Wahl des Sport-Stipendiat des Jahres 2020

Wir gratulieren Annabel Breuer zur Auszeichnung!

Annabel Breuer – Sport-Stipendiat des Jahres 2020

Deutsche Sporthilfe und Deutsche Bank kürten 2020 zum achten Mal in Folge den "Sport-Stipendiat des Jahres". Die feierliche Ehrung fand in diesem Jahr coronabedingt im kleinen Kreis statt und wurde dafür virtuell übertragen. Die Auszeichnung ging an Annabel Breuer und wurde von Christian Sewing, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Bank und Thomas Berlemann, Vorsitzender des Vorstandes der Stiftung Deutsche Sporthilfe überreicht.

Für die Preisträgerin verdoppelt die Deutsche Bank das laufende Sport-Stipendium für eineinhalb Jahre. Die vier weiteren Finalisten erhalten für den gleichen Zeitraum eine Zusatzförderung von 50 Prozent des monatlichen Stipendiums.


Annabel Breuer

Annabel gewann mit der deutschen Rollstuhlbasketball-Nationalmannschaft Bronze bei der EM 2019 und machte damit die Qualifikation für die Paralympics in Tokio perfekt. Dort strebt sie nach Gold 2012 und Silber 2016 ihre dritte Medaille an. In der vergangenen Saison wurde sie mit ihrem Bundesligaverein RSV Lahn-Dill zudem jeweils Zweite in der Meisterschaft und im Pokal. Ihre Karriere begonnen hatte Annabel, die seit einem Autounfall als Kleinkind querschnittsgelähmt ist, im Rollstuhlfechten. 2009 war sie von der Deutschen Sporthilfe als „Juniorsportlerin des Jahres“ im Behindertensport ausgezeichnet worden.

2019 schloss sie mit einer experimentellen Studie ihren Psychologie-Bachelor an der Justus-Liebig-Universität Gießen ab und sicherte sich mit der Note 1,5 die Zulassung zum Masterstudium. Weiter in Gießen studieren zu können, war für Annabel aufgrund der optimalen sportlichen und universitären Gegebenheiten persönlich extrem wichtig.

„Ich freue mich sehr, dass ich gewonnen habe. Das ist eine sehr große Ehre für mich. Ich bedanke mich bei der Deutschen Sporthilfe und der Deutschen Bank, die diesen Abend möglich machen und uns Sportler hier zusammenbringen.”

Annabel Breuer Sport-Stipendiat des Jahres 2020

Sport-Stipendiat des Jahres 2019: Kea Kühnel

Sport-Stipendiat des Jahres 2019 – Kea Kühnel
Die Ski Freestylerin (Slopestyle und Big Air) und Studentin im Master „Accounting, Auditing and Taxation“ sowie parallel dazu im Bachelor Sinologie. Kea Kühnel war „Sport-Stipendiat des Jahres 2019“. In der öffentlichen Abstimmung konnte sie mit Rang 3 der Gesamtwertung im Big Air-Weltcup und ihren außergewöhnlichen Studienleistungen überzeugen. weiter

Diese Kandidaten standen 2020 zur Wahl:

Leonie Beck – Schwimmen

Leonie gewann bei den Schwimm-Weltmeisterschaften 2019 in Südkorea Bronze über 5 km und sicherte sich mit Platz 9 über die olympische 10 km-Distanz das Ticket für die Spiele in Tokio. Nachdem die Wahl-Würzburgerin ihre ersten Erfolge noch im Becken gefeiert hatte und dort 2016 in Rio bereits Olympia-Luft schnupperte, konzentriert sie sich inzwischen auf die längeren Distanzen im Freiwasser.

Kurz vor den Schwimm-Weltmeisterschaften im Sommer 2019 schloss die 23-Jährige erfolgreich ihren Bachelorstudiengang Medienkommunikation an der Julius-Maximilians-Universität Würzburg ab. Damit sicherte sie sich pünktlich zum Wintersemester 2019/20 einen der begehrten 20 Plätze im Masterstudiengang Medienkommunikation in Würzburg.

„Trotz den bevorstehenden Olympischen Spielen und der großen Herausforderung, Sport und Uni unter einen Hut zu bringen, wollte ich mich weiterhin neben dem Sport weiterbilden. Das Olympia-Rennen über 10 km findet nun 364 Tage später statt, was sehr schade ist. Jedoch bleibe ich weiterhin motiviert und fokussiert, denn das Ziel ist noch das gleiche, es wurde nur verschoben!“

Leonie Beck

Annabel Breuer – Rollstuhlbasketball

Annabel gewann mit der deutschen Rollstuhlbasketball-Nationalmannschaft Bronze bei der EM 2019 und machte damit die Qualifikation für die Paralympics in Tokio perfekt. Dort strebt sie nach Gold 2012 und Silber 2016 ihre dritte Medaille an. In der vergangenen Saison wurde sie mit ihrem Bundesligaverein RSV Lahn-Dill zudem jeweils Zweite in der Meisterschaft und im Pokal. Ihre Karriere begonnen hatte Annabel, die seit einem Autounfall als Kleinkind querschnittsgelähmt ist, im Rollstuhlfechten. 2009 war sie von der Deutschen Sporthilfe als „Juniorsportlerin des Jahres“ im Behindertensport ausgezeichnet worden.

