Frankfurt am Main, 28. Juli 2005

Gewinn vor Steuern im 2. Quartal 2005 um 22% gestiegen auf 1,4 Mrd Euro nach Restrukturierungsaufwendungen von 116 Mio Euro


  • Gewinn nach Steuern um 44% auf 947 Mio € gegenüber dem zweiten Quartal 2004 gestiegen
  • Ertragswachstum um 9% auf 5,9 Mrd € gegenüber zweitem Quartal 2004
  • Eigenkapitalrendite vor Steuern und Restrukturierungsaufwendungen (basierend auf dem durchschnittlichen Active Equity) von 25% im zweiten Quartal 2005 und 29% im ersten Halbjahr 2005
  • Ergebnis je Aktie (verwässert) um 64% auf 1,90 € angestiegen gegenüber dem zweiten Quartal 2004
  • Erträge aus dem Emissions- und Beratungsgeschäft um 17% gegenüber dem zweiten Quartal 2004 gestiegen; Deutsche Bank ist weltweit die Nr. 4 im ersten Halbjahr 2005
  • Gutes Ergebnis in Sales & Trading (Debt) im zweiten Quartal; weltweit die Nr. 1 im Sales & Trading im zweiten Quartal und im ersten Halbjahr 2005
  • Private & Business Clients weiter erfolgreich mit Wachstum bei Konsumentenfinanzierung- und Anlageprodukten
  • Erhöhung der Dividende geplant; viertes Aktienrückkaufprogramm wird aufgenommen

Die Deutsche Bank erzielte im zweiten Quartal 2005 ein Ergebnis vor Steuern von 1,4 Mrd € nach Berücksichtigung von Restrukturierungsaufwendungen von 116 Mio €. Dies ist ein Anstieg von 22% gegenüber dem zweiten Quartal 2004. Im ersten Halbjahr stieg das Ergebnis vor Steuern um 17% auf 3,2 Mrd € nach Restrukturierungsaufwendungen von 284 Mio €. Der Gewinn nach Steuern stieg im zweiten Quartal 2005 gegenüber dem Vorjahresquartal um 44% auf 947 Mio €, im ersten Halbjahr 2005 gegenüber dem Vorjahreshalbjahr um 28% auf 2,1 Mrd €. Die Eigenkapitalrendite vor Steuern und Restrukturierungsaufwand (basierend auf dem durchschnittlichen Active Equity) betrug 25% im zweiten Quartal und 29% im ersten Halbjahr. Das Ergebnis je Aktie (verwässert) verbesserte sich im zweiten Quartal 2005 um 64% auf 1,90 € und im ersten Halbjahr um 43% auf 4,06 €.

Josef Ackermann, Sprecher des Vorstands und Chairman des Group Executive Committee, sagte: "Ich freue mich, Ihnen über ein sehr gutes Ergebnis der Deutschen Bank im zweiten Quartal 2005 berichten zu können. Unter Beibehaltung strikter Kosten- und Kapitaldisziplin haben wir ein Ergebnis erwirtschaftet, das die Qualität unseres Geschäftsmodells eindrucksvoll unterstreicht. Erneut konnten wir Erträge und Gewinn deutlich gegenüber der entsprechenden Vorjahresperiode steigern. Mit der erfreulichen Entwicklung in den ersten sechs Monaten des Jahres sind wir damit trotz teilweiser schwieriger Marktbedingungen sehr zufrieden."

Er ergänzte: "Auf Grund unseres guten Ergebnisses im ersten Halbjahr 2005 planen wir für das laufende Gesamtjahr eine deutliche Dividendenerhöhung. Darüber hinaus haben wir unsere Aktienrückkäufe wieder aufgenommen."


Wesentliche Ergebnisgrößen

Die Erträge im zweiten Quartal betrugen 5,9 Mrd € und lagen damit um 9% über dem Wert des Vorjahresquartals von 5,4 Mrd €. Die Erträge aus dem Emissions- und Beratungsgeschäft stiegen um 17%. Die Erträge aus Sales & Trading (Debt) lagen auf dem Niveau des zweiten Quartals 2004, während die Erträge aus Sales & Trading (Equity) um 12% im Vergleich zum Vorjahresquartal stiegen. Private Clients and Asset Management (PCAM) steigerte seine Erträge gegenüber dem zweiten Quartal 2004 um 4%. Im Halbjahresvergleich stiegen die Konzernerträge um 8% auf 12,5 Mrd €.

