20. Oktober 2015

Deutsche Bank geht neue Partnerschaft zur Erreichung der globalen Nachhaltigkeitsziele ein

Die Deutsche Bank und die US-Agentur für Internationale Entwicklung (USAID) haben ihr gemeinsames Engagement angekündigt, um einen Beitrag zur Umsetzung der unlängst vereinbarten Nachhaltigkeitsziele (Sustainable Development Goals) zu leisten. Hierzu wurde eine Partnerschaft zwischen der Global Social Finance-Group der Deutschen Bank (GSF) und dem Amt für Entwicklungskredite der USAID ins Leben gerufen.

Die UN-Vollversammlung verabschiedete vor kurzem 17 Ziele zur nachhaltigen Entwicklung, die für alle Länder gelten. Nach UN-Schätzungen wird die Erfüllung dieser Ziele Investitionen von 3,9 Bio. US-Dollar pro Jahr erfordern, während derzeit lediglich 1,4 Bio. US-Dollar investiert werden. Diese Finanzierungslücke wird in Bereichen wie dem Zugang zu sauberer Energie, dem Gesundheitswesen sowie zu Finanzdienstleistungen eine weit intensivere öffentlich-private Zusammenarbeit erfordern als bisher. Mögliche Wege, die Nachhaltigkeitsziele zu erreichen, wurden bei zahlreichen Veranstaltungen in New York diskutiert, so auch bei den Zusammenkünften mit dem Papst.

Bei dem Unterzeichnungs-Event am 27. September 2015 gab die Deutsche Bank bekannt, dass das US-Office für Entwicklungskredite (USAID), das Global Development Lab der USAID, das Asien-Büro und das US-Außenministerium ihre Kräfte bündeln werden, um dem neuesten Fonds der Global Social Finance Group (GSF) der Deutschen Bank (Essential Capital Consortium) eine Kreditportfoliogarantie zur Verfügung zu stellen. Die neue Partnerschaft wird dazu beitragen, die Erreichung der Sustainable Development Goals weiter zu fördern.

Sozialunternehmen unterstützen

Seit über 20 Jahren stellt die Global Social Finance Group der Deutschen Bank innovative Kapitallösungen bereit, um damit die Bevölkerung in unterversorgten Gebieten weltweit zu unterstützen. Ende des Jahres 2014 begab GSF einen Kreditfinanzierungsfonds in Höhe von 50 Mio. US-Dollar, der Sozialunternehmen Kredite zur Verfügung stellt, von denen einkommensschwache Gemeinden auf der ganzen Welt in den Bereichen Finanzdienstleistungen, Energie und Gesundheitswesen profitieren. Dieser Fonds, bekannt als Essential Capital Consortium (ECC), zielt auf eine abgesicherte, risikobereinigte, finanzielle und soziale Rendite für die Investoren ab und eröffnet Sozialunternehmen wettbewerbsfähige Finanzierungsbedingungen. Diese Sozialunternehmen stellen den Ärmsten der Weltbevölkerung Produkte und Dienstleistungen zur Verfügung, die deren Lebensqualität steigern. Häufig befinden sie sich jedoch noch in einem sehr frühen Stadium und haben aufgrund des begrenzten Zugangs zu Finanzierung Schwierigkeiten zu wachsen.

Die Kreditportfoliogarantie der für Kredite zuständigen Behörde der USAID wird ECC den Zugang zu einer gleichrangigen 50% Garantie für ihren EEC-Kredit geben. Diese Partnerschaft mit Teilung des Risikos wird es ECC ermöglichen, seinen Anlagehorizont auszuweiten, indem er katalytisches Kapital freisetzt zur Unterstützung von Innovationen im Bereich netzunabhängiger Energie sowie spezifischer Finanzlösungen und eines finanzierbaren Gesundheitswesens für jene Bevölkerungsschichten, die in der Wirtschaftspyramide ganz unten stehen.

Öffentliches und privates Kapital aktivieren

Neben dieser neuen Partnerschaft ist Deutsche Asset und Wealth Management ein unterstützender Partner für die Investitionspartnerschaft für Nachhaltige Entwicklung (Sustainable Development Investment Partnership) – gemeinsam mit dem World Economic Forum, der OECD, den Regierungen von Kanada, Dänemark, den Niederlanden, Norwegen, Schweden, Großbritannien und den USA sowie zahlreichen anderen bedeutenden öffentlichen und privaten Institutionen. Diese Organisationen kooperieren, um in den nächsten fünf Jahren 100 Mrd. US-Dollar an Privatfinanzierung zu mobilisieren. Die Deutsche Bank vertritt die Einschätzung, dass Partnerschaften dieser Art entscheidende Bedeutung für die weitere Entwicklung der Weltwirtschaft haben. Außerdem sind wir überzeugt, dass unsere Chancen, die Nachhaltigkeitsziele zu erreichen, wachsen, wenn wir uns zusammenschließen, um sowohl öffentliches als auch privates Kapital mobilisieren.
Gary Hattem - Head of Global Social Finance

„Wir sind überzeugt, dass diese Partnerschaft unsere Möglichkeiten stärkt, weltweit in Sozialunternehmen zu investieren, die einen neuen Marktzugang schaffen, um den fundamentalen humanitären Herausforderungen zu begegnen.”

Gary Hattem Head of Global Social Finance und Präsident der Deutsche Bank Americas Foundation

Nachhaltige Entwicklungsziele

3,9 Bio. US-Dollar

werden nach Schätzung der Vereinten Nationen benötigt, um diese Ziele zu erreichen.

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