Nicht in den ? Ihre Lokalisierung läuft. Oder wählen Sie:
21. November 2016 | Frankfurt am Main

„Don’t believe everything you think.“

Susann war im Jahr 2013 eine der ersten Teilnehmerinnen des „One Bank Leadership“-Programms. Vor zwei Jahren hat sie das Programm abgeschlossen und arbeitet heute in einer Führungsfunktion im Governance-Bereich der Bank. Im Gespräch berichtet sie über ihre Erfahrungen.

Warum haben Sie sich für eine Teilnahme am OBL-Programm entschieden?

Wenn ich mich wirklich gut in einem Bereich auskenne, wächst in mir der Wunsch, etwas Neues zu machen. Ich bin neugierig auf mehr, möchte mich nicht auf eingefahrenen Gleisen bewegen. Vor dem OBL-Programm war ich im Privatkundengeschäft der Deutschen Bank tätig. Erst in der Filiale, dann bin ich in die Zentrale gewechselt. Dort habe ich herausgefunden, dass mir konzeptionelle Aufgaben gut liegen. Das Privatkundengeschäft kannte ich also bis ins Detail. Ich hatte deshalb schon länger versucht, die Bank noch umfassender zu verstehen: Was machen die einzelnen Bereiche? Gibt es wirklich unterschiedliche Bereichskulturen? Was verbirgt sich hinter dem Tellerrand? Zudem wollte ich den nächsten Schritt in Richtung Führungsverantwortung machen. Als ich dann im internen Karriereportal die OBL-Ausschreibung entdeckt habe, dachte ich sofort: „Das ist genau das Richtige für mich, genau das will ich machen!“

Haben sich Ihre Erwartungen erfüllt?

Voll und ganz, wenn auch anders und noch vielfältiger als erwartet. Das OBL-Programm gibt einen Rahmen. Was man daraus macht, hängt von jedem selbst ab. Es ist kein Programm, in dem man einfach mit Informationen berieselt wird. Je aktiver man ist, desto mehr nimmt man mit. In den Wahlbereichen, in denen man eingesetzt wird, ist man Teil des Teams und klinkt sich in die Aufgaben und Projekte ein, die gerade anstehen.

Ich habe während meiner Rotationen zusätzlich, so oft es ging, die Möglichkeit genutzt, auch noch weitere Teams und Themen kennenzulernen. Während meiner Zeit im Marketing Team von Asset & Wealth Management ist mir z. B. aufgefallen, dass ich immer noch nicht wusste, was genau eigentlich ein Fondsmanager macht und wie sein Tagesablauf aussieht. Ich bin also auf einige der Kollegen zugegangen und habe ein paar Tage bei ihnen hospitiert und über die Schulter geschaut.

Nach welchen Kriterien haben Sie sich Ihre Rotationen ausgesucht?

Mir war es wichtig, möglichst viel zu sehen und mitzunehmen. Deswegen habe ich mir meine Wahlbereiche bewusst auch „gegen den Strich“ ausgesucht. Meine erste Station war in Compliance. Für mich, die ich aus einem Business-Bereich kam, damals fast so etwas wie ein „Kann ich nicht, will ich nicht“-Bereich. Die Zeit in Compliance war im Nachhinein betrachtet für mich dann aber der lehrreichste Abschnitt des OBL-Programms. Fachlich war das eine ganz neue Welt, und ich habe aus einer komplett anderen Perspektive auf Themen geschaut, die mir aus meiner Zeit im Privatkundengeschäft bekannt waren. Dabei ist mir bewusst geworden: Wenn man strukturiert denkt und arbeitet, kann man innerhalb kurzer Zeit unglaublich viel lernen und in jedem Bereich einen erfolgreichen Job machen.

Sie waren vor Ihrer Teilnahme am OBL bereits bei der Deutschen Bank tätig, für andere ist das Programm der Einstieg in die Bank. Für wen eignet sich das OBL besser?

