Deutsche Bank – Verantwortung

Sport-Stipendiat des Jahres 2013: Martin Häner

Wir gratulieren Martin Häner zu seiner Auszeichnung als Sport-Stipendiat des Jahres 2013!

Preisverleihung zum Sport-Stipendiaten des Jahres

Jürgen Fitschen, Co-Vorsitzender des Vorstands; Martin Häner, Hockey-Olympiasieger; Dr. Michael Ilgner, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Sporthilfe

Preisverleihung zum Sport-Stipendiaten des Jahres
Preisverleihung zum Sport-Stipendiaten des Jahres
Preisverleihung zum Sport-Stipendiaten des Jahres
Preisverleihung zum Sport-Stipendiaten des Jahres
Preisverleihung zum Sport-Stipendiaten des Jahres
Preisverleihung zum Sport-Stipendiaten des Jahres
Preisverleihung zum Sport-Stipendiaten des Jahres
Preisverleihung zum Sport-Stipendiaten des Jahres
Preisverleihung zum Sport-Stipendiaten des Jahres
Preisverleihung zum Sport-Stipendiaten des Jahres

Die Ehrung fand am 10. September 2013 bei einem Festakt mit hochkarätigen Gästen aus Sport und Wirtschaft in den Türmen der Deutschen Bank in Frankfurt statt. Als Gewinn erhält Häner drei Semester lang ein doppeltes Stipendium. Das sind insgesamt 5.400 Euro zusätzlich zu der bisherigen monatlichen Förderung von 300 Euro.

Die Deutsche Bank und die Stiftung Deutsche Sporthilfe kürten in diesem Jahr zum ersten Mal den Sport-Stipendiaten des Jahres. Zur Wahl standen in der Endrunde 5 Sporthilfe-Athleten aus dem Deutsche Bank Sport-Stipendium, die in den letzten zwei Semestern besondere Leistungen in Sport und Studium vollbracht haben und dabei in beiden Disziplinen erfolgreich waren.

Martin Häner, Hockeyspieler und Medizinstudent, meistert den Spagat zwischen Hochleistungssport und Studium mit Bravour.
Bei der Olympiade 2012 in London gewann er mit seinem Team Gold und bestand im selben Jahr erfolgreich sein Physikum.

Auch den vier weiteren Finalsten – Mareike Adermann, Andreas Kuffner, Maximilian Müller und Linda Stahl – möchten wir zu ihren außergewöhnlichen Leistungen gratulieren, die sie in ihren Bewerbungen eindrucksvoll belegt haben. Wir wünschen allen Athleten weiterhin viel Erfolg in ihrem Studium und ihrer sportlichen Karriere.

Die Deutsche Bank als Partner der Stiftung Deutsche Sporthilfe

Die Deutsche Bank ist seit 2001 Partner der Stiftung Deutsche Sporthilfe. Als Nationaler Förderer hilft sie talentierten Athleten dabei, Sport und Ausbildung besser zu verbinden. Damit schaffen wir die Grundlage für eine zweite Karriere nach dem Sport.

2012 hat die Deutsche Bank ihr Engagement intensiviert und das „Deutsche Bank Sport-Stipendium“ ins Leben gerufen. Damit übernimmt die Deutsche Bank exklusiv die monatlichen Zuschüsse für Sporthilfe-geförderte Athleten, die parallel ein Studium absolvieren und hat gleichzeitig den Stipendien-Betrag verdoppelt.

 

„Die Verdoppelung des Stipendiums ist immens wichtig, das ist ein großer Teil meiner Einnahmen eines Monats.”

Martin Häner Sport-Stipendiat des Jahres 2013 und Hockey-Olympiasieger

Die 5 Finalisten

Martin Häner, Feldhockey, Humanmedizin

Martin Haener, Hockey

Mit knapp 100 Lehrgangstagen mit der Hockey-Nationalmannschaft, zusätzlichem Athletiktraining und der laufenden Bundesligasaison hatte Martin Häner eine intensive Olympia-Vorbereitung. In London gewann der Student der Humanmedizin, der im 5. Fachsemester an der Charité Berlin studiert, mit dem deutschen Team die Goldmedaille. Nach den Spielen widmete er sich wieder ganz seinem Studium und dem Spielbetrieb seines Heimatvereins, dem Berliner HC. Mit diesem gewann er in der vergangenen Saison nach 47 Jahren wieder die Deutsche Meisterschaft und wurde als „Most Valuable Player" ausgezeichnet. Martin Häner bestand trotz der Doppelbelastung mit Bundesliga und Nationalmannschaft das Physikum mit „gut“, bei einer Durchfallquote von 70% im schriftlichen Teil, und sein Wahlfach mit „sehr gut“. Zurzeit befindet er sich im klinischen Teil des Studiums.