2019 schloss die 27-Jährige mit einer experimentellen Studie ihren Psychologie-Bachelor an der Justus-Liebig-Universität Gießen ab und sicherte sich mit der Note 1,5 die Zulassung zum Masterstudium. Weiter in Gießen studieren zu können, war für Annabel aufgrund der optimalen sportlichen und universitären Gegebenheiten persönlich extrem wichtig.

„Eine Nicht-Zulassung hätte zu einem Umzug und zu einem Wechsel des Trainingsorts geführt. Trotz Europameisterschaft und der sehr intensiven Vorbereitung von März bis Juni auf dieses Turnier habe ich gleichzeitig meine Bachelorarbeit für das Psychologiestudium geschrieben. Als ich Ende Mai die Arbeit fristgerecht fertig hatte, war ich sehr erleichtert.“

Annabel Breuer

Cécile Pieper – Hockey

Mit der deutschen Hockeynationalmannschaft gewann Cécile Silber bei der EM 2019, wurde Dritte in der neugeschaffenen Pro League und setzte sich im Herbst souverän in der Olympia-Qualifikation durch. Als Stammspielerin macht sich die 25-jährige Heidelbergerin berechtigte Hoffnungen auf ihre zweite Olympia-Teilnahme nach Rio 2016, wo sie mit den „Danas“ bereits Bronze gewann.

In ihrem Masterstudiengang „Psychologie: Arbeit, Wirtschaft und Gesellschaft“ an der Universität Mannheim belegte Cécile 2019 so viele Kurse wie noch nie, studierte trotz der Doppelbelastung schneller als die meisten ihrer Kommilitonen und absolvierte ihr Studium in drei anstatt vier Semestern – selbst nach einem Vereinswechsel, seitdem sie von Köln zur Uni nach Mannheim pendeln muss. Aufgrund der Olympia-Verschiebung zog Cécile nun spontan ihre Masterarbeit vor.

„Nach mehreren Verletzungen und Rückschlägen war ich Ende 2019 körperlich und mental am Tiefpunkt angelangt. Meine Familie und auch meine Mitspieler haben mich aber so toll unterstützt, sodass ich nie aufgegeben habe. Zu sehen, dass diese Menschen für mich da sind, unabhängig davon, ob ich auf dem Platz stehen kann oder nicht, zeigt mir, dass ich auf dem richtigen Weg als Mensch und Sportlerin bin.“

Cécile Pieper

Jonathan Rommelmann – Rudern

Jonathan gewann 2019 mit seinem neuen Ruderpartner Jason Osborne gleich in der ersten gemeinsamen Saison EM-Gold und WM-Bronze im Leichtgewichts-Doppelzweier – in dieser Bootsklasse die erste deutsche WM-Medaille seit 20 Jahren und gleichbedeutend mit der Qualifikation für die Olympischen Spiele in Tokio. Darüber hinaus gewann der 25-Jährige mit seinem Partner auch die Worldcup-Gesamtwertung.

In seinem Studium der Humanmedizin an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf bestand Jonathan das zweite Staatsexamen und ist damit inzwischen scheinfrei. Seine letzte Klausur schrieb er kurz vor der Abreise ins WM-Trainingslager und nur eine Woche nach dem dritten und letzten Worldcup der vergangenen Saison.

„Die Vorbereitung für das zweite Staatsexamen sieht einen 100-Tage-Lernplan vor, von denen etwa 60 Tage auf WM und WM-Vorbereitung fielen. Da ein kompletter Lerntag plus ca. fünf Stunden tägliches Training kaum zu bewältigen sind, habe ich versucht das Lernpensum zu halbieren – musste aber auch hier feststellen, dass ich manchmal zu erschöpft war, um noch konzentriert zu lernen. Ich habe es dann sportlich gesehen, es doch noch geschafft meinen Rückstand aufzuholen und mein Examen bestanden.“

Jonathan Rommelmann

Julius Thole – Beachvolleyball

Gemeinsam mit seinem Partner Clemens Wickler gewann Julius bei der Beachvolleyball-WM 2019 in Hamburg sensationell Silber und stieß damit ausgerechnet in seiner Heimatstadt in die Weltspitze vor. Zudem wurde das Duo Zweiter beim World Tour Final in Rom und sicherte sich so als erstes deutsches Beachvolleyball-Team das Ticket für die Olympischen Spiele in Tokio.

Julius studiert an der Universität Hamburg Rechtswissenschaften und hat im vergangenen Jahr durch den Abschluss zweier Hausarbeiten und eines Grundlagenscheins alle zentralen Kurse des Grund- und Hauptstudiums absolviert. Eine Kooperation mit der rechtswissenschaftlichen Fakultät der Universität ermöglicht es dem 23-Jährigen, neben seinem Dasein als Leistungssportler auch das Studium auf gutem Niveau auszuüben.

„Neben den im Rahmen der Olympiaqualifikation noch einmal erhöhten Wettkampf- und Trainingsbelastungen von bis zu fünfzehn Trainings-, Physio- und Psychologie-Einheiten pro Woche sowie sechs Trainingslagern im Ausland noch Zeit fürs Studium zu finden, ist eine besondere Herausforderung.“

Julius Thole

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