Born to Be - Bildungsgerechtigkeit fördern

Kinder lernen schneller

In Südafrika gibt es elf amtliche Landessprachen. Englisch ist jedoch in den Bereichen Bildung, Wirtschaft, Finanzen, Regierung und im Straßenverkehr essenziell.

Englischkenntnisse eröffnen jungen Südafrikanern einen besseren Zugang zu Bildung und Beschäftigung. Dabei ist Englisch die Muttersprache von weniger als 10% der Bevölkerung. Und viele Südafrikaner, vor allem aus ärmeren Verhältnissen, erlernen die Sprache erst im Jugendalter, obwohl Forschungsergebnisse belegen, dass man gerade in der frühen Kindheit am lernfähigsten ist.

Gute Lehrer sind gefragt

Das grundlegende Problem ist ein Mangel an qualifizierten Vorschullehrern. Hier setzt die Deutsche Bank mit ihrem Jugendprogramm Born to Be an und schult in Partnerschaft mit der Organisation Brainwave Careers Lehrer, die Englisch in Gemeinden unterrichten, in denen andere Sprachen dominieren. Die Lehrer sind sehr engagiert, es fehlt ihnen jedoch meist eine spezialisierte Ausbildung.

„Ready, Steady, Learn“, der von Brainwave angebotene Basiskurs, vermittelt grundlegende pädagogische Fähigkeiten für die frühkindliche Ausbildung und mehr Sicherheit im Unterrichten der englischen Sprache. Im Anschluss folgt eine zweijährige Weiterbildung, in der die Teilnehmer auf die landesweit anerkannte NQF4-Qualifikation vorbereitet werden. Da die Lehrer häufig in schlecht ausgestatteten Schulen arbeiten, setzt Brainwave auf den kreativen Einsatz vorhandener Mittel: So entstehen zum Beispiel aus Kartons, Papptellern und Bindfäden Tierfiguren, die beim Geschichtenerzählen helfen.

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Ein Tag im Leben von Rebecca

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7:00 Uhr
„Wenn ich morgens in die Schule komme, um meinen Unterricht vorzubereiten, warten einige der Kinder schon seit halb sechs, weil ihre Mütter arbeiten müssen.“

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8:00 Uhr
„In meiner Klasse sind 20 Kinder im Alter von eins bis sechs. Die Schule spielt eine wichtige Rolle in ihrem Leben. Hier fühlen sie sich sicher.“

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12:00 Uhr
„Wir fördern die Englischkenntnisse der Kinder in jedem Bereich – im Unterricht genauso wie beim Spielen.“

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14:00 Uhr
„Der Schule fehlen die Mittel. Aber bei Brainwave habe ich gelernt, kreativ zu sein und aus einfachen Dingen Spielzeug zu basteln, das die Phantasie der Kinder anregt.“

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17:30 Uhr
„Am Ende des Tages bin ich müde, aber glücklich. Es war immer mein Traum, Kinder zu unterrichten. Ich freue mich, dass ich diesen Kindern bessere Chancen im Leben eröffnen kann, indem sie bei mir Englisch lernen.“

Neue Perspektiven für die Kinder von Diepsloot

In Diepsloot bei Johannesburg leben mehr als 140.000 Menschen in großer Armut. Ihr Zuhause ist oft nur eine Wellblechhütte. Die Arbeitslosenrate ist hoch, und selbst wer Arbeit hat, verdient oft nur sehr wenig.

In Diepsloot gibt es über 4.000 Kindergärten, die meisten sind jedoch nicht lizenziert und betreuen die Kinder mehr, als dass sie sie fördern. Die meisten dort beschäftigten Erzieherinnen sind ungelernt.

Die Deutsche Bank Südafrika Stiftung unterstützt seit 2013 das Brainwave-Projekt in Diepsloot, das den Kindern bessere Zukunftsperspektiven eröffnet.

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Dr. Lanette Hattingh, CEO, Brainwave Careers

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Engagierte Lehrer als Vorbilder

Rebecca Sebopa war eine Hausangestellte mit geringem Einkommen, bevor sie beschloss, mit Kindern zu arbeiten. Sie fing als Hilfskraft in der Kopanang Nursery School an. Dank Born to Be übt sie jetzt eine Tätigkeit aus, die ihrer Berufung entspricht.

Rebecca gehörte zu der ersten Gruppe von 40 Vorschullehrerinnen in Diepsloot, die eine NQF4-Qualifikation erworben haben. Die Ausbildung im Brainwave-Programm vermittelte die notwendigen fachlichen Kompetenzen, die ihr Talent als Lehrerin professionell förderten.

Die Ausbildung hat Rebeccas Leben verändert. Nun setzt sie ihr Wissen ein, um mit ihrem Unterricht die Zukunftsperspektiven der Kinder in Diepsloot zu verbessern. Ihr Vorbild motiviert ihre Schüler. Und wenn sie den Kindergarten verlassen und in die Schule kommen, sprechen sie Englisch. Sprachbarrieren werden sie auf ihrem Weg nicht aufhalten.

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