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Azubi Sandro im Einsatz gegen das Hochwasser – persönliche Eindrücke vom Jahrhunderthochwasser in Magdeburg

21. Juni 2013

Sandro ist Auszubildender zum Bankkaufmann in unserer Filiale in Wuppertal – und auch aktives Mitglied der dortigen freiwilligen Feuerwehr. Zusammen mit seinen Kollegen war er als Helfer im Einsatz gegen das Hochwasser in Magdeburg. Er berichtet von seinen ganz persönlichen Eindrücken und darüber, was ihn dabei am meisten bewegt hat.

„Samstag, 22:30 Uhr: Alarmierung der Einsatzkräfte in Wuppertal, Solingen und Remscheid. Gerade mit den Feuerwehrkollegen vom Sommerfest eines anderen Löschzuges wieder ‚zu Hause‘ an unserem Standort angekommen, erklang das schrillende Signal meines Melders: ‚Hochwassereinsatz‘ lautete das Einsatzstichwort. Da es für uns als Versorgungs- und Logistikzug einiges zu tun gab, gingen wir sofort an die Arbeit: Getränkekisten aus dem Lager schleppen, Lebensmittel für mindestens 24 Stunden packen, Kaffee und Tee kochen und schließlich alles auf unsere Autos verladen.

Zusammen mit ca. 140 freiwilligen Feuerwehrleuten aus dem Bergischen Land machten wir uns dann umgehend auf den Weg zum Sammelpunkt in Remscheid. Von dort aus fuhren wir als Kolonne gegen zwei Uhr nachts ins Krisengebiet nach Magdeburg. Auf der achtstündigen Fahrt habe ich kein Auge zugemacht. Bevor wir unseren Einsatzort erreichten, legten wir ziemlich übermüdet um neun Uhr noch einen Zwischenstopp ein, um für viele hungrige Helferinnen und Helfer ‚mal eben‘ 300 Brötchen zu schmieren, sie damit zu versorgen und bei Laune zu halten.

Kurze Zeit später brachen wir zum endgültigen Standort auf. Eine ‚Wüste‘ mitten im Hochwasser-Katastrophengebiet. Ein Sand-Asche-Platz, umfunktioniert zum Bereitstellungsraum für ca. 400 Helfer aus Wuppertal, Solingen, Remscheid, Essen, Mülheim, Krefeld und Viersen. ‚Schnell und anpacken‘ hieß es auch hier wieder. Es galt, eine Versorgungsstation aufzubauen und aus dem vorherrschenden Chaos einen organisierten und strukturierten Ablauf zu machen. Trotz all der Müdigkeit, Erschöpfung und Arbeit war unsere Laune nahezu durchgängig gut.



Feuerwehrkollegen, die direkt vor Ort gegen die gewaltigen Wassermassen regelrecht gekämpft hatten, berichteten mir von den unzähligen freiwilligen Helfern, die unermüdlich Tag und Nacht ihre Stadt verteidigen. Die Zusammenarbeit zwischen Bundeswehr, THW, Feuerwehr und den vielen anderen Hilfsorganisationen und freiwilligen Helfern lief reibungslos, sodass die Aufgaben – ein Umspannwerk für den Stromerhalt in der Stadt zu schützen und die Fluten von einer Abwasserpumpe fernzuhalten – sehr schnell und effektiv bewältigt werden konnten. Zeitgleich waren meine Kollegen und ich damit beschäftigt, eine sättigende, warme Mahlzeit vorzubereiten und erfrischende Kaltgetränke bereitzustellen.

Eine solche Katastrophenlage zeigt mir, dass die Menschen in unserem Land doch noch zusammenrücken und ein beeindruckend solidarisches Verhalten an den Tag legen können. Unzählige Magdeburger Anwohner kamen mit vollgepackten Tüten und Kartons mit belegten Brötchen zu uns und bedankten sich von ganzem Herzen für unsere Arbeit. Die Spendenbereitschaft der Menschen für die Katastrophenhelfer war atemberaubend.

Einen für mich unvergesslichen Moment gab es, als ein Ehepaar mit belegten Broten und Kuchen kam und die Frau aus ihrer Tasche einen Zehneuroschein zog – mit den Worten: ‚Zehn Euro. Das ist alles, was ich noch habe. Hier,nehmt ihn.‘ Trotz großer Dankbarkeit für diese Hilfsbereitschaft habe ich den Schein der Magdeburgerin nicht genommen. Aber dieser Moment war wirklich sehr bewegend.

Ein großer Dank geht an die Berufsausbildung der Deutschen Bank. Ohne Probleme wurde ich für voraussichtlich eine Woche bezahlt freigestellt. Dass das bei anderen Unternehmen nicht selbstverständlich ist, habe ich bei einigen Kollegen erleben müssen.“

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Letzte Änderung: 11. Februar 2014
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