Deutsche Bank
24. Oktober 2011

„Denk ich an Deutschland“- Konferenz in Frankfurt fordert neue Ideen für Europa

 Nach dem großen Echo der Veranstaltungen der Vorjahre in Berlin und Dresden fand die dritte „Denk ich an Deutschland“-Konferenz der Alfred Herrhausen Gesellschaft und der Frankfurter Allgemeinen Zeitung in diesem Jahr in Frankfurt statt.

„No taxation without representation“ – unter diesem Motto, das eines der wichtigsten demokratischen Grundsätze darstellt, stand die diesjährige Konferenz im Hermann Josef Abs Saal der Deutschen Bank, die von Dr. Josef Ackermann eröffnet wurde. Der Vorstandsvorsitzende forderte, die Idee Europas „grundsätzlich und neu“ zu definieren und gab zu bedenken, dass bei der jüngeren Generation „die Versöhnungsthese, die frühere Generationen bewegte, ein gemeinsames Europa aufzubauen“ nicht mehr überzeuge. Mit Blick auf eine mögliche Fragmentierung Europas wies Ackermann auf die wirtschaftliche Bedeutung der USA und China hin und sagte: „Ich glaube, wir müssen alles tun, um auf Augenhöhe im Ideenwettbewerb mit diesen Ländern bestehen zu können. Deswegen ist ein geeintes Europa so wichtig.“

Der Konferenztag war geprägt von einem intensiven, kontroversen und erfrischenden Meinungsaustausch: Vertreter aus Wirtschaft, Politik, Medien und Öffentlichkeit diskutierten die Frage, welchen Einfluss die Bundesregierung auf Deutschlands Politik in Zeiten der Globalisierung tatsächlich hat – bewusst provokativ formuliert: Wer regiert Deutschland? Die lebhafte Debatte befasste sich mit dem Wechselspiel der europäischen und nationalen Parlamente und suchte Lösungsansätze, um den europäischen Integrationsprozess weiter voranzutreiben.

Als weitere Faktoren wurden unter anderem die Spannungsfelder beleuchtet, unter deren Einfluss sich Politiker befinden und Entscheidungen treffen. Dazu gehören beispielsweise Meinungsumfragen, Medien oder Lobbyismus. Das abwechslungsreiche Programm ermöglichte, viele Ideen und Perspektiven zu diskutieren. Diese reichten von der demokratischen Selbstbestimmung Deutschlands über den Vertrauensverlust der Bevölkerung in die Politik, die Rolle Deutschlands aus Sicht anderer EU-Länder bis hin zu Bankengarantien.

Das führte zu einem spannenden Diskurs um die Fragen, wie weit Souveränität im Euro-Raum gehen kann und welche Regulierungen für das deutsche Bankensystem sinnvoll sind. Thomas Mayer, Chefvolkswirt der Deutschen Bank, erläuterte in dieser Debatte, dass er „nicht gegen Regulierungen“ sei, sondern sich „sachgerechte Regulierungen nach erfolgten, gründlichen Analysen“ wünsche.

Im Verlauf der Konferenz kristallisierte sich heraus, wie sehr Deutschland in einem vereinten Europa verankert ist. Dies verleitete Günther Nonnenmacher, Herausgeber der FAZ, dazu, die Konferenz mit den Worten „Wir können offensichtlich nicht mehr ohne Europa denken“ abzuschließen und damit allen Teilnehmern einen Denkanstoß mit auf den Heimweg zu geben, ob nicht doch eine „europäische Seele“ existiere.


Weiterführende Informationen:
Deutsche Bank und gesellschaftliche Verantwortung
Alfred Herrhausen Gesellschaft
„Denk ich an Deutschland“



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