IR Informationen - Archiv

25. März 2002

Investor Relations Information - Geschäftsbericht 2001


  • 2001: Jahr der Umstellung des Konzernabschlusses auf US GAAP
  • Breuer: Wir blicken mit Zuversicht ins Jahr 2002
  • Erstmals Corporate Governance-Bericht

Nach der Veröffentlichung vorläufiger Zahlen 2001 am 31. Januar 2002 veröffentlicht die Deutsche Bank (XETRA: DBKGn.DE / NYSE: DB) heute ihren Geschäftsbericht 2001. Der vollständige Bericht steht auf folgender Internetseite zur Verfügung: http://www.deutsche-bank.de/ir.


Zusätzliche Informationen über die Deutsche Bank finden Sie in dem SEC-Dokument Form 20-F, das wir voraussichtlich am 27. März 2002 veröffentlichen werden.


Als Anhang zu dieser Information finden Sie folgende Tabellen aus dem Geschäftsbericht für den Konzern (die Seitenzahlen in Klammern beziehen sich auf den Geschäftsbericht):

  • Anhang B1: Gewinn- und Verlustrechnung (Seite 98),
  • Anhang B2: Bilanz (Seite 100),
  • Anhang B3-B5: Segmentberichterstattung (Seiten 152-154),
  • Anhang B6: Handelsperformance (Seiten 68-69),
  • Anhang B6: Problemkredite (Seite 178).
  • Attachment B6: Problem loans (page 178).



Ausblick

"Wir haben das schwierige Jahr 2001 genutzt, um unser Haus noch leistungsfähiger zu machen", schreibt Rolf-E. Breuer, Sprecher des Vorstands der Deutschen Bank, im Geschäftsbericht. "Für das laufende Geschäftsjahr 2002, das wieder ein schwieriges Jahr zu werden verspricht, fühlen wir uns gut gerüstet. Wir begegnen den Risiken unseres Geschäfts mit einer gesunden Portion Vorsicht, rüsten uns aber gleichzeitig für einen kommenden Aufschwung und die fortschreitende Konsolidierung unserer Branche," so Breuer. "Wir blicken mit Zuversicht ins Jahr 2002."

Trotz der gesamtwirtschaftlich schwierigen Lage, die sich nach den Terroranschlägen in den USA noch weiter verschlechtert hat, gibt es Anzeichen für einen Aufschwung in Amerika. Diese Entwicklung wird sich auch auf Europa und auf Deutschland auswirken. Wir erwarten für die zweite Jahreshälfte eine Belebung der Weltwirtschaft, die in den Folgejahren an Fahrt gewinnen sollte. Die Märkte werden aus unserer Sicht diese Entwicklung aufgreifen, so dass unsere Ertragslage von diesem Aufschwung profitieren sollte. Allerdings fällt die Prognose für Osteuropa, die asiatischen Schwellenländer und Südamerika etwas vorsichtiger aus. Auch dürfte Japan die Rezession nur langsam überwinden.

Wir gehen davon aus, dass sich die für das zweite Halbjahr prognostizierte Erholung der Märkte positiv auf die Ertragslage unserer drei Konzernbereiche Corporate and Investment Bank (CIB), Private Clients and Asset Management (PCAM) und Corporate Investments (CI) auswirken wird.

Für die Risikosituation sehen wir noch keine Erholung. Viele Engagements müssen weiterhin mit Sorgfalt und großer Aufmerksamkeit gemanagt werden.



Jahresüberschuss nach US GAAP

Der ausgewiesene Jahresüberschuss für 2000 (13,5 Mrd €) und 2001 (0,2 Mrd €) wird durch die nach US GAAP vorgeschriebene Bilanzierung der Effekte aus der Senkung der deutschen Körperschaftsteuersätze sowie des Wegfalls der Besteuerung der Gewinne aus der Veräußerung von Beteiligungen an Kapitalgesellschaften erheblich beeinflusst.

Diese Steuersatzänderungen führten dazu, dass nach US GAAP ein Steuerertrag von 9,3 Mrd € in unserer Gewinn- und Verlustrechnung für 2000 auszuweisen war, der den Jahresüberschuss 2000 entsprechend erhöhte. 6,2 Mrd € dieses Ertrags resultieren aus der Auflösung von in Vorjahren gebildeten latenten Steuerverbindlichkeiten für unrealisierte Gewinne aus unseren Industriebeteiligungen. Nach US GAAP sind die im Jahre 2000 aufgelösten 6,2 Mrd € (und zusätzlich in 1999 aufgelösten 0,7 Mrd €) in den Jahren, in denen der diesbezügliche Beteiligungsbesitz verkauft wird, als Steueraufwendungen zu berücksichtigen. Daher haben wir für die im Laufe des Jahres 2001 veräußerten Industriebeteiligungen Steueraufwendungen in Höhe von knapp 1,0 Mrd € in 2001 ausgewiesen, obwohl diese Verkäufe zu keinen Steuerverpflichtungen führten.

