Made for Good

Made in Germany

Die unternehmen was

Zwei Räume in einem Hinterhof im Frankfurter Nordend. 38 Quadratmeter, zwei Schreibtische, zwei Sofas und im kleinen Flur die „Hall of Fame“ – wie Jörg Schüler, Geschäftsführer Finanzen und Technologie der
Digitale Helden gGmbH, die Galerie nennt. Gerahmt und hinter Glas hängen dort all die Auszeichnungen, die das Unternehmen seit seiner Gründung 2012 erhalten hat. Dazu zählt das Gütesiegel Ausgezeichneter Ort im Land der Ideen, das die Deutsche Bank ermöglicht. Preise für das Wagnis, das die drei Gründer mit ihrem sozialen Startup eingehen.

Die Digitalen Helden schulen Kinder und Jugendliche zum Thema Internetsicherheit. Dafür haben sie neben Online-Seminaren auch ein Mentorenprogramm entwickelt, in dem Schüler der achten und neunten Klassen ihr Wissen an jüngere Mitschüler weitergeben. Ob Mobbing in den sozialen Medien, Eigentumsrechte oder Abwehr von Spy-Software und Viren: Der Aufklärungsbedarf der jungen Internet-Nutzer ist hoch.

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Economy Stories - Norbert Kunz über soziale Innovation

Fehlendes Finanzwissen

Mit ihrem Konzept liefen die drei Gründer bei Juroren, Schulen und Medienanstalten offene Türen ein. Doch der Weg in die unternehmerische Erfolgsspur ist kein leichter. Rund 80% aller Startups scheitern innerhalb der ersten 18 Monate. Sozialunternehmen sind vom schnellen Aus besonders häufig betroffen, weil es an betriebswirtschaftlichen Kenntnissen und Risikokapitalgebern fehlt.
Hilfe bietet das Ready for Finance-Programm, bei dem Deutsche-Bank-Mentoren der Gründerszene zur Seite stehen. „Der Zugang zu Kapital ist eine der größten Herausforderungen für soziale Startups. Daher ist der Austausch mit den Mentoren der Deutschen Bank so wichtig. Schließlich wissen die Bankmitarbeiter, was sie von Existenzgründern erwarten“, so Norbert Kunz, Gründer und Geschäftsführer der Social Impact gGmbH, einer Agentur für soziale Innovationen, die das Programm 2013 gemeinsam mit der Bank auf die Beine gestellt hat. Über Ready for Finance lernten die Digitalen Helden 2015 Deutsche-Bank-Mitarbeiterin Nicole Gieseler kennen, die ihnen als Mentorin mit Rat und Tat zur Seite steht. Gemeinsam feilen sie am Geschäftsplan, erstellen Kalkulationen und analysieren Risiken.

Seit 2012 unterstützt die Deutsche Bank außerdem den Wettbewerb startsocial, bei dem sich soziale Initiativen jährlich für eines von 100 Beratungsstipendien bewerben können. Mehr als 300 Mitarbeiter der Deutschen Bank haben bereits ihr Fachwissen als Juroren oder Berater in den Wettbewerb eingebracht.

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Jörg Schüler, Digitale Helden

Vor dreieinhalb Jahren hat Social Impact zusammen mit der Deutsche Bank Stiftung ein weiteres gemeinsames Projekt gestartet: Social Impact Finance – die erste Plattform für die Schwarmfinanzierung von sozialen Startups im deutschsprachigen Raum. Ein weiteres Förderprojekt ist der Wirkungsfonds, der ausgewählte Sozialunternehmen unterstützt. 2016 wurden insgesamt 200.000 Euro an flüchtlingsorientierte Initiativen vergeben. Geld, das nicht zurückgezahlt werden muss. 2017 liegt der Förderschwerpunkt des Wirkungsfonds auf Bildungsthemen.

Erfahren Sie mehr über das Engagement der Deutschen Bank für Startups in Deutschland in unserem 3D-Newsletter.

Voranbringen

16.700

Stunden haben Mitarbeiter der Deutschen Bank 2016 weltweit soziale Projekte oder Startups ehrenamtlich beraten.

Wirken

80.000 Stimmen wurden bei der Online-Abstimmung für den Wirkungsfonds abgegeben. 200.000 € wurden bereits an flüchtlingsorientierte Initiativen vergeben. Im Jahr 2017 stehen Bildungsinitiativen im Fokus.

Schwärmen

Fast 15.000 Unterstützer haben bisher über 1,3 Mio. € auf der Crowdfunding-Plattform
Social Impact Finance für Sozialunternehmer zur Verfügung gestellt.

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