Frankfurt am Main, 28. Oktober 2005

Deutsche Bank: Gewinn vor Steuern um 87 Prozent auf 1,9 Milliarden Euro gestiegen; bestes Ergebnis in einem dritten Quartal


  • Gewinn nach Steuern um 46 Prozent auf 1 Milliarde Euro gestiegen
  • Ertragswachstum von 31 Prozent auf 6,6 Milliarden Euro
  • Eigenkapitalrendite vor Steuern (basierend auf dem durchschnittlichen Active Equity) stieg auf 29 Prozent im dritten Quartal; in den ersten neun Monaten auf 28 Prozent
  • Ergebnis je Aktie (verwässert) um 48 Prozent auf 1,89 Euro verbessert
Die Deutsche Bank hat heute ihre Ergebnisse für das dritte Quartal 2005 veröffentlicht. Das Ergebnis vor Steuern betrug 1,9 Mrd € und lag um 87% über dem Vorjahresquartal. Im Ergebnis des Berichtsquartals waren Restrukturierungsaufwendungen von 156 Mio € und ein Gewinn von 337 Mio € aus dem Verkauf von DaimlerChrysler-Aktien enthalten. In den ersten neun Monaten verbesserte sich das Ergebnis vor Steuern um 36% auf 5,1 Mrd €. Der Gewinn nach Steuern stieg um 46% auf 1,0 Mrd € im dritten Quartal beziehungsweise um 34% auf 3,0 Mrd € für die ersten neun Monate dieses Jahres. Die Eigenkapitalrendite vor Steuern (basierend auf dem durchschnittlichen Active Equity) betrug 29% im dritten Quartal und 28% in den ersten neun Monaten. Ohne Berücksichtigung von Restrukturierungsaufwendungen und des Gewinns aus dem Verkauf von DaimlerChrysler-Aktien lag die Eigenkapitalrendite vor Steuern (basierend auf dem durchschnittlichen Active Equity) im dritten Quartal bei 26% und im Zeitraum Januar bis September bei 28%. Das Ergebnis je Aktie (verwässert) verbesserte sich im dritten Quartal um 48% auf 1,89 € und in den ersten neun Monaten um 44% auf 5,95 €.

Josef Ackermann, Sprecher des Vorstands und Chairman des Group Executive Committee, sagte: "Im dritten Quartal 2005 haben wir das beste Ergebnis erwirtschaftet, das die Deutsche Bank jemals in einem dritten Quartal erzielen konnte. In unseren wichtigsten Märkten verbesserte sich das Geschäftsklima und die Aktivitäten unserer Kunden nahmen zu. Dies führte für unser Haus zu höheren Umsätzen und einer spürbaren Ergebnisverbesserung."

Er ergänzte: "Nach drei hervorragenden Quartalen sind wir optimistisch, einen erfolgreichen Abschluss für das Gesamtjahr 2005 vorzulegen und diese positive Entwicklung im Jahr 2006 fortzuführen. Wir haben eine klare Strategie; unsere Wachstumsdynamik ist hoch und an unserem strengen Kosten-, Risiko- und Kapitalmanagement halten wir fest. Wir sind daher zuversichtlich, dass wir auch künftig bei positiven Märkten und insgesamt stabilen Rahmenbedingungen unser Rentabilitätsziel erreichen und nachhaltigen Mehrwert für unsere Aktionäre schaffen können."

