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Der Sport-Stipendiat des Jahres 2014 wird am 11. September bei der feierlichen Preisverleihung bekanntgegeben.

Anna Schaffelhuber

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Anna Schaffelhuber gewann im März 2014 bei den Paralympics in Sotschi fünf Goldmedaillen im Ski alpin. Außerdem siegte sie bei 15 von 16 Weltcuprennen in der Saison und gewann den Gesamtwelt- sowie den Gesamteuropacup.

Anna Schaffelhuber studiert Rechtswissenschaft in München. Im Winter konnte die 21-Jährige aufgrund der Weltcuprennen an keinen Vorlesungen teilnehmen. Da in ihrem Studiengang die wichtigsten Fächer nur im Wintersemester angeboten werden und die Prüfungen dazu im Sommer stattfinden, muss sie sich die gesamten Prüfungsinhalte jeweils selbst erarbeiten. Dennoch bestand sie Klausuren sowohl im Sommersemester 2013 als auch im Wintersemester 2014. In diesem Zeitraum meisterte sie den kleinen Schein im Strafrecht und konnte die Hälfte des großen Scheins in Zivilrecht erfolgreich absolvieren.

„Nach meinen fünf Goldmedaillen bei den Paralympics 2014 sind meine nächsten sportlichen Ziele die WM 2015 und die Spiele 2018. Mein Jurastudium werde ich weiter intensiv verfolgen und ich hoffe, dass ich in beiden Bereichen etwas bewegen kann!“

Ingolf Keba

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Ingolf Keba wurde 2013 Deutscher Meister im Gewichtheben und konnte sich dabei als Student gegen seine Konkurrenten aus der Sportfördergruppe der Bundeswehr durchsetzen, trotz einer verkürzten Vorbereitung aufgrund eines dreimonatigen Auslandspraktikums. Daraufhin intensivierte er sein Training, um sich für die EM zu qualifizieren, konnte aber verletzungsbedingt sein Ziel nicht realisieren.

Ingolf Keba studiert an der Uni Mannheim in Regelstudienzeit BWL mit einem Notenschnitt von 1,8. Da er fließend russisch, deutsch und englisch spricht, wählte er im Rahmen seines Studiums chinesisch als Fremdsprache (Note 1,0), so dass er nun ein Auslandssemester in Peking absolvieren kann.

Der überraschende Tod seines Vaters ließ ihn an seiner sportlichen Karriere, die seiner beruflichen Ausbildung entgegen stand, zweifeln, da er seine Mutter in der Folge finanziell kaum unterstützen konnte.

Darüber hinaus gibt der 27-Jährige als Mentor in einem Sportinternat seine Erfahrungen an Nachwuchsathleten weiter und beaufsichtigt an den Wochenenden junge Sportler im Internat.

„Als junger Athlet war ich überzeugt, dass man beim Gewichtheben nur als Mitglied der Sportfördergruppe erfolgreich sein kann. Seit meinem Sieg weiß ich, dass sportliches Gelingen und erfolgreiches Studium keine gegensätzlichen Ziele sind.“

Laura Vargas Koch

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Laura Vargas Koch gewann 2013 überraschend bei ihrer ersten Teilnahme an einer Weltmeisterschaft im Judo die Silbermedaille. Damit und mit weiteren Erfolgen bei internationalen Wettkämpfen etablierte sich die 24-Jährige in den vergangenen 12 Monaten in der Weltspitze, was sich durch Position zwei in der Weltrangliste widerspiegelt. Sie musste lernen, mit der bislang ungewohnten Favoritenrolle umzugehen. Sowohl im Training, da man sich im Judo viel mit der internationalen Konkurrenz misst, als auch im Wettkampf, wollte sie nach dem WM-Erfolg jeder schlagen. Im April 2014 wurde sie zudem bei den Europameisterschaften sowohl im Einzel als auch mit der Mannschaft Zweite.

Im April 2013 begann Laura Vargas Koch mit ihrem Masterstudium Mathematik an der TU Berlin. Sie hat in der Regelstudienzeit alle erforderlichen Kurse für den Master mit einem bisherigen Noten-Durchschnitt von 1,1 abgeschlossen.

„Ohne Absprachen und Sonderregelungen würde ich bei der Vereinbarung von Studium und Leistungssport auf große Hürden stoßen. Ich komme gerade aus einem Höhentrainingslager in Sankt Moritz und habe drei Wochen Vorlesungen und Abgaben verpasst. Die muss ich in einer Woche alle schnell nachholen, bevor ich nach Havanna fliege, wo wir unseren ersten Qualifikationswettkampf für die Olympischen Spiele haben.“

Linus Butt

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Linus Butt wurde 2013 mit der Hockey-Nationalmannschaft Europameister. Der Turnier-Sieg ist für den 27-jährigen Verteidiger besonders bedeutsam, da bei diesem Turnier gleich zwei verletzungsbedingte Ausfälle in der Abwehr kompensiert werden mussten. Außerdem gewann Butt mit der Deutschen Mannschaft die World Hockey League, was die Qualifikation für die WM 2014 bedeutete, für die er auch nominiert wurde.

Linus Butt studiert Humanmedizin in Köln. 2014 hat er seine schriftliche Examensprüfung mit der Note 1 abgeschlossen und gehört mit seiner erreichten Punktzahl damit bundesweit zu den besten 2 Prozent seines Jahrgangs. Trotz der zeitlichen Belastung durch Trainingsalltag und Bundesliga sowie Trainingslager und Turniere mit der Nationalmannschaft hat er es geschafft, nur ein Semester über der Regelstudienzeit zu studieren.

„Ich habe mit mir gehadert, ob ich das Wagnis eingehen solle, die Vorbereitung auf das Examen und die WM gleichzeitig anzugehen und fast sechs Monate täglich ein- bis zweimal zu trainieren und 10 Stunden zu lernen. Jetzt bin ich froh, dass ich mich getraut habe. Ich bin überzeugt, dass sich beide Projekte positiv beeinflusst haben – es hat mir gezeigt, dass sich die „Duale Karriere“ auszahlen kann.“

Malaika Mihambo

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Malaika Mihambo gewann im Juli 2013 die U20-Europameisterschaft im Weitsprung mit einer persönlichen Bestleistung von 6,70m. In der gleichen Altersklasse wurde sie Deutsche Meisterin und belegte Platz 2 der Weltrangliste. In der Altersklasse U23 wurde sie bei den Deutschen Meisterschaften Zweite, bei den Aktiven Vierte. Als jüngstes Team-Mitglied qualifizierte sich die 20-Jährige für die WM der Aktiven. Sie wurde bei der Wahl zum Juniorsportler des Jahres 2013 in die Top Ten gewählt.

Malaika Mihambo studiert Politikwissenschaft an der Uni in Mannheim und hat alle vorgesehenen Creditpoints in Regelstudienzeit erzielt. In den vergangenen 12 Monaten hat sie alle Klausuren im ersten Versuch mit guten bis sehr guten Noten bestanden und lag damit über dem Durchschnitt. Malaika Mihambo hat darüber hinaus drei Hausarbeiten geschrieben und einen Englisch-Kurs mit der Note 1,0 abgeschlossen.

„In den Semesterferien gab es nur drei Tage ohne Univorbereitung oder Training. Nach dem U20-Europameister-Titel wurde ich für die WM der Aktiven nominiert. Damit hatte ich nicht gerechnet. Natürlich wollte ich irgendwann an der WM der Aktiven teilnehmen, aber es war noch kein konkretes Ziel von mir.“

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