Die Risikovorsorge im Kreditgeschäft, die sowohl die Vorsorge für bilanzwirksame Risiken als auch für außerbilanzielle Verpflichtungen (Letztere werden in den zinsunabhängigen Aufwendungen ausgewiesen) enthält, betrug im Berichtsquartal 80 Mio € und blieb damit gegenüber dem zweiten Quartal 2004 und dem ersten Quartal 2005 nahezu unverändert. Im ersten Halbjahr sank die Risikovorsorge im Kreditgeschäft um 28% gegenüber dem ersten Halbjahr 2004. Die Problemkredite gingen von 4,8 Mrd € zum Ende des ersten Quartals 2005 auf 4,6 Mrd € zum Ende des Berichtsquartals zurück. Die Problemkreditquote fiel von 3,3% im ersten Quartal auf 3,2%. Damit haben die Problemkredite das niedrigste Niveau seit fünf Jahren erreicht, was die hohe Qualität des Kreditbuchs der Bank und das günstige Kreditumfeld widerspiegelt.

Die zinsunabhängigen Aufwendungen des Quartals betrugen 4,4 Mrd € gegenüber 4,1 Mrd € im zweiten Quartal 2004. Im Berichtsquartal waren in den zinsunabhängigen Aufwendungen Restrukturierungsaufwendungen in Höhe von 116 Mio € enthalten. Im ersten Halbjahr erhöhten sich die zinsunabhängigen Aufwendungen gegenüber dem ersten Halbjahr 2004 von 8,5 Mrd € auf 9,1 Mrd €. Im Berichtshalbjahr waren Restrukturierungsaufwendungen von 284 Mio € enthalten. Die operative Kostenbasis, in der Restrukturierungsaufwendungen und bestimmte andere Aufwandsgrößen nicht enthalten sind, belief sich im Berichtsquartal auf 4,3 Mrd €. Dies entspricht einem Anstieg von 4% gegenüber dem zweiten Quartal 2004 und einem Rückgang von 6% gegenüber dem ersten Quartal 2005. Im ersten Halbjahr stieg die operative Kostenbasis um 3% auf 8,8 Mrd €. Die erfolgsabhängigen Vergütungen erhöhten sich sowohl im Berichtsquartal als auch im ersten Halbjahr als Folge der guten operativen Ergebnisse. Die Personalkosten des zweiten Quartals 2005 waren trotzdem im Vergleich zum ersten Quartal 2005 rückläufig. Der Sachaufwand des zweiten Quartals 2005 blieb gegenüber dem Vorjahresquartal nahezu unverändert. Im Halbjahresvergleich ging der Sachaufwand um 2% zurück.

Das Ergebnis vor Steuern lag mit 1,4 Mrd € und nach Berücksichtigung von Restrukturierungsaufwendungen von 116 Mio € um 22% über dem Wert des Vorjahresquartals von 1,2 Mrd €. Im ersten Halbjahr lag das Ergebnis vor Steuern mit 3,2 Mrd € und nach Berücksichtigung von Restrukturierungsaufwendungen von 284 Mio € um 17% über dem Wert des ersten Halbjahres 2004 von 2,7 Mrd €. Die Eigenkapitalrendite vor Steuern (basierend auf dem durchschnittlichen Active Equity) betrug im Berichtsquartal 23%. Die Restrukturierungsaufwendungen reduzierten diese Kennziffer um 2 Prozentpunkte. Für das erste Halbjahr 2005 betrug die Eigenkapitalrendite vor Steuern (basierend auf dem durchschnittlichen Active Equity) 27%, wobei Restrukturierungsaufwendungen auch im Halbjahr diese Kennzahl um 2 Prozentpunkte verringerten.

Das Ergebnis nach Steuern im zweiten Quartal betrug 947 Mio € und erhöhte sich um 44 % gegenüber 656 Mio € im Vorjahresquartal. Das Ergebnis nach Steuern stieg von 1,6 Mrd € im ersten Halbjahr 2004 um 28% auf 2,1 Mrd € im ersten Halbjahr 2005.