Wesentliche Ergebnisgrößen

Die Erträge betrugen im dritten Quartal 6,6 Mrd € und lagen damit um 31% über dem Wert des Vorjahresquartals. Der Gewinn aus dem Verkauf von DaimlerChrysler-Aktien trug 7 Prozentpunkte zu diesem Anstieg bei. Die Gesamterträge aus Sales and Trading verbesserten sich um 56% auf 2,9 Mrd €, das beste je in einem dritten Quartal erzielte Ergebnis. Im Sales-and-Trading (Equity)-Geschäft stiegen die Erträge um 155% auf 1,0 Mrd €. Die Erträge aus Sales and Trading (Debt und sonstige Produkte) nahmen um 29% auf 1,9 Mrd € zu. Im Emissions- und Beratungsgeschäft wurde mit einem um 25% auf 571 Mio € gestiegenen Ertrag das beste Ergebnis seit elf Quartalen erzielt. Private Clients and Asset Management (PCAM) verbesserte die Erträge gegenüber dem dritten Quartal 2004 um 11% auf 2,2 Mrd €. Dieser Anstieg war im Wesentlichen auf einen Ertragszuwachs von 19% im Bereich Asset and Wealth Management zurückzuführen. Für die ersten neun Monate 2005 lagen die Konzernerträge mit 19,1 Mrd € um 15% über dem Vergleichswert des Vorjahres.

Die Risikovorsorge im Kreditgeschäft, die sowohl die Vorsorge für bilanzwirksame Risiken als auch für außerbilanzielle Verpflichtungen enthält (letztere werden in den zinsunabhängigen Aufwendungen ausgewiesen), betrug im Berichtsquartal 91 Mio € nach 80 Mio € im Vorquartal und 58 Mio € im dritten Quartal 2004. Die Risikovorsorge im Kreditgeschäft für die ersten neun Monate dieses Jahres lag mit 252 Mio € um 11% unter dem Wert des Vorjahreszeitraums. Die Problemkredite gingen von 4,6 Mrd € am Ende des zweiten Quartals 2005 auf 4,3 Mrd € zum 30. September 2005 zurück. Damit sank die Problemkreditquote von 3,2% am Ende des Vorquartals auf 2,9% zum Ende des Berichtsquartals. Dies war der niedrigste Wert seit fünf Jahren. Die Deckungsquote blieb gegenüber dem 30. Juni 2005 mit 49% konstant. Diese positiven Entwicklungen spiegeln ein konsequentes Kreditrisikomanagement, die Qualität des Kreditbuchs und die Erfolge der Workoutaktivitäten wider.

Die zinsunabhängigen Aufwendungen des Quartals lagen mit 4,7 Mrd € um 17% über dem Vorjahresquartal. Sie enthielten im Berichtsquartal Restrukturierungsaufwendungen von 156 Mio €. In den ersten neun Monaten 2005 erhöhten sich die zinsunabhängigen Aufwendungen, einschließlich Restrukturierungsaufwendungen von 440 Mio €, auf 13,8 Mrd € gegenüber 12,5 Mrd € im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Die operative Kostenbasis, in der Restrukturierungsaufwendungen und bestimmte andere Aufwandsgrößen nicht enthalten sind, belief sich im Berichtsquartal auf 4,5 Mrd €, ein Anstieg von 13% gegenüber dem dritten Quartal 2004. Infolge der guten geschäftlichen Entwicklung stieg der in der operativen Kostenbasis enthaltene Personalaufwand wegen höherer erfolgsabhängiger Vergütungen um 18%. Der Sachaufwand erhöhte sich um 6%. Der Anstieg war im Wesentlichen auf höhere Rückstellungen für rechtliche Risiken, die ihren Ursprung in früheren Jahren hatten, zurückzuführen. Ohne diese Belastungen wäre der Sachaufwand gegenüber dem dritten Quartal 2004 trotz ausgeweiteter Geschäftsvolumina nahezu unverändert geblieben. In den ersten neun Monaten betrug die operative Kostenbasis 13,3 Mrd €. Sie lag um 6% über dem Vergleichswert des Vorjahres. Der Personalaufwand stieg um 10%, während der Sachaufwand im Wesentlichen unverändert blieb. Diese Entwicklung der operativen Kostenbasis spiegelt die anhaltende Kostendisziplin und den Erfolg des Programms zur Neuausrichtung der Konzernstruktur wider.

