29. Oktober 2014

Deutsche Bank Research: Aktueller Kommentar zu den jüngsten EU-Klimazielen

Die zuletzt verabschiedeten Klimaziele der EU umfassen ein hohes Maß an Flexibilität. Dies spiegelt die konfliktären Interessen sowie die Heterogenität der EU-Länder z.B. in puncto Energieerzeugung oder Industrialisierungsgrad wider, es ist aber nicht zwangsläufig eine schlechte Nachricht.

Zu begrüßen ist, dass die EU auch künftig auf einen revitalisierten EU-Emissionshandel als wichtigstes Klimaschutzinstrument setzen will. Gegenüber anderen Ländern – etwa den USA oder China – geht die EU mit ihrem CO2-Reduktionsziel von mindestens 40% in Vorleistung.

Der Europäische Rat hat bei seinem jüngsten Treffen seine Klimaziele bis zum Jahr 2030 formuliert. Dabei gab es kaum inhaltliche Überraschungen. So sollen die CO2-Emissionen bis dahin um mindestens 40% (gegenüber 1990) sinken. Ferner soll der Anteil der erneuerbaren Energien am Energieverbrauch auf EU-Ebene bis 2030 auf 27% zunehmen (2012: 14%). Für die einzelnen EU-Länder werden dabei keine konkreten Ausbauziele für Erneuerbare formuliert. Schließlich soll die Energieeffizienz in der EU (gegenüber einem Business-as-usual-Pfad) ebenfalls um 27% steigen. Auch bei diesem Effizienzziel sind keine konkreten bzw. verbindlichen Ziele für die einzelnen Nationalstaaten vorgesehen.
Die Ziele beinhalten ein hohes Maß an Flexibilität, da sie der nationalen Energie- und Klimapolitik große Freiheiten lassen. Dies muss nicht zwangsläufig eine schlechte Nachricht sein.

Den vollständigen Text finden Sie hier.

Eric Heymann

„Bei nüchterner Be­trach­tung geht die EU mit ihrem ver­bind­lichen Re­duk­tions­ziel von min­des­tens 40% in Vor­leis­tung – etwa ge­gen­über den USA oder China.”

Eric Heymann Autor des Kommentars, Senior Economist bei Deutsche Bank Research

Klimaziele bis zum Jahr 2030

Um min­des­tens 40%

(gegenüber 1990) sollen die CO2-Emissionen bis 2030 sinken.

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