Born to Be - Bildungsgerechtigkeit fördern

Gleiche Chancen für alle

Studien zeigen, dass Hochschulabsolventen in den USA im Laufe ihres Arbeitslebens bis zu 1 Million US-Dollar mehr verdienen als Arbeitnehmer, die nur einen Highschool-Abschluss haben. Ein Hochschulabschluss ermöglicht ihnen ganz neue Karrierewege und berufliche Chancen.

Für Schüler aus einkommensschwachen Familien bedeutet ein Hochschulabschluss mehr finanzielle Unabhängigkeit und berufliche Mobilität. Dennoch gibt es unter ihnen jedes Jahr 400.000 Schulabgänger, die zwar für einen höheren Bildungsweg qualifiziert sind, sich aber nicht an einem College einschreiben. Komplexe Bewerbungsverfahren, Sorgen um die Finanzierung und mangelnde Informationen sind Barrieren, die sie daran hindern. Hier setzt die Deutsche Bank in Partnerschaft mit der gemeinnützigen Organisation Strive for College an.

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Estefania, Strive for College Teilnehmerin

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In den öffentlichen US-Highschools gibt es oftmals nur einen Berufsberater für bis zu 1.000 Schüler; spezielle Studienberater gibt es in der Regel gar nicht. Strive for College füllt diese Lücke, indem Studierende an örtlichen Hochschulen als Mentoren für einkommensschwache Schüler gewonnen werden.

Die Mentoren begleiten die Schüler über ein ganzes Jahr und unterstützen und motivieren sie auf ihrem Weg an die Universität.

Die Studenten beraten die Schüler dabei, eine Hochschule zu finden, die ihren beruflichen Zielen und finanziellen Möglichkeiten entspricht, und helfen ihnen beim Bewerbungsverfahren. Zudem bietet das Online-Tool UStrive den Schülern Orientierung über wichtige Informationen und Fakten zu Aufnahmekriterien, Abschlussquoten und realen Kosten eines vierjährigen Studiums. So können die Schüler eine fundierte Entscheidung treffen.

Träume werden Wirklichkeit

Strive half Estefania aus Brooklyn, sich für ein Studium am Pratt Institute in New York zu bewerben – eine der angesehensten Kunsthochschulen der USA.

Für Estefania bedeutet das College die Chance, ihrer Leidenschaft für Kunst nachzugehen und sich eine bessere Zukunft aufzubauen. Dennoch war sie nicht sicher, ob sie sich diesen Traum würde erfüllen können: „Meine Eltern stammen aus Mexiko“, erzählt sie. „Sie haben beide keinen Highschool-Abschluss. Meine Mutter musste drei Kinder alleine großziehen und in zwei Jobs arbeiten, um genug zu verdienen. Ich wusste, was ich werden wollte, aber ich wusste nicht, wie ich das erreichen und bezahlen kann.“

Strive for College brachte Estefania mit ihrer Mentorin Mitzy zusammen, einer Kunststudentin im dritten Jahr am Pratt Institute. Die Kunsthochschule verlangt von Bewerbern eine Mappe mit künstlerischen Arbeiten sowie ein persönliches Motivationsschreiben. Per se nichts Außergewöhnliches, aber für Schüler wie Estefania eine große Herausforderung. „Ich war so froh, dass ich jemanden an meiner Seite hatte, der mich beraten hat und mir bei der Auswahl der richtigen Werke helfen konnte“, sagt sie.

Der Aufnahmeprozess läuft nicht immer reibungslos. Nachdem ihre Bewerbung beim ersten Anlauf durchfiel, wurde Estefania beim zweiten Versuch für ihre Beharrlichkeit mit einem Studienplatz belohnt. „Strive bestärkt uns wirklich darin, uns unseren Traum zu erfüllen. Als die Zusage kam, war ich überwältigt“, erinnert sie sich.

Strive for College hat Estefania auch geholfen, finanzielle Unterstützung von einem Programm für Studierende aus benachteiligten und bildungsfernen Familien zu erhalten. Der Zuschuss deckt den Großteil ihrer Studiengebühren ab, so dass sie sich voll auf ihr Studium konzentrieren kann.

