Wertpapiere der gleichen Gattung angelegt werden. Generell bezeichnet Thesaurierung das Einbehalten beziehungsweise Nichtausschütten von Gewinnen und deren Einstellung in die Rücklagen eines Unternehmens.
Dynamische Kennzahl für den Zeitwertverfall des Optionsscheins. Das Theta zeigt an, um wieviel Prozent der Optionsschein bei gleichbleibendem Kurs der Aktie an Wert verliert. Je kürzer die Restlaufzeit ist, umso größer wird das Theta.
Rückzahlung einer Schuld an den Kreditgeber (Gläubiger). Diese kann in gleich bleibenden Raten (Annuität), unterschiedlichen Raten oder in einem einzigen Betrag erfolgen. Anwendung findet die Tilgung bei Darlehen, Krediten oder Anleihen. Im Wertpapiergeschäft erfolgt die Rückzahlung von Schuldverschreibungen (festverzinslichen Wertpapieren wie Anleihen, Pfandbriefe oder Obligationen) durch den Schuldner entsprechend den Emissionsbedingungen für das jeweilige Wertpapier.
Ausgehend von der Gesamtentwicklung einer Volkswirtschaft sowie der jeweiligen Branche wird versucht, auf die Entwicklung eines einzelnen Unternehmens sowie dessen Aktienkurs zu schließen. Gegenteil: Bottom-Up-Ansatz.
Das Informationsverteilsystem TPF (Ticker Plant Frankfurt) der Deutsche Börse AG stellt Kurs- und Preisinformationen von allen deutschen Wertpapierbörsen sowie von Xetra und der Eurex real-time zur Verfügung.
Teilbetrag einer Wertpapieremission, wenn diese nicht in einem Zug, sondern in mehreren Teilbeträgen, zu verschiedenen Terminen, Währungen und gegebenenfalls unterschiedlichen Zinssätzen vorgenommen wird.
Als Teilnehmer beim Online Banking erhält man, meist per Post, eine Liste von Transaktionsnummern (TAN). Bei jedem Buchungsvorgang - der Transaktion - muss eine TAN eingegeben werden. Sie ist eine Ergänzung zur PIN. Falls die Bank nach Eingabe der korrekten PIN einen Buchungsauftrag mit korrekter TAN erhält, geht sie davon aus, dass der Auftrag vom Kunden abgesendet wurde. Die TAN wird von der Bank als Quasi-Unterschrift interpretiert. Sie verfällt nach einmaligem Gebrauch.
Wechsel, der zwar gezogen, vom Bezogenen jedoch noch nicht akzeptiert wurde. Damit ist er bereits eine Zahlungsanweisung, die alle gesetzlichen Bestandteile des Wechsels enthält.
Treasury ist der Bereich eines Unternehmens, der mit dem Disponieren und Anlegen der vorhandenen oder zufließenden finanziellen Mittel sowie der Sicherung finanzieller Risiken befasst ist. Dazu gehören alle Aspekte des Liquiditäts-, Zins- und Währungsmanagements, darüber hinaus auch ein umfassendes Kapitalstrukturmanagement mit dem Ziel einer Minimierung der Kapitalkosten und Optimierung der Kapitalallokation. Auf Regierungsebene ist Treasury in England das Schatzamt, das US Department of the Treasury das US-Finanzministerium.
Konten, auf denen Vermögenswerte gutgeschrieben sind, die wirtschaftlich nicht dem Kontoinhaber zustehen. Dieser führt das Konto zwar im eigenen Namen, aber für Rechnung eines Dritten. Von Bedeutung sind die sogenannten Anderkonten, die aber nur für bestimmte Berufsgruppen (z.B. Notare) eröffnet werden können.