Interne und externe Teilnehmer profitieren von diesem Programm, wenn auch auf unterschiedliche Weise. Als Interne hatte ich natürlich Vorteile, wenn es um bankinterne Begriffe oder Abläufe ging. Ich dachte, die Kultur zu kennen und zu wissen, wie die Bank tickt. Das OBL-Programm hat mir die Möglichkeit gegeben, in Bereiche hineinzuschauen, die ich vorher nur vom Hörensagen kannte, und fachlich, aber auch persönlich völlig neue Einblicke zu gewinnen. Die externen Teilnehmer haben den Vorteil, dass sie sich ein umfassendes Bild von der Bank machen können, bevor sie sich für einen Bereich entscheiden müssen. Zudem können sie mit Erfahrungen aus anderen Unternehmen vergleichen und Gelerntes ganz anders bewerten. Ich habe es in unserer OBL-Gruppe als sehr positiv wahrgenommen, dass wir uns über beide Sichtweisen austauschen und voneinander lernen konnten.

Haben Sie mit Ihrer Führungsfunktion im Governance-Bereich Ihren idealen Job nach dem OBL-Programm gefunden?

Am Ende des Programms hatte ich mehrere sehr unterschiedliche Job-Angebote, auch aus einigen Infrastruktur-Funktionen. Gerade meine Zeit in Compliance diente offensichtlich als Empfehlung auch für diese Bereiche, obwohl mein fachlicher Hintergrund eigentlich klar im Business lag. Ich habe mir während der Platzierungsphase intensiv Gedanken gemacht, nach welchen Kriterien ich mich für meine künftige Tätigkeit entscheiden möchte.

Auch nach 18 Monaten OBL gab es für mich natürlich noch „blinde Flecken“ im Organigramm der Bank. Diese Lücken wollte ich nach und nach schließen. Ebenso war es mir wichtig, auf eine Position zu wechseln, die es mir ermöglicht, nach einer gewissen Einarbeitungszeit auch Führungsverantwortung zu übernehmen. Das Angebot aus dem Governance-Bereich hat diese Kriterien am besten erfüllt. Heute arbeite ich mit allen Bereichen der Bank zusammen und führe ein Team, das ich aufbauen und grundlegend gestalten durfte.

Was war für Sie das wichtigste „Learning“ des Programms?

„Don’t believe everything you think.“ Diesen Spruch habe ich während des OBL-Programms im Büro eines Senior Managers entdeckt und zu meinem „OBL-Motto“ gemacht. Jede unserer Wahrnehmungen und Einschätzungen ist subjektiv. Das passiert ganz automatisch und aufgrund der Erfahrungen, die wir gemacht haben. Es ist aber auch wichtig, Vorurteile in Frage zu stellen und die eigene Wahrnehmung immer wieder zu überprüfen. Im OBL-Programm habe ich gelernt, dies als eine meiner Stärken zu entwickeln. Neulich hat mich eine Kollegin gefragt, in welchem Bereich der Bank ich durch meine Mitarbeit einen echten Mehrwert leisten könnte. Natürlich ist mir bewusst, dass meine Fähigkeiten nicht für jede Rolle in dieser Bank passend sind. Aber als eine Mitarbeiterin, die divisionsübergreifendes Wissen und Erfahrung aus der Arbeit in verschiedenen Bereichen der Bank mitbringt, kann ich überzeugt sagen: überall.


Hier finden Sie weitere Informationen zum „One Bank Leadership“-Programm.

 

zurück zur Übersicht

Miteinander ins Gespräch kommen

Sie sind in Facebook aktiv? Wir auch. Besuchen Sie uns auf unserer Facebook Karriere-Seite oder schauen Sie in unseren weiteren Social Media-Kanälen vorbei. Hier gibt es immer aktuelle Infos, Videos, Erfahrungsberichte, Trends und Tipps. Werden Sie Teil unserer Community – wir freuen uns auf Sie.