26. November 2013

Neue Crowdfunding-Plattform und pro-bono Beratung für Social Startups

Ein Unternehmen gründen und damit gleichzeitig einen guten Zweck verfolgen – dieses Anliegen haben immer mehr Menschen in Deutschland. Die Deutsche Bank unterstützt diese Sozialunternehmen nun mit einem speziellen Programm.

Die Idee, karitatives Engagement mit Unternehmertum zu verbinden, ist nicht neu. Die internationale Non-Profit-Organisation Ashoka macht sich seit 30 Jahren für Sozialunternehmer stark.

Das Interesse an Unternehmensgründungen mit sozialem Benefit ist in Deutschland seit etwa acht Jahren im Aufwind: als frisch gekürter Friedensnobelpreisträger machte Muhammad Yunus 2006 die Idee vom sozialen Unternehmertum auch in der Breite bekannter. Er ist Begründer der Grameen Bank in Bangladesch, die Kredite an Sozialunternehmer in den ärmsten Regionen der Welt vergibt, und arbeitet unter anderem auch mit der Deutschen Bank Americas Foundation in Haiti zusammen.

Eine Privatschule für Flüchtlingskinder aus aller Welt, Hausaufgabenhilfe an sozialen Brennpunkten: Die Geschäftsideen und -modelle sind vielfältig. In Deutschland gibt es mittlerweile mehrere Hundert solcher Firmen. Ob die Idee eines Sozialunternehmers marktfähig ist, misst sich in der Szene vielfach daran, inwieweit sie Modellcharakter auch für andere Anbieter hat.

Häufig fehlt allerdings für die konkrete Umsetzung die Finanzierung – und das Know-How, wie man diese effektiv sichert. Damit die Besonderheiten von Sozialunternehmen nicht zu Stolpersteinen werden, hat die Deutsche Bank zusammen mit Social Impact gGmbH eine Initiative ins Leben gerufen, die Sozialunternehmen umfassend begleiten soll.

„Mit unserer neuen Initiative „Social Investment Readiness“ schaffen wir eine integrierte Lösung, die Talente und Kompetenzen der Mitarbeiter der Deutschen Bank und spezifische Bedarfe junger Sozialunternehmen wirksam verbindet. Damit Engagement ankommt.”

Norbert Kunz Social Impact gGmbH
Investment-Readiness Checks

Netzwerktreffen der Investment-Readiness-Partner am 27. Mai 2014 im Social Impact Lab in Berlin

Prüfung auf „Herz und Nieren“: Investment-Readiness Checks für Social Startups

Mitarbeiter der Deutschen Bank bieten mit der Initiative Investment-Readiness Checks aktiv und ehrenamtlich ihr Expertenwissen an, um Social Startups beispielsweise auf Finanzierungsrunden vorzubereiten. Dabei stehen die Mitarbeiter den sozialen Unternehmern längerfristig als Mentoren zur Seite, um auch im Laufe der Gründung und der Aufstellung des Unternehmens beraten zu können. Die Berater selbst können sich so für ein qualitatives Wachstum von jungen Sozialunternehmern engagieren.

Der Startschuss für das Projekt fiel am 19. November 2013 in Berlin.

Crowdfunding-Plattform für soziale Ideen

Mit kleinen Geldbeträgen soziale Projekte im Internet anschieben – beispielsweise die Anschaffung moderner Zeltunterkünfte für syrische Flüchtlinge – ist das Ziel der neuen Crowdfunding-Plattform Social Impact Finance. Sie ist die erste Crowdfunding-Plattform für soziale Startups im deutschsprachigen Raum und wurde von der gemeinnützigen Social Impact GmbH mit Unterstützung der Deutsche Bank Stiftung ins Leben gerufen.

Beim sogenannten Crowdfunding können Einzelpersonen interessante Projekte und Initiativen mit geringem Eigenrisiko finanziell unterstützen und im Verbund mit vielen weiteren Investoren große Wirkung erzielen. 

Die Internetseite ist Teil des neu geschaffenen Social Impact Finance-Förderprogramms, das sozial-innovative Gründer bei der Erschließung neuer Finanzierungsformen unterstützt. Denn viele Sozialunternehmen wissen in der nicht, wie sie öffentliche oder private Projektförderung erhalten. Durch die Bereitstellung von Startkapital erhalten sie die Chance, ihre Innovationen zum gesellschaftlichen Nutzen am Markt zu platzieren.

Kontakt

Bei Fragen zum Thema Soziale Unternehmen helfen Ihnen unsere Kollegen gerne weiter. Senden Sie Ihre E-Mail bitte an

corporate.responsibility@db.com

Downloads

Eine Studie im Auftrag der KfW: Social Entrepreneurship in Deutschland – Potentiale und Wachstumsproblematiken (Zusammenfassung)

Unternehmerische Verantwortung Bericht 2014

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