Born to Be: Bildungsgerechtigkeit fördern

Neue Perspektiven durch Sport

PACES bietet Flüchtlingskindern Sportangebote. Was daraus entstehen kann, zeigt das Beispiel von Verona Khair.

Sport ist wichtig für die Entwicklung von Kindern. Sport lehrt Fairness, spornt Menschen an, ihr Bestes zu geben, und verbindet sie über Grenzen hinweg. Im Nahen Osten arbeitet die Middle East Foundation der Deutschen Bank mit einigen Organisationen zusammen, die die physische, emotionale und soziale Entwicklung von Kindern fördern – durch Sport. Seit 2013 unterstützt die Stiftung die „Palestine Association for Children‘s Encouragement of Sports“, kurz PACES, das englische Wort für ‚Schritte‘.

Die gemeinnützige Organisation lädt palästinensische Kinder im Alter von 7 bis 16 Jahren nach der Schule zum Sport ein. Diese Kinder leben in Flüchtlingslagern in Palästina, Jordanien und dem Libanon unter schwierigen Bedingungen. Kinderhilfswerke sehen Kinder in politisch instabilen Krisengebieten in großer Gefahr – Bedrohungen und Ängste prägen die Persönlichkeit. PACES bietet den Kindern geschützte Räume für Sport und Spiel und hat speziell geschulte Trainer. Diese vermitteln nicht nur sportliche, sondern auch soziale Fähigkeiten, so dass die Kinder zu stabilen Persönlichkeiten heranwachsen können. Seit 2013 haben dank der Unterstützung der Deutschen Bank bereits 5.492 Kinder, 204 Trainer und 74 Hilfstrainer von dem Programm profitiert.

Über das Projekt

PACES will soziale Normen aufbrechen und Mädchen den gleichen Zugang zu Sportangeboten ermöglichen wie Jungen. Neben dem Sport erwerben die Kinder weitere Schlüsselkompetenzen und erfahren Chancengerechtigkeit. Die Mädchen werden ermutigt, von ihren Erfahrungen zu erzählen und auch andere Mädchen und junge Frauen in ihren Gemeinschaften dazu zu stärken.


Mehr unter:
http://pacescharity.org/

Deutsche Bank – Born to Be - PACES
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Deutsche Bank – Born to Be - PACES

Verona Khair: „Der Sport hat mein Leben verändert“

PACES startete 2008 in Beit Sahour, einer palästinensischen Stadt östlich von Bethlehem im Westjordanland. Verona Khair gehörte dort zu den ersten Kindern, die Basketball trainierten. Wie viele andere Mädchen aus ihrer Umgebung hatte sie zuvor kaum Möglichkeiten gehabt, einen Sport auszuüben. Wenn es überhaupt ein entsprechendes Angebot gab, war es für die Eltern kaum erschwinglich. Verona hatte Talent und wurde 2012 zum internationalen Basketballturnier „United World Games“ nach Österreich entsandt.

Bis zum Alter von 16 Jahren konnte Verona bei PACES Basketball spielen – danach wechselte sie zu einem örtlichen Verein. Nach dem Schulabschluss entschied sie sich, Sport zu ihrem Beruf zu machen. Sie studierte und arbeitete nebenher als Assistenztrainerin bei PACES, wofür sie auch an deren Weiterbildungsveranstaltungen für Trainer teilnahm. Außerdem absolvierte sie beim palästinensischen Basketballverband die Ausbildung zur Schiedsrichterin und erreichte in nur drei Jahren ihren Bachelorabschluss.

Erst Lehrerin, dann Unternehmerin?

Direkt nach der Uni wurde der 21-Jährigen eine Vollzeitstelle als Sportlehrerin an einer Privatschule vor Ort angeboten. Aber sie hat noch einen anderen Traum: In ein paar Jahren will sie ein eigenes Sportzentrum eröffnen und so einen positiven Beitrag dafür leisten, dass auch andere ihre Potenziale so entfalten können, wie sie selbst.

„Ich sehe jeden Tag, welchen Einfluss der Sport auf das Denken der Menschen hat, besonders in kleinen Gemeinschaften. Durch Baseketball hat sich mein Leben verändert. Seitdem bin ich motiviert und ehrgeizig. Ich habe schon viel erreicht. Darauf bin ich sehr stolz.“

Deutsche Bank – Born to Be - PACES

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