Sprungbrett Zukunft – Sport & Karriere

Eine Spitzensportkarriere darf kein Nachteil für die spätere berufliche Laufbahn sein. Mit der Initiative „Sprungbrett Zukunft – Sport & Karriere“ ruft die Sporthilfe die deutsche Wirtschaft dazu auf, die Duale Karriere und damit die Vereinbarung von sportlicher und beruflicher Karriere weiter auszubauen und aktiv voranzutreiben. Unterstützt wird sie dabei von der Deutschen Bank und den anderen Nationalen Förderern.

KeyVisual_Concretion.jpg

Während die Erfolge deutscher Spitzensportler unsere Nation begeistern, zeigt eine Studie der Deutschen Sporthilfe und der Sporthochschule Köln, dass 57% der deutschen Top-Athleten unter Existenzängsten leiden. Mit einem durchschnittlichen Einkommen von 626 Euro pro Monat bei einer 60-Stunden-Woche sind die Sportler auf Unterstützung angewiesen, um den Balanceakt zwischen Leistungssport und Studium zu meistern.

So hilft „Sprungbrett Zukunft“ beim Einstieg in die Duale Karriere

Praktikantenbörse – Unternehmen suchen Spitzensportler

Um die Duale Karriere von Sporthilfe-geförderten Spitzensportlern noch besser zu unterstützen, hat die Deutsche Bank im Jahr 2014 gemeinsam mit der Stiftung Deutsche Sporthilfe und der Deutschen Unternehmerbörse (DUB) eine Praktikantenbörse unter dem Motto „Unternehmen suchen Spitzensportler“ ins Leben gerufen.

Spitzensportlern fehlt während ihrer aktiven Phase häufig die Zeit, sich ausreichend auf eine berufliche Karriere nach dem Sport vorbereiten zu können. Gerade langwierige Recherchen und aufwendige Bewerbungsprozesse für Praktika kommen neben der ohnehin schon vorhandenen Doppelbelastung durch Sport und Ausbildung oder Studium häufig zu kurz. Die „Praktikantenbörse – Unternehmen suchen Spitzensportler“ bietet Sporthilfe-geförderten Athleten daher die Möglichkeit, ohne große Zusatzbelastung einen geeigneten Praktikumsplatz zu finden.

 

15_03_27_Sporthilfe.jpg

Bundeskanzlerin Angela Merkel eröffnet die Praktikantenbörse in Berlin

Auf der Online-Plattform unter www.DUB.de können die Sportler ein eigenes Profil anlegen und sich potenziellen Arbeitgebern präsentieren. Unternehmen haben ihrerseits die Chance, sich online über Praktikanten zu informieren und passende Kandidaten zielgerichtet auszuwählen. Am Ende profitieren beide Parteien: Sportler erhalten die Möglichkeit, einen Einblick ins Berufsleben zu bekommen, und können so entscheidende Grundsteine für ihre Karriere nach dem Sport legen. Unternehmen können ihrerseits erste Kontakte zu motivierten und zielstrebigen Mitarbeitern von morgen herstellen. Flexibilität ist dabei ein Muss:

Unternehmen müssen sich oft auf eine Praktikumsdauer von nur vier bis sechs Wochen einstellen oder den Sportlern bei Bedarf Auszeiten geben, wenn Wettkämpfe und Trainingslager anstehen.

Offizieller Start der Praktikantenbörse war am 13. Oktober 2014 als Bundeskanzlerin Angela Merkel die Deutsche Sporthilfe mit ihrer Initiative „Sprungbrett Zukunft“ in Berlin empfing.

Mentorenprogramm

15_03_26_Sporthilfe_1.jpg

Das erste Mentor-Mentee-Paar Fabienne Lütkemeier und Martin Renker

Die Deutsche Sporthilfe hat gemeinsam mit der Stiftung Initiative Werte-Stipendium ein Mentorenprogramm für Sporthilfe-geförderte Athleten aufgebaut. Hier werden Entscheider aus der Wirtschaft auf Top-Management-Ebene mehrjährige Begleiter, Sparringspartner und „Türöffner“ für junge Spitzenathleten. Die Führungskräfte beraten und unterstützen bei der Berufswahl, beim Sammeln von Praxiserfahrung und beim Berufseinstieg. Ein Matching zwischen Sportler und Mentor wird durch die Sporthilfe und die Stiftung Initiative Werte-Stipendium koordiniert.

Die Deutsche Bank stellt aktuell neun Mentoren aus dem Top-Management, die den Athleten langfristig beratend zur Seite stehen. Das erste Mentor-Mentee-Paar, das auf dem CHIO am 26.06.2014 bekanntgegeben wurde, sind die Dressur-Reiterin Fabienne Lütkemeier und der Leiter der Geschäftsregion West, Martin Renker.

Kennwort-Bewerbung

Spitzensportler in Deutschland wollen nichts geschenkt, wohl aber angemessene Chancen im Bewerbungsprozess, aufgrund ihrer besonderen Situation durch den Leistungssport. Die Kennwort-Bewerbung steht für eine besondere Berücksichtigung der Bewerbung von Top-Athleten auf ausgeschriebene Stellen. So werden beispielsweise fehlende Praktika oder längere Studienzeiten nicht als Nachteil gewertet und die Sportler haben bei den Unternehmen einen speziellen Ansprechpartner, an den sie sich wenden können.

Auch die Deutsche Bank hat die Kennwort-Bewerbung für Sporthilfe-geförderte Athleten eingeführt und erleichtert damit den Zugang zu einem wichtigen Baustein in der beruflichen Entwicklung.

„Je früher sich die Athleten mit dem Beruf ein weiteres, wichtiges Standbein aufbauen und Perspektiven nach der Sportkarriere schaffen, desto besser. Deshalb unterstützt die Deutsche Bank die Initiative ‚Sprungbrett Zukunft‘ der Deutschen Sporthilfe.”

Jürgen Fitschen Co-Vorsitzender des Vorstands der Deutsche Bank AG

Das könnte Sie auch interessieren