Frankfurt am Main, 29. April 2013

Deutsche Bank gibt Gewinn vor Steuern im ersten Quartal 2013 von 2,4 Mrd € sowie ein Maßnahmenpaket zur Stärkung ihrer Kapitalstruktur bekannt


Konzern

  • Gewinn nach Steuern von 1,7 Mrd €
  • Ergebnis je Aktie (verwässert) bei 1,71 €
  • Erträge von 9,4 Mrd €
  • Zinsunabhängige Aufwendungen bei 6,6 Mrd €, minus 5% im Vorjahresvergleich
  • Eigenkapitalrendite nach Steuern (basierend auf dem durchschnittlichen Active Equity) bei 12%

Kapital und Maßnahmen zur Risikoreduzierung

  • Pro-forma-Tier-1-Kernkapitalquote nach Basel 3 (volle Umsetzung) zum 31. März 2013 übertrifft mit 8,8% das Ziel von 8,5%
  • Plan zur beschleunigten Reduzierung des Kapitalbedarfs durch Abbau von pro forma Basel 3 risikogewichtete-Aktiva-Äquivalenten von 103 Mrd € seit Juni 2012 erfolgreich abgeschlossen
  • Gegenwärtige Kapitalmaßnahmen werden voraussichtlich zu einer Erhöhung des Tier-1-Kernkapitals um rund 2,8 Mrd € sowie der pro-forma-Tier-1-Kernkapitalquote nach Basel 3 (volle Umsetzung) auf rund 9,5% führen
  • Mögliche weitere Schaffung von Nachrangkapital von rund 2 Mrd € über die nächsten zwölf Monate geplant

Segmente

  • Corporate Banking & Securities: Gewinn vor Steuern von 1,9 Mrd € spiegelt verbesserte operative Effizienz und niedrigeres Risikoprofil des Geschäfts wider
  • Global Transaction Banking: Gewinn vor Steuern von 309 Mio €; erhöhtes Volumen wiegt weiterhin herausforderndes Zinsumfeld auf
  • Asset & Wealth Management: Gewinn vor Steuern von 221 Mio €, Integration der Bereiche Asset und Wealth Management kommt plangemäß voran
  • Private & Business Clients: Gewinn vor Steuern von 482 Mio €, Verbessertes Kreditprofil und Neukredite kompensieren geringere Erträge aus dem Einlagengeschäft
  • Non Core Operations Unit: Verlust vor Steuern von 196 Mio €; Verringerung von Aktiva (bereinigt) in Höhe von 9 Mrd €

Die Deutsche Bank (XETRA: DBKGn.DE / NYSE: DB) hat heute Ergebnisse für das erste Quartal 2013 bekannt gegeben. Der Gewinn vor Steuern betrug im ersten Quartal 2,4 Mrd €, was im Vergleich zum Wert im Vorjahresquartal von 1,9 Mrd € einem Plus von 527 Mio € oder 28% enstpricht. Der Gewinn nach Steuern lag bei 1,7 Mrd €, nach 1,4 Mrd € im ersten Quartal 2012. Das Ergebnis je Aktie (verwässert) betrug 1,71 €, nach 1,45 € im Startquartal 2012. Die Eigenkapitalrendite nach Steuern (basierend auf dem durchschnittlichen Active Equity) lag im ersten Quartal 2013 bei 12%, verglichen mit 10% im ersten Quartal 2012.

Nach Abschluss der heute bekannt gegeben Kapitalmaßnahme, die voraussichtlich zu einer Erhöhung des Tier-1-Kernkapitals um rund 2,8 Mrd € führen wird, erwartet die Deutsche Bank eine auf rund 9,5% verbesserte pro-forma-Tier-1-Kernkapitalquote nach Basel 3 (volle Umsetzung) nach 8,8% zum 31. März 2013.