Das Ergebnis vor Steuern verbesserte sich im Berichtsquartal gegenüber dem dritten Quartal 2004 um 87% auf 1,9 Mrd €. Darin enthalten waren Restrukturierungsaufwendungen von 156 Mio € und ein Gewinn von 337 Mio € aus dem Verkauf von DaimlerChrysler-Aktien. Die Eigenkapitalrendite vor Steuern (basierend auf dem durchschnittlichen Active Equity) lag im Berichtsquartal bei 29%. Der Gewinn aus dem Verkauf der DaimlerChrysler-Aktien und die Restrukturierungsaufwendungen erhöhten diese Kennziffer per saldo um drei Prozentpunkte. Für die ersten neun Monate betrug das Ergebnis vor Steuern 5,1 Mrd €. Darin waren Restrukturierungsaufwendungen von 440 Mio € enthalten. Insgesamt erhöhte sich das Ergebnis vor Steuern um 36% gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Die Eigenkapitalrendite vor Steuern (basierend auf dem durchschnittlichen Active Equity) lag für die ersten neun Monate dieses Jahres bei 28%. Ohne Berücksichtigung von Restrukturierungsaufwendungen und des Gewinns aus dem Verkauf von DaimlerChrysler-Aktien betrug die Eigenkapitalrendite vor Steuern (basierend auf dem durchschnittlichen Active Equity) im Zeitraum Januar bis September 2005 ebenfalls 28%. Diese Kennziffer vergleicht sich mit der Zielgröße von 25% für das Gesamtjahr 2005.

Der Gewinn nach Steuern lag im Berichtsquartal mit 1,0 Mrd € um 46% über dem Wert des Vorjahresquartals. Aus dem Verkauf von DaimlerChrysler-Aktien ergab sich nach Berücksichtigung von Steuern ein Gewinn von 37 Mio €. Dem stand ein belastender  Nachsteuereffekt aus Restrukturierungsaufwendungen in Höhe von 97 Mio € entgegen. In den ersten neun Monaten 2005 verbesserte sich der Gewinn nach Steuern gegenüber dem Vergleichszeitraum 2004 um 34% auf 3,0 Mrd €.

Die effektive Steuerquote betrug einschließlich des Ausgleichs des Ertrags aus Steuersatzänderungen infolge des Verkaufs von DaimlerChrysler-Aktien im Berichtsquartal 47%. Bereinigt um diesen Ausgleich, lag die effektive Steuerquote bei 31%. In den ersten neun Monaten betrug die effektive Steuerquote 40% beziehungsweise 34% ohne den Ausgleich des Ertrags aus Steuersatzänderungen.

Das Ergebnis je Aktie (verwässert) lag im Berichtsquartal mit 1,89 € um 48% über dem Wert des Vergleichsquartals 2004 von 1,28 €. In den ersten neun Monaten 2005 verbesserte sich das Ergebnis je Aktie (verwässert) auf 5,95 € gegenüber 4,13 € im Vergleichszeitraum 2004. Dies entspricht einem Anstieg um 44%.

Die BIZ-Kernkapitalquote (Tier-I) lag zum 30. September 2005 bei 9,0% gegenüber 9,1% am 30. Juni 2005 und blieb damit am oberen Ende des Zielkorridors von 8% bis 9%. Die Deutsche Bank hat im Berichtsquartal 2,5 Millionen Eigene Aktien im Gegenwert von 184 Mio € zurückgekauft. In der Hauptversammlung am 18. Mai dieses Jahres wurde die Bank zum Rückkauf von bis zu 54,8 Millionen Aktien ermächtigt.

Bei der Umsetzung des Programms zur Neuausrichtung der Konzernstruktur wurden im Berichtsquartal weitere Fortschritte erzielt. Alle organisatorischen Veränderungen wurden weitestgehend abgeschlossen. Die Umsetzung der Personalmaßnahmen verläuft planmäßig. Die ursprünglich geplanten Einsparungen im Personalbereich, Kostenreduzierungen und Aufwendungen zur Umsetzung des Programms gelten unverändert.

