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22. Mai 2014

Hauptversammlung 2014: Die Deutsche Bank in der globalen Spitzengruppe etablieren

Die Deutsche Bank ist bei der Umsetzung ihrer strategischen Ziele auf Kurs und hat seit Bekanntgabe der Strategie 2015+ große Fortschritte gemacht, betonten Jürgen Fitschen und Anshu Jain am Donnerstag vor den Aktionären auf der diesjährigen Hauptversammlung der Bank in Frankfurt.

20 Monate nach Einführung der Strategie 2015+ zogen die Co-Vorsitzenden des Vorstands eine Zwischenbilanz und bekräftigten die Ziele der Deutschen Bank. Die Bank habe mit einer „historischen Neuaufstellung“ auf das schwierige Umfeld reagiert, in dem sich die Finanzbranche zu ihrem Amtsantritt befand, sagte Jain auf Deutsch in seiner Rede. Schon zum Auftakt ihrer strategischen Agenda habe die Bank klare Stärken aufgewiesen, etwa die Marktführerschaft in Deutschland, ein globales Netzwerk und eine weltweit respektierte Marke.

„Aber Vieles musste besser werden“, so Jain. „Unsere Kapitalbasis war nicht stark genug und die Kosten waren zu hoch. Wir hatten zu viele Ressourcen in Bereichen, die nicht zum Kerngeschäft gehörten. Unsere Infrastruktur war nicht modern genug. Einige Geschäftsbereiche schöpften ihr Potenzial nicht aus.“

Das Managementteam habe erkannt, dass die Deutsche Bank nach 2015 „zu den globalen Gewinnern“ gehören kann und daher „ohne Wenn und Aber“ auf das Modell einer globalen Universalbank gesetzt – im Interesse der Kunden. „Keine deutsche Bank ist so global wie wir, keine globale Bank so deutsch wie wir“, sagte Jain.

 „Wir sind mit ganzer Kraft dabei, unsere Vision umzusetzen, indem wir die Deutsche Bank umbauen“, unterstrich auch Fitschen. Er erläuterte die Ergebnisse im Geschäftsjahr 2013 und betonte, die Bank habe mit 8,5 Mrd. Euro eines der besten operativen Ergebnisse aller Zeiten erzielt – trotz Herausforderungen wie eines historisch niedrigen Zinsniveaus, einer schleppenden wirtschaftlichen Entwicklung vor allem in der Eurozone sowie strengerer regulatorischer Vorgaben und Kosten für deren Umsetzung.

Dieses Ergebnis habe die Bank zudem mit einem geringeren Einsatz an Ressourcen erreicht: Sie habe ihre Bilanz deutlich verkürzt und die Qualität ihrer Refinanzierungsbasis verbessert. „Anders ausgedrückt: Wir haben das sehr gute operative Ergebnis auf einer effizienteren, sichereren und ausgewogeneren Plattform erzielt“, so Fitschen.

Er betonte, dass sich einige der führenden Banken, insbesondere in Europa, aus bestimmten Geschäftsfeldern zurückziehen, was „große Chancen“ für die Deutsche Bank eröffne. „Weltweit haben nur mehr eine Handvoll Banken die Chance, die global führende kundenorientierte Universalbank zu sein. Wir sind die einzige europäische Bank, die noch zu diesem Kreis zählt.“ Es sei das „klare Ziel“ der Bank, sich in dieser globalen Spitzengruppe zu etablieren.

Das von der Bank am 18. Mai angekündigte Maßnahmenpaket stelle eine entschlossene Reaktion auf dieses veränderte Umfeld dar. „Um eine global führende Bank zu werden, müssen wir sicherstellen, dass wir eine starke Kapitalausstattung haben“, sagte Fitschen mit Blick auf die geplante Kapitalerhöhung im Umfang von 8 Mrd. Euro. Darüber hinaus habe die Bank erfolgreich ihr AT1-Programm zur Aufnahme von zusätzlichem Tier 1-Kernkapital im Volumen von insgesamt 5 Mrd. Euro gestartet.

Fitschen bekräftigte zudem das Ziel der Bank, im Rahmen des Operational Excellence-Programms Einsparungen von 4,5 Mrd. Euro ab 2015 zu realisieren. Im ersten Quartal 2014 seien die kumulierten Kosteneinsparungen auf 2,3 Mrd. Euro gestiegen und lägen damit weiterhin über Plan. „Um unsere Strategie verstärkt voranzutreiben, werden wir ein Maßnahmenpaket umsetzen, mit dem wir auf den neuen Kostendruck in unserem Umfeld reagieren“, sagte er.

Fitschen beschrieb auch die Fortschritte der Bank bei ihrem Ziel, den Kulturwandel in der gesamten Organisation zu verankern. Er erläuterte die Einführung der Werte und Überzeugungen und betonte, die Bank sei bestrebt, nicht nur das zu tun, was rechtlich erlaubt, sondern was richtig ist. Dazu gehöre auch, auf lukrative Geschäfte zu verzichten. Ein tiefgreifender Kulturwandel benötige Jahre, aber dem Vorstand sei es „ernst damit, unser Geschäft auf den Nutzen für Kunden und für die Gesellschaft auszurichten“, so Fitschen weiter. Zudem betonte er, die Deutsche Bank wolle „eine Bank sein, die für Sie, unsere Aktionärinnen und Aktionäre, Wert schafft, indem wir langfristigen Erfolg über kurzfristige Gewinne stellen.“


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