Kunst, Kultur und Sport

Sport-Stipendiat des Jahres 2016:
Lisa Mayer

Wir gratulieren Lisa Mayer zur Auszeichnung als Sport-Stipendiat des Jahres 2016!

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Die glückliche Gewinnerin Lisa Mayer nach der Preisverleihung.
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Christian Sewing, Mitglied des Vorstands der Deutschen Bank, begrüßt die zahlreich anwesenden Deutsche Bank Sport-Stipendiaten und weitere Gäste aus Sport, Politik, Wirtschaft und Medien.
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Zu der feierlichen Preisverleihung in der Zentrale der Deutschen Bank in Frankfurt am Main kamen mehr als 20 Athleten aus dem Deutsche Bank Sport-Stipendium.
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Henri Junghänel, Olympiasieger im Kleinkaliber-Liegendschießen in Rio de Janeiro 2016, im Gespräch mit Moderator Matthias Killing.
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Die täglichen Höchstleistungen der Deutsche Bank Sport-Stipendiaten im Sport und im Studium perfekt auf den Punkt gebracht: Poetry Slammer David Friedrich.
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Moderator Matthias Killing, Christian Sewing, Mitglied des Vorstands der Deutschen Bank, und der Vorstandsvorsitzende der Stiftung Deutsche Sporthilfe (von links) im Gespräch über die beeindruckenden Leistungen der jungen Spitzensportler.
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Unter den Gästen war auch die Sport-Stipendiatin des Jahres 2015, Sophia Saller.
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Beeindruckender Showact des zweifachen Weltrekordhalters Max Schrom mit seinem Trial Bike.
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Hochkarätige Gäste aus Sport, Politik, Wirtschaft und Medien erlebten eine feierliche Preisverleihung bei der Deutschen Bank. Mit dabei auch Ruderin und Deutsche Bank Sport-Stipendiatin Carina Bär, Olympiasiegerin im Doppelvierer von Rio 2016 (vorne rechts)
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Die strahlende Gewinnerin Lisa Mayer freute sich über die Auszeichnung und die Verdoppelung der Fördersumme ihres Deutsche Bank Sport-Stipendiums auf 800 Euro monatlich für 18 Monate.
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Jede Geschichte hinter den Erfolgen in Sport und Studium der fünf Finalisten zur Wahl des Sport-Stipendiat des Jahres 2016 ist beeindruckend und verdient höchste Anerkennung.

Deutsche Sporthilfe und Deutsche Bank kürten 2016 zum vierten Mal den Sport-Stipendiaten des Jahres. Die feierliche Ehrung mit hochkarätigen Gästen aus Sport, Wirtschaft und Politik fand am 22. September 2016 in der Zentrale der Deutschen Bank in Frankfurt am Main statt. Gewinnerin Lisa Mayer erhält in den folgenden drei Semestern den doppelten Stipendiumssatz in Höhe von 800 Euro pro Monat. Die anderen vier Finalisten erhalten ebenfalls eine Erhöhung ihres Stipendiums auf 600 Euro im Monat für die nächsten drei Semester.

Bei der Verleihung vor über 100 geladenen Gästen wurde die Gewinnerin durch das Mitglied des Vorstands der Deutschen Bank Christian Sewing geehrt.

Lisa Mayer

Die Sprinterin und Germanistikstudentin Lisa Mayer wurde zur Sport-Stipendiatin des Jahres 2016 gewählt. In der öffentlichen Online-Abstimmung konnte sie als Olympia-Vierte von Rio de Janeiro mit der 4x100-Meter-Staffel sowie Zweite der Junioren-EM 2015 über 100 Meter, als auch mit ihren herausragenden Leistungen im Germanistikstudium an der Goethe-Universität in Frankfurt am Main überzeugen. Die Deutsche Sporthilfe und die Deutsche Bank gratulieren Lisa Mayer herzlich zur Wahl zum "Sport-Stipendiat des Jahres 2016".

„Auch wenn es anstrengend ist – das Studium ist mir sehr wichtig, als zweites Standbein, aber auch als Ablenkung und Abwechslung zum Sport.”

Lisa Mayer Sport-Stipendiat des Jahres 2016

Die 5 Finalisten

Anna-Lena Forster

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Foto: Allianz

Anna-Lena Forster gewann in der zurückliegenden Saison im Januar 2016 zum ersten Mal in ihrer Karriere ein Weltcuprennen. Damit war der Knoten bei der Monoskifahrerin geplatzt: Es folgten vier weitere Siege, was letztendlich nicht nur den Sieg im Gesamtweltcup bedeutete, sondern auch im Slalom, im Super-G und in der Abfahrt konnte die für den BRSV Radolfzell startende Paralympics-Athletin den Disziplinen-Gesamtweltcup für sich entscheiden.

