Werte schaffen für alle Stakeholder

Verantwortungsvoll zu handeln heißt für uns, den Interessen und Bedürfnissen unserer Stakeholder gerecht zu werden.

„Nachhaltig und profi­tabel – kein Wider­spruch”

Eine Diskussion über das erfolgreiche Zu­sammen­­spiel von Öko­logie und Ök­onomie.

weiter

Oft ist hier ein kompliziertes Ausbalancieren nötig, denn die Interessen und Prioritäten unserer Interessengruppen widersprechen sich zum Teil. Unsere Produkte und Beratungsleistungen müssen zuallererst den finanziellen Zielen unserer Kunden entsprechen, und sie müssen angemessene Erträge für die Bank erbringen. Gleichzeitig aber dürfen sie keine Risiken für Umwelt und Gesellschaft hervorrufen, sondern sollten sich förderlich auf diese auswirken. Diese Anforderungen vollkommen in Einklang zu bringen, gelingt nicht immer. Wir streben aber an, den sogenannten nichtfinanziellen Anforderungen in unserem Geschäft durchgängig mehr Gewicht zu verleihen.

Der allgemeine Nutzen unserer Geschäftstätigkeit ist eindeutig: Sie fördert den Kapitalfluss und damit die wirtschaftliche Entwicklung – nur so können gesellschaftliche Ziele wie die Steigerung der Ressourcenproduktivität oder die Durchsetzung umweltfreundlicher Technologien verwirklicht werden. Wir sehen unsere Verantwortung darin, diesen Nutzen weiter zu stärken und zugleich mögliche kritische Folgen unseres Geschäfts zu prüfen und einzudämmen. Dieses Anliegen haben wir 2013 mit diversen Initiativen weiter verfolgt.

Den Kulturwandel vorantreiben

Einer der fünf Ansatzpunkte unserer Strategie 2015+ ist die Veränderung unserer Unternehmenskultur. Wir wollen in unserer Bank eine Kultur etablieren, in der Leistung angemessen und nachhaltig belohnt wird. Mit vielfältigen Aktivitäten – initiiert von der Unternehmensführung und engagiert unterstützt von den Mitarbeitern – haben wir 2013 unsere neuen Werte und Überzeugungen entwickelt und verabschiedet. Sie bilden nunmehr die Basis für den langfristig angelegten Wandel. Um einschätzen und verstehen zu können, wie unsere Mitarbeiter den eingeleiteten Kulturwandel beurteilen, werden wir die neuen Werte und Überzeugungen in die konzernweite Mitarbeiterbefragung im Jahr 2014 einbeziehen.

Den Kulturwandel vorantreiben
Den Kulturwandel vorantreiben

Unterschiedliche Anforderungen in Einklang bringen

Unser Bestreben, auf die teils widersprüchlichen Interessen der verschiedenen Stakeholder einzugehen, wird durch unser Rahmenwerk für Reputationsrisiken unterstützt. Es ermöglicht uns, auch nichtfinanzielle Kriterien zu berücksichtigen – etwa im Fall einer Transaktion, die Profit verspricht, jedoch die Umwelt und die Bevölkerung in einer Region beeinträchtigen könnte. Die Zahl der Geschäfte, die wir unter derartigen Gesichtspunkten prüften, erhöhte sich 2013 deutlich – ein Hinweis darauf, dass unsere Mitarbeiter sich dieser Risiken bewusster sind als noch vor einem Jahr.

Wir haben das Rahmenwerk im Berichtsjahr durch zusätzliche Richtlinien erweitert. Sie erleichtern es den Geschäftsbereichen festzustellen, ob mögliche soziale oder Umweltrisiken einer Transaktion inakzeptabel sind oder aber durch spezifische Maßnahmen begrenzt werden können und müssen. Zum Beispiel verlangen wir eine verschärfte Due Diligence jeder möglichen Transaktion, die Technologien zur Gewinnung von Schiefergas einbezieht.

