Deutsche Bank – Verantwortung

„Die dringlichste Aufgabe für den Finanzsektor wie für die Deutsche Bank besteht darin, das Vertrauen der Gesellschaft zurückzugewinnen.”

Jürgen Fitschen und Anshu Jain, Co-Vorsitzende des Vorstands der Deutschen Bank, äußern sich anlässlich der Publikation des Berichts zur Unternehmerischen Verantwortung 2013 im März 2014 zu den Herausforderungen des Finanzsektors und dem Ziel der Deutschen Bank, den Vertrag mit der Gesellschaft zu erneuern und das Vertrauen unserer Interessengruppen neu zu gewinnen:

Vor nunmehr 18 Monaten haben wir die Strategie 2015+ für die Deutsche Bank beschlossen. Sie beschreibt, wie wir unser Ziel, die weltweit führende kundenorientierte Universalbank zu werden, erreichen wollen. Zentrales Element dieser Strategie ist es, beim Kulturwandel in unserer Branche eine Vorreiterrolle zu übernehmen. Denn die dringlichste Aufgabe für den Finanzsektor wie für die Deutsche Bank besteht darin, das Vertrauen der Gesellschaft zurückzugewinnen.

Wir machen uns keine Illusionen: Ein tiefgreifender kultureller Wandel dauert Jahre, nicht Monate. Im Jahr 2013 haben wir das Fundament für eine nachhaltige dauerhafte Veränderung gelegt. Wir haben neue Werte und Überzeugungen erarbeitet, die darlegen, wie wir uns heute und in Zukunft als Bank verstehen wollen. Ausgangsbasis dafür war, dass wir zunächst rund 52000 Mitarbeiter nach ihrer Meinung gefragt haben. Dann führten wir im Juli unsere Werte und Überzeugungen mit Unterstützung der 250 Spitzenmanager unserer Bank im Unternehmen ein. Gemeinsam mit den Kollegen aus dem Group Executive Committee haben wir persönlich diese neuen Werte und Überzeugungen mehr als 11000 Mitarbeitern vorgestellt und mit ihnen diskutiert.

Jetzt geht es darum, unser Handeln tagtäglich an den neuen Werten und Überzeugungen auszurichten. Um dies zu erreichen, haben wir Unsere Prozesse der Leistungsmessung und -bewertung von Mitarbeitern verändert. Beispielsweise sind die Bezahlung und die Karriereaussichten unserer Mitarbeiter nun entscheidend davon abhängig, dass sie unsere Werte und Überzeugungen glaubwürdig leben.

Zu unserem kulturellen Wandel gehört auch, die Bedeutung interner Kontrollen zu stärken. Wir haben die Kapazitäten unserer Rechts- und Compliance-Abteilung im Berichtsjahr deutlich ausgebaut und die Wirksamkeit unseres Risikomanagements durch neue Mechanismen weiter Erhöht, indem wir unser Kontrollmodell, bestehend aus den Ebenen Geschäftsbereich, Kontrollfunktionen und Konzernrevision, intensivieren. Gemeinsam bilden sie unsere drei „Verteidigungslinien“ gegen mögliche Risiken. Während wir die Deutsche Bank auf diese Weise für die Zukunft wappnen, arbeiten wir ebenso entschieden die Rechtsstreitigkeiten aus der Vergangenheit ab. Einige der wichtigsten Fälle konnten wir 2013 beilegen, in anderen Fällen ist es uns gelungen, die Bank erfolgreich zu verteidigen.

Zur Stärkung unserer Risikokultur haben wir überdies unsere Bewertungsverfahren für Umwelt- und Sozialrisiken weiterentwickelt und verfeinert. Mit unseren Produkten und Beratungsleistungen wollen wir Werte für die Gesellschaft schaffen und zur Lösung von globalen Herausforderungen wie dem Klimawandel beitragen. Dazu gehört, dass wir verstärkt Kapitalanlagen gemäß klarer Umwelt-, Sozial- und Governance-Kriterien (Environmental Social Governance, ESG) anbieten. Zudem beschreiten wir neue Wege, um eine angemessene Balance zwischen den Bedürfnissen unserer Kunden und unserer Aktionäre herzustellen. Darüber hinaus zählten wir 2013 zu den führenden Financiers im Bereich erneuerbare Energien. Es ist uns bewusst, dass auf diesem Gebiet gegenwärtig unterschiedliche Meinungen und Interessen aufeinandertreffen. Wir sind bestrebt, in der aktuellen Debatte eine konstruktive Rolle zu spielen, und setzen uns für einen breiten Dialog zwischen den unterschiedlichen Interessengruppen ein. Über unser vielfältiges Engagement hinaus unterstreichen wir unser Bekenntnis zu verantwortungsvollem Handeln durch unsere langjährige Unterstützung des UN Global Compact.

Auch 2013 waren wir zusammen mit unseren Stiftungen wieder ein gesellschaftlich aktiver Unternehmensbürger. Des Weiteren setzten mehr als 19500 Mitarbeiter ihre Zeit und Energie in gemeinnützigen Projekten und Initiativen ein. Um ihren Einsatz noch umfassender zu würdigen, vergeben wir unseren „Volunteer Award“ nunmehr weltweit.

Der Wandel im Finanzsektor geht weiter, und zweifellos stehen wir auch in den kommenden Jahren vor großen Herausforderungen. Auf der Hälfte des Weges unserer Strategie 2015+ können wir dennoch bereits 2013 beachtliche Fortschritte verzeichnen. Wir halten unbeirrt an unseren kulturellen und strategischen Zielen für die Deutsche Bank fest und können so, davon sind wir überzeugt, zuversichtlich in die Zukunft schauen. Dieser Bericht informiert Sie ausführlich über unsere vielfältigen Aktivitäten im Verlauf des Jahres 2013, mit denen wir unserer Verantwortung gegenüber unseren Stakeholdern gerecht wurden. Wir laden Sie ein, sich von unseren erreichten Fortschritten selbst zu überzeugen, und freuen uns auf Ihre Rückmeldung.

Frankfurt am Main im März 2014

Jürgen Fitschen und Anshu Jain, Co-Vorsitzende des Vorstands

Jürgen Fitschen und Anshu Jain, Co-Vorsitzende des Vorstands

„Wir sind der Gesellschaft ein verantwortungsvoller Partner, indem wir ihren vielfältigen Interessen gerecht werden.”

Jürgen Fitschen

„2013 haben wir die Grundlage für nachhaltigen und langfristigen Wandel geschaffen.”

Anshu Jain

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