Die effektive Steuerquote betrug ohne den Ausgleich des Ertrags aus Steuersatzänderungen für das zweite Quartal 33% nach 36 % für das erste Quartal 2005. Die Ermäßigung der Steuerquote war insbesondere verursacht durch die Auflösung von Steuerrückstellungen infolge reduzierter bzw. restrukturierter risikobehafteter Steuerpositionen. Ohne den Ausgleich des Ertrags aus Steuersatzänderungen betrug die effektive Steuerquote für das erste Halbjahr 35%.

Das Ergebnis je Aktie (verwässert) lag im zweiten Quartal mit € 1,90 um 64% über dem Wert des zweiten Quartals 2004 von € 1,16. Im ersten Halbjahr stieg das Ergebnis je Aktie (verwässert) um 43% auf € 4,06 gegenüber € 2,83 im ersten Halbjahr 2004.

Die BIZ-Kernkapitalquote (Tier-I) lag mit 9,1% zum Ende des Berichtsquartals über der Ziel-bandbreite von 8 bis 9%. Das durchschnittliche Active Equity im zweiten Quartal 2005 berücksichtigt einen höheren Abzugsposten infolge einer für das Jahr 2005 erwarteten höheren Dividende. Weiterhin hat die Deutsche Bank die Durchführung eines vierten Aktienrückkaufprogramms angekündigt.

Das Programm zur Neuausrichtung der Konzernstruktur wurde während des Berichtsquartals planmäßig umgesetzt. Die organisatorischen Veränderungen sind weitgehend abgeschlossen und Ertragssynergien erfüllen bzw. übertreffen die Erwartungen. Die Umsetzung der Maßnahmen zur Kostenreduzierung verläuft planmäßig. Seit Einführung des oben genannten Programms im vierten Quartal 2004 fielen bis zum Ende des zweiten Quartals Restrukturierungsaufwendungen von insgesamt 684 Mio € an. Die im ersten Halbjahr 2005 berücksichtigten Restrukturierungsaufwendungen liegen unter den ursprünglichen Schätzungen. Dies ist teilweise darauf zurückzuführen, dass auf Grund einer erhöhten Fluktuationsrate in den betroffenen Bereichen die erwarteten Abfindungszahlungen niedriger ausfielen. Die ursprünglich geplanten Kostenreduzierungen und Aufwendungen zur Erreichung dieser Einsparungen haben weiterhin Bestand.


Segmentberichterstattung

Konzernbereich Corporate and Investment Bank

Der Konzernbereich Corporate and Investment Bank (CIB) erzielte im Berichtsquartal ein bereinigtes Ergebnis vor Steuern von 855 Mio €. Dies entspricht einem Anstieg um 93 Mio € bzw. 12 % gegenüber dem Vergleichsquartal des Vorjahres. Das Ergebnis vor Steuern, das im zweiten Quartal 2005 Restrukturierungsaufwendungen in Höhe von 47 Mio € und im zweiten Quartal 2004 Nettogewinne von 6 Mio € aus der Veräußerung von Geschäftsfeldern/Tochtergesellschaften enthielt, stieg von 769 Mio € auf 808 Mio €.

Trotz der deutlich schwierigeren Marktbedingungen stiegen die Erträge gegenüber dem zweiten Quartal des Vorjahres um 8% auf 3,6 Mrd € im zweiten Quartal 2005. Die Performance aus Sales and Trading (Debt und sonstige Produkte) konnte auf dem hohen Niveau des Vorjahresquartals gehalten werden. Sowohl für das zweite Quartal als auch für das erste Halbjahr 2005 lagen, wir gemessen an den Erträgen in Sales und Trading, auf dem Spitzenplatz weltweit. Die gestiegenen Erträge aus dem Emissions- und Beratungsgeschäft spiegeln zunehmende Aktivitäten auf den Aktienemissionsmärkten und höhere Volumina im M&A-Geschäft wider. Die Bank konnte, gemessen am globalen Provisionsaufkommen und ihrer Platzierung in europäischen sowie US-amerikanischen Ranglisten, ihre Wettbewerbsposition weiter verbessern.

