Frankfurt am Main, 03. Mai 2006

Deutsche Bank: Gewinn vor Steuern im ersten Quartal 2006 steigt um 46% auf Rekordhöhe von 2,6 Mrd Euro


  • Gewinn nach Steuern um 55% auf 1,7 Mrd Euro gestiegen
  • Ertragswachstum um 21% auf 8,0 Mrd Euro
  • Eigenkapitalrendite vor Steuern beträgt 40%
  • Ergebnis je Aktie (verwässert) um 58% auf 3,30 Euro gestiegen
  • Quartalsergebnisse in Konzernbereichen Private Clients and Asset Management (PCAM) und Corporate and Investment Bank (CIB) auf Rekordniveau
  • Nettomittelzuflüsse in PCAM in Höhe von 12 Mrd Euro
Die Deutsche Bank erzielte im ersten Quartal 2006 ein Ergebnis vor Steuern von 2,6 Mrd €. Dies entspricht einem Anstieg um 46% gegenüber 1,8 Mrd € im ersten Quartal 2005. Der Gewinn nach Steuern stieg um 55% auf 1,7 Mrd € gegenüber 1,1 Mrd € im Vergleichsquartal des Vorjahres. Die berichtete Eigenkapitalrendite vor Steuern (basierend auf dem durchschnittlichen Active Equity) von 40% verbesserte sich um zehn Prozentpunkte im Vergleich zu 30% im ersten Quartal 2005. Gemäß Zielgrößendefinition, bei der Restrukturierungsaufwendungen und signifikante Gewinne aus dem Verkauf von Industriebeteiligungen unberücksichtigt bleiben, lag die Eigenkapitalrendite mit ebenfalls 40% um sieben Prozentpunkte über der Vergleichszahl des Vorjahres. Das Ergebnis je Aktie (verwässert) von 3,30 € stieg gegenüber dem ersten Quartal 2005 um 58%.

Dr. Josef Ackermann, Vorsitzender des Vorstands, sagte: "Dies war das erfolgreichste erste Quartal in der Geschichte der Deutschen Bank mit Rekordergebnissen sowohl in PCAM als auch in CIB. Das Marktumfeld war günstig: Die internationalen Kapitalmärkte entwickelten sich freundlich, die Beratungs- und Übernahmeaktivitäten im Unternehmenssektor waren weiterhin äußerst lebhaft mit Schwerpunkt Europa und hier insbesondere Deutschland, und die Nachfrage institutioneller und privater Kunden nach Vermögensanlageprodukten wuchs."

Ergänzend erklärte er: "Wir profitierten in vollem Umfang von unserer starken Marktstellung, unserem integrierten Geschäftsmodell und unseren gezielten Investitionen in Wachstumsbereichen."

Mit Wirkung zum 4. Mai 2006 ist Dr. Clemens Börsig vom Amtsgericht Frankfurt zum Mitglied des Aufsichtsrats der Deutschen Bank bestellt und von diesem Gremium zum Vorsitzenden des Aufsichtsrats gewählt worden.


Wesentliche Ergebnisgrößen

Die Erträge stiegen im Berichtsquartal auf 8,0 Mrd € und übertrafen das Vorjahr um 21%. CIB verbesserte seine Erträge aus Sales and Trading um 37% auf 4,4 Mrd €. Dabei wurden sowohl in Sales & Trading (Debt und sonstige Produkte) als auch in Sales & Trading (Equity) neue Rekordwerte erreicht. Die Erträge in Sales & Trading (Debt und sonstige Produkte) stiegen um 19% auf 2,8 Mrd €. In Sales & Trading (Equity) lagen sie mit 1,6 Mrd € um 90% über dem Vorjahr. In diesem Geschäft konnten Zuwächse in allen wichtigen Regionen und in nahezu allen Kerngeschäftsfeldern verzeichnet werden. Die Erträge im Emissionsgeschäft wuchsen um 18% auf 468 Mio €. Im Beratungsgeschäft erhöhten sie sich um 58% auf 180 Mio €. Diese positive Entwicklung war vorwiegend auf höhere Beratungs- und Übernahmeaktivitäten im Unternehmenssektor in Europa, insbesondere in Deutschland zurückzuführen. PCAM erzielte im ersten Quartal 2006 mit Erträgen von 2,3 Mrd € ein Wachstum von 14%. Dazu trugen sowohl der Unternehmensbereich Private & Business Clients (PBC), der eine starke Nachfrage nach Vermögensanlageprodukten und im Konsumentenkreditgeschäft verzeichnete, als auch der Unternehmensbereich Asset and Wealth Management (AWM) bei. Hier stiegen die Erträge gegenüber dem ersten Quartal 2005 um 18%, wobei im Berichtsquartal höhere Gewinne aus dem Verkauf von Vermögenswerten im Bereich Real Estate Asset Management erzielt wurden.

Die Risikovorsorge im Kreditgeschäft, die sowohl Wertberichtigungen für Kreditausfälle als auch Rückstellungen für außerbilanzielle Verpflichtungen im Kreditgeschäft (Letztere werden in den zinsunabhängigen Aufwendungen ausgewiesen) enthält, belief sich im ersten Quartal 2006 auf 4 Mio € nach 81 Mio € im Vergleichsquartal des Vorjahres. Der Rückgang war vor allem auf Eingänge aus abgeschriebenen Krediten und auf Auflösungen von Wertberichtigungen dank erfolgreicher Workout-Aktivitäten in CIB zurückzuführen. Gleichzeitig blieb das Niveau neu zu bildender Vorsorgen auf Grund der guten Qualität unseres Kreditbuchs und eines günstigen Kreditumfelds niedrig. Zum Ende des ersten Quartals gingen die Problemkredite auf 3,6 Mrd € im Vergleich zu 3,9 Mrd € zum Ende des Vorquartals zurück. Der Anteil der Problemkredite am gesamten Kreditbestand sank mit 2,2% auf das niedrigste Niveau seit mehr als fünf Jahren. Das Verhältnis zwischen Wertberichtigungsbestand für Kreditausfälle und Problemkrediten erhöhte sich auf 51%.

