Kunst, Kultur und Sport

Sport-Stipendiat des Jahres 2017
Theresa Stoll

Wir gratulieren Theresa Stoll zur Auszeichnung als Sport-Stipendiat des Jahres 2017!

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Die strahlende Siegerin Theresa Stoll mit Pokal.

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Die fünf Finalisten zur Wahl des Sport-Stipendiat des Jahres 2017 umrahmt von Christian Sewing , Stellvertretender Vorstandsvorsitzender der Deutschen Bank und Dr. Michael Ilgner, Vorsitzender des Vorstands der Deutschen Sporthilfe (v.l.n.r.).

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Die fünf Finalisten der Wahl des Sport-Stipendiat des Jahres 2017 auf der Bühne. Theresa Stoll (Judo), Lisa Marie Schütze (Hockey), Anna Schaffelhuber (Behindertensport/Ski Alpin), Laura Grasemann (Ski Freestyle/Buckelpiste) und Jan-Philip Glania (Schwimmen).

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Wertschätzende Worte von Christian Sewing, Stellvertretender Vorstandsvorsitzender der Deutschen Bank, für die Höchstleistungen der Sport-Stipendiaten in Sport und Studium bei seiner Begrüßungsrede vor rund 200 Gästen.

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Fast 30 Athleten aus dem Deutsche Bank Sport-Stipendium kamen zu der diesjährigen Preisverleihung. Sichtlich erfreut darüber war neben allen Gästen auch Moderator Matthias Killing.

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Moderator Matthias Killing im Gespräch mit Sprinterin und Sport-Stipendiatin Tatjana Pinto, zweifache deutsche Meisterin über 100 Meter und Europameisterin mit der 4-mal-100-Meter-Staffel.

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Atemberaubender Showact der Unique Freestyler. Die Weltmeister im Rope Skipping in absoluter Perfektion!

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Unterhaltsame und nachdenklich stimmende Aussagen von Ehrengast Jonas Reckermann, Olympiasieger im Beachvolleyball, in einer Talkrunde mit Moderator Matthias Killing, Lisa Mayer, Christian Sewing und Dr. Michael Ilgner (v.l.n.r.).

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Hochspannung kurz vor dem Öffnen des Umschlags. Christian Sewing, Stellvertretender Vorstandsvorsitzender der Deutschen Bank verkündet die Sport-Stipendiatin 2017: Theresa Stoll.

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Schöne Musik mit wunderbarem Text zu Ehren der Sport-Stipendiaten und beste Unterhaltung für die Gäste der Preisverleihung wurden stimmungsvoll von der Band „Yes We Play“ dargeboten.

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Sport-Stipendiatin des Jahres 2017, Theresa Stoll und Vorjahresgewinnerin Lisa Mayer bei der feierlichen Preisverleihung im Deutsche Bank Campus in Frankfurt am Main.

Deutsche Sporthilfe und Deutsche Bank kürten 2017 zum fünften Mal in Folge den Sport-Stipendiaten des Jahres. Die feierliche Ehrung mit hochkarätigen Gästen aus Sport, Wirtschaft und Politik fand am 15. September 2017 im Deutsche Bank Campus in Frankfurt am Main statt. Gewinnerin Theresa Stoll erhält in den folgenden drei Semestern den doppelten Stipendiumssatz in Höhe von 800 Euro pro Monat. Die anderen vier Finalisten erhalten ebenfalls eine Erhöhung ihres Stipendiums auf 600 Euro im Monat für die nächsten drei Semester.

Bei der Verleihung vor über 200 geladenen Gästen wurde die Gewinnerin durch Christian Sewing, Stellvertretender Vorstandsvorsitzender der Deutschen Bank, geehrt.

Theresa Stoll

Die Judoka und Studentin der Humanmedizin Theresa Stoll wurde zum Sport-Stipendiat des Jahres 2017 gewählt. In der öffentlichen Online-Abstimmung konnte die 21-Jährige mit ihrem ersten Weltcup-Sieg, EM-Silber und ihren Studienleistungen in Regelstudienzeit überzeugen. Im Sommer legte sie darüber hinaus erfolgreich ihr Physikum ab.

Die Deutsche Sporthilfe und die Deutsche Bank gratulieren Theresa Stoll herzlich zur Wahl zum "Sport-Stipendiat des Jahres 2017".

„Nach dem Abitur habe ich ein Jahr lang nur Sport gemacht. Das hat mir zwar viel Spaß gemacht, aber den Kopf überhaupt nicht anzustrengen, hat mir gar nicht gepasst. Der permanente Wechsel zwischen Training und Lernen ist für mich ein super Ausgleich.”