Die Erträge aus Sales and Trading (Debt und sonstige Produkte) von 1,6 Mrd € lagen im zweiten Quartal 2005 auf dem hohen Niveau des zweiten Quartals des Vorjahres. Damit konnte die Bank ihren weltweiten Spitzenplatz, gemessen an den Erträgen für diese Produkte, behaupten. Das Geschäft mit Kreditderivaten und Collateralised Debt Obligations (CDOs) erwies sich als robust vor dem Hintergrund der äußerst schwierigen Marktbedingungen, nachdem die bedeutenden Ratingagenturen den Anleihen zweier weltweit führender Automobilkonzerne den Investment-Grade-Status aberkannten. Die Erträge im Geschäft mit Commodities und in Schwellenländern waren, gemessen am Vergleichszeitraum des Vorjahres, deutlich höher, während die Erträge aus dem Handel mit Zinsprodukten geringfügig sanken. Die führende Marktposition im Geschäft mit standardisierten Produkten wurde von der Zeitschrift Euromoney gewürdigt, die die Deutsche Bank im zweiten Jahr in Folge zum "World's Best Foreign Exchange House" kürte. Das Engagement in strukturierten High-Value-Produkten wurde durch die Auszeichnungen der Deutschen Bank als "World's Best Investment-Grade Bond House" und "Best Bank at Risk Management in North America and Latin America" durch Euromoney bestätigt.

Sales and Trading (Equity) erzielte im zweiten Quartal 2005 Erträge in Höhe von 602 Mio €. Die Performance des Eigenhandelsgeschäfts verbesserte sich im Vergleich zum zweiten Quartal 2004, obwohl das Geschäft mit Wandelschuldverschreibungen auf Grund der extrem schwierigen Marktbedingungen weiter hinter den Erwartungen zurückblieb. Im Berichtszeitraum hat die Bank die Risiken aus dem Eigenhandelsgeschäft weiter reduziert sowie weitere Handelsstrategien an Drittfonds übertragen. Das Global-Prime-Services-Geschäft hatte gegenüber dem Vorjahreszeitraum ein starkes zweites Quartal 2005, was vor allem auf die Zunahme der Kundenaktivitäten im Structured-Equity-Finance-Geschäft zurückzuführen ist. Geringe Marktvolumina und ein starker Wettbewerb im Program Trading wirkten sich negativ auf die Erträge aus dem klassischen Aktiengeschäft aus. Zusätzlich wirkte sich mit 65 Mio € die Auflösung einer in Vorperioden gebildeten und nun nicht mehr benötigten Rückstellung für operative Risiken positiv auf das Ergebnis des Berichtsquartals aus.

Die Erträge aus dem Emissions- und Beratungsgeschäft betrugen im Berichtsquartal 548 Mio € und lagen damit um 78 Mio € bzw. 17% höher als im zweiten Quartal 2004, da die Bank ihren Anteil am globalen Investment-Banking-Provisionsaufkommen, insbesondere in den USA, ausbauen konnten. Im ersten Halbjahr 2005 konnte die Bank ihre Wettbewerbsposition, gemessen am globalen Provisionsaufkommen, weiter stärken und steht nun gemäß der Studie von Dealogic an vierter Stelle. Die Anleihemärkte waren im zweiten Quartal 2005 leicht rückläufig, wobei das weltweite Emissionsgeschäft mit hochverzinslichen Unternehmensanleihen deutlich schwächer war als im Jahr zuvor. Dennoch erzielte die Bank im Emissionsgeschäft (Debt) leicht höhere Erträge. Dies belegt die weiterhin starke Marktposition im Geschäft mit Investment-Grade- und hochverzinslichen Schuldtiteln. Zusätzlich wurde die Bank von der Zeitschrift Euromoney als "Best Debt House in Western Europe" ausgezeichnet. Die Erträge aus dem Emissionsgeschäft (Equity) verbesserten sich gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres auf Grund gestiegener Aktivität in den Emissionsmärkten in Europa. Auch im Beratungsgeschäft konnten die Erträge gegenüber dem Vorjahr gesteigert werden, da sich der Anstieg des M&A-Volumens, insbesondere in den USA und Asien/Pazifik, weiter fortsetzte. Zusätzlich konnte die Bank ihre Position durch den Gewinn von Beratungsmandaten bei wegweisenden Transaktionen im zweiten Quartal 2005 stärken. Dazu gehörten mit einem Volumen von 9,4 Mrd GBP die geplante Akquisition von Allied Domecq durch Pernod-Ricard sowie die Transaktion mit Wind Telecomunicazioni SpA mit einem Volumen von 17,2 Mrd €, an der die Bank auch bei der Finanzierung beteiligt war. Diese Transaktion war das zweitgrößte je durchgeführte Leveraged-Buy-out-Geschäft und das größte in Europa.

