Frankfurt am Main, 19. März 2012

Deutsche Bank-Umfrage: Mittelstand rüstet sich für schwierige Zeiten / Risikomanagement wird wichtiger


Schwankende Rohstoffpreise sind für Maschinenbauunternehmen Risiko Nummer 1

Mittelständische Unternehmen rüsten sich für schwierige Zeiten und ändern ihr Risikomanagement. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage der Deutschen Bank unter mittelständischen Unternehmen. „Die unsichere Lage der Weltwirtschaft hat zu einer größeren Vorsicht beim Mittelstand geführt. Die Unternehmen sorgen deshalb vor und rücken ihr Risikomanagement stärker in den Fokus, insbesondere Unternehmen der Maschinenbau-Branche“, kommentiert Ulrich Schürenkrämer, Mitglied der Geschäftsleitung Firmenkunden Deutschland und des Management Committee Deutschland der Deutschen Bank, die Ergebnisse der Befragung. Rund jedes dritte Unternehmen hat aufgrund der Wirtschafts- und Finanzkrise bereits Änderungen im Risikomanagement umgesetzt (36 Prozent). Bei den größeren Mittelständlern ist es sogar fast jedes zweite (44 Prozent).

Für schwierige Zeiten wappnen sich vor allem Unternehmen aus dem Maschinenbau. Fast 80 Prozent gehen von einem steigenden Stellenwert des Risikomanagements innerhalb der kommenden fünf Jahre aus (78 Prozent). Knapp 90 Prozent der Maschinenbauer mit Risikomanagement sind überzeugt, dass sich ihr Risikomanagement schon jetzt für sie auszahlt (87 Prozent). Das liegt deutlich über der Einschätzung des Gesamtmarktes (71 Prozent).

Rund drei Viertel der mittelständischen Unternehmen messen dem Risikomanagement einen sehr hohen oder hohen Stellenwert bei (73 Prozent). Im Vergleich zum Sommer 2011 ist das ein Zuwachs um fünf Prozentpunkte (Juli/August 2011: 68 Prozent). Trotzdem verfügt nur gut jedes zweite Unternehmen aktuell über ein systematisches Risikomanagement (57 Prozent). „Viele mittelständische Unternehmen unterschätzen noch die Gefahr volatiler Märkte. Dabei ist ein professionelles Risikomanagement der Schlüssel zum Erfolg, um für plötzlich auftretende Ereignisse gerüstet zu sein“, erläutert Schürenkrämer.

Schwankende Rohstoffpreise größtes Risiko

Am häufigsten nennen mittelständische Unternehmen schwankende Rohstoffpreise als Risiko für ihr Unternehmen (60 Prozent), gefolgt von schwankenden Energiepreisen, die für fast jedes zweite Unternehmen ein Risiko darstellen (44 Prozent). Jedes dritte Unternehmen (33 Prozent) stuft Währungsrisiken für das Geschäft als kritisch ein. „Die Unsicherheiten haben vor allem für exportorientierte Unternehmen zugenommen. Schwankungen an den Währungs- und Rohstoffmärkten erschweren die Kalkulationsgrundlage für ein Unternehmen. Für mittelständische Unternehmen ist es deshalb wichtig, ein professionelles Risikomanagement zu verankern und Absicherungsinstrumente intelligent und auf die jeweilige Situation bezogen einzusetzen“, so Schürenkrämer.

Überdurchschnittlich stark ist der Maschinenbau von steigenden und fallenden Rohstoffpreisen (68 Prozent) und volatilen Wechselkursen (51 Prozent) betroffen. Fast jeder zweite Maschinenbauer sieht Liquiditätsrisiken (45 Prozent) und Ausfallrisiken im Ausland (43 Prozent) als Gefahr für den Unternehmenserfolg.

Für Unternehmen in Süddeutschland werden schwankende Rohstoffpreise zum größten Risiko für den Unternehmenserfolg. Deren Bedeutung hat im Vergleich zum Sommer 2011 um neun Prozentpunkte zugenommen (62 Prozent; Juli/August 2011: 53 Prozent). Für Unternehmen in Ostdeutschland sind volatile Rohstoffpreise (68 Prozent) und schwankende Energiepreise (52 Prozent) die am häufigsten genannte Bedrohung.  

Die Untersuchung:
Im Rahmen der Umfrage wurden Interviews mit 400 Unternehmen geführt. Befragt wurden Finanzentscheider in 200 Unternehmen mit einem Umsatz von 1 Million bis 25 Millionen Euro und 200 Unternehmen mit einem Umsatz von mehr als 25 Millionen Euro.

Anbei finden Sie den Link zu einer Info-Grafik „Risikomanagement im Mittelstand", die wesentliche Ergebnisse der Umfrage zusammenfasst. http://visual.ly/risikomanagement-im-mittelstand


Weitere Informationen erhalten Sie bei:

Deutsche Bank AG
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Friederike Borgmann   
Tel: +49 (0) 69 / 910 38039  
E-Mail: friederike.borgmann@db.com


 
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Letzte Änderung: 2.9.2013
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