Segmentberichterstattung

Konzernbereich Corporate and Investment Bank (CIB)

CIB erzielte im Berichtsquartal ein bereinigtes Ergebnis vor Steuern von 1,3 Mrd €. Dies entspricht einem signifikanten Anstieg von 136% gegenüber dem Vergleichsquartal des Vorjahres. Das Ergebnis vor Steuern, das im dritten Quartal 2005 Restrukturierungsaufwendungen von 54 Mio € enthielt, stieg von 557 Mio € auf 1,3 Mrd €.

Die Erträge erhöhten sich gegenüber dem dritten Quartal des Vorjahres um 41% auf 4,1 Mrd €. Die Sales-and-Trading-Bereiche profitierten von einer hohen Nachfrage nach Kapitalmarktprodukten, die auch in den traditionell schwächeren Monaten Juli und August anhielt. Das Angebot an strukturierten Produkten wurde weiter ausgebaut. Die Deutsche Bank wurde von der Zeitschrift Risk im Rahmen ihrer jährlichen Inter-Dealer-Umfrage als weltweit führender Derivateanbieter eingestuft. Auch das Emissions- und Beratungsgeschäft erzielte ausgezeichnete Ergebnisse. Darin spiegeln sich neben stärkerer Marktaktivität die gestiegenen Marktanteile im Aktienemissionsgeschäft und im M&A-Geschäft wider.

Sales and Trading (Debt und sonstige Produkte) erzielte im dritten Quartal 2005 Erträge von 1,9 Mrd €, ein Rekordergebnis für ein drittes Quartal. Gegenüber dem Vorjahresquartal erhöhten sich die Erträge um 29%. Im Geschäft mit strukturierten Produkten profitierte die Deutsche Bank von einem starken Ertragszuwachs. Hierzu trug vor allem eine sehr gute Performance im Geschäft mit Kreditderivaten bei, da die Kundenaktivität an den Kreditmärkten nach den schwierigen Bedingungen im Vorquartal wieder zunahm. Im Devisenhandelsgeschäft wurden aufgrund hoher Volumina an den Devisenmärkten, eines stabilen Zinsumfelds und weiterer Produktinnovationen deutlich höhere Erträge als im Vorjahr erreicht. Im Emerging Markets-Geschäft setzte sich das Wachstum, insbesondere in den Schwellenländern Europas und Lateinamerikas, weiterhin fort. Auch die Erträge aus dem Handel notleidender Schuldtitel stiegen deutlich. In dieser Entwicklung spiegeln sich die Fortschritte bei der Bereitstellung hochwertiger, maßgeschneiderter Workoutlösungen für die Kunden wider.

Die Erträge aus Sales and Trading (Equity) beliefen sich im Berichtsquartal auf 1,0 Mrd €. Sie lagen damit um 155% über dem Vergleichswert des dritten Quartals 2004. Zu dem deutlichen Ertragswachstum trugen alle Produktbereiche bei. Besonders stark stiegen die Erträge im Global-Equity-Derivatives-Geschäft. Dies war neben einer hohen Kundennachfrage auf die  starke Marktposition in diesem schnell wachsenden Produktsegment zurückzuführen. Auch das klassische Aktiengeschäft verzeichnete vor dem Hintergrund hoher Handelsvolumina, positiver Ausblicke für die wichtigsten Aktienindizes und starker Aktivität an den Aktienemissionsmärkten, insbesondere in Europa, starke Zuwächse. Der Global-Prime-Services-Bereich profitierte von positiven Marktbedingungen für Wertpapierleihegeschäfte und für Finanzierungsgeschäfte mit Kunden.
Im Eigenhandelsgeschäft waren die Erträge gegenüber dem dritten Quartal 2004 in einem günstigen Marktumfeld stark verbessert und es wurden hier weiterhin ausgewählte Geschäftsmöglichkeiten genutzt. Trotz des starken Ertragswachstums in Sales and Trading (Equity) stiegen die Risikopositionen vergleichsweise nur gering.