Die Erträge aus dem Kreditgeschäft stiegen im zweiten Quartal 2005 gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres um 20% auf 312 Mio €. Marktwertanpassungen bei Absicherungsgeschäften für Kreditrisiken konnten den Rückgang des Zinsüberschusses, der auf eine Reduktion des Kreditvolumens auf Grund einer disziplinierten Kreditvergabe bei niedrigerer Nachfrage zurückzuführen ist, überkompensieren.

Im zweiten Quartal 2005 beliefen sich die Erträge aus Transaction Services auf 478 Mio € und lagen damit um 20 Mio € über dem Niveau des Vergleichszeitraums des Vorjahres. Zu diesem Anstieg trug im Wesentlichen Trust & Securities Services mit seinen guten Ergebnissen im Structured-Finance-Services-Geschäft und Cash Management Corporates bei.

Die Risikovorsorge im Kreditgeschäft im Konzernbereich CIB betrug im Berichtsquartal 3 Mio € und blieb damit gegenüber dem zweiten Quartal 2004 nahezu unverändert. Dieses niedrige Niveau spiegelt die Qualität des Firmenkreditbuchs sowie weitere Auflösungen von Vorsorgen nach erfolgreichen Workoutaktivitäten wider.

Die operative Kostenbasis betrug im zweiten Quartal 2005 2,7 Mrd € und stieg um 7% gegenüber der Vergleichsperiode des Vorjahres. Dieser Anstieg war größtenteils auf höhere erfolgsabhängige Vergütungen infolge des verbesserten Ergebnisses zurückzuführen. Die zinsunabhängigen Aufwendungen (ohne Risikovorsorge für außerbilanzielle Verpflichtungen im Kreditgeschäft), die Restrukturierungsaufwendungen im Zusammenhang mit dem Programm zur Neuausrichtung der Konzernstruktur in Höhe von 47 Mio € enthalten, betrugen im Berichtsquartal 2,7 Mrd € gegenüber 2,5 Mrd € im zweiten Quartal 2004.


Konzernbereich Private Clients and Asset Management

Der Konzernbereich Private Clients and Asset Management (PCAM) erzielte im zweiten Quartal 2005 ein bereinigtes Ergebnis vor Steuern von 370 Mio € im Vergleich zu 380 Mio € im Vorjahresquartal. Der Gewinn vor Steuern betrug 301 Mio € und beinhaltet Restrukturierungsaufwand von 69 Mio €. Im Vergleichsquartal 2004 war im Gewinn vor Steuern von 355 Mio € ein anteiliger Verlust aus dem Verkauf einer Tochtergesellschaft von 25 Mio € für Private & Business Clients (PBC) berücksichtigt.

Die Invested Assets des Konzernbereichs PCAM stiegen im zweiten Quartal 2005 um 36 Mrd € auf 908 Mrd €. Haupteinflussfaktoren dafür waren mit 23 Mrd € günstige Währungskursentwicklungen und mit 21 Mrd € positive Marktentwicklungen, die teilweise durch Nettomittelabflüsse von 10 Mrd € kompensiert wurden. Zusätzlich verzeichnete Private Wealth Management (PWM) Nettomittelzuflüsse von 2 Mrd € im Quartal bzw. 4 Mrd € im ersten Halbjahr. Diese Entwicklung spiegelt den anhaltenden Erfolg integrierter Serviceleistungen in PWM wider. Nettomittelabflüsse im Asset Management (AM) betrugen 12 Mrd €, vorwiegend in Großbritannien, Amerika und Asien, wobei in Kontinentaleuropa Nettomittelzuflüsse von 2 Mrd € erzielt wurden. Von den Nettomittelabflüssen in Asien waren zum Teil auch Mandate asiatischer Klienten betroffen, die aus Großbritannien heraus verwaltet wurden. Als Reaktion auf die günstigen Entwicklungen in Asien, wird AM seine Produktstrategie weiterhin auf höherwertige, alternative Produkte in der Region fokussieren.

Der Unternehmensbereich Asset and Wealth Management (AWM) berichtet ein bereinigtes Ergebnis vor Steuern von 124 Mio €. Im Vergleich zum Vorjahresquartal war dies ein Rückgang von 12 Mio € oder 9%. Der Gewinn vor Steuern, nach Restrukturierungsaufwand von 54 Mio €, betrug 70 Mio € im Vergleich zu 136 Mio € im zweiten Quartal 2004. Dies reflektiert die derzeit stattfindende grundlegende Reorganisation im Geschäftsbereich AM.

