Deutschland

Born to Be: Deutsche Bank-Mitarbeiter ermöglichen irakischer Schülerin ein Stipendium

Talente und Leistungsbereitschaft sollten sich unabhängig von Herkunft und Status entfalten können – auch das ist Bildungsgerechtigkeit. Hier setzt das Förderprogramm STUDIENKOMPASS an, das Schüler aus Nichtakademiker-Familien fördert. Nun tragen Deutsche Bank-Mitarbeiter durch ihre Spenden dazu bei, das Programm noch mehr für junge Flüchtlinge zu öffnen.

Junge Talente gehören zu den Zukunftsträgern jeder Gesellschaft: Die irakische Schülerin Bastherman M. erhielt am 15. Oktober in der Deutschen Bank in Köln die Aufnahmeurkunde für das Förderprogramm STUDIENKOMPASS. Ermöglicht wird ihr Stipendium über die RestCent-Initiative der Bank, an der sich bisher bereits mehr als 4000 Mitarbeiter beteiligen. „Die Aufnahme in das Programm ist eine Anerkennung für Ihre besonderen Leistungen, Ihre Motivation und Ihre Zielstrebigkeit“, betonte Martin Renker, Regional Head West.

„Ich freue mich über die neuen Perspektiven, die mir der STUDIENKOMPASS eröffnet und über die Chancen, die damit verbunden sind“, sagte Bastherman über die Aufnahme in das dreijährige Bildungsprogramm. Nach ihrem Abitur in zwei Jahren würde sie gern Medizin studieren, um sich für Menschen in Not einzusetzen. Die Arbeit von „Ärzte ohne Grenzen“ beispielsweise beeindrucke sie sehr. In ihrer Freizeit engagiert sich die 18-jährige in ihrer Heimatstadt Köln für Flüchtlinge, sammelt Spenden und Kleidung, übersetzt bei Behörden- oder Arztgängen und hilft ihnen, sich zurechtzufinden.

Was es bedeutet, Flüchtling zu sein, kann sie selbst gut nachvollziehen. Als Kleinkind kam sie mit ihren Eltern und ihren fünf Geschwistern aus dem Irak nach Deutschland. Ihr Vater, ein jesidischer Rechtsanwalt, konnte im Irak seinen Beruf nicht mehr ausüben, weil die Familie unter dem damaligen Regime von Saddam Hussein ständigen Repressalien ausgesetzt war. „Auch wenn ich noch sehr klein war, als wir flüchten mussten, haben mich diese Ereignisse doch sehr geprägt“, sagte die junge Frau. Vergangenes Jahr konnte sie sich selbst ein Bild über das Ausmaß der Zerstörung und der derzeitigen Lebensbedingungen im Irak machen – als sie Verwandte in ihrer Heimat besuchte, begegnete sie dort den Flüchtlingsströmen von Jesiden auf der Flucht aus dem Sindschar-Gebirge. Bewegt von den Ereignissen in ihrem Land, will sie nun anderen jugendlichen Flüchtlingen mit ihrer Geschichte Mut machen und ihnen neue Perspektiven aufzeigen.

Finanziert wird das Stipendium der jungen Irakerin über RestCent, eine Spendeninitiative, die die Deutsche Bank im Rahmen der Born to Be-Kampagne im Mai 2015 ins Leben gerufen hat. Deutschlandweit können Mitarbeiter den Cent-Betrag hinter dem Komma ihres Nettogehalts für bestimmte Projekte spenden.

Bastherman M. ist die erste von fünf Schülern mit Flüchtlingshintergrund, die im Rahmen der RestCent-Initiative in den STUDIENKOMPASS aufgenommen werden. Die von den Mitarbeitern bereitsgestellten Beiträge 2015 werden dabei von der Bank verdoppelt. Sie können sich ebenfalls beteiligen:

Empfänger: Deutsche Bank Stiftung
IBAN DE54 5007 0010 0015 6000 08
Verwendungszweck: Flüchtlingshilfe

Auch in anderen Regionen dieser Welt werden Jugendliche gezielt gefördert, um ihr volles Potenzial entfalten zu können.

Mehr zum STUDIENKOMPASS

Abitur, und was dann? Mit Abschluss der Schule stehen Jugendliche vor der schwierigen Frage, wie sie ihre Zukunft gestalten wollen. Unterstützung bei der Studien- und Berufswahl ist dabei entscheidend, denn Jugendliche, deren Eltern nicht studiert haben, trauen sich trotz vielfältiger Interessen und Fähigkeiten ein Studium oft nicht zu oder sind unsicher bei Fragen der Finanzierung. Der STUDIENKOMPASS hilft bei der Zukunftsplanung und zeigt die Bandbreite der Möglichkeiten, die sich mit einem Studium eröffnen.

Teilnehmer am STUDIENKOMPASS werden für die Dauer von drei Jahren begleitet: Bereits zwei Jahre vor dem Abitur beginnt die individuelle Förderung und ermutigt die Teilnehmer zu einem Hochschulstudium. Wenn sie an einer Universität eingeschrieben sind, lässt STUDIENKOMPASS die jungen Erwachsenen nicht allein, sondern gibt ihnen in den ersten zwei Hochschulsemestern Orientierung für einen erfolgreichen Start in der Hochschulwelt.Der STUDIENKOMPASS zählt zu den größten Programmen zur Bildungsgerechtigkeit in Deutschland. Er wurde 2007 von der Deutsche Bank Stiftung in Zusammenarbeit mit der Stiftung der Deutschen Wirtschaft und der Accenture-Stiftung initiiert. Im Jahr 2015 nehmen 1.500 Schüler und Studierende an 30 Standorten am STUDIENKOMPASS teil – insgesamt waren es bisher bereits 2.900 junge Menschen.

Mehr als 2.900 Jugendliche

haben bislang am STUDIENKOMPASS teilgenommen

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