Nicht in den ? Ihre Lokalisierung läuft. Oder wählen Sie:
18. Januar 2017 | Frankfurt am Main

„Kluge, kreative Menschen und Ideen zusammenbringen und daraus etwas Neues schaffen.“

Als Trainee fing alles an: Vor knapp 15 Jahren startete Astrid ihr Traineeprogramm im Corporate & Investment Banking der Deutschen Bank. Was dann folgte, war ein überaus erfolgreicher, bereichsübergreifender Karriereweg, der sie über Frankfurt und Tokio zurück nach Frankfurt und dann nach Berlin führte. Heute ist Astrid bereichsübergreifend in führender Funktion mit der Gesamtkoordination der verschiedenen Start-up-Aktivitäten vor allem in Berlin befasst. Sie beschäftigt sich mit Innovationsclustern, Begegnungsräumen, Start-up-Netzwerken und bringt in der Factory Berlin „Old“ und „New Economy“ zusammen.

Was ist für Sie das reizvolle an Ihrer jetzigen Tätigkeit in der Factory Berlin?

Die Factory ist so etwas wie ein Start-up-Campus für junge Unternehmen, die mit ihren Ideen etwas bewegen wollen. In der Factory sind wir mit unserer Bank dort, wo die Menschen sind. Hier findet Innovation statt, hier wird diskutiert, geplant, organisiert, hier entstehen Kooperationen. Die Wege sind kurz, die Atmosphäre ist kreativ und inspirierend – und wir sind mittendrin: Wir können Kontakte zu anderen Unternehmen und Fachkollegen herstellen, Wege öffnen, Workshops organisieren und eigene Ideen einbringen. Für mich persönlich ist die Factory so etwas wie die – vorläufige – Summe meiner bisherigen beruflichen Erfahrung. Hier kann ich mein Wissen, meine Kontakte und meine Fähigkeiten optimal einbringen.

Sie starteten als Trainee im Corporate & Investment Banking bei der Deutschen Bank?

Richtig. Ich bin Volljuristin, habe mich schon immer für aktuelle wirtschaftliche Entwicklungen interessiert und wollte mit internationaler Ausrichtung arbeiten. Da war das Traineeprogramm der Deutschen Bank der perfekte Einstieg. Für den Bereich CIB hatte ich mich entschieden, weil das Firmenkundengeschäft unglaublich vielfältig ist. Alles, was hier passiert, ist marktgetrieben, und ich hatte das Glück, von Beginn an in bereichsübergreifenden Projekten mitzuarbeiten. In der Zusammenarbeit mit Senior Managern und erfahrenen Kollegen konnte ich in kurzer Zeit sehr viel lernen. Und ich war ganz nah an aktuellen Trends – Informationstechnologie, Mobilität, Biotechnologie – und konnte Kontakte in alle Wirtschaftszweige knüpfen. Dieses crossdivisionale Denken und Arbeiten ist so etwas wie ein roter (oder besser: blauer) Faden, der sich durch meinen Karriereweg zieht.

Gilt das auch für Ihre Tätigkeit in der Factory?

Hier ganz besonders. Ein Schlüssel für Innovation ist aus meiner Sicht das Matching: kluge, kreative, neugierige Menschen zum richtigen Zeitpunkt zusammenbringen und daraus etwas Neues schaffen, verschiedene Sichtweisen in ein Projekt einbringen, Probleme unter neuen Blickwinkeln betrachten, dialogisch arbeiten, anders denken. Wir leben in einer Nomadenwelt, Bankgeschäfte finden überall und an jedem Ort statt. Jeder organisiert seinen Tagesablauf individuell, Geschäftspartner können an jedem Ort der Welt sein. Wir erledigen viele Dinge gleichzeitig – je komfortabler, einfacher und schneller, umso besser.

Wie sehen Sie die künftige Rolle von Banken?

Als Bank sind wir so etwas wie Prozessmoderatoren – gleichzeitig Innovationstreiber und -förderer. Die Welt verändert sich und die Bankenwelt ist aktiver Teil dieser Veränderung. Dazu gehört die technologische Weiterentwicklung unserer Infrastruktur, dazu gehören moderne digitale Serviceleistungen, wie wir sie in den Deutsche Bank Labs und in unserer Digital Factory in Frankfurt entwickeln. Aber als Bank können wir noch viel mehr leisten. Innovation braucht Inspiration und Begegnung. Die Deutsche Bank öffnet sich – und das ist ganz wörtlich zu verstehen. Wir gehen dahin, wo Menschen gemeinsam Ideen entwickeln und umsetzen, wie in der Factory in Berlin. Und wir schaffen eigene Begegnungsräume, wo Menschen miteinander ins Gespräch kommen, z. B. in unserem Quartier Zukunft, das zeigt, wie Bankfilialen in naher Zukunft vielleicht überall aussehen könnten.

Haben Sie einen Karriere-Tipp für Nachwuchstalente?

Berufliche Weiterentwicklung bedeutet nicht nur ein Höherklettern auf der Karriereleiter, sondern die Fähigkeit, sich immer wieder auf unbekannte Themen einzulassen. Deswegen sollte man in der Lage sein, sich neue Inhalte schnell zu erarbeiten. Dazu benötigt man eine analytische Denkweise, gutes Allgemeinwissen, einen generalistischen Blick und ein ausgeprägtes Interesse an Menschen. Wichtig ist auch, neugierig zu bleiben und den richtigen Zeitpunkt für eine Veränderung zu nutzen. Nach fünf Jahren im Firmenkundengeschäft bin ich gemeinsam mit meinem Mann nach Japan gegangen und habe dort eine komplett neue Kultur entdeckt. In der deutsch-japanischen Community habe ich mit Kollegen aus Wirtschaft, Politik und Kultur zusammengearbeitet und später japanische Automobilkonzerne betreut. Der Abschied ist uns nicht leicht gefallen. Trotzdem war es richtig, nicht „hängen zu bleiben“, sondern hier in Deutschland wieder eine neue Herausforderung zu suchen. Aus jeder Karrierestation nehme ich Impulse mit, mit denen ich in einem neuen Umfeld Mehrwert schaffen kann. Auch das ist ja eine Art „Matching“.

Wenn ich noch einen ganz persönlichen Tipp geben darf: So sehr die Arbeit Spaß macht, ist es wichtig, dass auch andere Lebensbereiche nicht zu kurz kommen. Ich habe z. B. einen fünfjährigen Sohn, den ich – auch in Vollzeit – einmal pro Woche am Nachmittag aus dem Kindergarten abhole. Während dieser Zeit geht die Bank nicht unter, und ich bekomme neue Impulse und Inspiration aus einem ganz anderen Umfeld. Das zeigt eine Kultur der Bank, in der Familie und Karriere keine Widersprüche sind.

 

zurück zur Übersicht

Miteinander ins Gespräch kommen

Sie sind in Facebook aktiv? Wir auch. Besuchen Sie uns auf unserer Facebook Karriere-Seite oder schauen Sie in unseren weiteren Social Media-Kanälen vorbei. Hier gibt es immer aktuelle Infos, Videos, Erfahrungsberichte, Trends und Tipps. Werden Sie Teil unserer Community – wir freuen uns auf Sie.