24. Juli 2014

Deutsche Bank stärkt den Wachstumsmarkt für „grüne Anleihen“

Als einer der drei Lead Manager des neuen „Green Bond – Made by KfW“ trägt die Deutsche Bank dazu bei, das Interesse an nachhaltigen Investitionen weiter zu steigern.

Am 15. Juli 2014 hat die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) ihre erste grüne Anleihe „Green Bond – Made by KfW“ ausgegeben. Die Deutsche Bank ist einer von drei Lead Managern und leistet so einen wichtigen Beitrag dazu, den Markt für grüne Anleihen zu stärken.

Der „Green Bond – Made by KfW“ ist mit einem Volumen von 1,5 Milliarden Euro die derzeit größte Anleihe in diesem Marktsegment. Der Emissionserlös wird in Vorhaben aus dem KfW-Kreditprogramm „Erneuerbare Energien – Standard“ fließen, das vor allem Windkraft- und Photovoltaikanlagen fördert.

„Grüne Anleihe“ überzeugt durch Qualität und hohe Transparenz

Die Emission, die im Rahmen eines bestehenden Euro Medium Term Note-Programms begeben wurde, hat eine Laufzeit von fünf Jahren und zahlt einen Nominalzins von 0,375 Prozent pro Jahr aus. Dabei profitieren die Investoren von der sehr guten Bonität und Liquidität der KfW-Anleihe. Vor allem aber überzeugt der Green Bond durch hohe Transparenz und Qualität:

  • Das Green Bond-Konzept der KfW wird von der im Markt für grüne Anleihen etablierten unabhängigen Forschungseinrichtung CICERO geprüft.
  • Darüber hinaus ist der KfW-Bond die erste grüne Anleihe, deren Auswirkungen auf Umwelt und Arbeitsplätze von unabhängigen Experten zertifiziert werden. Unter anderem lässt die KfW im Rahmen eines „Impact Tracking“ laufend ermitteln, wie viel CO2 der Bond einspart. Erfahrungswerte zeigen, dass mit einer Investition von 1 Million Euro pro Jahr durchschnittlich rund 800 Tonnen CO2-Emissionen vermieden werden.

Entsprechend groß war das Interesse der Investoren: Innerhalb weniger Stunden war die Anleihe mit Wertpapieraufträgen von 90 institutionellen Anlegern (50% Fondmanager, 17% Banken) mit einem Gesamtvolumen von 2,65 Milliarden Euro überzeichnet. Zu den Investoren gehören zum Beispiel der führende niederländische Pensionsfonds APG, die Versicherer Zürich, Aegon und Munich Re sowie der deutsche Vermögensverwalter Union Investment.

Die „Green Bond Principles”

Die Deutsche Bank unterstützt den Ausbau dieses Kapitalmarktsegments. So wirkte sie an der Entwicklung der Anfang des Jahres veröffentlichten Grundsätzen für grüne Anleihen (Green Bond Principles) mit, die von ursprünglich 13 internationalen Finanzinstitute erarbeitet wurden. Diese Grundsätze wurden von den Banken entwickelt, um für Emittenten von grünen Anleihen die bis dahin fehlenden Kriterien zu definieren, nach denen eine Anleihe als „grün“ ausgewiesen werden kann.

Die Green Bond Principles beschreiben,

  • welche Investitionen oder Projekte über die Emission von Green Bonds finanziert werden können,
  • wie grüne Projekte auszuwählen sind,
  • wie Mittel aus grünen Anleihen zu verwalten sind und
  • wie über deren Verwendung Bericht zu erstatten ist.

Um dem Markt das größtmögliche Vertrauen in die vom Emittenten bereitgestellten Informationen zu geben, empfehlen die Grundsätze auch die Einbindung von unabhängigen, externen Verifizierern.

Grünes Kapital am Markt erschließen

Die Kapitalmärkte zur Finanzierung der Umstellung auf eine Wirtschaft mit geringem Treibhausgasausstoß heranzuziehen hat hohe Priorität. Finanzinstitute können die Gesellschaft und ihre eigenen Kunden bei der Investition in zukunftsweisende Technologien unterstützen: Schätzungen gehen davon aus, dass der Wandel hin zu einer „Green Economy“ jährliche Investitionen von einer Billion Dollar in die Infrastruktur mit sich bringt – und hier bieten sich beträchtliche Chancen.

"Wir sind überzeugt, dass grüne Anleihen eine wichtige Rolle dabei spielen, das für die Umstellung auf eine sauberere und nachhaltigere Zukunft erforderliche grüne Kapital am Kapitalmarkt zu erschließen“, ordnet Stefan Reiner, Direktor im Bereich Corporate Finance und verantwortlich für das Anleihegeschäft deutscher Förderbanken, die Haltung der Deutschen Bank ein. „Als einer der drei Lead Manager des neuen 'Green Bond – Made by KfW' wollen wir als Deutsche Bank dazu beitragen, das Interesse an nachhaltigen Investitionen weiter zu steigern und den Markt für grüne Anleihen zu stärken. Die Anleihe der KfW ist die erste 'grüne Anleihe' die die Deutsche Bank jemals für einen Emittenten in Deutschland begeben hat und zugleich mit einem Emissionsvolumen von EUR 1.5 Mrd. weltweit die größte Transaktion.“

„Wir sind überzeugt, dass grüne Anleihen eine wichtige Rolle dabei spielen, das für die Umstellung auf eine sauberere und nachhaltigere Zukunft erforderliche grüne Kapital am Kapitalmarkt zu erschließen. Als einer der drei Lead Manager des neuen 'Green Bond – Made by KfW' wollen wir als Deutsche Bank dazu beitragen, das Interesse an nachhaltigen Investitionen weiter zu steigern und den Markt für grüne Anleihen zu stärken.”

Stefan Reiner Direktor im Bereich Corporate Finance und verantwortlich für das Anleihegeschäft deutscher Förderbanken

Nachhaltigkeit am Kapitalmarkt

Als Lead Manager des neuen „Green Bond – made by KfW“ unterstützt die Deutsche Bank die Förderung von Umwelt- und Klimaschutzprojekten.

Kapital kann Impulse für nachhaltige Entwicklung setzen

1,5 Milliarden Euro

Mit diesem Volumen ist der ‚Green Bond - Made by KfW‘ die derzeit größte Anleihe in Marktsegment. Der Emissionserlös wird vor allem Windkraft- und Photovoltaikanlagen fördern.

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