IBOR-Ablösung

Internationale Finanzmärkte am Wendepunkt

Jahrzehntelang haben sich die globalen Finanzmärkte an den Interbanken-Angebotssätzen (Interbank Offered Rates – „IBORs“) als grundlegende Referenzzinssätze orientiert. Diese Referenzzinssätze, beispielsweise die London Interbank Offered Rate („LIBOR“), werden bei vielen Finanzinstrumenten als Bezugswert herangezogen – etwa bei Anleihen, Krediten, Hypotheken und Derivaten, deren Euro-Wert in die Billionen geht.

Dies ändert sich nun.

2013 beauftragten die Regierungen der G20-Länder das Financial Stability Board („FSB“), die Nutzung der Referenzzinssätze in der Finanzbranche zu untersuchen. Noch im selben Jahr sprach das FSB die Empfehlung aus, die Interbank Offered Rates in der gesamten Finanzbranche durch Referenzzinssätze zu ersetzen, die mehr Sicherheit und Transparenz bieten. Die Internationale Vereinigung der Wertpapieraufsichtsbehörden (International Organisation of Securities Commissions – IOSCO) gab hierzu als Richtschnur Empfehlungen heraus. Momentan arbeiten Aufsichtsbehörden, Branchenverbände, Banken und andere Institutionen weltweit an einer historischen Umstellung auf ein globales System alternativer Referenzzinsätze.

Diese Umstellung wird mit großen Vorteilen für alle Teilnehmer an den Finanzmärkten verbunden sein. Allerdings sind erhebliche Anstrengungen nötig, um einen reibungslosen Übergang zu gewährleisten und die legitimen Interessen aller Beteiligten im Rahmen dieser Umstellung zu schützen.

Als große internationale Bank ist es für die Deutsche Bank in der gemeinsamen Bewältigung dieser Aufgabe von größter Bedeutung, die Interessen der Kunden zu wahren und ihrer Verantwortung und Position im Finanzsystem gerecht zu werden. Wir setzen erhebliche Ressourcen ein, um diese Herausforderung zu meistern. Mit Unterstützung des Vorstands wurde ein Programm zur Umstellung der Referenzwerte (Benchmark Transition Program) eingerichtet. Besonders wichtig ist es für uns, im Dialog mit unseren Kunden zu bleiben und ihnen bei allen Aspekten der Umstellung zur Seite zu stehen.

Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an IBORtransition@db.com.

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