Born to Be - Bildungsgerechtigkeit fördern

Bildung verändert Biographien

Eine Hochschulbildung eröffnet bessere Lebensperspektiven – und das gilt weltweit. Dabei profitieren nicht nur die Studenten selbst; die akademische Ausbildung kann sich über Generationen hinweg positiv auswirken. In einem Land wie den Philippinen ermöglicht das Einkommen, das ein Hochschulabsolvent nach Hause bringt, oft der ganzen Familie ein besseres Leben: so erhöht sich nicht nur der Lebensstandard, auch Geschwister werden von dem Erfolg angespornt, sich ebenfalls hohe Ziele zu stecken und ihr volles Potenzial zu entfalten.

Viele einkommensschwache Familien auf den Philippinen können die Kosten für ein Studium nicht tragen. Selbst ein Stipendium deckt nur die Studiengebühren ab, für Lebensunterhalt, Bücher und andere Materialien müssen die Studenten selbst aufkommen. Born to Be hilft jungen Menschen aus sozial benachteiligten Verhältnissen, diese Barriere zu überwinden.

Edgar mit AkarakA Studenten
Perspektiven eröffnen

AkarakA

The word ‘akaraka’ means ‘handprint’ and ‘destiny’ in the West African Ibo language – as in the phrase ‘destiny is in our hands’. (ref. 3D Asia newsletter)
Edgar unterrichtet AkarakA Studenten

Begleiter auf dem Weg in eine bessere Zukunft

In Partnerschaft mit der gemeinnützigen Organisation AkarakA unterstützt die Deutsche Bank Studenten, die bereits Stipendien von einigen der besten Universitäten auf den Philippinen, in Kambodscha und in Singapur erhalten haben.

AkarakA arbeitet mit NGOs und Bildungsinstitutionen zusammen, um geeignete Programmteilnehmer für diese Förderung zu finden. Auf den Philippinen sind dies vor allem junge Menschen aus Dörfern, die von der NGO Gawad Kalinga gebaut wurden. Dort haben bedürftige Familien, die ehemals in den Slums von Manila lebten, ein neues Zuhause gefunden. Der Auswahlprozess umfasst die Prüfung der schulischen Leistung und finanziellen Situation der potenziellen Stipendiaten sowie Interviews mit ihnen und ihrer Familie. Damit soll gewährleistet werden, dass jedes Stipendium den größtmöglichen Nutzen bringt.

AkarakA fördert die Stipendiaten mit durchschnittlich 1.000 US-Dollar im Jahr, so dass sie sich ohne große finanzielle Sorgen auf ihr Studium konzentrieren können. Aber auch andere Hindernisse müssen überwunden werden: Sie sind die Ersten in ihrer Familie, die eine Hochschule besuchen. Deshalb wird jedem Stipendiaten ein Mentor aus der Deutschen Bank zur Seite gestellt, der ihn auf diesem Wegbegleitet einen regelmäßigen Austausch und Beratung bietet und erste Einblicke in die Arbeitswelt vermittelt. Dieses Mentoring hilft den Studenten, die Herausforderungen des Uni-Alltags zu meistern und ihre beruflichen Ziele zu verfolgen.

Gemeinsam Berge erklimmen

Deutsche Bank-Mitarbeiter aus dem gesamten asiatisch-pazifischen Raum unterstützen die Arbeit von AkarakA ehrenamtlich. Zu ihnen zählt auch Edgar-Jose Ampil aus Manila. Er engagiert sich schon lange ehrenamtlich und leitet eine Gruppe von Kollegen, die AkarakA-Stipendiaten an der De La Salle University in Manila als Mentoren begleiten. „Ich engagiere mich dafür, weil nicht jeder im Leben die gleichen Chancen erhält“, sagt er. „Bildung kann das ändern. Sie kann Ungleichheiten wettmachen.“

Im Semester trifft sich Edgar-Jose einmal im Monat mit den Studenten auf dem Campus. Er hilft ihnen bei akademischen Aufgaben und gibt Tipps, wie sie die Herausforderungen außerhalb der Uni meistern können. „Ich betreue eine Gruppe von rund 50 Studenten, die sich in verschiedenen Phasen ihres Studiums befinden. Die Gruppe allein ist schon ein gutes Netzwerk. Die Studenten helfen sich gegenseitig, wenn es Probleme gibt. Dies reduziert auch das Risiko, dass sie ihr Studium abbrechen“, erklärt er.

