Frankfurt am Main, 03. Februar 2005

Deutsche Bank steigert Gewinn vor Steuern in 2004 um 50 Prozent auf 4,1 Mrd Euro, Gewinn vor Steuern im 4. Quartal 2004 von 418 Mio Euro beinhaltet Sonderbelastungen von 574 Mio Euro


  • Gewinn nach Steuern: 2004 um 87 % auf 2,5 Mrd € gestiegen
  • Dividendenvorschlag: Erhöhung um 13 % auf 1,70 € pro Aktie
  • Organisatorische Weiterentwicklung kommt gut voran

Die Deutsche Bank hat heute für das vierte Quartal 2004 einen Gewinn vor Steuern von 418 Mio € nach Sonderbelastungen von 574 Mio € bekannt gegeben. Diese Sonderbelastungen enthielten Restrukturierungsaufwendungen von 400 Mio € im Zusammenhang mit dem im vierten Quartal 2004 eingeleiteten Fortentwicklungsprogramm ("Business Realignment Program") sowie 174 Mio  € für zusätzliche Maßnahmen zur Verbesserung der Effizienz. Im Vorjahresquartal hatte der Gewinn vor Steuern 676 Mio € betragen. Für das gesamte Jahr 2004 betrug der Gewinn vor Steuern 4,1 Mrd €, ein Anstieg um 50 % gegenüber 2003.
 
 Der Gewinn nach Steuern erreichte 269 Mio € im vierten Quartal 2004, verglichen mit 436 Mio € in der Vorjahresperiode. Für das Gesamtjahr belief sich der Jahresüberschuss auf 2,5 Mrd €, ein Anstieg um 87 % gegenüber 1,4 Mrd €  im Jahr 2003.
 
 Im Jahr 2004 wurde eine Eigenkapitalrendite vor Steuern (basierend auf dem durchschnittlichen Active Equity) von 17 % im Vergleich zu 10 % in 2003 erzielt. Das Ergebnis je Aktie (diluted) betrug 4,67 € in 2004 und stieg um 102 % gegenüber 2,31 € im Vorjahr. Der Vorstand schlägt eine Erhöhung der Dividende um 13 % auf 1,70 € pro Aktie vor.
 
 Darüber hinaus gab die Deutsche Bank heute Details ihres Fortentwicklungsprogramms bekannt, das eine Reihe von Initiativen zum Ertragswachstum und zur Kostensenkung  umfasst. Es wird erwartet, dass dieses Programm, zusammen mit zusätzlichen Effizienzmaßnahmen im 4. Quartal 2004, zu einer Verminderung der Anzahl der Mitarbeiter (gerechnet auf der Basis von Vollzeitkräften) von weltweit 6.400 führt. Hiervon sind 1.600 Stellen in den Restrukturierungsaufwendungen und Abfindungen im 4. Quartal 2004 berücksichtigt. Für die restlichen 4.800 Stellen werden Restrukturierungsaufwendungen in 2005 anfallen. In diesen Zahlen sind die Auswirkungen des Effizienz- und Investitionsprogramms für Deutschland, das im Dezember 2004 verkündet wurde, enthalten. Das Fortentwicklungsprogramm in Verbindung mit weiteren Effizienzmaßnahmen beinhaltet jedoch auch Smartsourcing, d.h. den Transfer von Arbeitsplätzen zu Standorten mit geringerem Kostenniveau, wodurch 1.200 zusätzliche Stellen geschaffen werden. Somit ergibt sich ein Nettoabbau von 5.200 Stellen.
 
 Die Deutsche Bank schätzt die gesamten Aufwendungen, die im Zusammenhang mit der Fortentwicklung der Organisation und anderen Effizienzmaßnahmen im vierten Quartal berücksichtigt wurden und für das Jahr 2005 erwartet werden, auf ca. 1,3 Mrd. €. Die Bank erwartet, die operative Kostenbasis 2005 um 1,2 Mrd € zu verringern, wobei 0,8 Mrd € in Zusammenhang mit dem Fortentwicklungsprogramm stehen. Die angestrebten jährlichen Kosteneinsparungen durch das Fortentwicklungsprogramm belaufen sich auf 1,1 Mrd €. 
 