Die 21-Jährige studiert im vierten Semester Psychologie an der Albert-Ludwigs-Universität in Freiburg. Das intensive Training und bis zu 80 Tage im Schnee während des Wintersemesters stellen eine besondere Herausforderung dar, da Anna-Lena sich so zum einen prüfungsrelevante Vorlesungsinhalte nur selbst erarbeiten kann, zum anderen nicht leistbare Anwesenheitspflichten bei Seminaren durch Zusatzaufgaben ausgleichen oder das Seminar über zwei Wintersemester strecken muss. Trotzdem konnte sie die Orientierungsprüfungen in den ersten beiden Semestern erfolgreich absolvieren.

„Nachdem ich in den letzten Jahren an meinem Monoskigerät immer wieder Veränderungen und Optimierungen vorgenommen habe, das immer sowohl eine körperliche Anpassung als auch eine psychische Anstrengung verlangt, hat es diese Saison endlich für den ersten Weltcupsieg gereicht. Freiburg als Studienort war eine sehr gute Wahl, da ich sowohl vom Olympiastützpunkt als auch von der Universität super unterstützt werde. Die Fahrstrecken zum Training mit der Nationalmannschaft auf den Gletschern in Österreich, der Schweiz oder Südtirol haben sich dadurch aber leider verlängert.“

Lesen Sie auch das Interview mit Anna-Lena Forster

Carina Bär

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Foto: Deutscher Ruderverband

Carina Bär gewann im September 2015 bei den Ruder-Weltmeisterschaften mit dem Doppelvierer die Silbermedaille. Zuvor war sie im gleichen Boot im Mai 2015 Europameisterin geworden. Im April dieses Jahres qualifizierte sich die für die „Heilbronner Rudergesellschaft Schwaben“ startende Athletin bei den Deutschen Kleinbootmeisterschaften für das Olympia-Team des Deutschen Ruderverbandes.

Die 26-Jährige studiert Humanmedizin an der Ruhr-Universität in Bochum. Im Sommersemester 2015 hat Carina den theoretischen Teil ihres Studiums erfolgreich abgeschlossen. Bis auf zwei Urlaubssemester vor den Olympischen Spielen in London 2012 hat sie alles in Regelstudienzeit absolviert. Die Klausurtermine kollidierten zum Teil mit den Regatten, so dass stets im Voraus eine Planung und Kommunikation mit den Verantwortlichen an der Uni nötig war.

„Durch die Klausurverschiebungen musste ich zum Teil mündliche Nachprüfungen ablegen, die ich als besonders anstrengend empfand, zumal ich vor mündlichen Prüfungen viel nervöser bin. Parallel das komplette Regelstudienprogramm der Uni und das Training durchzuziehen, war meine Herausforderung Nummer 1. Seit Herbst 2015 habe ich nun zwei Urlaubssemester eingelegt, da jetzt noch das „Praktische Jahr“ im Krankenhaus ansteht, das mit den vielen Trainingslagern und Wettkämpfen nicht vereinbar gewesen wäre. Somit liegt aktuell alle Konzentration auf dem Sport – da ist eine der neuen Herausforderungen, immer locker zu bleiben.“

Lesen Sie auch das Interview mit Carina Bär

Lisa Mayer

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Foto: Maja Hitij

Lisa Mayer gewann 2015 bei den Leichtathletik-Junioren-Europameisterschaften (U20) die Silbermedaille über 100 Meter. In der aktuellen Saison unterbot sie bereits im ersten Rennen über 200 Meter die Olympia-Norm mit 23,06 Sekunden deutlich (im Juni folgte nochmals eine Steigerung auf 22,87 Sekunden), was der für die LG Langgöns-Oberkleen startende Athletin im Mai auch über die 100 Meter-Distanz mit einer persönlichen Bestzeit von 11,25 Sekunden gelang.

Die 20-Jährige studiert im vierten Semester Germanistik und Geographie an der Johann Wolfgang Goethe-Universität in Frankfurt am Main. Da im Sommersemester Lehrgänge und Wettkämpfe, zum Beispiel die Europameisterschaften, mit strikten Anwesenheitspflichten in den Seminaren kollidieren, belegte Lisa – um in der Regelstudienzeit zu bleiben – im vergangenen Wintersemester mehr als die eigentlich vorgesehenen Kurse. Trotz der Mehrbelastung konnte sie die meisten Klausuren mit 1er-Noten bestehen und kann sich nun im Sommer mehr auf den Sport konzentrieren.

