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08. April 2002

Übernahme von Zurich Scudder Investments erfolgreich abgeschlossen


-Deutsche Bank damit unter den größten Asset Managern der Welt-
Die Deutsche Bank hat heute bekanntgegeben, dass sie den Erwerb von 100% des US-Vermögensverwalters Zurich Scudder Investments (ohne Threadneedle) von Zurich Financial Services (Zürich) im Wert von 2,5 Mrd US-Dollar erfolgreich abgeschlossen hat. Dieser Abschluss ist der erste Schritt des Abschlusses einer umfassenden Transaktion zwischen der Deutschen Bank und Zürich, die auch den Verkauf des Anteils der Deutschen Bank am Deutschen Herold und aller Versicherungsaktivitäten in Italien, Spanien und Portugal an Zürich enthält. Die Transaktion ist erstmalig im September 2001 bekanntgegeben worden.

”Mit der Übernahme von Scudder stärken wir unsere Marktposition im weltweiten Asset Management nachhaltig. Diese Expansion ist ein zentraler Bestandteil unserer weltweiten Strategie für den Bereich Private Clients and Asset Management und für die Bank insgesamt” so Rolf-E. Breuer, Sprecher des Vorstands der Deutschen Bank und Chairman des Group Executive Committee.


I. Akquisition von Scudder
Mit der Akquisition von Scudder wird die Deutsche Bank der viertgrößte Vermögensverwalter der Welt mit führenden Positionen in Europa, Asien und Amerika. Das verwaltete Vermögen steigt damit auf rund 1.000 Mrd Euro.

Mit dem Geschäft mit Publikumsfonds von Scudder in den USA, das weiterhin unter der langjährig eingeführten und renommierten Marke ”Scudder Investments” geführt werden wird, ergänzt die Deutsche Asset Management ihre führende Position im Geschäft mit Publikumsfonds in Europa, die sie mit der DWS Investments inne hat. Das Geschäft mit institutionellen Investoren und das Beratungsgeschäft für Privatkunden von Scudder ist – speziell in den USA – eine exzellente Ergänzung der bestehenden Angebote der Deutschen Bank für institutionelle Anleger und im Private Banking.

”Mit der Integration von Scudder können wir auf eine noch breitere Investmentexpertise zugreifen und damit unser weltweites Geschäft stärken,” erklärte Tom Hughes, Mitglied des Group Executive Committee der Deutschen Bank und Global Head of Asset Management. ”Unsere globale Ausrichtung wird durch erstklassige regionale Expertise unterstützt, so dass wir unseren Kunden ein umfassendes Angebot in den verschiedenen Märkten, Branchen, Anlagekategorien und Investmentausrichtungen bieten können.”

Die breitere globale Aufstellung im Asset Management bietet für die Kunden entscheidende Vorteile:
 
    • eine stärkere Investment-Plattform, bei der die Research-Aktivitäten grundlegend in das Portfoliomanagement integriert sind.
    • erstklassige Produkte und Beratungsteams im Publikums- und institutionellen Geschäft sowie im Private Banking.
    • eine breites Produktangebot an aktiv und passiv gemanagten Aktienfonds, Rentenfonds, Devisenprodukten, quantitativen Produkten, Asset Allocation, strukturierten Produkten, Cash Management und alternativen Investments.
    • die Erfahrung der Investment Solutions Group, die ein Research Center, ein weltweites Team von Volkswirten, Expertise in den Bereichen Pension Strategies, Transition Management und Securities lending Groups umfasst.


Vom Magazin ”Institutional Investor” wurde die Transaktion unter den ”2001 Deals of the year” klassifiziert.


Integrationsplan
Ein offensives Integrationsprogramm unter der Führung von Tom Hughes wird sicherstellen, dass die beiden Einheiten vollständig integriert werden. Voraussichtlich wird die Integration innerhalb der nächsten hundert Tage weitgehend abgeschlossen werden.

Die Deutsche Bank geht davon aus, in Folge der Scudder-Transaktion die Zahl der Mitarbeiter um über 1.500 MAK zu verringern. Der Großteil des Personalabbaus wird in Amerika erfolgen, wo umfangreiche Scudder-Aktivitäten bestehen. Der Abbau entspricht rund 20% des gemeinsamen Personalbestands weltweit. Mehr als 80% der betroffenen Mitarbeiter sind entweder bereits ausgeschieden oder ihr Ausscheiden ist für das laufende Quartal vorgesehen.

In Amerika wird die Deutsche Bank ihr Asset Management schwerpunktmäßig auf New York, Chicago und Boston konzentrieren, weitere Standorte anpassen und Abwicklungseinheiten auf günstigere Standorte verlagern.

Die Entwicklung ist von den Kunden sehr positiv aufgenommen worden; bei Scudders institutionellen Kunden gibt es eine über 99%ige Zustimmung. Allein die Tatsache, daß von den ca. 1.000 institutionellen Kunden lediglich rund 30 Kunden bereits bisher gemeinsame Kunden waren, zeigt eindrucksvoll die Komplementarität der Transaktion und die beträchtlichen Perspektiven für weiteres Wachstum.