In AWM stiegen die Erträge im Vergleich zum Vorjahresquartal leicht an. Bereinigt um einen Einmalertrag im Vorjahresquartal erzielte PWM einen starken Ertragszuwachs. Im Wesentlichen trugen die um 35 Mio € verbesserten Erträge im Brokerage zu diesem Wachstum bei, das insbesondere aus einer starken Kundennachfrage nach höherwertigen Finanzprodukten resultierte. Darüber hinaus erreichte AM Ertragszuwächse aus der Vermögensverwaltung von 30 Mio €. Dieser Anstieg war vor allem auf anhaltendes Wachstum in Deutschland und Kontinentaleuropa, sowie auf hohe Performance Fees im Geschäft mit Alternativen Investments zurückzuführen. Ertragsrückgänge bei anderen Produkten von 49 Mio € kompensierten diese Zuwächse teilweise. Diese Rückgänge resultierten vorwiegend aus einem im Vorjahr enthaltenen Ertrag aus der Verwertung von Sicherheiten, die aus einem notleidenden Kreditengagement übernommenen worden waren.
 
Die operative Kostenbasis von AWM war 26 Mio € höher als im zweiten Quartal 2004, bedingt durch Transaktionskosten im Real Estate Geschäft und Zuführungen zu Rückstellungen für Rechtsrisiken. Die zinsunabhängigen Aufwendungen stiegen auf Grund des vorgenannten Restrukturierungsaufwands von 54 Mio € im Berichtsquartal um 80 Mio € an.

Anfang Juli 2005 wurde eine Vereinbarung über den Verkauf von Teilen des traditionellen AM-Geschäfts in Großbritannien, sowie des Active-Fixed-Income-Geschäfts mit Sitz in Philadelphia unterzeichnet. Die Hedgefonds- und Real-Estate-Aktivitäten von AM in Großbritannien wie auch das High-Yield-Geschäft in Philadelphia sind jedoch vom Verkauf ausgenommen und bilden weiterhin einen wesentlichen Teil der AM-Strategie zum Ausbau des Geschäfts mit hochwertigen Produkten.

Das bereinigte Ergebnis vor Steuern im Unternehmensbereich Private & Business Clients (PBC) blieb mit 246 Mio € im zweiten Quartal 2005 auf dem hohen Niveau des zweiten Quartals 2004. Diese Ertragsstärke konnte dank einer soliden Entwicklung bei Schlüsselprodukten und bei gleichzeitigen, fortgesetzten Investitionen in die Plattform erzielt werden. Der Gewinn vor Steuern stieg von 219 Mio € im zweiten Quartal 2004 auf 231 Mio € im Berichtsquartal. Während das zweite Quartal 2005 Restrukturierungsaufwand von 15 Mio € enthielt, war das Vorjahresquartal durch den anteiligen Verlust aus dem Verkauf einer Tochtergesellschaft von 25 Mio € belastet.

Die Erträge stiegen um 65 Mio € im Vergleich zum zweiten Quartal 2004. Aus der Vermögensverwaltung wurden 7 Mio € höhere Erträge als im Vorjahresquartal erzielt. Im Brokerage wurden 26 Mio € höhere Erträge verzeichnet, die auf weitere erfolgreiche Produktplatzierungen zurückzuführen sind. Die Erträge aus Zahlungsverkehr, Kontoführung und sonstigen Finanzdienstleistungen, die auch die Erträge aus der Vermittlung von Versicherungen enthalten, sanken im Vergleich zum Vorjahr. Darin spiegelt sich die rückläufige Vermittlung von Versicherungsprodukten wider, die im Vorjahr durch die Änderung steuerlicher Regelungen in Deutschland stark begünstigt war. PBC erzielte zudem Volumenzuwächse bei Kredit- und Einlagenprodukten. Des Weiteren erhöhten sich die Erträge aus anderen Produkten um 61 Mio € gegenüber dem Vorjahresquartal. Dieser Anstieg resultierte zum einen aus höheren Erträgen aus der Liquiditätssteuerung und dem Zinsrisikomanagement und zum anderen aus dem vorgenannten Veräußerungsverlust im Vorjahresquartal.