Zu den Ergebnissen des ersten Quartals 2013 sagten Jürgen Fitschen und Anshu Jain, Co-Vorsitzende des Vorstands und des Group Executive Committee: „Wir sind stolz darauf, was die Bank im ersten Quartal 2013 erreicht hat. Wir haben robuste Ergebnisse erzielt, mit einem substanziellen Gewinnwachstum gegenüber dem Vorjahresquartal. Dies spiegelt die Stärke unseres Geschäftsmodells angesichts eines weiterhin herausfordernden regulatorischen Umfelds sowie die Kosteneffizienzen aus unserem Operational Excellence Programm wider, das wie geplant vorankommt.“

Mit Blick auf den Fokus der Deutschen Bank auf die Steigerung ihrer Kapitalquoten führten sie weiter aus: „Bei der Ankündigung der Strategie 2015+ haben wir die Stärkung unserer Kapitalquote auf unserer Agenda ganz nach oben gesetzt. Wir freuen uns, dass die Deutsche Bank neun Monate später zu den bestkapitalisierten Banken im Vergleich zu unserer globalen Peer Group zählt.“

Sie fügten hinzu: „Das vorrangige Ziel der Strategie 2015+ ist, die Bank so zu positionieren, um bei entsprechenden Marktchancen in die Stärkung unseres Geschäfts investieren zu können und langfristigen Wert für unsere Aktionäre zu schaffen. Unser starkes Momentum im bisherigen Jahresverlauf einschließlich weiterer Maßnahmen zur Kapitalstärkung, die wir in der Vergangenheit als Teil unserer ‚Capital Toolbox‘ identifiziert hatten, versetzt uns in die Lage, unsere Entwicklung zu beschleunigen.

Ertragslage des Konzerns

(Tabelle 1) 

Die Erträge des Konzerns erhöhten sich im ersten Quartal 2013 um 2% auf 9,4 Mrd € gegenüber 9,2 Mrd € im Vergleichsquartal des Vorjahres. Der Bereich Corporate Banking & Securities (CB&S) verzeichnete Erträge in Höhe von 4,6 Mrd €, ein Rückgang um 209 Mio € (4%) gegenüber dem Vergleichsquartal des Vorjahres. Ursächlich dafür waren die weniger günstigen Marktbedingungen, die zu einem Rückgang der Kundenaktivitäten unter das Niveau des ersten Quartals 2012 führten. Die Erträge in Global Transaction Banking (GTB) erhöhten sich um 25 Mio € auf 992 Mio € und stiegen damit um 3% gegenüber dem Vergleichsquartal des Vorjahres, da das volumenbasierte Ertragswachstum den anhaltenden Druck auf die Zinsmargen kompensierte. In Asset & Wealth Management (AWM) stiegen die Erträge um 88 Mio € (8%) auf 1,2 Mrd €. Der Anstieg reflektiert vor allem höhere Erträge im Zusammenhang mit Abbey Life, die größtenteils durch gegenläufige Aufwendungen kompensiert werden, sowie gestiegene erfolgsabhängige Provisionen. In Private & Business Clients (PBC) beliefen sich die Erträge im Berichtsquartal auf 2,4 Mrd €, was einem Rückgang um 12 Mio € (1%) gegenüber dem Vorjahresquartal entspricht, da die hohe Performance im Kreditgeschäft die niedrigeren Erträge im Einlagengeschäft teilweise kompensierte. Die Erträge im Unternehmensbereich Non-Core Operations Unit (NCOU) stiegen um 76% auf 427 Mio € nach 243 Mio € im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Der Vergleichszeitraum enthielt Wertminderungen von 257 Mio € auf Actavis. In Consolidation & Adjustments (C&A) verbesserten sich die Erträge um 121 Mio € (32%) auf negative 261 Mio €. Dies war hauptsächlich auf geringere negative Effekte aus unterschiedlichen Bilanzierungsmethoden zwischen Managementberichterstattung und IFRS zurückzuführen.

Die Risikovorsorge im Kreditgeschäft belief sich im Berichtsquartal auf 354 Mio € gegenüber 314 Mio € im ersten Quartal 2012. Dieser Anstieg war vor allem auf die Zunahme der Risikovorsorge im Kreditgeschäft von GTB um 63 Mio € gegenüber dem Vorjahr zurückzuführen. Der Anstieg resultierte in erster Linie aus einem Kreditereignis im Zusammenhang mit einem einzelnen Kunden in Trade Finance. In PBC ging die Risikovorsorge weiter zurück und lag um 48 Mio € (30%) unter dem Vergleichswert des Vorjahres. Ursächlich dafür war in erster Linie ein günstiges Marktumfeld in Deutschland. Der restliche Nettoanstieg von 25 Mio € resultiert hauptsächlich aus den Unternehmensbereichen CB&S und AWM.