Ihre Abschlussarbeit müssen die Studenten in Englisch verfassen – eine besonders schwierige Aufgabe für sie. Edgar-Jose hat seine ganz eigene Methode, um seine Mentees auf solche Hürden vorzubereiten: „Wir besteigen zusammen einen Berg. Meine Studenten erfahren dadurch, dass man ein Problem Schritt für Schritt bewältigen muss. Das ist eine Erfahrung fürs ganze Leben.“

Zitat von Rob Vogtle, Mitgründer von AkarakA und Chief Financial Officer der Deutschen Bank in Asien/Pazifik
Rob Vogtle, Mitgründer von AkarakA und Chief Financial Officer der Deutschen Bank in Asien/Pazifik
AkarakA film
AkarakA-Stipendiaten erzählen ihre Geschichte.

Der nächste Schritt

Gegen Ende des Studiums rücken berufliche Entscheidungen in den Mittelpunkt der Treffen. „Die jungen Menschen kommen beispielsweise aus Familien, in denen die Eltern Taxi fahren, auf dem Bau arbeiten oder arbeitslos sind. Ein Abschluss von der De La Salle eröffnet ihnen Chancen auf dem Arbeitsmarkt, aber sie haben zu Hause niemanden, der Vorstellungsgespräche mit ihnen übt oder ihnen sagen kann, was sie erwartet. Wir als Mentoren schließen diese Lücke“, erläutert Edgar-Jose.

Er organisiert Workshops, um den Studenten bei ihren Lebensläufen und Bewerbungen zu helfen, und organisiert Gespräche mit Kollegen der Deutschen Bank sowie anderen Fachkräfte, die über Einstellungsverfahren und -möglichkeiten für Hochschulabsolventen berichten. Außerdem arbeitet er mit seiner Gruppe an Präsentations- und anderen berufsbezogenen Fähigkeiten, die sie für die nächste Etappe ihres Weges brauchen. Ein Studienabschluss ist nur ein Teil des Pakets, wie er weiß: „Wir regen die Studenten an, über ihre Erfolge und Ambitionen zu sprechen – etwas, das sie nicht gewohnt sind. Dies ist eine gute Vorbereitung auf die Berufswelt.“

Viel erreicht

Die ersten AkarakA-Stipendiaten machten 2014 ihren Abschluss. Von den 101 erfolgreichen Absolventen fanden 88 sofort eine Anstellung - sei es bei Finanzdienstleistern und Unternehmensberatungen oder aber in den Bereichen Medizin, Bildung und Kreativwirtschaft. Andere entschieden sich für ein weiterführendes Studium.

Edgar-Jose nahm an der Abschlussfeier teil. „Ein erfolgreiches Studium bedeutet diesen jungen Menschen unheimlich viel“, sagt er. „Ich habe ihre Entwicklung miterlebt. Es gibt ihnen viel Bestätigung, dass sie ihre Familien nun finanziell unterstützen können.“

Er berichtet, dass hinter jedem Erfolg eine inspirierende Geschichte von Mut, Beharrlichkeit und Selbstverwirklichung steht – wie etwa bei Marvel, der seinen Abschluss im Alter von 27 machte. „Marvel hatte in seiner Jugend sieben Jahre lang keine Schule besucht. Doch statt im Vorfeld aussortiert zu werden, konnte er dank des AkarakA-Stipendiums ein Studium aufnehmen. Ich war stolz darauf, ihn als Mentor zu begleiten, aber letztendlich war es Marvel selbst, der sein Potenzial durch die eigene Entschlossenheit und harte Arbeit entfaltet hat.“

Auch Kristen schloss im Jahr 2014 ihr Studium ab. Sie hatte es finanziell sehr schwer, bis sie ein Stipendium von AkarakA erhielt. Heute arbeitet sie im Technologiebereich für ein globales Finanzinstitut in Manila und ist auf dem besten Weg zu einer Führungsposition. Ihr Gehalt ermöglicht auch ihrer Familie bessere Wohnverhältnisse, ausreichend Nahrung, medizinische Versorgung und Bildung. „AkarakA hat mir geholfen, meinen Traum zu erfüllen. Jetzt möchte ich andere in meiner Familie motivieren und inspirieren“, sagt sie.

Wie Edgar-Jose erklärt, werden nicht nur die Studenten und ihre Familien von diesen Erfolgen motiviert: „Es wirkt sich auf ihr gesamtes Umfeld aus. Andere sehen, was diese jungen Menschen erreicht haben, und denken sich: Wenn du das kannst, kann ich das auch.“

Zitat von Kristen Atregenio, AkarakA-Stipendiatin
Kristen Atregenio, AkarakA-Stipendiatin

Projektpartner

Akaraka logo

Über das Projekt

AkarakA unterstützt Studenten aus sozial benachteiligten Verhältnissen und trägt dadurch auch zur Verbesserung der Lebenssituation ihrer Familien bei.


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Wichtigster Erfolg

276 scholars
Seit 2010 hat AkarakA 276 Stipendiaten in drei Ländern gefördert.

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