Unsere Position zu kritischen Themen basiert zum einen auf anerkannten Standards, Prinzipien und Richtlinien, darunter etwa die UN-Leitprinzipien für Wirtschaft und Menschenrechte. Zum anderen stützen wir uns auf den Dialog mit Experten und verschiedenen Einrichtungen des Finanzsektors. So arbeiten wir etwa mit der Banking Environment Initiative zusammen. Diese Initiative untersucht unter anderem, wie die Bemühungen des Consumer Goods Forum gefördert werden können. Dieses will unter anderem verhindern, dass es innerhalb der Lieferkette von Konsumgüterunternehmen zur Abholzung von Wäldern kommt.

Kundenorientierung bedenken

Im Privatkundengeschäft geht es uns darum, den Bedürfnissen der Kunden zu entsprechen und dabei auch für die Anteilseigner Wert zu schaffen. Bereits seit 2008 bauen wir unseren kundenorientierten Ansatz mit einer Vielzahl von Initiativen um. Als einen Baustein unseres Ansatzes für verantwortungsvolles Bankgeschäft setzten wir im Jahr 2013 unser FairShare™-Prinzip weiter um. Demnach sind unsere Filialen nur dann erfolgreich, wenn sie im gleichen Maß Nutzen für die Kunden und die Aktionäre schaffen. Wir unterstützen diesen Ansatz durch neue Managementprozesse und Anreize. Dazu gehören zum Beispiel neue Kernkennzahlen (Key Performance Indicators) zur Messung von Kundennutzen.

„Wir beziehen bei allen Ge­schäfts­ent­schei­dungen öko­logische, soziale und Governance-Kriterien mit ein.”

ESG-Anlagen

5,1 Mrd €

verwaltetes Vermögen unter Einbeziehung von ESG-Aspekten

 

ESG-Anlagen ausbauen

Das Interesse an Anlageprodukten, die ökologische, soziale und Governance-Faktoren (Environmental Social Governance, ESG) berücksichtigen, ist 2013 weiter gewachsen. Das gilt für Privatkunden, vor allem aber für institutionelle Anleger. Letztere fragen immer häufiger nach Investmentlösungen, die ESG-Kriterien in den Anlageprozess einbeziehen. Auch erwarten sie häufig, dass sich die Bank aktiv für Veränderungen einsetzt, etwa bei Aktionärsversammlungen von Unternehmen, die in ESG-Assessments weniger gut abschneiden.  

Ende 2013 verwalteten wir knapp 5,1 Mrd € an Vermögenswerten, die ESG-Aspekte in den Investitionsprozess einbeziehen. Das entspricht weniger als 1 % des insgesamt von der Deutschen Bank verwalteten Vermögens. Doch soll dieser Bereich wachsen. Wir sind überzeugt, dass die Berücksichtigung von ESG-Kriterien grundsätzlich zu besseren Investmententscheidungen beiträgt. Denn wenn auch nichtfinanzielle Faktoren berücksichtigt werden, lassen sich ein Unternehmen und seine Perspektiven in seinem Geschäftsumfeld sehr viel verlässlicher beurteilen. 2013 gründeten wir hierzu ein sogenanntes ESG Head Office. Es ist für die Umsetzung unserer ESG-Strategie sowie die Koordination und den Ausbau unserer Kapazitäten und Kompetenzen im Bereich des nachhaltigen Investierens verantwortlich.

Klimaschutz und Energiewende unterstützen

Auch in unserem Geschäftskundenbereich fördern wir nachhaltiges Geschäftspotenzial. Wir tun dies zum Beispiel, indem wir Finanzierungswege aufzeigen und Beratungsleistungen anbieten, die das Wachstum von emissionsarmen Unternehmen und Projekten der Erneuerbare-Energien- Branche unterstützen. 2013 haben wir auf diese Weise Projekte im Bereich erneuerbare Energien mit einem Volumen von insgesamt über 3,6 Mrd US$ und einer Leistung von mehr als 1185 MW begleitet. Damit zählen wir zu den drei größten privaten Finanzierern im Bereich erneuerbare Energien, einschließlich Projekten im Rahmen der deutschen Energiewende.