Die Zinsunabhängigen Aufwendungen lagen im ersten Quartal 2013 mit 6,6 Mrd € um 370 Mio € (5%) unter dem Wert des Vorjahresquartals. Der Personalaufwand betrug 3,5 Mrd €, was einem Rückgang von 99 Mio € (3%) gegenüber dem ersten Quartal 2012 entspricht. Der Sachaufwand und der sonstige Aufwand gingen gegenüber dem Vorjahresquartal um 368 Mio € (12%) auf 2,8 Mrd € zurück. Diese Entwicklung reflektiert ein konsequentes Kostenmanagement im Konzern.

Das Ergebnis vor Steuern betrug 2,4 Mrd € im ersten Quartal 2013 im Vergleich zu 1,9 Mrd € im Vergleichsquartal des Vorjahres, was einen Anstieg von 527 Mio € (28%) ausmacht.

Das Ergebnis nach Steuern belief sich im ersten Quartal 2013 auf 1,7 Mrd € gegenüber 1,4 Mrd € im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Der Ertragsteueraufwand betrug im Berichtsquartal 753 Mio € nach 480 Mio € im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Die effektive Steuerquote belief sich im Berichtsquartal auf 31%. Im Vorjahresquartal betrug die effektive Steuerquote 25% und wurde durch Steuereffekte im Zusammenhang mit aktienbasierten Vergütungen positiv beeinflusst.

Kapital, Funding und Liquidität

Die Tier-1-Kernkapitalquote der Bank stieg zum 31. März 2013 auf 12,1% von 11,4% per Ende des vierten Quartals 2012. Das Tier-1 Kernkapital stieg um 1,3 Mrd €, hauptsächlich getrieben durch einbehaltene Gewinne. Die risikogewichten Aktiva reduzierten sich um 9 Mrd € vor allem aufgrund der erfolgreichen Umsetzung des Programms zur Risikoreduzierung in der NCOU. Die risikogewichten Aktiva betrugen zum Ende des ersten Quartals 325 Mrd €, nach 334 Mrd € per Ende des vierten Quartals 2012.

Die Pro-forma-Tier-1-Kernkapitalquote nach Basel 3 (volle Umsetzung) von 8,8% zum 31. März 2013 spiegelt den erfolgreichen Abschluss des Programms zur beschleunigten Risikominderung wider. Seit dem Start des Programms hat die Bank risikogewichtete Aktiva in Höhe von 103 Mrd € abgebaut und die pro-forma-Tier-1-Kernkapitalquote nach Basel 3 um mehr als 280 Basispunkte erhöht.

Für 2013 sieht der Refinanzierungsplan der Bank Emissionen von 18 Mrd € vor. Seit Jahresbeginn wurden Emissionen über 6 Mrd € zu einem durchschnittlichen Spread von 49 Basispunkten über Libor/Euribor begeben. Im ersten Quartal wurde eine unbesicherte zehnjährige Anleihe über 1,75 Mrd € zu einem Spread von 78 Basispunkten über Midswaps begeben.

Die Liquiditätsreserven betrugen 230 Mrd €, davon wurden 56% als Barreserven sowie Barmitteläquivalenten und hauptsächlich bei Zentralbanken gehalten.

Die Bilanzsumme lag zum 31. März 2013 bei 2.033 Mrd € und erhöhte sich damit im Vergleich zum 31. Dezember 2012 um 1% oder 10 Mrd €. Auf bereinigter Basis, das heißt nach Aufrechnung von Derivaten und bestimmten anderen Bilanzpositionen, belief sich die Bilanzsumme auf 1.225 Mrd €, was gegenüber dem Stand zum 31. Dezember 2012 einer Erhöhung von 15 Mrd € oder 1% entspricht und nahezu gänzlich Wechselkurs-getrieben war. Die bereinigte Verschuldungsquote ging per Ende März 2013 auf 21 von 22 zum Jahresende 2012 zurück.

Segmentergebnisse

Corporate Banking & Securities (CB&S)

(Tabelle 2)

Insgesamt sanken die Erträge in CB&S im Berichtszeitraum gegenüber dem Vorjahresquartal leicht um 209 Mio € (4%). Im ersten Quartal 2013 beinhalteten die Erträge 122 Mio € im Zusammenhang mit den Auswirkungen einer Bewertungsanpassung bei Schuldtiteln „Debt Valuation Adjustment“ (DVA) auf bestimmte Verbindlichkeiten aus Derivategeschäften sowie einen Verlust von 25 Mio € im Zusammenhang mit der Reduzierung der gemäß Pro-forma-Basel 3 risikogewichteten Aktiva auf die kreditrisikobezogenen Bewertungsanpassungen (Credit Valuation Adjustment, CVA). Ohne die Auswirkungen dieser Effekte waren die Erträge gegenüber dem Vergleichsquartal 2012 aufgrund weniger guter Marktbedingungen im Berichtsquartal um 306 Mio € (6%) rückläufig.