Die Erträge aus dem Emissions- und Beratungsgeschäft lagen im dritten Quartal mit 571 Mio € um 25% über dem Vorjahresquartal. Zu dem Anstieg im Emissionsgeschäft um 23% auf 424 Mio € trugen sowohl ein besseres Marktumfeld bei Aktienemissionen, insbesondere in Europa, als auch eine starke Erholung der globalen Märkte für hochverzinsliche Anleihen nach dem zweiten Quartal 2005 bei. Im Beratungsgeschäft erhöhten sich die Erträge aufgrund höherer Kundenaktivität und dadurch gestiegener M&A-Volumina um 28% gegenüber dem Vorjahresquartal. In diesem positiven Umfeld konnte, basierend auf Daten einer von Dealogic veröffentlichten Studie, der Anteil am globalen Provisionsaufkommen deutlich gesteigert werden. In Europa wurde der Anteil gegenüber dem dritten Quartal 2004 verdoppelt. Nach den ersten neun Monaten 2005 steht die Bank, gemessen am Transaktionsvolumen, an führender Stelle im europäischen Investment-Banking-Geschäft und hat eine Vielzahl bedeutender M&A-Transaktionen beratend begleitet.

Die Erträge aus dem Kreditgeschäft stiegen im dritten Quartal 2005 gegenüber dem Vorjahresquartal um 7% auf 240 Mio €. Der Anstieg war auf Marktwertanpassungen bei Absicherungsgeschäften für Kreditrisiken zurückzuführen und resultierte aus im Vergleich zum dritten Quartal 2004 höheren Credit Spreads. Gegenüber dem zweiten Quartal des aktuellen Geschäftsjahres entwickelten sich die Credit Spreads rückläufig. Ohne Berücksichtigung dieser Absicherungsgeschäfte spiegelt die Entwicklung der Erträge aus dem Kreditgeschäft die anhaltend selektive Kreditvergabe im Firmenkundengeschäft bei niedriger Nachfrage wider.

Die Erträge im Bereich Transaction Services lagen mit 494 Mio € im dritten Quartal 2005 um 7% über denen des Vergleichsquartals 2004. Die Deutsche Bank profitierte von den hohen Volumina an den Wertpapiermärkten und alle Kerngeschäftsfelder erreichten starke Ergebnisse. Dies galt insbesondere für das Trust-and-Securities-Services-Geschäft, einschließlich der Asset-Backed-Securities- und Mortgage-Backed-Securities-Aktivitäten, und das Trade-Finance-Geschäft. Zudem hat die Bank ihre führende Position als Anbieter von Cash-Management-Produkten für Finanzinstitute behauptet.

Die Risikovorsorge im Kreditgeschäft betrug im Berichtsquartal 5 Mio € und war gegenüber dem ersten und zweiten Quartal 2005 nahezu unverändert. Dieses anhaltend niedrige Niveau spiegelt die Qualität des Firmenkreditbuchs sowie weitere Auflösungen von Wertberichtigungen nach erfolgreichen Workoutaktivitäten wider.

Die operative Kostenbasis von 2,7 Mrd € stieg im Wesentlichen wegen höherer erfolgsabhängiger Vergütungen infolge verbesserter Ergebnisse um 18% gegenüber dem Vorjahresquartal. Die zinsunabhängigen Aufwendungen, die auch Restrukturierungsaufwendungen im Zusammenhang mit dem Programm zur Neuausrichtung der Konzernstruktur in Höhe von 54 Mio € enthielten, betrugen im Berichtsquartal 2,8 Mrd € gegenüber 2,3 Mrd € im dritten Quartal 2004.


Konzernbereich Private Clients and Asset Management (PCAM)

PCAM erwirtschaftete im Berichtsquartal bereinigte Erträge von 2,1 Mrd €, die den Wert des Vorjahresquartals um 10% überstiegen. Die Risikovorsorge im Kreditgeschäft erhöhte sich im Vergleich zum dritten Quartal 2004 um 36 Mio € auf 91 Mio €, während die operative Kostenbasis im gleichen Zeitraum um 2% auf 1,6 Mrd € stieg. Dadurch konnte das bereinigte Ergebnis vor Steuern um 34% auf 461 Mio €, nach 344 Mio € im Vergleichszeitraum, verbessert werden. Das Ergebnis vor Steuern, das zusätzlich Restrukturierungsaufwendungen von 100 Mio € und Gewinne aus der Veräußerung von Geschäftsfeldern von 49 Mio € enthielt, betrug 410 Mio €. Im Vergleichsquartal des Vorjahres war im Ergebnis vor Steuern von 362 Mio € ein Gewinn aus der Veräußerung von Geschäftsfeldern von 19 Mio € enthalten.