Gemeinsam mit weiteren Finanzinstituten haben wir 2013 darüber hinaus an der Erstellung von Leitlinien für „grüne Anleihen“ (Green Bonds) gearbeitet. Ziel ist es, die Entwicklung dieses rasch wachsenden Marktes zu unterstützen, indem Transparenz und Integrität sichergestellt werden. Dies geschieht durch ein freiwilliges Rahmenwerk und einheitliche Verfahren der Offenlegung seitens der Emittenten.

Im eigenen Unternehmen arbeiten wir ständig daran, unseren ökologischen Fußabdruck weiter zu verkleinern. Unser Ziel, CO2-neutral zu arbeiten, haben wir auch 2013 umgesetzt. Möglich wurde dies durch Investitionen in Maßnahmen zur Steigerung der Energieeffizienz und den Einsatz erneuerbarer Energien. Unvermeidbare Emissionen haben wir mithilfe von CO2-Ausgleichszertifikaten kompensiert. Dank all dieser Maßnahmen zur ökologischen Nachhaltigkeit ist die Deutsche Bank erneut im CDP Climate Performance Leadership Index abgebildet. 

Mitarbeiter fördern

Mitarbeiter fördern

Verantwortung beginnt im eigenen Unternehmen und bei den eigenen Mitarbeitern. Unser Ziel ist es, Talente anzuziehen, unseren Mitarbeitern attraktive Karrieremöglichkeiten zu eröffnen und Leistung fair zu vergüten. Ein Schwerpunkt lag 2013 auf Themen der Unternehmenskultur. So haben wir unsere offene Kultur weiterentwickelt und einen neuen Ansatz zur Förderung der Vielfalt eingeführt. Dazu gehört auch, dass wir in unserer Mitarbeiterförderung Frauen noch stärker berücksichtigen.

2013 konnten wir den Anteil weiblicher Senior Manager auf 18,7 % und den Anteil unserer weiblichen Officer auf 31,1 % erhöhen. Damit sind wir den Zielgrößen der freiwilligen Selbstverpflichtung, die wir 2011 gemeinsam mit anderen DAX-Unternehmen unterzeichneten, erneut ein Stück näher gekommen. Bis Ende 2018 sollen demnach 25 % unserer Managing Directors und Directors sowie 35 % unserer Officer Frauen sein.

Um die Bereitschaft der Mitarbeiter, neue berufliche Möglichkeiten in der Bank wahrzunehmen, zu stärken, haben wir 2013 unsere Kampagne „Career Mobility“ gestartet. Darüber hinaus war die Neuordnung unserer Vergütungssysteme und Zusatzleistungen ein wichtiges Thema. Es ging und geht uns dabei vor allem um eine möglichst differenzierte Leistungsbewertung, ohne die eine faire Entlohnung nicht möglich ist.

Gesellschaftliche Herausforderungen angehen

Mit unserem gesellschaftlichen Engagement gehen wir soziale Herausforderungen an und tragen zum Unternehmenserfolg bei. Unser langjähriges Engagement belegt, wie die Deutsche Bank und ihre Mitarbeiter eine Kultur der Leistung mit einer Kultur der Verantwortung verbinden.

Unsere Initiativen sorgen für mehr Bildungsgerechtigkeit, verbessern die Zukunftsperspektiven junger Menschen und stärken das Gemeinwesen. Wir machen Kunst und Kultur einem breiten Publikum zugänglich und fördern Nachwuchstalente. Wo immer möglich, arbeiten wir mit gemeinnützigen Organisationen, renommierten Institutionen oder öffentlichen Partnern zusammen. Das Engagement unserer Mitarbeiter und aktive Beiträge zur gesellschaftspolitischen Diskussion verstärken die Wirkung unserer Initiativen.

Begünstigte unseres gesellschaftlichen Engagements

Mehr als 5,8 Millionen Menschen

profitieren von unseren Projekten rund um die Welt

Das könnte Sie auch interessieren