In Sales & Trading (Debt und sonstige Produkte) sanken die Erträge im Vergleich zum ersten Quartal 2012 um 438 Mio € (14%). Ertragssteigerungen in Flow Credit, Client Solutions und Emerging Markets wurden durch niedrigere Erträge in Global Liquidity Management und vor allem in European Rates, aufgrund des Einflusses von Unsicherheiten im makroökonomischen Umfeld auf die Kundenaktivitäten, mehr als ausgeglichen. Im Vorjahresquartal waren die Marktbedigungen im Vergleich günstiger. Im Berichtsquartal belegte die Deutsche Bank den ersten Platz in der 2012 Global Foreign Exchange Study von Greenwich Associates.

In Sales & Trading (Equity) stiegen die Erträge um 83 Mio € (12%) gegenüber dem ersten Quartal 2012. Dies war hauptsächlich auf eine bessere Stimmung an den Märkten und somit höhere Erträge im Aktienderivategeschäft und im Aktienhandel zurückzuführen.

Die Erträge im Emissions- und Beratungsgeschäft verbesserten sich gegenüber dem ersten Quartal 2012 um 38 Mio € (6%). Im Emissionsgeschäft (Debt und Equity) stiegen die Erträge aufgrund verstärkter Emissionstätigkeiten bei Unternehmensanleihen und im Finanzierungsgeschäft mit Eigenkapital. Dies wurde teilweise aufgehoben durch wesentlich geringere Erträge im Beratungsgeschäft, die den Rückgang der Transaktionsvolumina widerspiegeln. Bezogen auf das Provisionsaufkommen in Corporate Finance belegte die Deutsche Bank in Europa Platz eins und im Emissionsgeschäft mit Eigenkapital in Europa Platz zwei. (Alle Ranglistenpositionen gemäß Dealogic, sofern nicht anders angegeben.)

Die Erträge aus dem Kreditgeschäft beliefen sich im ersten Quartal 2013 auf 296 Mio € im Vergleich zu 325 Mio € im ersten Quartal 2012. Bei den Sonstigen Produkten betrugen die Erträge im Berichtszeitraum 138 Mio € gegenüber 1 Mio € im Vergleichsquartal. Der Anstieg war zurückzuführen auf die bereits erwähnte DVA auf bestimmte Verbindlichkeiten aus Derivategeschäften.

Die Risikovorsorge im Kreditgeschäft betrug im Berichtsquartal 48 Mio € und im Vorjahresquartal 32 Mio €.

Die Zinsunabhängigen Aufwendungen gingen im Vergleich zum ersten Quartal 2012 um 201 Mio € (7%) zurück. Grund dafür waren ein geringerer Personalaufwand und gesunkene Sachaufwendungen durch die laufende Implementierung des Operational Excellence Programms (OpEx). Dieser Effekt wurde teilweise aufgehoben durch im Zusammenhang mit dem Programm entstandene Umsetzungskosten im Berichtsquartal.

Das Ergebnis vor Steuern verringerte sich um 28 Mio € (2%) gegenüber dem Vergleichsquartal. Darin spiegelten sich die geringeren Erträge aufgrund eines widrigen Marktumfelds wider, die teilweise durch die bereits erwähnte Kostenreduzierung kompensiert wurden.

Global Transaction Banking (GTB)

(Tabelle 3)

Im Unternehmensbereich GTB verbesserten sich die Erträge im ersten Quartal 2013 gegenüber dem Vorjahresquartal um 25 Mio € (3%). Der Anstieg war hauptsächlich auf ein Wachstum der Gebühreneinnahmen aufgrund hoher Volumina und robuste Zinserträge zurückzuführen. Trade Finance profitierte von einer anhaltend starken Nachfrage nach Finanzierungsprodukten. Die Erträge in Trust & Securities Services blieben aufgrund des Niedrigzinsumfelds unter Druck. Im Cash Management wirkten sich die hohen Einlagenvolumina weiterhin positiv aus.