Die Risikovorsorge im Kreditgeschäft war mit 73 Mio € im zweiten Quartal 2005 um 7 Mio € höher als im Vorjahresquartal, teilweise als Folge der Umsetzung einer Strategie der Ausweitung des Konsumentenkreditgeschäfts.

Gezielte Investitionen in den Ausbau und die Erweiterung der Plattform innerhalb und außerhalb Deutschlands, die insbesondere höhere Kosten für Informationstechnologie und Marketing mit sich brachten, erhöhten die operative Kostenbasis um 32 Mio € im Vergleich zum Vorjahresquartal. Die zinsunabhängigen Aufwendungen, die zusätzlich zu den vorgenannten Aufwendungen auch 15 Mio € Restrukturierungsaufwand im laufenden Quartal enthielten, stiegen im Vergleich zum zweiten Quartal 2004 um 47 Mio €.


Konzernbereich Corporate Investments

Der Konzernbereich Corporate Investments (CI) wies im zweiten Quartal 2005 einen bereinigten Gewinn vor Steuern von 144 Mio € aus und konnte damit sein Ergebnis gegenüber einem Gewinn von 128 Mio € im Vorjahresquartal um 16 Mio € steigern. Die bereinigten Erträge des Berichtsquartals betrugen 200 Mio € gegenüber 224 Mio € im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Beide Quartale enthielten Dividenden aus dem Industriebeteiligungsportfolio von etwa 200 Mio €. Das Ergebnis vor Steuern des Konzernbereichs CI betrug 202 Mio € im zweiten Quartal 2005 gegenüber 179 Mio € im zweiten Quartal 2004. Diese Ergebnisse beinhalten diverse Posten, die bei der Ermittlung des bereinigten Ergebnisses herausgerechnet werden. So beinhaltete das Berichtsquartal Zahlungen von Versicherungsgesellschaften zur Deckung von Verlusten im Zusammenhang mit dem Gebäude 130 Liberty Street von 39 Mio € und Gewinne aus at equity bewerteten und anderen Beteiligungen in Höhe von 18 Mio €. Das Vorjahresquartal enthielt Gewinne aus dem Verkauf von Industriebeteiligungen von 100 Mio €, Verluste aus at equity bewerteten und anderen Beteiligungen von 57 Mio € und einen Gewinn von 8 Mio € aus der Veräußerung von Geschäftsaktivitäten.

Die zinsunabhängigen Aufwendungen von CI lagen mit 52 Mio € im zweiten Quartal 2005 um 36 Mio € unter dem Vergleichswert des Vorjahres von 88 Mio €. Verantwortlich für den Rückgang waren im Wesentlichen Kosten in Höhe von 39 Mio € für nicht mehr benötigte Büroflächen infolge der Senkung der Mitarbeiterzahl und des Verkaufs von Geschäftsfeldern, die im zweiten Quartal 2004 anfielen.

Der Buchwert der "Alternative Assets" von CI ging von 2,3 Mrd € zum Ende des zweiten Quartals 2004 um 35% auf 1,5 Mrd € zum Ende des Berichtsquartals zurück, was die Strategie des "De-Risking" der Bank reflektiert.

Consolidation & Adjustments

Consolidation & Adjustments beinhaltet Überleitungsposten, die auf Grund von Unterschieden zwischen den Methoden und Standards des internen Rechnungswesens und des externen Rechnungswesens (US GAAP) entstehen. Des Weiteren werden in Consolidation & Adjustments Sachverhalte erfasst, die nicht in der Managementverantwortung der Unternehmensbereiche liegen ("Corporate Items").

Im Berichtsquartal wurde in Consolidation & Adjustments ein Ergebnis vor Steuern von 103 Mio € gegenüber einem Verlust vor Steuern von 142 Mio € in der Vergleichsperiode des Vorjahres ausgewiesen. Das zweite Quartal 2005 beinhaltete positive Überleitungsposten auf Grund der unterschiedlichen Behandlung von Ergebnissen aus Eigenen Aktien und von Absicherungsgeschäften für eigene Schuldverschreibungen und kurzfristige Refinanzierungen. Im zweiten Quartal des Vorjahres wirkten sich vergleichbare Überleitungssachverhalte negativ aus. Darüber hinaus wurde Consolidation & Adjustments im Berichtsquartal positiv durch Ergebnisse aus Corporate Items beeinflusst.