Dr. Josef Ackermann, Sprecher des Vorstands und Chairman des Group Executive Committee, sagte: "Die Deutsche Bank hat ihre Profitabilität weiter gesteigert dank eines Rekordjahres im Sales & Trading von Schuldtiteln, eines soliden Wachstums im Emissions- und Beratungsgeschäfts und des Erreichens unseres anspruchsvollen Ziels eines bereinigten Gewinns vor Steuern in Höhe von 1 Mrd € bei Private & Business Clients. Gleichzeitig erzielten wir gute Fortschritte beim Management unserer Kreditrisiken, was zu einem weiteren Abbau der Problemkredite und der Risikovorsorge im Kreditgeschäft führte."
 
 "Unsere vorgeschlagene Dividendenerhöhung belegt eindrucksvoll, dass wir unsere Aktionäre vom Gewinnwachstum profitieren lassen. Zugleich zeigt sich darin, dass wir eine attraktive Ausschüttungspolitik verfolgen und dass wir zuversichtlich sind, weiter profitabel zu wachsen."
 
 Er ergänzte: "Die Investitionen, die wir in unseren Kerngeschäftsfeldern getätigt haben, unterstreichen, gemeinsam mit den Kosteneinsparungen, die wir erreichen werden, unsere feste Absicht, unsere finanziellen Ziele zu erfüllen."
 
Wesentliche Ergebnisgrößen 
 
Der Gewinn vor Steuern betrug für das 4. Quartal 418 Mio € nach Sonderbelastungen  im Zusammenhang mit Reorganisationsmaßnahmen in Höhe von 574 Mio €. In diesen Sonderbelastungen sind zum einen 400 Mio € Restrukturierungsaufwendungen für das Business Realignment Program enthalten. Darüber hinaus ergaben sich Aufwendungen für die Aufgabe von nicht mehr benötigten Büroflächen infolge des Personalabbaus in Höhe von 82 Mio € sowie zusätzliche Abfindungszahlungen in Höhe von 92 Mio €, die unter US GAAP nicht als Restrukturierungsaufwand ausgewiesen werden. Im Gesamtjahr stieg der Gewinn vor Steuern von 2,8  Mrd € in 2003 um 50 % auf 4,1 Mrd €.
 
 Der Gewinn nach Steuern betrug im Quartal 269 Mio € verglichen mit 436 Mio € im 4. Quartal 2003. Im Gesamtjahr 2004 stieg der Gewinn nach Steuern um 87 % auf 2,5 Mrd €. Die effektive Steuerquote betrug inklusive des Ausgleichs des 1999/2000er-Ertrags aus Steuersatzänderungen 39 % in 2004 nach 56 % im Vorjahr. Unter Vernachlässigung dieses Ausgleiches betrug die effektive Steuerquote 36 % im Vergleich zu  48 % in 2003.
 
 Die Erträge stiegen im 4. Quartal 2004 auf 5,3 Mrd € und lagen damit um 2 % über dem Vorjahresquartal. Ertragszuwächse konnten sowohl in Sales & Trading (Debt und sonstige Produkte) als auch im Emissions- und Beratungsgeschäft erzielt werden. Die Erträge aus Sales & Trading (Equity) erholten sich deutlich im Vergleich zum zweiten und dritten Quartal 2004. Diese Zuwächse wurden teilweise kompensiert durch Effekte aus der Währungsumrechnung aufgrund des stärkeren Euro. Im Gesamtjahr 2004 betrugen die Erträge  21,9 Mrd € verglichen mit 21,3 Mrd € in 2003. Der Anstieg reflektierte Rekorderträge in Sales & Trading (Debt und sonstige Produkte), insbesondere aus Geschäften mit High-Value-Produkten, Derivaten und Verbriefungen. Die Erträge aus Sales & Trading  (Equity) blieben unter denen des Jahres   2003.
 