Die Invested Assets aus dem weitergeführten Geschäft des Konzernbereichs PCAM stiegen im Berichtsquartal vornehmlich wegen positiver Marktwertentwicklungen um 21 Mrd € auf 856 Mrd €. Dieser Anstieg wurde durch Rückgänge in veräußerten/zum Verkauf bestimmten Geschäftsfeldern kompensiert. Hier reduzierten sich die Invested Assets um 56 Mrd € auf 18 Mrd €. Der Rückgang resultierte im Wesentlichen aus dem im folgenden Absatz weiter ausgeführten Verkauf von Teilen des in Großbritannien ansässigen Asset-Management(AM)-Geschäfts zum 30. September 2005. Die noch verbliebenen auf zum Verkauf bestimmte Geschäftsfelder entfallenden Invested Assets werden voraussichtlich im vierten Quartal 2005 an den Käufer übertragen. Per saldo ergab sich für die Invested Assets von PCAM im Berichtsquartal ein Rückgang um 35 Mrd € auf 874 Mrd €.

Unternehmensbereich Asset and Wealth Management (AWM)

Im Juli 2005 gab der Bereich AM den Verkauf des wesentlichen Teils seines Geschäfts in Großbritannien und Philadelphia an die Aberdeen Asset Management PLC bekannt. Die erste Tranche der Transaktion wurde am 30. September 2005 abgeschlossen und betraf in Großbritannien die institutionellen Geschäftsbereiche: Equity, Fixed Income, Global Equity und Multi-Asset sowie auch DWS Retail. In einer weiteren Tranche ist im vierten Quartal 2005 der Übertrag des von Großbritannien und Philadelphia aus gesteuerten Geschäfts mit Kunden in den USA an Aberdeen Asset Management PLC vorgesehen.

AWM steigerte seine bereinigten Erträge im Berichtsquartal gegenüber dem Vorjahresquartal um 16% auf 962 Mio €. Die Erträge aus Portfolio/Fund Management (AM) verbesserten sich aufgrund höherer Performance Fees sowie anhaltender Nettozuflüsse in Kontinentaleuropa und im Immobiliengeschäft um 48 Mio €. Im Brokeragegeschäft in Private Wealth Management (PWM) stiegen die Erträge gegenüber dem Vorjahresquartal um 34 Mio €. Neben höheren Kundenumsätzen trug eine anhaltend starke Nachfrage nach höherwertigen Finanzprodukten zu der Verbesserung bei. Die Erträge aus dem Kredit-/Einlagengeschäft im Bereich PWM stiegen infolge höherer Volumina um 10 Mio €.

Die berichteten Erträge aus sonstigen Produkten im Bereich AWM beliefen sich im Berichtsquartal auf 119 Mio €. Sie beinhalteten einen Gewinn von 54 Mio € aus dem oben genannten Verkauf der ersten Tranche des AM-Geschäfts in Großbritannien. Dieser Ertrag wurde abzüglich operativer Kosten von 12 Mio €, die im Zusammenhang mit der Transaktion entstanden, nicht in den bereinigten Erträgen und damit nicht im bereinigten Ergebnis von AWM berücksichtigt. Die Erträge aus sonstigen Produkten beinhalteten zudem einen Ertrag von 21 Mio € aus der Auflösung von in Vorjahren gebildeten Rückstellungen, die nicht mehr benötigt wurden.

