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16. Mai 2017 | Frankfurt am Main

Mittendrin in der Zukunft des Bankings

Praktische Berufserfahrung im Ausland und Vertrautheit im Umgang mit unterschiedlichen Kulturen sind ein echter Mehrwert für den Einstieg ins Berufsleben. So auch für Sarah, die aus Jordanien stammt und in Amman ihr Management Sciences-Studium an der renommierten German Jordanian University (GJU) mit dem Bachelor abgeschlossen hat. Ein Praktikum in Deutschland während oder nach dem Studium ist für alle Studierenden der GJU obligatorisch.

Sarah hat ihr Praktikum im Chief Operating Office, der technologischen Zentrale der Deutschen Bank in Frankfurt-Eschborn, absolviert. Derzeit bereitet sie sich an der Frankfurt School of Finance & Management auf ihren Masterabschluss vor. Nach dem Praktikum ist sie fest bei der Deutschen Bank eingestiegen und arbeitet – während des Studiums – in Teilzeit im Chief Security Information Office (CISO) der Bank. Im Gespräch erzählt sie über ihre Erfahrungen in Deutschland, ihre Meilensteine in der Bank und ihre Zukunftspläne.

Warum haben Sie sich für ein Praktikum bei der Deutschen Bank entschieden?

Ich interessiere mich sehr für wirtschaftliche Abläufe und für moderne Technologie. Und mir war es wichtig, an zukunftsorientierten Aufgaben mitzuarbeiten. Im Technologiebereich bin ich mittendrin in der Zukunft der Bankenwelt, und das bei einer der weltweit führenden Banken. Großartig war, dass ich während des Praktikums verschiedene Aufgabenfelder kennenlernen und so einen guten Überblick über die Abläufe in der Bank gewinnen konnte. Bei allen Projekten kommt es auf technologisches und ökonomisches Verständnis an, aber auch auf kommunikative und analytische Fähigkeiten. Das erfordert Flexibilität und ist sehr spannend und abwechslungsreich.

Mit welchen Aufgaben und Projekten haben Sie sich konkret beschäftigt?

Bereits während des Praktikums lag ein Schwerpunkt meiner Tätigkeit auf der IT-Sicherheit. Im Divisional Control & Regulatory Office ging es z. B. darum, potenzielle IT-Risiken unter einem bereichsübergreifenden Blickwinkel zu identifizieren und Prozesse zur Risikobewertung zu implementieren. Genau diese Schnittstelle zwischen operativem Geschäft und aktuellen digitalen Herausforderungen finde ich spannend. In CISO arbeite ich jetzt als Business Analyst im Identity & Access Governance-Team. Um die geltenden rechtlichen und regulatorischen Vorschriften und die Richtlinien der Bank einzuhalten, sind die Zugriffsrechte auf IT-Anwendungen in der Bank detailliert geregelt. Alle Mitarbeiter sowie alle anderen Nutzer (z. B. Kunden und externe Mitarbeiter) dürfen nur auf Anwendungen Zugriff haben, die im Einklang mit ihrem jeweiligen Aufgabenbereich stehen. Deshalb werden die Zugriffsrechte regelmäßig im Rahmen einer Rezertifizierung überprüft – mindestens einmal jährlich, in einigen Fällen jedoch häufiger.

Der Gatekeeper-Bereich, in dem ich tätig bin, ist die bankweite Initiative, die die Rezertifizierung der wichtigsten DB-Anwendungen koordiniert – das sind im Moment über 2000 Anwendungen.

Was gefällt Ihnen an Ihrer Arbeit bei der Deutschen Bank?

Bereits letztes Jahr waren fünf Studenten der GJU zeitgleich bei der Deutschen Bank –Ramzi Oumeish und Yasmin Al-Malak sind jetzt bereits wieder in Jordanien, Lara Nassar ist derzeit in der letzten Phase ihres Praktikums und Michel Abu Zulof ist fest angestellt in einem Unternehmen in Berlin. Wir alle waren (und sind) begeistert davon, wie offen wir hier aufgenommen werden. Man ist von Anfang an Teil des Teams und hat die Möglichkeit, etwas zu bewegen und auch selbst Verantwortung zu übernehmen. Klar, das ist sehr herausfordernd, aber in der Zusammenarbeit mit den Kollegen kann man unglaublich viel lernen und für den weiteren Berufsweg mitnehmen.

Gibt es Dinge, die Sie als „typisch deutsch“ erlebt haben? Welche Unterschiede (oder Gemeinsamkeiten) gibt es zwischen der deutschen und der jordanischen Kultur?

Ich bin jetzt seit Ende 2015 mehr oder weniger fest hier in Deutschland, zunächst in Bonn, jetzt hier in Frankfurt, verbringe aber regelmäßig auch einige Wochen in Jordanien. Ich musste mich erst einmal an die Art gewöhnen, wie man hier in Deutschland miteinander spricht. Jordanier sind viel offener, aber in ihrer Ausdrucksweise zurückhaltender und eher indirekt. Auch in Deutschland sind die Menschen offen und freundlich, kommen aber sehr schnell und geradlinig auf den Punkt. Das hat auf mich am Anfang ein wenig rau gewirkt, inzwischen schätze ich das aber sehr. Man weiß immer genau, worum es geht und woran man ist, und das ist speziell in der Zusammenarbeit sehr hilfreich.

Wie sehen Ihre Pläne für die nähere Zukunft aus?

Beruflich kann ich mir sehr gut vorstellen, noch einige Zeit in Deutschland zu bleiben, zumal es mir auch in Frankfurt gut gefällt. Ich mag, dass die Stadt groß und weltoffen, aber immer noch überschaubar ist. Ich habe hier Freunde gewonnen, mit denen ich viel unternehme. Ich gehe zum Beispiel sehr gerne ins Kino. An das Frankfurter Nationalgetränk Apfelwein werde ich mich allerdings wohl eher nicht gewöhnen – ich bleibe lieber beim Tee. Mein nächstes Ziel ist der Masterabschluss, und ich bin glücklich darüber, dass sich mein Studium und die Tätigkeit in CISO so gut miteinander verbinden lassen.

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