 Die zinsunabhängigen Aufwendungen betrugen 4,9 Mrd €, verglichen mit 4,3 Mrd € im Vorjahresquartal. Das vierte Quartal 2004 war von zwei Sonderfaktoren beeinflusst: Die genannten Belastungen von 574 Mio € für Reorganisationsmaßnahmen und Aufwendungen in Höhe von ca. 200 Mio €, der aus einer Verringerung des Anteils aktienbasierter Vergütungsprogramme im Vergütungsmodell des Konzerns resultierte. Letztgenannte Entscheidung traf das Management, um Aufwendungen aus aktienbasierten Vergütungsprogrammen in künftigen Jahren zu reduzieren. Im 4. Quartal 2003 enthielten die zinsunabhängigen Aufwendungen Abfindungszahlungen in Höhe von 211 Mio €.
 
 Die operative Kostenbasis (die Restrukturierungsaufwendungen unberücksichtigt lässt) betrug 16,9 Mrd € in 2004. Sie enthält die beiden vorgenannten Sonderfaktoren, d.h. Belastungen von 174 Mio € im Zusammenhang mit Reorganisationsmaßnahmen und Aufwendungen  von 200 Mio € für die Anpassungen im Vergütungsmodell. Im Jahr 2003 betrug die operative Kostenbasis 17,3 Mrd €. Der Rückgang resultierte aus niedrigeren Abfindungszahlungen und dem stärkeren Euro, teilweise kompensiert durch höhere erfolgsabhängige Vergütungen aufgrund besserer operativer Ergebnisse und der Änderung des Vergütungsmodells.
 
 Die Risikovorsorge für das Kreditgeschäft im vierten Quartal 2004 betrug 24 Mio € verglichen mit 189 Mio € im Vorjahresquartal. Das weiterhin verbesserte Kreditumfeld, unser nachhaltiges und diszipliniertes Kreditrisikomanagement sowie die Auflösung von Wertberichtigungen infolge Kreditstrukturierung  führten zu einer Reduzierung der Risikovorsorge und trugen zur Verbesserung der Qualität des Kreditportfolios bei. Für das Geschäftsjahr 2004 belief sich die Risikovorsorge auf 307 Mio € und ging um 71 % von 1,1 Mrd € in 2003 zurück. Die Problemkredite betrugen 4,8 Mrd € am Jahresende 2004.  Der Rückgang gegenüber 6,6 Mrd € zum Jahresende 2003 betrug 27 %.  
 
 Trotz Investitionen in Wachstumsprojekte und des Erhalts der Kapitalstärke war die Bank in der Position, sowohl einen erhöhten Dividendenvorschlag zu präsentieren als auch ihr drittes Aktienrückkaufprogramm fortzusetzen. Bis zum Ende 2004 hat die Deutsche Bank im Rahmen dieses Programms 26.152.000 Aktien bzw. 4,8 %  der ausgegebenen Aktien zurückgekauft. 
 
 
Segmentergebnisse
 
Konzernbereich Corporate and Investment Bank

Der Konzernbereich Corporate and Investment Bank (CIB) erzielte im vierten Quartal 2004 ein bereinigtes Ergebnis vor Steuern von 567 Mio € nach 438 Mio € im Vergleichsquartal des Vorjahres. Dies entsprach einem Anstieg von 129 Mio € oder 29 %. Die bereinigten Erträge waren mit 3,2 Mrd € um 190 Mio € oder 6 % höher als im vierten Quartal 2003. Auf Jahresbasis stieg das bereinigte Ergebnis vor Steuern von 2,9 Mrd € in 2003 auf 3,0 Mrd € in 2004. Dies ist ein hervorragendes Ergebnis, insbesondere wenn man den Einfluss des im Jahresdurchschnitt um 9 % gegenüber dem Euro gesunkenen US-Dollars berücksichtigt.

