1. April 2014 | New York

Bildungsprogramm für mexikanische Einwanderer – Deutsche Bank Americas Foundation unterstützt fünf Nachbarschaftsprojekte in New York

Nach einem Auswahlprozess präsentiert die Deutsche Bank Americas Foundation (DBAF) im Frühjahr 2014 fünf Nachbarschafts-Projekte, die in den kommenden drei Jahren eine Unterstützung in Höhe von 1,5 Millionen US-Dollar erhalten. Die Unterstützung ist Teil eines langfristig angelegten Bildungsprogramms für mexikanische Einwandererfamilien in New York.

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Initialzündung des breit angelegten Bildungsprogramms war ein Bericht der Community Service Society. Er kommt zu dem Schluss, dass die mexikanischen Einwohner in New York bei wichtigen Bildungsparametern schlechter dastehen als andere Latino-Einwandergruppen:

Vierzehn Prozent sprechen beispielsweise kein Englisch, nur 37 Prozent der 16 – 24jährigen besuchen eine weiterführende Schule. Zum Vergleich: Bei den Einwanderern aus der Dominikanischen Republik sind es in dieser Altersgruppe immerhin noch 57 Prozent. Insbesondere für die männliche Bevölkerung kommt der Bericht zu einem negativen Ergebnis: 59 Prozent der männlichen Jugendlichen mit mexikanischem Hintergrund sind arbeitslos oder besuchen keine Schule.

Da die mexikanische Bevölkerungsgruppe in New York am schnellsten wächst, gewinnen diese Probleme an Brisanz: Seit 1990 ist die Bevölkerung um mehr als 400 Prozent gewachsen, Carlos Menchaca, Vorsitzender des Einwanderungskommitees der Stadt New York, geht davon aus, dass die mexikanischen Einwohner bereits im nächsten Jahrzehnt einen bedeutenden Einflussfaktor haben werden.

Die Auswahlprojekte: Fokus auf Bildung

Alle fünf Projekte, die für die nächsten drei Jahre durch die Deutsche Bank Americas Foundation unterstützt werden, liegen in Stadtteilen mit einem hohen mexikanischen bzw. mexikanisch-stämmigen Bevölkerungsanteil. Sie haben gute nachbarschaftliche Netzwerke aufgebaut und die Bereitschaft der Eltern, aktiv an den Bildungsprogrammen mitzuwirken.

Insgesamt sollen 3,500 Kinder, Jugendliche und deren Familien direkt durch die Bildungsmaßnahmen erreicht werden:

  • Queens: hier soll eine neue Schule entstehen, die auf die besonderen Bedürfnisse der Kinder in Elmhurst und Jackson Heights eingeht.
  • East Harlem, Manhatten: Fokus der Initiativen liegt auf Bildungsprojekten im Vorschulbereich, bei denen sich die Eltern einbringen
  • Mott Heaven, Bronx: Bildungsprogramme für Kindergarten und Grundschulkinder
  • Port Richmond, Staten Island: Organisation von Nachhilfeunterricht und Vorbereitungskursen für eine höhere Schulbildung
  • Bushwick, Brooklyn: Programme, die Schulabbrechern die Reintegration in die Bildungslaufbahn ermöglicht

Die Deutsche Bank Americas Foundation arbeitet bei dieser Initiative mit renommierten Partnern zusammen, so beispielsweise mit dem Metropolitan Center for Urban Education an der New York University, dem Youth Development Institute sowie dem Institut für Mexikanische Studien an der City University of New York.

„Ich beglückwünsche die Deutsche Bank Americas Foundation zu ihrem En­gage­ment für die mexi­kanische Be­völkerungs­gruppe in New York. Diese lang­fristigen Partner­schaf­ten zwischen NGOs, nachbar­schaftlichen Netz­werken und Schulen bieten die größte Chance, wirklich etwas für die Familien zu bewirken. Ich werde mich dafür einsetzen, dass diese Modell­vorhaben auch auf andere Stadtteile und Gruppen übertragen wird.”

Carlos Menchaca Vorsitzender des Einwanderungs-kommitees von New York

Mexikaner in New York

Nur 37 Prozent

der 16 – 24jährigen besuchen eine weiterführende Schule

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