Die operative Kostenbasis von AWM war mit 742 Mio € um 3% höher als im Vergleichsquartal 2004. Dieser Anstieg war auf die vorgenannten transaktionsbezogenen  Kosten von 12 Mio € und auf höhere Aufwendungen für erfolgsabhängige Vergütungen infolge verbesserter Ergebnisse zurückzuführen.

AWM erreichte im Berichtsquartal ein um 106% auf 207 Mio  € verbessertes bereinigtes Ergebnis vor Steuern. Dieser positiven Entwicklung lagen drei Faktoren zu Grunde: die Fortschritte bei der Reorganisation des AM-Geschäfts, der anhaltende Ausbau der PWM-Plattform und die gestiegene Kundenaktivität in einem günstigeren Kapitalmarktumfeld.

Unternehmensbereich Private and Business Clients (PBC)

PBC steigerte seine bereinigten Erträge von 1,2 Mrd € um 5% gegenüber dem Vorjahresquartal. Die Erträge aus dem Brokeragegeschäft verbesserten sich aufgrund weiterhin erfolgreicher Platzierung von Anlageprodukten und höherer Kundenaktivität um 57 Mio  €. Im Kredit-/Einlagengeschäft blieben die Erträge im Vergleich zum dritten Quartal 2004 im Wesentlichen unverändert. Positiven Effekten aus höheren Kreditvolumina standen  Margenrückgänge im Einlagengeschäft, vor allem wegen eines starken Wettbewerbs in Deutschland, entgegen. Innerhalb der Erträge aus Zahlungsverkehr, Kontoführung und übrigen Finanzdienstleistungen, erreichten die Provisionen aus der Vermittlung von Versicherungen annähernd das hohe Niveau des dritten Quartals 2004.

In den Erträgen aus sonstigen Produkten von 80 Mio € war im Berichtsquartal ein Gewinn von 8 Mio € aus der Veräußerung des Private-Banking-Geschäfts in den Niederlanden enthalten. Dieser Gewinn wurde nicht in den bereinigten Erträgen berücksichtigt.
 
Die Risikovorsorge im Kreditgeschäft war im dritten Quartal 2005 mit 91 Mio € um 34 Mio € höher als im Vorjahresquartal. Diese Entwicklung war teilweise Folge der profitablen Ausweitung des Kreditvolumens, insbesondere im Konsumentenkreditgeschäft.

Die operative Kostenbasis von 835 Mio € stieg trotz eingeleiteter Wachstumsinitiativen nur geringfügig um 9 Mio € oder 1% gegenüber dem Vorjahresquartal. Diese Entwicklung führte, bei höheren bereinigten Erträgen, zu der besten je von PBC in einem Quartal erreichten bereinigten Aufwand-Ertrag-Relation.

Das bereinigte Ergebnis vor Steuern von 254 Mio € lag um 4% über dem Vorjahresquartal und blieb auf dem hohen Niveau der Vorquartale des laufenden Geschäftsjahrs. Im Berichtsquartal glichen höhere Erträge sowohl eine gestiegene Risikovorsorge im Kreditgeschäft als auch Aufwendungen für gezielte Wachstumsinitiativen in Europa und in wichtigen Schwellenländern aus. PBC hat im dritten Quartal 2005 den Ausbau seines Filialnetzes in Polen fortgesetzt. Im Oktober hat der Bereich eine Beteiligung an der Hua Xia-Bank in China bekannt gegeben und einen weit reichenden Kooperationsvertrag mit dem Institut geschlossen. In Indien hat PBC das Filialbankgeschäft aufgenommen. Wachstumsinitiativen in Deutschland umfassten den Abschluss einer exklusive Vertriebskooperation mit dem ADAC (Deutschlands und Europas größtem Automobilclub mit mehr als 15 Millionen Mitgliedern), die Auflegung eines speziellen Studentenkreditprogramms und den weiteren Ausbau der mobilen Vertriebsorganisation.