Die bereinigten Erträge aus Sales & Trading (Debt und sonstige Produkte) stiegen im Vergleich zum vierten Quartal 2003 um 117 Mio € oder 10 %  auf über 1,3 Mrd €. Trotz eines saisonbedingt ruhigen Geschäftsverlaufs in der zweiten Dezemberhälfte war das vierte Quartal 2004 vergleichsweise stark, insbesondere im Geschäft mit Zins- und Kreditderivaten, dem Geschäft mit hochverzinslichen Schuldtiteln und der Verbriefung von gewerblichen Hypothekendarlehen. Im Vergleich zum vierten Quartal 2003 stiegen zudem die Erträge aus dem Devisenhandelsgeschäft und dem Produktbereich Emerging Markets. Für das Jahr 2004 konnten bereinigte Erträge in Rekordhöhe von 6,3 Mrd € erzielt werden. Der Anstieg von 222 Mio € im Vergleich zum Jahr 2003 reflektiert unsere führende Marktposition in strukturierten High-Value-Produkten wie Zinsderivaten, verbrieften Produkten, Kreditderivaten, hochverzinslichen Schuldtiteln und im Handel von notleidenden Krediten. In den standardisierten Produkten, wie zum Beispiel dem Devisenhandelsgeschäft, konnten höhere Volumina den anhaltenden Rückgang der Margen weitgehend kompensieren. Das kundenbezogene Geschäft repräsentiert weiterhin den überwiegenden Teil unserer Aktivitäten.

Die bereinigten Erträge aus Sales & Trading (Equity) beliefen sich im vierten Quartal 2004 auf 759 Mio €, eine Erhöhung um 90 % im Vergleich zum dritten Quartal 2004. Der Anstieg resultierte sowohl aus einem besser verlaufenen klassischen Aktiengeschäft als auch aus höheren Erträgen aus Eigenhandelsaktivitäten. Die bereinigten Erträge sanken um 103 Mio € gegenüber dem vierten Quartal 2003. Auf Jahresbasis blieben sie mit 2,5 Mrd € in 2004 um 0,6 Mrd € unter dem Wert des Jahres 2003. Beide  Entwicklungen waren im Wesentlichen auf den starken Einbruch der Erträge aus Eigenhandelsaktivitäten zurückzuführen, der teilweise durch ein anhaltend kräftiges Wachstum in strukturierten Aktienprodukten, speziell im Derivate- und Prime Services-Geschäft, kompensiert werden konnte.

Das Emissions- und Beratungsgeschäft erzielte im vierten Quartal 2004 bereinigte Erträge von 519 Mio €, die um 15 % über denen des Vorjahresquartals lagen. Die bereinigten Erträge für das Jahr 2004 stiegen um 146 Mio € auf 1,9 Mrd €. Das Emissionsgeschäft (Equity) erzielte solide Ergebnisse und der Fokus liegt weiterhin auf Innovation bei Vermeidung unprofitabler Transaktionen. Das Emissionsgeschäft in hochverzinslichen Schuldtiteln und im Leveraged Lending entwickelte sich, insbesondere in den USA, sehr gut. Im Beratungsgeschäft hat sich die Marktsituation im Jahr 2004 verbessert. Das angekündigte Volumen im M&A-Geschäft stieg im Vergleich zu 2003 global und in allen wesentlichen Regionen. Insbesondere das vierte Quartal 2004 war für den Markt und auch für die Deutsche Bank sehr erfolgreich. 

Die bereinigten Erträge aus dem Kreditgeschäft von 276 Mio €  waren um 108 Mio € höher als im vierten Quartal 2003. Der Anstieg war größtenteils auf geringere Belastungen aus Marktwertanpassungen für Hedging-Aktivitäten im Kreditgeschäft zurückzuführen. Im vierten Quartal 2004 wurden Risiken des Kreditportfolios weiter reduziert und eine wegweisende Transaktion in Verbriefungen von deutschen Mittelstandskrediten wurde durchgeführt. Die bereinigten Erträge für das Jahr 2004 lagen mit 1,1 Mrd € nur leicht unter denen des Vorjahres. Der Rückgang war im Wesentlichen auf die Reduzierung des Kreditportfolios im Jahresverlauf 2004 zurückzuführen.