Theresa Stoll Sport-Stipendiat des Jahres 2017

Sport-Stipendiat des Jahres 2016

Lisa Mayer – Sport-Stipendiat des Jahres 2016
Die Sprin­terin und Ger­manistik­studen­tin Lisa Mayer wurde Sport-Stipen­diat des Jahres 2016 mehr
Video-Dokumentation-Sportstipendiat

Sehen Sie hier Impressionen der feierlichen Preisverleihung „Sport-Stipendiat des Jahres 2017".

Die fünf Finalisten

Jan-Philip Glania, Schwimmen

Jan-Philip schwamm bei den Olympischen Spielen in Rio mit der 4 x 100-Meter-Staffel im Finale auf den siebten Platz – der bislang größte Erfolg seiner Karriere. Auf den Einzelstrecken verpasste der Frankfurter als Neunter über 200 m Rücken nur knapp das Finale, über 100 m Rücken wurde er Zwölfter. Nach Rio brachte ein Trainerwechsel mit neuen Trainingsreizen frischen Schwung, doch ein Armbruch Ende 2016 bedeutete für ihn zunächst eine zweimonatige Trainingspause. Mittlerweile ist er wieder voll im Training und bereitet sich auf die nächsten Wettkämpfe vor.

Der 28-Jährige studiert Zahnmedizin an der Goethe-Universität Frankfurt. Nach drei Urlaubssemestern zur Vorbereitung auf Rio bestand die Herausforderung, sich schnell wieder im Uni-Alltag zurechtzufinden. Trotz gebrochenen Armes, der ihn bei den Behandlungen an Phantomköpfen stark behinderte, bestand er das sechste Semester, sodass er inzwischen an der Zahnklinik seine eigenen Patienten behandeln darf.

„Der Schwimmsport erfordert sehr viel Training, Fleiß und Schweiß, ebenso wie das Studium der Zahnmedizin. Täglich bin ich von morgens bis abends in der Uni für Vorlesungen, Patientenbehandlungen und am Trainieren meiner Fingerfertigkeiten. Danach geht es direkt ins Training. Ich verlasse morgens um 6:30 Uhr das Haus und komme abends um 21 Uhr zurück. Dazu kommt die Lernzeit zu Hause, in der ich zusätzlich noch kieferorthopädische Arbeiten fertigstellen muss.“

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Jan-Philip Glania
Jan-Philip Glania - Kandidat bei der Wahl zum "Sport-Stipendiat des Jahres" 2017
Foto: Mirko Seifert

Laura Grasemann, Ski Freestyle

Laura dominiert seit Jahren im Ski Freestyle-Sport die deutsche Buckelpistenszene. Vor Beginn der Saison 2016/17 musste die inzwischen zehnfache Deutsche Meisterin allerdings einen herben Rückschlag einstecken, als sie bei einem Trainingssturz eine Gehirnerschütterung erlitt. Im Laufe der Saison, die sie abgesehen von der Sporthilfe-Förderung komplett selbst finanzieren muss, kämpfte sie sich jedoch zu alter Form zurück und fuhr bei der Weltmeisterschaft auf den elften Platz.

Die 25-Jährige studiert im Master Molekulare Biotechnologie an der Technischen Universität München. 2016 absolvierte sie ein zweimonatiges Forschungspraktikum am European Molecular Biology Laboratory, einer der renommiertesten Einrichtungen in ihrem Fachbereich, das sie mit der Note 1,3 abschloss. Darüber hinaus bestand sie alle absolvierten Prüfungen, vielfach mit der Note 1,0.

„Besonders im Sommer hatte ich einen sehr straffen Zeitplan mit Prüfungen und Training. Ich habe vor und nach dem Training gelernt und teilweise auch während der Mittagspause im Trainingslager. Vor 23 Uhr war ich selten fertig mit Sport und Uni. Da ich im Winter durchschnittlich nur drei Wochen in der Uni sein kann, fällt die ganze Organisationslast des Masterstudiums auf das Sommersemester. Aber auch dann kann ich nur ca. ein Drittel der Zeit an der Uni anwesend sein, sodass ich mir fast alle Inhalte selbst aneignen muss.“

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Laura Grasemann
Laura Grasemann – Kandidatin bei der Wahl zum Sport-Stipendiat des Jahres 2017
Foto: Harald Marbler

Anna Schaffelhuber, Ski alpin paralympisch

Anna wurde bei der paralympischen Ski-WM Anfang des Jahres dreifache Weltmeisterin und zweimal Zweite. Zudem gewann sie in der zurückliegenden Saison den Gesamtweltcup sowie alle Disziplinwertungen – im Slalom, Riesenslalom, in der Abfahrt und im Super-G. Damit gelang ihr nach einer kleineren Auszeit in 2015/16 ein perfektes Comeback, sodass sie voller Zuversicht in Richtung der Paralympischen Spiele 2018 blicken kann.

