Deutsche Bank
11. Oktober 2012

Globaler Ausblick 2013/14

Aufgrund des stockenden Konjunkturaufschwungs in den USA und Japan sowie vorgesehener Steuererhöhungen und Ausgabenkürzungen in den USA hat die Deutsche Bank in der neuesten Ausgabe ihrer Berichtsserie World Outlook die globalen Wachstumsprognosen für das laufende Jahr und 2013 auf 2,9 % bzw. 3,2 % gesenkt.

„Die Aussichten für die Weltwirtschaft haben sich verschlechtert“, schreiben Analysten unter Federführung von Peter Hooper, Chief Economist in den USA, in dem Bericht. „Neuerliche politische Anreize durch die EZB und die US-Notenbank haben Aktienkurse und Rohstoffpreise in den letzten Wochen zwar gestützt, doch die enttäuschende Erholung in den USA und Japan zwingt uns, unsere globalen Wachstumsprognosen nach unten zu korrigieren.“

„Derzeit rechnen wir mit einem Wachstum der Weltwirtschaft von 2,9 % in diesem Jahr und 3,2 % im Jahr 2013“, so die Autoren. „Damit liegen wir knapp 0,5 % unter unseren früheren Schätzungen. Unsere erste vorläufige Prognose für 2014 beläuft sich auf 3,8 %. Die Abwärtskorrektur der von uns angesetzten Zahlen beruht hauptsächlich auf einem unerwartet langsamen Aufschwung in den USA, die Ende 2012 auf eine bedrohliche ‚Fiskalklippe‘ zusteuern. Für dieses und nächstes Jahr gehen wir aktuell nur noch von gut 2 % Wachstum in den USA aus.“

Auch die Prognosen für Japan wurden in dem Bericht gesenkt, bedingt durch rückläufige Ausgaben für den Wiederaufbau und einen schwächeren Exportausblick. Die Schätzungen für die Eurozone blieben hingegen relativ stabil. Für die Konjunktur der Region wird für das vierte Quartal 2012 mit einer Bodenbildung gerechnet. „Doch angesichts schwacher Konjunkturaussichten und nach wie vor erheblicher politischer Ungewissheit sehen wir für die kommenden Monate große Gefahr, dass ernsthafte Spannungen in der Eurozone wieder aufflammen. Auch die Märkte in den meisten Schwellenländern, allen voran Indien, Brasilien und China, dürften durch schwächere Exporte in Industrieländer in Mitleidenschaft gezogen werden”, so der Bericht.

„Da die Inflation auf breiter Front unter Kontrolle bleiben dürfte und die Zentralbanken ihre Bemühungen um Wachstumsförderung verstärken, erwarten wir für Europa und die USA frühestens im Jahr 2015 wieder steigende Zinsen“, heißt es in dem Bericht im Hinblick auf die Zinsentwicklung. „Die Zentralbanken mancher Schwellenländer könnten aber nächstes Jahr in Versuchung geraten, ihre Maßnahmen zu verschärfen, falls die Nahrungsmittelpreise deutlich anziehen.“



Weiterführende Informationen:
Globaler Ausblick 2013/14Interaktive Landkarten
DB Research
Global Markets Research (in englischer Sprache)


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