Potentielle Synergien
Die Deutsche Bank geht davon aus, erhebliche Synergien mit dieser Transaktion verwirklichen zu können. Potentielle Kosteneinsparungen von EUR 300 - 400 Mio wurden identifiziert und als Zielsetzung mit den einzelnen Geschäftsbereichsleitern vereinbart.


II. Deutscher Herold / Bonnfinanz
Der nächste Schritt der umfassenderen Vereinbarung zwischen der Deutschen Bank und Zürich nach dem Erwerb von Scudder wird der Abschluß (”Closing”) des Verkaufs des 75,9%igen Anteils der Deutschen Bank an der ”Versicherungsholding der Deutschen Bank AG” (VHDB) einschließlich Deutscher Herold und Bonnfinanz an Zürich sein. Er ist in den nächsten Tagen vorgesehen. Der Erwerb des Asset Management Geschäfts von Zürich in Deutschland und Italien sowie der Verkauf aller Versicherungsaktivitäten der Deutschen Bank in Italien, Portugal und Spanien an Zürich werden voraussichtlich im Laufe des zweiten Quartals 2002 abgeschlossen.

Der vereinbarte Preis für 100% der VHDB (ohne die Bonnfinanz) und die Versicherungsaktivitäten der Deutschen Bank in Italien, Portugal und Spanien beträgt 1,5 Mrd Euro. Die jeweiligen Transaktionen gegengerechnet, erwirbt die Deutsche Bank Scudder im Austausch für ihre 75,9%ige Beteiligung an der VHDB (einschließlich Bonnfinanz) und eine zusätzliche Zahlung von 1,8 Mrd Euro in bar.


Telefonkonferenz
Im Rahmen einer Telefonkonferenz für Analysten unter der Leitung von Herrn Tom Hughes, Global Head of Asset Management, Herrn Dr. Axel Wieandt, Global Head of Corporate Development (AfK) und Herrn Dr. Wolfram Schmitt, Global Head of Investor Relations, werden weitere Erläuterungen zu der Transaktion gegeben.

Wir laden Sie ein, die in englischer Sprache geführte Telefonkonferenz heute ab 14.30 Uhr MEZ live im Internet zu verfolgen unter: www.deutsche-bank.de/ir unter "IR Nachrichten / Video & Audio" (Listen Only- Modus). Acrobat Reader-Schaubilder für die Telefonkonferenz sind ab 12.00 Uhr (MEZ) im Internet abrufbar unter www.deutsche-bank.de/ir unter "IR Nachrichten / Präsentationen".



Diese Investor Relations-Information enthält vorausschauende Aussagen. Vorausschauende Aussagen sind Aussagen, die nicht Tatsachen der Vergangenheit beschreiben; sie umfassen auch Aussagen über unsere Annahmen und Erwartungen. Jede Aussage in dieser Investor Relations Information, die unsere Absichten, Annahmen, Erwartungen oder Vorhersagen (sowie die zugrundeliegenden Annahmen) wiedergibt, ist eine vorausschauende Aussage. Diese Aussagen beruhen auf Planungen, Schätzungen und Prognosen, die der Geschäftsleitung der Deutschen Bank derzeit zur Verfügung stehen. Vorausschauende Aussagen beziehen sich deshalb nur auf den Tag, an dem sie gemacht werden. Wir übernehmen keine Verpflichtung, solche Aussagen angesichts neuer Informationen oder künftiger Ereignisse weiterzuentwickeln. Vorausschauende Aussagen beinhalten naturgemäß Risiken und Unsicherheitsfaktoren. Eine Vielzahl wichtiger Faktoren kann dazu beitragen, daß die tatsächlichen Ergebnisse erheblich von vorausschauenden Aussagen abweichen. Solche Faktoren sind etwa die Verfassung der Finanzmärkte in Deutschland, Europa, den USA und andernorts, wo wir einen erheblichen Teil unserer Erträge aus dem Wertpapierhandel erzielen; der mögliche Ausfall von Kreditnehmern oder Kontrahenten von Handelsgeschäften; die Umsetzung unserer Restrukturierung einschließlich des geplanten Personalabbaus; die Verläßlichkeit unserer Grundsätze, Verfahren und Methoden zum Risikomanagement; sowie andere Risiken, die in den von uns bei der U.S. Securities and Exchange Commission (SEC) hinterlegten Unterlagen dargestellt sind. Diese Faktoren sind in unserem SEC "Form 20-F" vom 27. März 2002 auf den Seiten 9 bis 13 unter "Risk Factors" im Detail dargestellt. Dieses Dokument ist auf Anfrage bei uns erhältlich oder kann an unten genannter Stelle heruntergeladen werden.


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