„Für mich zeigen die oben genannten Erfolge, dass trotz hoher Belastung nichts unmöglich ist und auch die schwersten Aufgaben gemeistert werden können. All dies ist nur möglich, da es immer Personen in meiner Umgebung gibt, die mir beistehen.“

Mareike Adermann, Rollstuhlbasketball, BWL

Mareike Adermann, Rollstuhlbasketball

Foto: Uli Gasper

Mareike Adermann studiert im 8. Semester Betriebswirtschaftslehre an der University of Wisconsin-Whitewater in den USA. Den gesamten letzten Sommer hat sie sich mit der Rollstuhlbasketball-Nationalmannschaft auf die Paralympics vorbereitet. In London gewannen sie die Goldmedaille, sie war im Finalspiel Topscorerin. Trotz der Abwesenheit durch die Vorbereitung und die Paralympischen Spiele selbst, konnte Mareike Adermann das Semester und auch ihr Bachelorstudium mit der Note „sehr gut“ abschließen. Anfang 2013 erhielt sie die Zulassung für das Masterstudium. Im Frühjahr erspielte die Stipendiatin mit ihrem US Collegeteam die amerikanische und mit ihrem Heimatverein dem Hamburger SV die Deutsche Meisterschaft. Hier wurde sie als „Most Valuable Player“ ausgezeichnet.

„Der Sport hat mir die Möglichkeit eröffnet, mein komplettes Studium in den USA zu absolvieren. Die enge Verknüpfung von Sport und Lernen auf dem gleichen Campus ermöglicht es mir, meine Leistungen im Sport zu verbessern und gleichzeitig das Studium in einer fremden Sprache in Mindeststudienzeit zu absolvieren.“

Andreas Kuffner, Rudern, Wirtschaftsingenieurwesen

Andreas Kuffner, Rudern

Ruderer Andreas Kuffner studiert Wirtschaftsingenieurwesen im 9. Fachsemester an der Beuth-Hochschule für Technik in Berlin. Sein Weg zu den Olympischen Spielen war geprägt von World Cups, Klausuren, der Suche nach einem Praktikumsplatz sowie gesundheitlichen Problemen. Auch die Distanz zwischen Studien- und Trainingsort erschwerte die letzten Semester. In London holte er im Deutschland-Achter die Goldmedaille. Nach den Olympischen Spielen war es für ihn eine besondere Herausforderung, das Training und den Trubel zu verarbeiten und sich gleichzeitig während des Praktikums an einen Arbeitsalltag im Büro zu gewöhnen. Zurzeit schreibt er seine Bachelorarbeit.

„Für mich war es schwer, Studium und Sport zu vereinbaren, weil ich kaum am Studienort war. In Dortmund ist der Deutschland-Achter stationiert und ich studiere in Berlin. Ich verbrachte die Zeit von Oktober bis zu den Spielen fast komplett in Dortmund oder in Trainingslagern. Am Ruderstützpunkt übernachtete ich in Doppelzimmern in Stockbetten. Es war wohnen auf engstem Raum mit wenig Möglichkeiten sich zurückzuziehen. Aber am Ende war mit Hilfe der deutschen Sporthilfe und der Partnerin und Familie sowohl der sportliche als auch der studentische Ausgang perfekt."

Maximilian Müller, Feldhockey, Sportökonomie

Maximilian Mueller. Feldhockey

Bei den Olympischen Spielen in London gewann Maximilian Müller als Kapitän der Hockey-Nationalmannschaft – wie schon 2008 - die Goldmedaille. Mit seinem Heimatverein, dem Nürnberger HTC, gelang ihm der Wiederaufstieg in die erste Bundesliga. Er studiert Sportökonomie an der Universität Bayreuth im 9. Fachsemester und will sich mit dem Masterstudium ein zweites Standbein aufbauen. Dieses Ziel ist nicht ohne einige Kompromisse zwischen Universität und Sport sowie die Hilfe von Kommilitonen möglich. Vor den Olympischen Spielen konnte er alle Scheine nach 6 Semestern ablegen, um in der Olympiavorbereitung die Bachelorarbeit schreiben zu können. Sein Bachelorstudium hat er mit der Note 2,2 abgeschlossen. Auch im Masterstudium war es ihm bisher möglich mehr Scheine zu erwerben als im Studienplan vorgesehen.

„Ich wollte immer ein möglichst normaler Student sein, der trotz der Belastung durch Wettkämpfe und Lehrgänge einen ordentlichen Studienabschluss bekommt. Außerdem wollte ich mir nie nachsagen lassen, dass ich meine Abschlüsse geschenkt bekomme, weil man mich aus dem Sport kennt.“

Linda Stahl, Speerwurf, Humanmedizin

Linda Stahl, Speerwurf

Linda Stahl studiert Humanmedizin an der Universität zu Köln im 11. Fachsemester. Vor der Europameisterschaft 2012 schloss sie die Labor-Untersuchungen für ihre Doktorarbeit ab. Die Qualifikation für die Olympischen Spiele ist Linda Stahl wegen einer Fußverletzung erst spät gelungen. In London angekommen war der Wettkampfstart aufgrund weiterer Verletzungen bis zum Schluss ungewiss. Letztendlich konnte sie in London, wie auch bei der Europameisterschaft, die Bronzemedaille gewinnen. Anfang 2013 erreichte sie die Zulassung zum praktischen Jahr, so dass sie seit Februar sowohl 40-Stunden in der Woche im Krankenhaus arbeitet als auch voll trainiert. Eine reduzierte Arbeitszeit und damit ein späteres Examen kamen für sie nicht in Frage.

„Vor so vielen Menschen eine Medaille überreicht zu bekommen, das ist unglaublich schön und entschädigt für den ganzen Stress, den man in den Jahren zuvor auf sich nahm und all die Entbehrungen, die man in Kauf nehmen musste, sei es privat oder beruflich. Mit diesem Erlebnis im Hinterkopf hat man auch die Kraft, diese zwei Vollzeit-Jobs durchzuhalten.“

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