„Ein Umzug in das von Zuhause 70 km entfernte Frankfurt erfordern ein enormes Zeitmanagement, da ich mehrfach die Woche nach Hause ins Training und zu meinem Athletiktrainer pendeln muss. Mir war es allerdings sehr wichtig, mein sportliches Umfeld dort beizubehalten, da wir ein super Team sind und die Leistungen für sich sprechen. Neben meinen Veranstaltungen in der Uni sowie beispielsweise wichtigen Physio-Terminen bleibt da oft nur wenig Zeit für Freunde und Familie.“

Lesen Sie auch das Interview mit Lisa Mayer

Maximilian Hartung

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Foto: Maximilian Klein

Maximilian Hartung gewann im Juli 2015 sowohl im Einzel als auch im Team die Bronzemedaille im Herren-Säbel, er wurde Europameister mit der Mannschaft und errang ebenfalls bei den kontinentalen Wettkämpfen im Einzel die Silbermedaille. Als i-Tüpfelchen folgte für den TSV Bayer Dormagen startenden Athleten im März dieses Jahres die Qualifikation für die Olympischen Spiele.

Der 26-Jährige studiert „Soziologie, Politik und Wirtschaft“ an der Zeppelin-Universität in Friedrichshafen. Direkt nach der WM absolvierte Max zunächst in Pforzheim ein Pflichtpraktikum, danach ging es zurück an die Uni, wo er sich weitere 24 Credits erarbeitete. Obwohl er für die finale Olympia-Vorbereitung ein Urlaubssemester geplant hatte, steckt er nun doch mitten in einem Forschungsprojekt zum Thema „Förderung von Leistungssportlern in der BRD“, da der in Dormagen und damit 600 km von seiner Uni entfernt trainierende Fechter hierbei mobil mitarbeiten und sich somit trotzdem optimal auf Olympia vorbereiten kann. Mit dem Projekt kann er zudem die universitäre Arbeit mit seinem ehrenamtlichen Engagement – Athletensprecher im Deutschen Fechter-Bund, Mitarbeit in der Athletenkommission des Deutschen Olympischen Sportbundes sowie im Aufsichtsrat der Deutschen Sporthilfe – verbinden.

„Das Forschungsprojekt soll mir die letzten Credits einbringen, damit ich nach den Olympischen Spielen mit dem Schreiben meiner Bachelor-Thesis beginnen kann. Besonders freut mich, dass ich im Dezember 2016 mit den meisten der Kommilitonen gemeinsam graduieren kann, mit denen ich 2012 an der Zeppelin Universität angefangen habe zu studieren.“

Lesen Sie auch das Interview mit Maximilian Hartung

Maximilian Reinelt

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Foto: Hansjörg Käufer

Maximilian Reinelt gewann im September 2015 bei den Ruder-Weltmeisterschaften mit dem Deutschland-Achter die Silbermedaille. Zuvor war er mit dem Paradeboot des Deutschen Ruderverbandes Europameister geworden. Im April dieses Jahres qualifizierte sich der für den Ulmer Ruderclub Donau startende Athlet wieder für einen der begehrten Rollsitze im Deutschland-Achter und wird somit darin auch bei den Olympischen Spielen in Rio de Janeiro mit um die Medaillen rudern.

Der 27-Jährige studiert Humanmedizin an der Ruhr-Universität in Bochum. Im Laufe der letzten zwölf Monate hat er insgesamt 15 Klausuren geschrieben, die Hälfte mit der Note „sehr gut“, und den zweiten Teil der ärztlichen Prüfung mit „gut“ bestanden. Für Max stellt die Koordination von Studium mit festen Terminen für Praktika, Unterricht am Krankenbett und anwesenheitspflichtigen Vorlesungen und dem ebenfalls an feste Zeiten gebundenen Mannschaftstraining eine große Herausforderung dar. Nur durch ein hohes Maß an Selbstdisziplin, persönliches Vorsprechen im Studiendekanat und bei Dozenten sowie einen gut geführten Terminkalender kann er diese Doppelbeanspruchung erfolgreich meistern.

„In den vergangenen zwölf Monaten habe ich 14 Wochen im Trainingslager verbracht und viele Wettkämpfe erfolgreich bestritten. Der Erfolg unserer Trainingsgruppe in den letzten Jahren beruht auf einem hohen Leistungsdruck. Für harmonischere Töne und als Ausgleich zum oft hektischen Tagesgeschehen spiele ich in der Pfarrkirche St. Suitbertus, an der ich auf meinem Heimweg vom Stützpunkt vorbei radle, Orgel. Die Musik bietet eine von Erfolg und Misserfolg gelöste Dimension, in der man sich für einige Zeit verlieren kann.“

Lesen Sie auch das Interview mit Maximilian Reinelt

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