Konzernbereich Corporate Investments (CI)

Der Konzernbereich CI wies im dritten Quartal 2005 einen bereinigten Verlust vor Steuern von 33 Mio € aus und konnte damit sein Ergebnis gegenüber dem dritten Quartal 2004 um 28 Mio € verbessern. Der Gewinn vor Steuern, der diverse Sachverhalte enthält, die bei der Ermittlung des bereinigten Ergebnisses unberücksichtigt bleiben, belief sich im Berichtsquartal auf 375 Mio € gegenüber 40 Mio € im Vorjahresquartal. Der Anstieg resultierte im Wesentlichen aus einem Gewinn von 337 Mio € aus der Reduzierung des Anteils an der DaimlerChrysler AG.

Consolidation & Adjustments

Im dritten Quartal 2005 entstand ein Verlust vor Steuern von 163 Mio € im Vergleich zu einem Gewinn vor Steuern von 46 Mio € im Vorjahresquartal. Dieser Verlust war im Wesentlichen durch Zuführungen zu Rückstellungen für rechtliche Risiken, die ihren Ursprung in früheren Jahren hatten, in Höhe von 108 Mio € bedingt. Im dritten Quartal 2004 beinhaltete Consolidation & Adjustments Zinserträge von 110 Mio €, die aus Steuererstattungen für frühere Jahre resultierten.

 

Weitere Informationen erhalten Sie bei:

Deutsche Bank AG  Presseabteilung

Dr. Kirsten Siersleben 069 / 910 38079
Dr. Ronald Weichert 069 / 910 38664

 

Der vollständige Zwischenbericht zum 30. September 2005 kann im Internet abgerufen werden: www.deutsche-bank.de/3Q2005. Ebenso ein Zahlenanhang (nur englisch): http://www.deutsche-bank.de/ir/de/download/FDS_3Q2005.pdf.

Heute um 9.00 Uhr (MEZ) findet eine Telefonkonferenz zum Quartalsergebnis statt. Die Konferenz wird im Internet übertragen: www.deutsche-bank.de/ir/video-audio.

 

Diese Presse-Information enthält zukunftsgerichtete Aussagen. Zukunftsgerichtete Aussagen sind Aussagen, die nicht Tatsachen der Vergangenheit beschreiben; sie umfassen auch Aussagen über unsere Annahmen und Erwartungen. Jede Aussage in dieser Presse-Information, die unsere Absichten, Annahmen, Erwartungen oder Vorhersagen (sowie die zugrundeliegenden Annahmen) wiedergibt, ist eine zukunftsgerichtete Aussage. Diese Aussagen beruhen auf Planungen, Schätzungen und Prognosen, die der Geschäftsleitung der Deutschen Bank derzeit zur Verfügung stehen. Zukunftsgerichtete Aussagen beziehen sich deshalb nur auf den Tag, an dem sie gemacht werden. Wir übernehmen keine Verpflichtung, solche Aussagen angesichts neuer Informationen oder künftiger Ereignisse weiterzuentwickeln.

Zukunftsgerichtete Aussagen beinhalten naturgemäß Risiken und Unsicherheitsfaktoren. Eine Vielzahl wichtiger Faktoren kann dazu beitragen, dass die tatsächlichen Ergebnisse erheblich von zukunftsgerichteten Aussagen abweichen. Solche Faktoren sind etwa die Verfassung der Finanzmärkte in Deutschland, Europa, den USA und andernorts, wo wir einen erheblichen Teil unserer Erträge aus dem Wertpapierhandel erzielen, der mögliche Ausfall von Kreditnehmern oder Kontrahenten von Handelsgeschäften, die Verlässlichkeit unserer Grundsätze, die Umsetzung unserer Management Agenda, Verfahren und Methoden zum Risikomanagement, sowie andere Risiken, die den von uns bei der U.S. Securities and Exchange Commission (SEC) hinterlegten Unterlagen dargestellt sind. Diese Faktoren sind in unserem SEC-Bericht nach "Form 20-F" vom 24. März 2005 im Abschnitt "Risk Factors" im Detail dargestellt. Dieses Dokument ist auf Anfrage bei uns erhältlich oder kann unter www.deutsche-bank.com/ir heruntergela




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Letzte Änderung: 2.9.2013
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