Durch ihren Erfolg ist Estefania nun zum Vorbild für andere junge Menschen in ihrem Umfeld geworden. „Nachdem ich es ans College geschafft habe, denkt jetzt auch mein jüngerer Bruder darüber nach. Das könnte eine neue Tradition in unserer Familie werden“, sagt sie.
Seit sie am Pratt Institute studiert, weiß Estefania, dass es die richtige Entscheidung war. „Meine Mutter macht sich Sorgen, was nach dem College aus mir werden soll, aber ich sage ihr, dass es in der Kunstwelt viele berufliche Möglichkeiten gibt. Ich weiß, dass dies der richtige Weg für mich ist.“

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Mitzy, Estefania’s Mentorin

Erfahrung weitergeben

Wie viele andere Studierende, die sich bei Strive for College engagieren, wollte Mitzy ihre eigenen Erfahrungen weitergeben. Sie kommt aus den Niederlanden und entschied sich für das Pratt Institute, nachdem sie sich an Kunsthochschulen auf der ganzen Welt beworben hatte.

„Ich musste selbst erst lernen, mich im US-Bewerbungssystem zurechtzufinden. Deshalb konnte ich Estefania gut helfen. Der schwierigste Teil des Aufnahmeverfahrens ist es, seine künstlerische Begabung unter Beweis zu stellen. Die meiste Zeit haben wir deshalb in Estefanias Mappe investiert“, berichtet sie.

Wichtig war auch, Estefanias Selbstvertrauen zu stärken: „In Brooklyn sehe ich viele junge Menschen, die aus dem gleichen Umfeld wie Estefania kommen und denen es an Zuversicht fehlt. Mir war klar, dass Estefania sehr talentiert und fleißig ist, also ermutigte ich sie, ihre Ziele hochzustecken. Ich sagte ihr: ,Versuch’s einfach – wenn du dich wirklich anstrengst, ist alles möglich.‘“

Jetzt sind die beiden Kommilitoninnen und Mitzy hilft Estefania, sich am Pratt Institute einzugewöhnen. „Estefania wohnt zu Hause, wäre aber gern unabhängiger“, sagt Mitzy. „Also sprechen wir über Studentenwohnungen auf dem Campus. Außerdem helfe ich ihr bei der Wahl ihres Studienschwerpunkts. Es ist toll mitzuverfolgen, wie sie ihren Weg geht.“

Neue Ortsgruppen

Die Deutsche Bank und Strive for College haben sich bis 2016 das Ziel gesetzt, 1.000 Schülerinnen und Schüler wie Estefania auf ihrem Weg an die Hochschule zu begleiten. Die Deutsche Bank ermutigt ihre Mitarbeiter, daran mitzuwirken – entweder finanziell, indem Spenden von der Bank verdoppelt und so die Einrichtung neuer Ortsgruppen an Colleges ermöglicht werden, oder indem sich Mitarbeiter als Mentoren und Fürsprecher für Strive engagieren.

Auf dem Thought Leaders Forum in New York kündigte Jacques Brand, CEO der Deutschen Bank Nordamerika, diese Initiative zum Start von Born to Be in der Region an. Hauptthemen des Forums waren der demografische Wandel in den USA, mangelnde Bildungsgerechtigkeit und deren Bedeutung für die nächste Generation.

Die Partnerschaft der Deutschen Bank mit Strive for College bildet den Startschuss für Born to Be in der Region Amerika.

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Projektpartner

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Über dieses Projekt

Strive for College hilft jungen Menschen aus einkommensschwachen Familien, sich an Hochschulen zu bewerben und ihr Studium zu finanzieren.

 

Strive for College

Wichtigster Erfolg

1500

Seit 2007 hat Strive for College mehr als 1.500 ein­kom­mens­schwache junge Men­schen dabei un­ter­stützt, ein Studium auf­zu­neh­men.

 

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