Der Jahresüberschuss für 2001 enthält darüber hinaus eine Belastung in Höhe von 0,2 Mrd €, die den kumulierten Effekt aus der Erstanwendung des 2001 in Kraft getretenen US GAAP-Standards zur Bilanzierung von Derivategeschäften darstellt.

Bereinigt um die Effekte aus der Steuersatzänderung und der Änderung der Bilanzierungsmethode für Derivategeschäfte beläuft sich der Jahresüberschuss für 2001 auf 1,4 Mrd € (dies entspricht einem Ergebnis je Aktie von 2,21 €) und für 2000 auf 4,2 Mrd € (dies entspricht einem Ergebnis je Aktie von 6,88 €). Die entsprechenden bereinigten Eigenkapitalrenditen ("return on active equity") betrugen 4,4 % in 2001 und 16,5 % in 2000.



Die beiden folgenden Abschnitte heben zwei ausgewählte Veränderungen in unserer Rechnungslegung bzw. Berichterstattung für das Jahr 2001 hervor. Wir raten dazu, den Geschäftsbericht insgesamt zu lesen, um unseren Jahresabschluss umfassend bewerten zu können.

Handelsperformance

Im Handelsergebnis nach US GAAP sind die folgenden Erträge und Aufwendungen unserer Handelsbereiche nicht enthalten:

  • Zinserträge aus Handelsaktiva, die Bestandteil der Position Zinsertrag sind;
  • Zinsaufwendungen aus Handelspassiva, die Bestandteil der Position Zinsaufwand sind; sowie
  • der Refinanzierungsaufwand für unsere Handelsbestände.
    Daher sollten zur Beurteilung der Performance unserer Handelsbereiche neben dem Handelsergebnis die vorgenannten Ergebniskomponenten herangezogen werden. Hierzu verwenden wir die Erfolgsgröße "Handelsperformance".
    The cost of funding our net trading positions.
    Die Komponenten des Netto-Zinsüberschusses aus Handelsgeschäften werden in der ersten Tabelle auf Seite B6 dargestellt; die zweite Tabelle auf Seite B6 zeigt die Handelsperformance (Zusammenfassung des Handelsergebnisses gemäß US GAAP mit dem Netto-Zinsüberschuss aus Handelsgeschäften).

    Ausführlichere Erläuterungen hierzu finden Sie im Geschäftsbericht auf den Seiten 67-69.



    Veränderungen in der Praxis der Zinslosstellung sowie in der Abschreibungspraxis.

    Unsere Problemkredite setzen sich zusammen aus zinslos gestellten Krediten sowie Krediten, deren Zinszahlungen und/oder Kapitaltilgung 90 Tage und länger überfällig sind, die aber weiterhin zinstragend sind. Weiterhin gehören zu den Problemkrediten leistungsgestörte Kredite im Prozess der Restrukturierung sowie potenzielle Problemkredite. Wie wir bereits im Zusammenhang mit der Einführung unserer Aktie an der New York Stock Exchange am 3. Oktober 2001 und der Umstellung auf US GAAP-Rechnungslegung dargestellt haben, haben wir im Jahre 2001 begonnen, die Praxis der Zinslosstellung unserer Einheiten in den USA auch auf unsere Einheiten außerhalb der USA zu übertragen. Dadurch hat sich zwar die Gesamthöhe der Problemkredite nicht erhöht, die zinslos gestellten Kredite nahmen jedoch zu. Gleichzeitig kam es zu einer entsprechenden Verringerung der potenziellen Problemkredite sowie der 90 Tage und länger überfälligen Kredite.

    Die erwähnte Veränderung der Praxis der Zinslosstellung hatte keine signifikante Auswirkung auf die Zinserträge, da wir eingehende Zinszahlungen weiterhin als Barerträge führen.

    Die Komponenten unserer Problemkredite werden in der dritten Tabelle auf Seite B6 gezeigt.