Im vierten Quartal 2004 lagen die bereinigten Erträge aus Transaction Services von 444 Mio € leicht über dem Vorjahresniveau. Das Cash Management-Geschäft hat seine globale Marktposition in allen Kundensegmenten gestärkt, insbesondere im  Euro-Clearing-Geschäft und in sonstigen innereuropäischen Transaktionen mit Unternehmen. Der Bereich Trade Finance hat wegweisende syndizierte Handelsfinanzierungen durchgeführt. Im Trust & Securities Services-Geschäft konnte der starke Aufschwung im strukturierten Finanzierungsservice-Geschäft weltweit sowie im Wertpapierverwahrungsgeschäft in Asien beibehalten werden. Darüber hinaus wurde in 2004 die Integration des von der Dresdner Bank AG übernommenen institutionellen Wertpapierverwahrungsgeschäfts in Deutschland erfolgreich abgeschlossen. Die bereinigten Erträge aus Transaction Services von 1,9 Mrd € für das Jahr 2004 lagen nur unwesentlich unter dem Vorjahresniveau.

Die Risikovorsorge im Kreditgeschäft im Unternehmensbereich CIB zeigte im vierten Quartal 2004 eine Nettoauflösung in Höhe von 57 Mio € gegenüber einer Nettoneubildung von 91 Mio € im vierten Quartal 2003. Diese Entwicklung reflektierte ein sich im Laufe des Jahres stetig verbesserndes Kreditumfeld  und spiegelt den Erfolg unserer verstärkten Risikodisziplin wider. Darüber hinaus beinhaltete die Risikovorsorge im vierten Quartal 2004 die Auflösung von Wertberichtigungen infolge einer Kreditrestrukturierung. Im Jahr 2004 belief sich die Risikovorsorge im Kreditgeschäft auf 24 Mio € nach 707 Mio € in 2003.

Im vierten Quartal 2004 stieg die operative Kostenbasis des Konzernbereichs CIB um 8 % auf 2,7 Mrd €. Dieser Anstieg wurde nahezu vollständig durch höhere erfolgsabhängige Vergütungen, und hierbei teilweise durch die zuvor genannten Änderungen im Vergütungsmodell, verursacht. Im Jahr 2004 erhöhte sich die operative Kostenbasis um 3 % auf 10,2 Mrd €. Auch dieser Anstieg war im Wesentlichen auf höhere erfolgsabhängige Vergütungen zurückzuführen.

In den zinsunabhängigen Aufwendungen von CIB im vierten Quartal 2004 waren Restrukturierungsaufwendungen von 299 Mio € im Zusammenhang mit den Maßnahmen zur organisatorischen Weiterentwicklung enthalten.


Konzernbereich Private Clients and Asset Management

Der Konzernbereich Private Clients and Asset Management (PCAM) steigerte im vierten Quartal 2004 das bereinigte Ergebnis vor Steuern im Vergleich zum vierten Quartal 2003 um 28 % auf 363 Mio €. Die bereinigten Erträge betrugen im vierten Quartal 2004 2,0 Mrd € und waren damit 6 % unter dem Niveau des Vorjahresquartals. Die operative Kostenbasis sank im Vergleich zum vierten Quartal 2003 um 176 Mio € beziehungsweise 10 % auf 1,6 Mrd €. Die Risikovorsorge im Kreditgeschäft belief sich im vierten Quartal 2004 auf 79 Mio € und lag damit um 19 Mio € unter dem vierten Quartal 2003.

In 2004 stieg das Ergebnis vor Steuern des Konzernbereichs PCAM gegenüber dem Vorjahr um 387 Mio € beziehungsweise 35 % auf 1,5 Mrd €. Die operative Kostenbasis sank um 487 Mio € auf 6,2 Mrd € im Vergleich zum Jahr 2003, was im Wesentlichen auf verringerte Abfindungszahlungen zurückzuführen war. Die bereinigten Erträge betrugen 8,0 Mrd € im Vergleich zu 8,1 Mrd € in 2003. Die Risikovorsorge im Kreditgeschäft war mit 263 Mio € in 2004 um 58 Mio € niedriger als in 2003.

