Pro-bono-Beratung

Mitarbeiter der Deutschen Bank bringen rund um die Welt ihr Kernkompetenzen und Erfahrungen ein, um Sozialunternehmer, Mikrofinanzinstitute oder Bildungseinrichtungen längerfristig zu beraten – in Deutschland oder auch bei internationalen Projekteinsätzen.

Individuelle Kompetenzen für den gemeinsamen Erfolg

Gemeinnützige Organisationen wünschen sich in vielen Bereichen Unterstützung durch Experten und Führungskräfte aus der Wirtschaft. Bei unseren ehrenamtlichen Initiativen treten unsere Mitarbeiter in einen intensiven, partnerschaftlichen Dialog, bringen ihre beruflichen Kernkompetenzen ein und setzen so wichtige Impulse. Sie beraten Vereine, Schulen, Universitäten und Sozialunternehmer im In- und Ausland zu Fragen und Problemen bezüglich Finanzierung, Qualitätsmanagement, Projektsteuerung, Personalführung, Marketing und vielen weiteren Themen. Die Beratung durch die Deutsche Bank-Mitarbeiter versteht sich dabei als nachhaltige Hilfe zur Selbsthilfe.

Seit 2008 haben 119 Mitarbeiter 75 langfristige Projekte in Afrika, Lateinamerika, Asien und in Balkanländern unterstützt.

Beratung auf Augenhöhe

Mehr als 14.000

Stunden haben Mitarbeiter der Deutschen Bank soziale Projekte oder Start-ups im Jahr 2015 ehrenamtlich beraten.


Quelle: Deutsche Bank, weltweite Umfrage zum Mit­arbeiter­engage­ment 2015

Deutschbanker beraten Sozialunternehmen und gemeinnützige Organisationen

Mehr als 17.000 Mitarbeiter der Deutschen Bank (22% der Belegschaft) waren 2015 über 185.000 Stunden als Corporate Volunteers weltweit aktiv. Sie engagieren sich jenseits ihres Tagesgeschäfts in ihrem lokalen Umfeld und unterstützen auch zahlreiche Projekte in anderen Ländern. Bei unseren Corporate Volunteering-Angeboten setzen wir verstärkt darauf, dass unsere Mitarbeiter jungen Menschen, gemeinnützigen Organisationen, Schulen oder Sozialunternehmen ihr Fachwissen zur Verfügung stellen und diesen so helfen, ihr Leistungsprofil zu stärken.

So beraten im Rahmen des Corporate Community Partnership (CCP)- und des Yunus Social Business (YSB)-Programms Mitarbeiter der Bank Organisationen in Entwicklungs- und Schwellenländern und helfen beim Aufbau sozialer und wirtschaftlicher Strukturen. Mitte März ist die erste Mentoringphase im Rahmen des YSB-Programms in Albanien, Bosnien und Serbien gestartet. Fünf Deutschbanker beteiligen sich an dem Projekt. Eine weitere Kollegin wird direkt das lokale Balkan-Team von YSB unterstützen, um eine Due Diligence-Prüfung eines albanischen Sozialunternehmens in Deutschland zu begleiten.

Derzeit laufen auch die Auswahlprozesse für den Uganda Accelerator, ein Coachingprogramm, in dem sich ab Juni/Juli mindestens vier weitere Bankmitarbeiter engagieren werden. Zudem werden zwei Deutschbanker die YSB Social Success Note beraten. Dabei handelt es sich um ein innovatives Finanzierungstool für Sozialunternehmer, das YSB in Kooperation mit der Rockefeller Foundation entwickelt hat. Social Success Note hat sich zum Ziel gesetzt die gesellschaftliche Wirkung von Sozialunternehmen zu stärken, indem sie z. B. in unterversorgten Marktsegmenten den Zugang zum Kapitalmarkt ermöglicht, obwohl den üblichen Internal Rate of Return (IRR) Investitionsanforderungen nicht entsprochen wird.

develoPPP

Kooperation mit der GIZ

In partnerschaftlicher Zusammenarbeit bündeln Deutsche Bank, die GIZ und lokale Nonprofit-Organisationen ihre Stärken, um nachhaltige Erfolge in der Entwicklungsarbeit zu erzielen.