Die Risikovorsorge im Kreditgeschäft belief sich im Berichtsquartal auf 96 Mio € gegenüber 32 Mio € im Vergleichsquartal des Vorjahres. Die Erhöhung resultierte in erster Linie aus einem Kreditereignis im Zusammenhang mit einem einzelnen Kunden in Trade Finance. Zusätzlich enthielt die Risikovorsorge im Kreditgeschäft im Vorjahresquartal Nettoauflösungen in Geschäftsbereichen außerhalb des Firmenkundengeschäfts in den Niederlanden.

Die Zinsunabhängigen Aufwendungen gingen gegenüber dem ersten Quartal 2012 um 28 Mio € (5%) zurück. Neben der anhaltenden Fokussierung auf das Kostenmanagement trug der Wegfall von Integrationskosten im Zusammenhang mit dem übernommenen Firmenkundengeschäft in den Niederlanden zu diesem Rückgang bei. Dieser wurde durch höhere Aufwendungen für Vergütungen sowie versicherungsbezogene Kosten teilweise kompensiert.

Das Ergebnis vor Steuern verringerte sich im ersten Quartal 2013 gegenüber dem Vergleichsquartal des Vorjahres um 10 Mio € (3%).

Asset & Wealth Management (AWM)

(Tabelle 4)

Im ersten Quartal 2013 stiegen in AWM die Erträge gegenüber dem Vorjahresquartal um 88 Mio € (8%). Die Erträge aus dem Diskretionären Portfolio Management/Fund Management erhöhten sich infolge eines Anstiegs des verwalteten Vermögens, das aus Marktwachstum und Mittelzuflüssen resultierte, um 37 Mio € (8%). Im Beratungs-/Brokeragegeschäft nahmen die Erträge um 15 Mio € (8%) zu, was auf stärkere Aktivitäten von vermögenden Privatkunden zurückzuführen war. Die Erträge im Kreditgeschäft gingen aufgrund niedrigerer Volumina in Asien und Amerika um 8 Mio € (8%) zurück. Im Einlagengeschäft und Zahlungsverkehr blieben die Erträge gegenüber dem ersten Quartal 2012 nahezu unverändert. Die Erträge aus Sonstigen Produkten erhöhten sich um 43 Mio € (14%). Diese Entwicklung spiegelt vor allem Marktwertgewinne bei Investments wider, die Leistungen im Zusammenhang mit dem Versicherungsgeschäft von Abbey Life decken und durch gegenläufige Beträge in den Zinsunabhängigen Aufwendungen größtenteils aufgehoben werden.

Die Risikovorsorge im Kreditgeschäft lag um 13 Mio € über dem Wert im ersten Quartal des Vorjahres. Der Anstieg war im US-amerikanischen Kreditgeschäft zu verzeichnen.

Die Zinsunabhängigen Aufwendungen stiegen im ersten Quartal 2013 um 61 Mio € (6%) gegenüber dem Vorjahresquartal. Die Zunahme beinhaltet den oben genannten Effekt im Zusammenhang mit Abbey Life, höhere Rückstellungen für Rechtsstreitigkeiten sowie Umsetzungskosten im Rahmen des OpEx-Programms.

Das Ergebnis vor Steuern wurde im ersten Quartal 2013 gegenüber dem entsprechenden Vorjahresquartal, hauptsächlich aufgrund höherer Erträge, um 13 Mio € verbessert.

Die Invested Assets stiegen im ersten Quartal 2013 um 29 Mrd €. In dieser Entwicklung waren hauptsächlich Marktwertgewinne von 18 Mrd €, positive Währungseffekte von 8 Mrd € und Nettomittelzuflüsse in Höhe von 6 Mrd € enthalten. Bei Produkten der aktiven Vermögensverwaltung für Institutionelle und Privatkunden sowie im Wealth Management waren nach mehreren Quartalen mit Nettomittelabflüssen im ersten Quartal 2013 Nettomittelzuflüsse zu verzeichnen.