Die zinsunabhängigen Aufwendungen von PCAM beinhalteten im vierten Quartal 2004 Restrukturierungsaufwendungen von 98 Mio €.

Asset and Wealth Management (AWM) erzielte im vierten Quartal 2004, insbesondere infolge gesunkener bereinigter Erträge, ein bereinigtes Ergebnis vor Steuern von 99 Mio €, im Vergleich zu 207 Mio € im Vorjahresquartal. Die bereinigten Erträge von 850 Mio € waren 210 Mio € niedriger als im vierten Quartal 2003. Das Vorjahresquartal enthielt signifikante Erträge aus dem Immobiliengeschäft einschließlich eines Nettogewinns von 121 Mio € aus der Veräußerung bestimmter Immobilienbeteiligungen an den Global Real Estate Opportunity Fund. Zudem führten schwierige Marktbedingungen, ungünstige Wechselkursentwicklungen und Nettomittelabflüsse von Invested Assets zu niedrigeren Erträgen im vierten Quartal 2004. Höhere Brokerage-Erträge aus der erfolgreichen Platzierung von Investment-Produkten konnten diese negativen Faktoren nur teilweise ausgleichen. Die operative Kostenbasis von AWM war mit 758 Mio € um 11 % unter der des Vorjahresquartals. Dieser Rückgang war im Wesentlichen auf niedrigere erfolgsabhängige Vergütungen, auf geringere Sachaufwendungen und den stärkeren Euro zurückzuführen.

In 2004 betrug das bereinigte Ergebnis vor Steuern in AWM 490 Mio €, ein Rückgang um 158 Mio € im Vergleich zum Vorjahr. Die operative Kostenbasis sank um 169 Mio € auf 2,9 Mrd € im Jahr 2004. Die bereinigten Erträge von 3,4 Mrd € waren 9 % niedriger als im Vergleichsjahr, hauptsächlich aufgrund der erwähnten Transaktion im Immobiliengeschäft, aus der sich für das Gesamtjahr 2003 Erträge von 194 Mio € ergaben.

Im Geschäftsbereich Asset Management sanken die bereinigten Erträge im vierten Quartal 2004 verglichen mit dem Vorjahresquartal infolge niedrigerer Performance Fees aufgrund anhaltend schwieriger Marktbedingungen, die besonders das Hedge Fund-Geschäft betrafen. Des Weiteren war das vierte Quartal 2003 durch signifikante Erträge aus dem Immobiliengeschäft begünstigt. Verstärkt wurde der Rückgang durch den stärkeren Euro und durch Nettomittelabflüsse von Invested Assets. Sie verringerten sich im vierten Quartal 2004 netto um 20 Mrd €. Davon entfielen 77 % auf das institutionelle Geschäft in Großbritannien, das Retailgeschäft in Kontinentaleuropa (hauptsächlich im kurzfristigen Bereich) sowie auf das amerikanische Retailgeschäft. Unser Geschäftsmodell in Großbritannien wird momentan einer Überprüfung unterzogen.

Der Anstieg der bereinigten Erträge im Geschäftsbereich Private Wealth Management gegenüber dem vierten Quartal 2003 war vor allem durch die Steigerung transaktionsbezogener Erträge sowie durch das Angebot alternativer Investments und maßgeschneideter strukturierter Produkte bedingt. Unser Geschäft in Asien erzielte bei reger Kundennachfrage starke Zuwächse im Vertrieb alternativer Investments. Im deutschen Markt konnte PWM weiterhin von einer gesteigerten Renditeentwicklung der Vermögensverwaltungsprodukte sowie von Initiativen in neuen Investmentlösungen gegen Ende des Jahres profitieren.