Die 24-Jährige studiert im vierten Semester Mathematik, Wirtschaft und Recht auf Lehramt an der Ludwig-Maximilians-Universität München. Im Februar – und damit nur zwei Wochen nach der WM – legte sie bereits im dritten Semester aufgrund der anstehenden Paralympics vorzeitig das erste Staatsexamen in Erziehungswissenschaften ab. Um dafür zugelassen zu werden, hatte sie im vorangegangenen Sommersemester zwölf Klausuren bestehen müssen (Gesamtnote 1,5).

„Besonders belastend war die Vorbereitung auf das Staatsexamen während der normalen Weltcupsaison und parallel zur Weltmeisterschaft. Vor den Rennen saß ich um 5 Uhr morgens schon am Schreibtisch. Dies war sehr anstrengend, da ich vor allem in den Regenerationspausen lernen musste und diese somit nicht wie die anderen Athleten nutzen konnte.“

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Anna Schaffelhuber
Anna Schaffelhuber – Kandidatin bei der Wahl zum Sport-Stipendiat des Jahres 2017
Foto: Ralf Kuckuck / DBS-Akademie

Lisa Marie Schütze, Hockey

Lisa Marie gewann bei den Olympischen Spielen in Rio de Janeiro mit der Hockey-Nationalmannschaft die Bronzemedaille. Im Spiel um Platz 3 erzielte die jüngste Spielerin der Mannschaft das vorentscheidende Tor zum 2:0 und sicherte so die ersehnte Medaille. Dabei hatte die Düsseldorferin das gesamte Turnier unter großen Schmerzen gespielt, nachdem sie sich im letzten Testspiel die Kniescheibe gebrochen hatte, was allerdings erst im Nachhinein diagnostiziert wurde.

Die 20-Jährige, die bereits mit 16 Jahren ihr Abitur machte, studiert Humanmedizin an der Heinrich-Heine-Universität in Düsseldorf. Nach den Olympischen Spielen legte sie ihr schriftliches Physikum mit der Note „gut“ ab. Zudem absolvierte sie diverse Praktika und Famulaturen im Krankenhaus – trotz des Handicaps, dass sie aufgrund der gebrochenen Kniescheibe nur auf Krücken unterwegs sein konnte. Darüber hinaus engagiert sie sich seit diesem Jahr als Botschafterin für die Kinder-Augen-Krebsstiftung.

„Generell ist die Kombination des Medizinstudiums zusammen mit dem Leistungssport ein stetiger Drahtseilakt, der neben viel Disziplin und Organisation vor allem sozial viel Verzicht bedeutet. Die letzten Monate stellten allerdings durch meine sehr schwere Knieverletzung eine ganz besondere Herausforderung dar. Allein schon die Koordination aus Reha, Klausuren und dem Arbeiten im Krankenhaus brachte mich nahezu an meine Grenzen.“

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Lisa Marie Schütze
Lisa Marie Schütze – Kandidatin bei der Wahl zum Sport-Stipendiat des Jahres 2017
Foto: Picture Alliance

Theresa Stoll, Judo

Theresa gewann im April dieses Jahres bei ihrer ersten Teilnahme bei einer Judo-Europameisterschaft die Silbermedaille. Bereits in den Monaten zuvor hatte sie mit großen Erfolgen auf sich aufmerksam gemacht: Im November 2016 wurde sie U23-Europameisterin, verteidigte Anfang des Jahres ihren Deutschen Meisterschaftstitel und setzte sich beim Grand Prix in Düsseldorf als bisher jüngste deutsche Siegerin u.a. gegen die Olympia-Zweite von Rio durch. Aktuell befindet sie sich unter den Top 10 der Weltrangliste.

Die 21-Jährige studiert im vierten Semester Humanmedizin an der Ludwig-Maximilians-Universität München. Bisher konnte sie mit einer einzigen Ausnahme alle Prüfungen im Erstversuch bestehen, sodass sie sich in Regelstudienzeit befindet. Aktuell bereitet sie sich auf das Physikum vor, das sie im August ablegen möchte, um sich im Anschluss voll auf die Olympischen Spiele 2020 in Tokio konzentrieren zu können.

„Viele in meinem Umfeld haben mich vor der Belastung eines so lernintensiven Studiums in Kombination mit meinem Leistungssport gewarnt. Die Zweifel der anderen führten bei mir zwar zu Respekt vor der Aufgabe, gleichzeitig aber zu einer riesigen Motivation in mir zu beweisen, dass man alles, was man wirklich will, mit der nötigen Hingabe auch erreichen kann.“

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Theresa Stoll
Theresa Stoll – Kandidatin bei der Wahl zum Sport-Stipendiat des Jahres 2017
Foto: Christian Schießl

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