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Lenker und Vordenker. Über Alfred Herrhausen, den ehemaligen Vorstandssprecher der Deutschen Bank

6. September 2011

Der am 30. Januar 1930 in Essen geborene Alfred Herrhausen hat einen unumstrittenen Ehrenplatz in der Geschichte der Deutschen Bank. Denn in seiner vierjährigen Amtszeit als Vorstandssprecher des Unternehmens trieb er den Umbau der Konzernstrukturen unermüdlich voran und trug maßgeblich zur Internationalisierung der Bank bei.

Herrhausen studierte nach dem Abitur Betriebswirtschaftslehre an der Universität Köln und schloss sein Studium 1952 als Diplom-Kaufmann ab. Im selben Jahr begann er seine berufliche Laufbahn – zunächst als Direktionsassistent bei der Ruhrgas AG in Essen – und promovierte parallel zum Dr. rer. pol. (1955). Mit dem Doktortitel in der Tasche wechselte er zu den Vereinigten Elektrizitätswerken Westfalen AG (VEW), wo er sich bei den Vorarbeiten und der Umsetzung der Teilprivatisierung der Werke 1966 engagierte. 1967 wurde Herrhausen zum Vorstandsmitglied der VEW berufen und zeichnete für den Finanzbereich verantwortlich. Drei Jahre später, zum 1. Januar 1970, folgte der Einzug in die Finanzwelt: Der gebürtige Essener wurde stellvertretendes Mitglied des Vorstands der Deutschen Bank AG und ein Jahr später ordentliches Vorstandsmitglied. Sein Fokus lag auf dem internationalen Geschäft des Unternehmens, weitere Schwerpunkte waren die Außenhandelsfinanzierung und volkswirtschaftliche Fragen. Zudem betreute er den Filialbereich Essen. Doch auch die Politik setzte auf die Kompetenz Herrhausens: So war er u. a. Mitglied der Studienkommission „Grundsatzfragen der Kreditwirtschaft“ (ab 1974) und neutraler Berater im Rahmen eines Konzepts zur Neuordnung der deutschen Stahlindustrie (1983). Schließlich, im Mai 1985, wählten die Vorstandskollegen innerhalb der Deutschen Bank ihn zu ihrem Sprecher, ein Amt, das er zunächst gemeinsam mit Dr. Christians bis zu dessen Pensionierung 1988 ausübte. In dieser Funktion konzentrierte er sich auf die geschäftspolitische Steuerung des Unternehmens.

Während seiner langjährigen Tätigkeit in der Finanzindustrie betonte Herrhausen immer wieder die Verantwortung der Banken und ihrer Manager und trat für die Belange der Entwicklungsländer ein: So plädierte er schon 1987 auf einer Tagung der Weltbank für einen teilweisen Schuldenerlass für die Dritte Welt. Was damals noch undenkbar war und für erbitterten Widerstand sorgte, wurde dennoch – leider lange nach Herrhausens Tod - Realität.

Alfred Herrhausen kam am 30. November 1989 auf dem Weg zur Arbeit durch ein Bombenattentat ums Leben. Doch durch sein Engagement für die gesellschaftliche Verantwortung der Wirtschaft – seinerzeit ein eher untergeordnetes Thema – hat er diese Tatsache ins Bewusstsein gerückt und dafür gesorgt, dass heute, im Jahr 2011, nicht nur die Deutsche Bank, sondern auch viele weitere Unternehmen seinem Beispiel gefolgt sind und sich ihrer gesellschaftlichen Verantwortung stellen.

Die Deutsche Bank gründete 1992, im Gedenken an ihren Vorstandssprecher, die gemeinnützige Alfred Herrhausen Gesellschaft als internationales Forum. Weitere Informationen zu unserem gesellschaftlichen Engagement finden Sie unter db.com/csr.

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Letzte Änderung: 8. November 2012
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