Der Unternehmensbereich Private and Business Clients (PBC) erzielte im vierten Quartal 2004 ein bereinigtes Ergebnis vor Steuern von 265 Mio €. Dies entsprach einem  Anstieg von 189 Mio € im Vergleich zum vierten Quartal 2003. Die bereinigten Erträge lagen im vierten Quartal 2004 mit 1,2 Mrd € auf Rekordniveau und waren um 86 Mio € beziehungsweise 8 % höher als im Vorjahresquartal. Sie waren damit auf dem höchsten Stand seit Bildung des Geschäftsbereichs Private and Business Clients. Das Wachstum war hauptsächlich auf den Vertrieb von Anlage- und Versicherungsprodukten, letztere begünstigt durch Änderungen in der deutschen Steuergesetzgebung, zurückzuführen. Zusätzlich konnte PBC Steigerungen sowohl im Kreditgeschäft, im Wesentlichen bei Konsumentenkrediten, als auch im Einlagengeschäft verzeichnen. Die operative Kostenbasis im vierten Quartal 2004 betrug 845 Mio € und war damit um 79 Mio € geringer als im Vorjahresquartal. Dieser Rückgang war vor allem auf niedrigere Abfindungszahlungen zurückzuführen. Die Risikovorsorge im Kreditgeschäft war mit 77 Mio € um 23 Mio € geringer als im vierten Quartal 2003, welches höhere Risikovorsorgen im Zusammenhang mit Hypothekenkrediten in Deutschland enthielt.

 PBC erreichte für das Gesamtjahr 2004 sein Ziel von 1 Mrd € für das bereinigte Vorsteuerergebnis und hat dieses damit im Vergleich zu 2003 mehr als verdoppelt. Die bereinigten Erträge stiegen auf 4,6 Mrd € und waren um 4 % höher als im Vorjahr. Vorwiegend aufgrund niedrigerer Aufwendungen für Abfindungszahlungen verringerte sich die operative Kostenbasis um 9 % auf 3,3 Mrd €, während die Risikovorsorge im Kreditgeschäft von 269 Mio € wegen verbesserter Bonität der Kreditnehmer um 53 Mio € niedriger war als im Vorjahr.
 
 
Corporate Investments Group Division

Der bereinigte Verlust vor Steuern im Konzernbereich Corporate Investments (CI) belief sich im vierten Quartal 2004 auf 154 Mio € nach 42 Mio € im Vorjahresquartal. In 2004 betrug der bereinigte Verlust vor Steuern 194 Mio € gegenüber 236 Mio € in 2003.

Die bereinigten Erträge gingen im vierten Quartal 2004 gegenüber dem Vorjahresquartal um 60 Mio € auf minus 1 Mio € zurück. Dieser Rückgang war im Wesentlichen auf die Entkonsolidierung von maxblue Americas zurückzuführen. Den größten Einfluss auf den Unterschied zwischen bereinigten und berichteten Erträgen (68 Mio € im vierten Quartal 2004) hatte der Gewinn von 52 Mio € aus dem Verkauf unseres 49-prozentigen Anteils an DSI Financial Solutions Pte Ltd im Tausch gegen eine 6-prozentige Beteiligung an HCL Technologies Ltd. Die bereinigten Erträge sanken im Jahresvergleich von 448 Mio € in 2003 auf 238 Mio € in 2004. Der Rückgang resultierte im Wesentlichen aus Entkonsolidiertungseffekten (Telecolumbus und maxblue Americas) und niedrigeren Dividendenerträgen aus unserem Industriebeteiligungsportfolio. Der Unterschied zwischen bereinigten und berichteten Erträgen im Gesamtjahr 2004 war auf Gewinne im Zusammenhang mit unserem Industriebeteiligungsportfolio in Höhe von 176 Mio € und auf Nettogewinne aus anderen Beteiligungen in Höhe von 148 Mio € zurückzuführen. In 2003 wirkten sich Belastungen im Zusammenhang mit unserem Industriebeteiligungsportfolio und anderen Beteiligungen von 1,1 Mrd € auf das Ergebnis aus. Darin enthalten war ein Verlust von 490 Mio € für die vollständige Abschreibung unserer at equity bewerteten Beteiligung an der Gerling-Konzern Versicherungs-Beteiligungs-AG.