Aktienrückkaufprogramm

Der Vorstand hat in Ausübung der von der ordentlichen Hauptversammlung am 18. Mai 2005 beschlossenen Ermächtigung mit sofortiger Wirkung den Start eines neuen Aktienrückkaufprogramms beschlossen. Im Rahmen dieses neuen Programms können bis zum 31. Oktober 2006 eigene Aktien bis zu 10% des Grundkapitals zum Zeitpunkt der Hauptversammlung, d.h. bis zu 54.832.129 Aktien, erworben werden. Das Aktienrückkaufprogramm kann zu Gunsten von strategischen Wachstumsinitiativen ausgesetzt werden.

Die Rückkäufe werden wiederum sowohl über direkten Erwerb von Aktien auf XETRA als auch gegebenenfalls über Derivate getätigt. Mit den zurückgekauften Aktien beabsichtigt die Deutsche Bank AG, sowohl das Aktienkapital herabzusetzen als auch mögliche Verpflichtungen aus Aktienvergütungsprogrammen zu bedienen. Die Deutsche Bank AG behält sich vor, die zurückgekauften Aktien auch zu weiteren im Einklang mit dem Ermächtigungsbeschluss der Hauptversammlung umfassten Zwecken zu verwenden.

Über die Fortschritte des Aktienrückkaufprogramms wird die Bank regelmäßig auf ihrer Homepage unter www.deutsche-bank.de/ir informieren.


Weitere Informationen erhalten Sie bei:

Deutsche Bank AG  Presseabteilung

Dr. Kirsten Siersleben  069 / 910 38079
Dr. Ronald Weichert  069 / 910 38664


Der vollständige Zwischenbericht zum 30. Juni 2005 kann im Internet abgerufen werden: www.deutsche-bank.de/2Q2005. Ebenso ein Zahlenanhang (nur englisch): www.deutsche-bank.de/ir/financial-supplements.

Heute um 9.00 Uhr (MEZ) findet eine Telefonkonferenz zum Quartalsergebnis statt. Die Konferenz wird im Internet übertragen: www.deutsche-bank.de/ir/video-audio.

 


Diese Presse-Information enthält zukunftsgerichtete Aussagen. Zukunftsgerichtete Aussagen sind Aussagen, die nicht Tatsachen der Vergangenheit beschreiben; sie umfassen auch Aussagen über unsere Annahmen und Erwartungen. Jede Aussage in dieser Presse-Information, die unsere Absichten, Annahmen, Erwartungen oder Vorhersagen (sowie die zugrundeliegenden Annahmen) wiedergibt, ist eine zukunftsgerichtete Aussage. Diese Aussagen beruhen auf Planungen, Schätzungen und Prognosen, die der Geschäftsleitung der Deutschen Bank derzeit zur Verfügung stehen. Zukunftsgerichtete Aussagen beziehen sich deshalb nur auf den Tag, an dem sie gemacht werden. Wir übernehmen keine Verpflichtung, solche Aussagen angesichts neuer Informationen oder künftiger Ereignisse weiterzuentwickeln.

Zukunftsgerichtete Aussagen beinhalten naturgemäß Risiken und Unsicherheitsfaktoren. Eine Vielzahl wichtiger Faktoren kann dazu beitragen, dass die tatsächlichen Ergebnisse erheblich von zukunftsgerichteten Aussagen abweichen. Solche Faktoren sind etwa die Verfassung der Finanzmärkte in Deutschland, Europa, den USA und andernorts, wo wir einen erheblichen Teil unserer Erträge aus dem Wertpapierhandel erzielen, der mögliche Ausfall von Kreditnehmern oder Kontrahenten von Handelsgeschäften, die Verlässlichkeit unserer Grundsätze, die Umsetzung unserer Management Agenda, Verfahren und Methoden zum Risikomanagement, sowie andere Risiken, die den von uns bei der U.S. Securities and Exchange Commission (SEC) hinterlegten Unterlagen dargestellt sind. Diese Faktoren sind in unserem SEC-Bericht nach "Form 20-F" vom 24. März 2005 im Abschnitt "Risk Factors" im Detail dargestellt. Dieses Dokument ist auf Anfrage bei uns erhältlich oder kann unter www.deutsche-bank.com/ir heruntergeladen werden.




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Letzte Änderung: 2.9.2013
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