Private & Business Clients (PBC)

(Tabelle 5)

Die Erträge in PBC waren mit einem Rückgang um 12 Mio € (1%) im Vergleich zum ersten Quartal 2012 stabil. Im Beratungs-/Brokeragegeschäft sanken sie um 20 Mio € (7%), insbesondere im Zusammenhang mit der Vermittlung von Versicherungsprodukten. Die Erträge aus dem Diskretionären Portfolio Management/Fund Management stiegen hingegen um 6 Mio € (11%), vor allem in Advisory Banking Germany. Im Einlagengeschäft und Zahlungsverkehr sanken die Erträge um 52 Mio € (5%), hauptsächlich beeinflusst durch geringere Margen im aktuellen Niedrigzinsumfeld. Im Kreditgeschäft nahmen die Erträge um 43 Mio € (5%) zu, vor allem infolge höherer Volumina und Margen bei besserer Performance aller Geschäftseinheiten. Die Erträge aus Sonstigen Produkten erhöhten sich primär durch einen gestiegenen Beitrag der Hua Xia Bank um 11 Mio € (4%).

Die Risikovorsorge im Kreditgeschäft verringerte sich gegenüber dem Vergleichsquartal des Vorjahres um 48 Mio € (30%), was hauptsächlich auf ein günstiges Umfeld in Deutschland zurückzuführen war. Hierin nicht enthalten sind Auflösungen von Risikovorsorgen der Postbank, die vor der Konsolidierung gebildet wurden und als Zinserträge ausgewiesen werden.

Die Zinsunabhängigen Aufwendungen lagen um 21 Mio € (1%) über denen des ersten Quartals 2012, was im Wesentlichen auf einen Anstieg der Umsetzungskosten im Zusammenhang mit der Integration der Postbank zurückzuführen war.

Das Ergebnis vor Steuern verbesserte sich um 22 Mio € (5%) gegenüber dem Vergleichsquartal des Vorjahres, vorwiegend dank höherer Erträge im Kreditgeschäft und einer niedrigeren Risikovorsorge.

Die Invested Assets sanken gegenüber dem 31. Dezember 2012 um 3 Mrd €. Dieser Rückgang war auf Nettomittelabflüsse von 4 Mrd €, insbesondere im Einlagengeschäft, zurückzuführen und wurde durch Marktwertgewinne von 1 Mrd € teilweise ausgeglichen.

Non-Core Operations Unit (NCOU)

(Tabelle 6)

Die Erträge in NCOU wurden von Maßnahmen zum Risikoabbau, Änderungen der beizulegenden Zeitwerte, Wertminderungen sowie die Verbesserung der zugrunde liegenden Netto-Zinsmargen und Erträgen aus operativen Vermögenswerten bestimmt. Die Erträge stiegen im ersten Quartal 2013 um 184 Mio € gegenüber denen im Vorjahresquartal, welche eine Wertminderung von 257 Mio € im Zusammenhang mit dem Engagement an Actavis beinhalteten.

Die Risikovorsorge im Kreditgeschäft im ersten Quartal 2013 reduzierte sich leicht gegenüber dem Vergleichswert des Vorjahresquartals.

Die Zinsunabhängigen Aufwendungen verringerten sich gegenüber dem Vorjahresquartal um 148 Mio € (22%). Während im Berichtszeitraum Aufwendungen für Investitionen in operative Vermögenswerte, wie The Cosmopolitan of Las Vegas, Maher Terminals und BHF-BANK, in Höhe von 320 Mio € verzeichnet wurden, war der Rückgang zum Vorjahresquartal auf geringere Aufwendungen für Rechtsstreitigkeiten und Kosten für Vergleiche zurückzuführen.

Der Verlust vor Steuern verringerte sich gegenüber dem ersten Quartal 2012 um 64% auf 196 Mio €. Günstige Marktbedingungen während des Berichtsquartals ermöglichten die Ausführung von Risikoabbaumaßnahmen verbunden mit einem moderaten Gewinn. Die im ersten Quartal erzielte Reduzierung der Pro-forma-Basel 3 RWA-Äquivalente entsprach 15 Mrd €. Die bereinigte Bilanzsumme verringerte sich dadurch um 9 Mrd €.