Die operative Kostenbasis im vierten Quartal 2004 von 149 Mio € umfasste Aufwendungen von 82 Mio € für nicht mehr benötigte Büroflächen infolge des Stellenabbaus beziehungsweise des Verkaufs von Geschäftsfeldern. Vergleichbare Aufwendungen im vierten Quartal des Vorjahres beliefen sich auf 11 Mio €. Der Rückgang der operativen Kostenbasis von 681 Mio € in 2003 auf 414 Mio € in 2004 war vor allem auf oben genannte  Entkonsolidierungseffekte und auf niedrigere projektbezogene Kosten zurückzuführen.

Die Alternative Assets von CI verringerten von 2,9 Mrd € im Dezember 2003 auf 1,6 Mrd € im Dezember 2004. Die Abnahme um 45 % reflektiert den anhaltenden Erfolg unserer Strategie des "De-Risking" der Bank.

 

Die angegebenen Zahlen sind vorläufig und nicht testiert. Der Jahresbericht 2004 wird am 24. März 2005 veröffentlicht.


Weitere Informationen erhalten Sie bei:

Deutsche Bank AG 
Presseabteilung

Dr. Kirsten Siersleben 069 / 910 38079
Dr. Ronald Weichert 069 / 910 38664


Die Ergebnisse des Geschäftsjahres 2004 werden heute in einer Presse-Konferenz um 10.00 Uhr (MEZ) und in einer Analysten-Konferenz um 14.00 Uhr erläutert (MEZ). Die Konferenzen werden im Internet übertragen: http://www.deutsche-bank.de/.


Diese Presseinformation enthält vorausschauende Aussagen. Vorausschauende Aussagen sind Aussagen, die nicht Tatsachen der Vergangenheit beschreiben; sie umfassen auch Aussagen über unsere Annahmen und Erwartungen. Jede Aussage in dieser Presseinformation, die unsere Absichten, Annahmen, Erwartungen oder Vorhersagen (sowie die zu Grunde liegenden Annahmen) wiedergibt, ist eine vorausschauende Aussage. Diese Aussagen beruhen auf Planungen, Schätzungen und Prognosen, die der Geschäftsleitung der Deutschen Bank derzeit zur Verfügung stehen. Vorausschauende Aussagen beziehen sich deshalb nur auf den Tag, an dem sie gemacht werden. Wir übernehmen keine Verpflichtung, solche Aussagen angesichts neuer Informationen oder künftiger Ereignisse weiterzuentwickeln.

Vorausschauende Aussagen beinhalten naturgemäß Risiken und Unsicherheitsfaktoren. Eine Vielzahl wichtiger Faktoren kann dazu beitragen, dass die tatsächlichen Ergebnisse erheblich von vorausschauenden Aussagen abweichen. Solche Faktoren sind etwa die Verfassung der Finanzmärkte in Deutschland, Europa, den USA und andernorts, wo wir einen erheblichen Teil unserer Erträge aus dem Wertpapierhandel erzielen; der mögliche Ausfall von Kreditnehmern oder Kontrahenten von Handelsgeschäften; die Umsetzung unserer Restrukturierung einschließlich des geplanten Personalabbaus; die Verlässlichkeit unserer Grundsätze, Verfahren und Methoden zum Risikomanagement; sowie andere Risiken, die in den von uns bei der U.S. Securities and Exchange Commission (SEC) hinterlegten Unterlagen dargestellt sind. Diese Faktoren sind in unserem SEC-Bericht nach "Form 20-F" vom 25. März 2004 auf den Seiten 9 bis 14 unter "Risk Factors" im Detail dargestellt. Dieses Dokument ist auf Anfrage bei uns erhältlich oder kann unter www.deutsche-bank.com/ir heruntergeladen werden.




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Letzte Änderung: 2.9.2013
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