    Wie wir bereits im Zusammenhang mit der Einführung unserer Aktie an der New York Stock Exchange am 3. Oktober 2001 und der Umstellung auf US GAAP-Rechnungslegung dargestellt haben, haben wir in 2001 damit begonnen, eine Methode zu entwickeln, die unsere Abschreibungspraxis konzernweit enger mit den Branchenstandards in den Vereinigten Staaten in Einklang bringt. Dabei sind wir davon ausgegangen, dass sich ein früherer Abschreibungszeitpunkt ergeben wird. Im Jahre 2001 begannen unsere außerhalb der Vereinigten Staaten operierenden Einheiten diese veränderte Methode anzuwenden, wodurch es im Verhältnis zu der früheren Methode zu höheren Abschreibungen kam. Das Verhältnis unserer gesamten Nettoabschreibung zur durchschnittlichen Summe der Kredite betrug im Jahr 2001 0,71 %, im Vergleich zu 0,39 % im Jahr 2000 und 0,31 % im Jahr 1999. Die vollständige Umsetzung dieser veränderten Abschreibungspraxis wird möglicherweise auch in künftigen Jahren den Zeitpunkt der Abschreibungen beeinflussen.

    Ausführlichere Erläuterungen hierzu finden Sie im Geschäftsbericht auf den Seiten 177-179.



    Corporate Governance-Bericht

    Die Deutsche Bank hat durch ihren Vorstand und Aufsichtsrat im März 2001 als erstes DAX 30-Unternehmen eigene Corporate Governance-Grundsätze beschlossen. Die spezifisch auf die Deutsche Bank zugeschnittenen Leitlinien regeln vor allem die Beziehungen zu den Aktionären, die Aufgaben und Pflichten von Vorstand und Aufsichtsrat, die Ausgestaltung und Veröffentlichung der erfolgsorientierten Vergütung dieser Gremien sowie die Anforderungen an Rechnungslegung und Transparenz. Ergänzend zum Geschäftsbericht hat die Deutsche Bank jetzt erstmalig einen ausführlichen Corporate Governance-Bericht 2001 veröffentlicht (Internet: www.deutsche-bank.de/ir unter "Konzerninformationen/Corporate Governance").

    Weitere Informationen, die im Internet verfügbar sind:

    Zusätzlich zum Geschäftsbericht und zum Corporate Governance-Bericht können die folgenden Unterlagen auf unserer oben genannten Internetseite eingesehen oder heruntergeladen werden (unter "Konzerninformationen/Dokumentation"):


    • Anteilsbesitzliste 2001,
    • Mandatsverzeichnis 2001.


  • Diese Investor Relations-Information enthält vorausschauende Aussagen. Vorausschauende Aussagen sind Aussagen, die nicht Tatsachen der Vergangenheit beschreiben; sie umfassen auch Aussagen über unsere Annahmen und Erwartungen. Jede Aussage in dieser Investor Relations Information, die unsere Absichten, Annahmen, Erwartungen oder Vorhersagen (sowie die zugrundeliegenden Annahmen) wiedergibt, ist eine vorausschauende Aussage. Diese Aussagen beruhen auf Planungen, Schätzungen und Prognosen, die der Geschäftsleitung der Deutschen Bank derzeit zur Verfügung stehen. Vorausschauende Aussagen beziehen sich deshalb nur auf den Tag, an dem sie gemacht werden. Wir übernehmen keine Verpflichtung, solche Aussagen angesichts neuer Informationen oder künftiger Ereignisse weiterzuentwickeln.

    Vorausschauende Aussagen beinhalten naturgemäß Risiken und Unsicherheitsfaktoren. Eine Vielzahl wichtiger Faktoren kann dazu beitragen, daß die tatsächlichen Ergebnisse erheblich von vorausschauenden Aussagen abweichen. Solche Faktoren sind etwa die Verfassung der Finanzmärkte in Deutschland, Europa, den USA und andernorts, wo wir einen erheblichen Teil unserer Erträge aus dem Wertpapierhandel erzielen; der mögliche Ausfall von Kreditnehmern oder Kontrahenten von Handelsgeschäften; die Umsetzung unserer Restrukturierung einschließlich des geplanten Personalabbaus; die Verläßlichkeit unserer Grundsätze, Verfahren und Methoden zum Risikomanagement; sowie andere Risiken, die in den von uns bei der U.S. Securities and Exchange Commission (SEC) hinterlegten Unterlagen dargestellt sind. Diese Faktoren sind in unserem SEC "Form 20-F" vom 20. September 2001 auf den Seiten 9 bis 13 unter "Risk Factors" im Detail dargestellt. Dieses Dokument ist auf Anfrage bei uns erhältlich oder kann unter www.deutsche-bank.com/ir heruntergeladen werden.





    Presse-Informationen

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