Wie Deutschbanker Nonprofit-Organisationen beraten

Ein weiteres Beratungsprojekt startet demnächst in Kambodscha: Zwei Deutschbanker unterstützen vor Ort die Temple Garden Foundation bei der Entwicklung eines Kommunikationskonzepts und -portfolios. Die Temple Garden Foundation fördert u.a. Infrastruktur-, Bildungs- und Gesundheitsprogramme zur nachhaltigen Entwicklung ländlicher Gemeinden. Gemeinsam mit ihren Bewohnern identifiziert die Stiftung Projekte, stärkt die genossenschaftlichen Strukturen vor Ort und verringert damit die Abhängigkeit von externer oder staatlicher Förderung. Die Deutsche Bank ist bereits seit 2011 Partner des Income Generation Projekts, das darauf abzielt, berufliche und unternehmerische Qualifikationen zu verbessern und Zugang zu Finanzierungsquellen zu ermöglichen.

Ein wesentlicher Meilenstein des CCP-Programms wurde in Myanmar erreicht: In Kooperation mit der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) haben seit 2014 bereits zehn Mitarbeiter lokale Banken bei der Verbesserung ihrer Dienstleistungen und der Ausbildung von qualifiziertem Bankpersonal unterstützt. Derzeit wird die bestehende Kooperation in eine strategische Allianz – ein Public Privat Partnership (PPP) – zwischen Deutscher Bank, GIZ und der Yangoner Wirtschaftsuniversität (YUE) überführt. Über die Stärkung der YUE unterstützen wir die Etablierung eines einheitlichen Ausbildungsstandards im Bereich „Banking and Finance“. So soll mittelfristig ein Portfolio für verlässliche und praxisorientierte Bankdienstleistungen für kleine und mittelgroße Betriebe geschaffen werden.

Die Deutsche Bank kooperiert mit der GIZ auch im Rahmen des CCP-Programms in der Region Südostasien / Thailand. Hier trägt die Better Rice Initiative Asia (BRIA) zur Entwicklung eines nachhaltigen Reissektors bei. Vier Deutschbanker haben vor Ort die Rentabilität und Umsetzbarkeit verschiedener zukunftsfähiger Agrartechnologien ausgewertet und Finanzierungsmodelle erarbeitet, um Kleinbauern den Zugang zu Kapitalquellen zu erleichtern. Auch diese Kooperation soll im Laufe dieses Jahres mit der Überführung in eine strategische PPP skaliert werden.

Insgesamt haben bisher im Rahmen der CCP- und YSB-Initiativen 119 Mitarbeiter der Deutschen Bank 75 Projekte in Afrika, Lateinamerika, Asien und in Balkanländern unterstützt

Soziale Innovatoren

Schulen stärken

Schulen befinden sich heutzutage im Umbruch: Sie sollen zukünftig weniger von Ministerien und Schulämtern geleitet werden, müssen sich also immer mehr zu kleinen Unternehmen entwickeln – in der traditionellen Lehrerausbildung kommen Managementkompetenzen aber bisher nicht vor. Schulen gezielt fördern: Hier setzt die Initiative Partners in Leadership an.

Neue Impulse für die Mörikeschule in Backnang
Führung stärken, partnerschaftlich handeln – Jens-Eike Decken, Brigitte Sorg und Klaus Lindner  (v.l.).

Jens-Eike Decken von der Deutschen Bank in Stuttgart berät und begleitet die Schulleitung der Mörikeschule in Backnang. Bei Partners in Leadership lösen Schulleiter und Führungskräfte die Herausforderungen, denen sich Schule heute stellen muss: Qualitätsmanagement, Personalplanung, Öffentlichkeitsarbeit, Gesprächsführung, Teambildung, Organisationsentwicklung, Dialogfähigkeit, z.B. im Hinblick auf die bessere Einbindung der Eltern – und vieles mehr. Die Mörikeschule möchte Gemeinschaftsschule werden – ein Schulmodell mit Zukunft. Und Jens-Eike Decken trägt dazu bei, nachhaltig Führung zu stärken.

„Es ist eine wirkliche Partnerschaft – und es klappt hervorragend.”

Jens-Eike Decken, Deutschen Bank in Stuttgart
Innovationspreis für Partners in Leadership
Innovationspreis für Partners in Leadership

Partners in Leadership: Ausgezeichnet

Seit 1999 haben in Großbritannien Managerinnen und Manager aus mehr als 1.200 Unternehmen und über 5.000 Schulleiterinnen und Schulleiter an dem Programm teilgenommen. In Deutschland unterstützt die Deutsche Bank seit 2006 das Projekt Partners in Leadership, um einen Beitrag zur Entwicklung der Schulqualität zu leisten. Mehr als 60 Deutschbanker haben in dieser Zeit Schulleiter beraten und begleitet. Im Februar 2011 wurde die Deutsche Bank dafür zusammen mit anderen Unternehmen mit dem Generali European Employee Volunteering Award in der Kategorie „Innovation“ ausgezeichnet.

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