Strategie 2020

Am 29. Oktober 2015 haben wir Details unserer neuen „Strategie 2020“ bekannt gegeben, die das Ziel verfolgt, unser gesamtes Produkt- und Serviceangebot stärker zu fokussieren, um eine weniger komplexe und effizientere Bank mit verringerten Risiken und einer gestärkten Kapitalbasis zu werden.

Im Einzelnen haben wir uns vier strategische Ziele gesetzt:
• erstens unsere Bank einfacher und effizienter zu machen
• zweitens Risiken abzubauen
• drittens unsere Kapitalposition zu stärken
• viertens die Bank disziplinierter zu führen.

John Cryan

John Cryan, Vorsitzender des Vorstands

„Wir sind gut dabei vorangekommen, unsere Altlasten abzuarbeiten und die Bank umzubauen. Wir haben also nicht nur ein ehrgeiziges Programm angekündigt, sondern wir haben geliefert.”

Botschaft von John Cryan an alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter am 2. Februar 2017

Der Umbau kommt voran

  • Die Arbeit unserer Abbaueinheit NCOU ist praktisch abgeschlossen. Seit Mitte 2012 haben wir die einst 128 Milliarden Euro an risikogewichteten Aktiva um mehr als 90 Prozent verringert. So konnten wir diese Einheit wie geplant zum Jahrsende schließen. Damit verschwindet ein lange bestehender Unsicherheitsfaktor, der unser Vorsteuerergebnis im vergangenen Jahr noch mit 3,2 Milliarden Euro belastet hat – inklusive Rechtskosten. Gleichzeitig, und das war uns sehr wichtig, hat die NCOU unterm Strich trotz dieser Verluste über die Jahre rund 8,5 Milliarden Euro an Kernkapital freigesetzt. Zu diesem Erfolg möchte ich dem NCOU-Team gratulieren.
  • Wir sind auch beim Umbau unserer Privat- und Firmenkundenbank in Europa einen großen Schritt vorangekommen. Nach intensiven Vorbereitungen haben wir bereits einige Filialen in Deutschland zusammengelegt und planen, in diesem Jahr 181 weitere zu schließen. Gleichzeitig haben wir das erste von acht regionalen Beratungscentern eröffnet, die unsere Kunden auch abends und am Wochenende nutzen können. Und schließlich bieten wir mehr und besseren Rat auf digitalen Kanälen an. Dazu gehört, dass man ein Konto bei uns inzwischen in weniger als zehn Minuten online eröffnen kann.
  • Die Finanzkraft der Deutschen Bank war selten größer als heute. Unsere harte Kernkapitalquote (bei Vollumsetzung der Basel-3-Regeln) konnten wir auf 11,9 Prozent verbessern. Das ist der beste Wert seit drei Jahren. Wir übertreffen die aktuellen Mindestanforderungen der Aufsichtsbehörden – und zwar mit einem Puffer von mehr als elf Milliarden Euro. Unsere Liquiditätsreserven sind im vierten Quartal unter dem Strich um fast zehn Prozent gestiegen, von 200 auf 218 Milliarden Euro. Und unsere Markt- und Kreditrisiken sind auf einem sehr niedrigen Niveau.
  • Die Bank ist auch deshalb sicherer geworden, weil wir unsere internen Kontrollen erheblich verbessert haben. 2016 haben wir gut 350 zusätzliche Mitarbeiter im Bereich Compliance sowie für den Kampf gegen die Finanzkriminalität eingestellt, mehr als 600 weitere werden dieses Jahr folgen.
  • Unsere IT-Infrastruktur ist stabiler und gleichzeitig moderner denn je. Die Zahl unserer Betriebssysteme haben wir bereits um sieben auf 38 reduziert – und kommen damit schneller voran als geplant. Unser Ziel bleibt es, mit nur noch vier Betriebssystemen zu arbeiten…
  • Und nicht zuletzt: Bei den Rechtsfällen haben wir große Fortschritte gemacht. Im vergangenen Jahr und insbesondere in den vergangenen Wochen konnten wir maßgebliche Verfahren abschließen – unter anderem zivilrechtliche Auseinandersetzungen zu US-Hypotheken und Edelmetallen, einen langjährigen Rechtsstreit mit der isländischen Bank Kaupthing sowie Teile des Russland-Verfahrens, in dem es um unsere Geldwäsche-Kontrollen ging.

Botschaft von John Cryan an alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter am 2. Februar 2017
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