Deutsche Bank – Verantwortung

Mikrofinanzierungsfonds und Social Impact Investment

Die Deutsche Bank gehört zu den Wegbereitern der Mikrofinanzbranche: Sie legte den ersten Mikrofinanzfonds für institutionelle Anleger auf, sie etablierte den ersten globalen Fonds für nachrangige Verbindlichkeiten und sie unterstützte den Aufbau von Mikrofinanzinstitutionen (MFIs) in besonders schwierigen Regionen.

Eine Erfolgsgeschichte – das Microfinance Consortium

Eine Erfolgsgeschichte – das Microfinance Consortium

Am 3. November 2005 gaben der ehemalige Präsident der Vereinigten Staaten, Bill Clinton, und der ehemalige Vorstandsvorsitzende der Deutschen Bank, Dr. Josef Ackermann, den offiziellen Startschuss zum Global Commercial Microfinance Consortium. Mit einem Volumen von 80,6 Millionen US-Dollar schuf der Fonds erstmals die Möglichkeit für institutionelle Anleger und private Investoren, sich im Mikrofinanzbereich zu engagieren.

Mit diesem Projekt begann eine Erfolgsgeschichte. Aufbauend auf dem Erfolg des Global Commercial Microfinance Consortiums wurde im Juni 2012 das Global Commercial Microfinance Consortium II ins Leben gerufen. Es stellt denjenigen Mikrofinanzinstituten Kapital zur Verfügung, die sich durch besonders hohen Service, Kundenschutz und Produktinnovationen auszeichnen. Der auf sieben Jahre angelegte Fonds stellt 100 Millionen US-Dollar zur Verfügung.

Langfristiges Engagement

1,49 Mrd. US-$

durch die Deutsche Bank bereitgestellte Finanzierung für Mikrokreditnehmer seit 1997.

Die Brücke zwischen Finanzwelt und Sozialunternehmen – der Deutsche Bank Impact Investment Fund I

Die Brücke zwischen Finanzwelt und Sozialunternehmen – der Deutsche Bank Impact Investment Fund I

Im November 2011 legte die Deutsche Bank in London den „Impact Investment Fund I“ auf, einen Dachfonds, der innerhalb der nächsten drei Jahre zehn Millionen Britische Pfund für gemeinnützige Unternehmen in Großbritannien bereitstellt.

Der Impact Investment Fund I schließt an der Big Society Agenda der britischen Regierung an und räumt Sozialunternehmen eine besondere Stellung ein. Um die Finanzierungslücken durch zurückgehende Investitionen des öffentlichen Sektors zu schließen, brauchen sie Kapital. Darüber hinaus sind Sozialunternehmen bei Themen wie Geschäftsentwicklung, Finanz- und Personalmanagement auf Unterstützung angewiesen. Daher werden im Rahmen des Corporate Community Partnership Programms der Deutschen Bank Sozialunternehmern Mentoren zur Seite gestellt oder es werden ihnen betriebswirtschaftliche Schulungen für Unternehmensgründer ermöglicht. Das Ziel ist dabei immer eine langfristige Verbesserung.

Erfahrene Finanzintermediäre investieren

Die beiden sozialen Finanzintermediäre Bridges Ventures und Big Issue Invest geben das Kapital des Fonds an Sozialunternehmen weiter, die ihren Richtlinien entsprechen. Als innovativer Investor unterstützt Big Issue Invest Sozialunternehmen, die den größtmöglichen sozialen Nutzen generieren und das Potenzial haben, Maßstäbe zu setzen. Bisher hat Big Issue Invest in Unternehmen wie zum Beispiel Jamie Oliver’s Fifteen Foundation investiert, einer Stiftung, die benachteiligten jungen Menschen eine Ausbildung zum Koch ermöglicht. Ebenfalls wurde in den Hackney Community Transport investiert, der sowohl Arbeitsplätze als auch Ausbildungsmöglichkeiten anbietet – so werden zum Beispiel Langzeitarbeitslose als Busfahrer ausgebildet und eingestellt.

„Die Deutsche Bank hat ihre Expertise bei sozialen Finanzdienstleistungen, ihr Know-how im Investmentbanking, ihre Geschäftsmittel und ihr weltweites Netzwerk genutzt, um Finanzinstrumente und Fonds zu entwickeln, von denen Sozialunternehmen profitieren.”

Seth Waugh Vorsitzender des Beraterkreises für Amerika der Deutschen Bank

Kundenschutz

Die Deutsche Bank war einer der Mitbegründer der Smart Campaign. Ziel ist die Etablierung eines verbindlichen Kundenschutzes im Mikrofinanzsektor. Folgende Prinzipien sind für die teilnehmenden Institutionen bindend:
1. Nachvollziehbare Produktgestaltung
2. Schutz vor Überschuldung
3. Transparenz
4. Verantwortungsvolle Preisgestaltung
5. Faire und respektvolle Behandlung von Kunden
6. Datenschutz
7. Beschwerdemanagement

Quelle: Smartcampaign.org (auf Englisch)

Essential Capital Fund

Auf dem Jahrestreffen der Clinton Global Initiative (CGI) Ende September 2012 lancierte die Deutsche Bank Americas den Essential Capital Fund. Der Fonds, der mit 50 Millionen US-Dollar ausgestattet ist, bietet einen innovativen Ansatz, um bereits in einem frühen Stadium Kapital für Sozialunternehmen bereit zu stellen.

Der Bereich Social Finance / Impact Investment ist interessant für Privatinvestoren, die ihr Geld auch für die Umsetzung gesellschaftlicher Ziele einsetzen möchten. Ein entscheidendes, aber bislang fehlendes Element für den Ausbau eines robusten Impact Investment-Marktes war bislang die Bereitstellung von Risikokapital in ausreichender Menge. Der Fonds soll dabei helfen, Investitionen von sozial motivierten, aber risikoscheuen  Kapitalgebern anzukurbeln.

Das könnte Sie auch interessieren