Consolidation & Adjustments (C&A)

(Tabelle 7)

C&A verzeichnete im ersten Quartal 2013 einen Verlust vor Steuern von 255 Mio € nach einem Verlust vor Steuern von 432 Mio € im Vergleichsquartal des Vorjahres. Diese Entwicklung resultierte im Wesentlichen aus sich im Zeitablauf ausgleichenden unterschiedlichen Bilanzierungsmethoden bei der Managementberichterstattung und gemäß IFRS, die im ersten Quartal 2013 zu einem negativen Ergebnis von 159 Mio € gegenüber negativen 319 Mio € im Vorjahresquartal führten. Im Wesentlichen reflektierten diese Effekte eine Verengung mittel- bis langfristiger Spreads auf zum Marktwert bilanzierte US-Dollar-Euro Basis Swaps und höhere Risikoaufschläge für eigene Verbindlichkeiten, wobei diese Veränderungen im Berichtsquartal wesentlich schwächer ausgeprägt waren als im Vorjahresquartal. Begünstigt wurde das Ergebnis in C&A durch im Vergleich zum Vorjahresquartal geringere Abgrenzungen für die deutsche Bankenabgabe, die auf einen niedrigeren Jahresüberschuss 2012 der Deutschen Bank AG gemäß Handelsgesetzbuch zurückzuführen war.

Die vollständige Presse-Information, inklusive Tabelle, ist hier abrufbar.


Weitere Informationen erhalten Sie bei:

Deutsche Bank AG
Presseabteilung    

Armin Niedermeier
Tel: +49 69-910 33402
E-Mail: armin.niedermeier@db.com

Christian Streckert
Tel: +49 69-910 38079
E-Mail: christian.streckert@db.com



Die Ergebnisse des 1. Quartals 2013 werden morgen in einer Analysten-Konferenz um 8.00 Uhr erläutert (MESZ). Die Konferenz wird im Internet übertragen: http://www.deutsche-bank.de/ir/video-audio

Der vollständige Zwischenbericht zum 31. März 2013 kann im Internet abgerufen werden: www.deutsche-bank.de/1Q2013. Ebenso ein Zahlenanhang (nur englisch): www.deutsche-bank.de/ir/finanztabellen



Diese Presse-Information enthält zukunftsgerichtete Aussagen. Zukunftsgerichtete Aussagen sind Aussagen, die nicht Tatsachen der Vergangenheit beschreiben. Sie umfassen auch Aussagen über unsere Annahmen und Erwartungen. Diese Aussagen beruhen auf Planungen, Schätzungen und Prognosen, die der Geschäftsleitung der Deutschen Bank derzeit zur Verfügung stehen. Zukunftsgerichtete Aussagen gelten deshalb nur an dem Tag, an dem sie gemacht werden. Wir übernehmen keine Verpflichtung, solche Aussagen angesichts neuer Informationen oder künftiger Ereignisse anzupassen.

Zukunftsgerichtete Aussagen beinhalten naturgemäß Risiken und Unsicherheitsfaktoren. Eine Vielzahl wichtiger Faktoren kann dazu beitragen, dass die tatsächlichen Ergebnisse erheblich von zukunftsgerichteten Aussagen abweichen. Solche Faktoren sind etwa die Verfassung der Finanzmärkte in Deutschland, Europa, den USA und andernorts, in denen wir einen erheblichen Teil unserer Erträge aus dem Wertpapierhandel erzielen und einen erheblichen Teil unserer Vermögenswerte halten, die Preisentwicklung von Vermögenswerten und Entwicklung von Marktvolatilitäten, der mögliche Ausfall von Kreditnehmern oder Kontrahenten von Handelsgeschäften, die Umsetzung unserer strategischen Initiativen, die Verlässlichkeit unserer Grundsätze, Verfahren und Methoden zum Risikomanagement sowie andere Risiken, die in den von uns bei der US Securities and Exchange Commission (SEC) hinterlegten Unterlagen dargestellt sind. Diese Faktoren haben wir in unserem SEC-Bericht nach „Form20-F“ vom 15. April 2013 unter der Überschrift „Risk Factors“ im Detail dargestellt. Kopien dieses Berichtes sind auf Anfrage bei uns erhältlich oder unter www.deutsche-bank.com/ir verfügbar.



Twitter

Folgen Sie der Deutschen Bank auf Twitter
twitter.com/DeutscheBank

Social Media

Die Deutsche Bank stellt über verschiedene Social-Media-Plattformen aktuelle Informationen bereit. Folgen Sie unseren Tweets, betrachten Sie aktuelle Videos und Fotos oder wählen Sie einfach Ihren persönlich bevorzugten Kanal. mehr

RSS & Podcast


Empfangen Sie aktuelle Presse-Informationen der Deutschen Bank in Echtzeit mit unserem RSS-Newsfeed und Podcast. mehr

Footer Navigation:
Letzte Änderung: 2.9.2013
Copyright © 2014 Deutsche Bank AG, Frankfurt am Main