Die zinsunabhängigen Aufwendungen von 5,4 Mrd € im ersten Quartal 2006 waren um 14% höher als im Vergleichsquartal 2005. Die Aufwand-Ertrag-Relation verbesserte sich um vier Prozentpunkte von 71% im ersten Quartal 2005 auf 67% im Berichtsquartal. Die darin berücksichtigten Restrukturierungsaufwendungen beliefen sich im ersten Quartal 2006 auf 42 Mio € im Vergleich zu 168 Mio € im ersten Quartal 2005. Die operative Kostenbasis, in der diese Restrukturierungsaufwendungen und bestimmte andere Aufwandspositionen nicht enthalten sind, erhöhte sich im Vergleich zum ersten Quartal 2005 um 17% auf 5,3 Mrd €. Die bereinigte Aufwand-Ertrag-Relation verbesserte sich um zwei Prozentpunkte von 70% auf 68% und belegt die weiterhin strikte Kostendisziplin auch in einer Berichtsperiode mit starkem Ertragswachstum. Vornehmlich wegen höherer erfolgsabhängiger Vergütungen stiegen die Personalaufwendungen um 21% auf 3,6 Mrd €, wobei das Verhältnis von Personalaufwand zu Erträgen im Vergleich zum Vorjahr stabil blieb. Der Sachaufwand von 1,7 Mrd € lag im Wesentlichen wegen höherer Geschäftsvolumina und wegen Aufwendungen für fortgeführte Wachstumsinitiativen um 10% über dem Vergleichswert 2005.

Das Ergebnis vor Steuern von 2,6 Mrd € war gegenüber dem ersten Quartal 2005 um 46% verbessert. Die berichtete Eigenkapitalrendite vor Steuern (basierend auf dem durchschnittlichen Active Equity) von 40% stieg um zehn Prozentpunkte im Vergleich zu 30% im ersten Quartal 2005. Die Eigenkapitalrendite vor Steuern gemäß Zielgrößendefinition (in der Restrukturierungsaufwendungen in Höhe von 42 Mio € für das aktuelle und von 168 Mio € für das erste Quartal letzten Jahres unberücksichtigt bleiben) betrug ebenfalls 40% und lag damit sieben Prozentpunkte über der Vergleichszahl von 33% im ersten Quartal des Vorjahres.

Der Gewinn nach Steuern erreichte im Berichtsquartal 1,7 Mrd € und war damit 55% höher als im Vergleichsquartal 2005. Im ersten Quartal 2006 war im Gewinn nach Steuern ein positiver Effekt von 46 Mio € aus Änderungen von Bilanzierungsmethoden enthalten. Dieser ergab sich im Wesentlichen aus der Erstanwendung des SFAS 123(R), der unter anderem die Berücksichtigung voraussichtlich verfallender Ansprüche bei der Abgrenzung des Personalaufwands aus aktienbasierten Vergütungen verlangt. Das Ergebnis je Aktie (verwässert) von 3,30 € stieg um 58% im Vergleich zu 2,09 € im ersten Quartal des Vorjahres. Die effektive Steuerquote betrug im Berichtsquartal 36% nach 38% im ersten Quartal 2005.

Die BIZ-Kernkapitalquote (Tier-I) stieg zum Ende des ersten Quartals 2006 auf 8,8%, nach 8,7% am Ende des Vorquartals. Sie blieb damit am oberen Ende unseres Zielkorridors von 8% bis 9%. Im Rahmen des vierten Aktienrückkaufprogramms haben wir im Berichtsquartal 12,1 Mio Aktien oder 2,3% der begebenen Aktien im Gegenwert von 1,1 Mrd € zurückgekauft. Insgesamt wurden damit bis zum Ende des ersten Quartals 2006 unter diesem Programm 28,3 Mio Aktien zu einem durchschnittlichen Rückkaufpreis von 84,84 € je Aktie erworben. Dies entspricht 5,5% der ausgegebenen Aktien und 52% der insgesamt zum Rückkauf genehmigten Aktien. Auf der Jahreshauptversammlung am 1. Juni 2006 werden wir unsere Aktionäre um Genehmigung eines neuen Programms zum Rückkauf von bis zu 10% der begebenen Aktien bitten.

Die Anzahl der Mitarbeiter (in Vollzeitkräfte umgerechnet) wuchs im Berichtsquartal um 676. Wesentliche Ursache waren Geschäftsausweitungen insbesondere in Europa und in wichtigen Schwellenländern. Im Rahmen des Ausbaus unseres Vertriebs in PBC haben wir in Deutschland 215 neue Mitarbeiter eingestellt.


Segmentüberblick

Konzernbereich Corporate and Investment Bank (CIB)

Der Konzernbereich Corporate and Investment Bank (CIB) erzielte im ersten Quartal 2006 ein bereinigtes Ergebnis vor Steuern von 2,1 Mrd €. Es lag damit um 528 Mio € oder 33% über dem Ergebnis des Vergleichsquartals 2005 von 1,6 Mrd €. Das Ergebnis vor Steuern verbesserte sich um 628 Mio € oder 43% auf 2,1 Mrd €. Darin waren Restrukturierungsaufwendungen von 22 Mio € im Berichtsquartal und 122 Mio € im Vorjahresquartal enthalten. Dem Rekordergebnis des ersten Quartals 2006 lagen um 1,1 Mrd € oder 25% auf 5,7 Mrd € gestiegene Erträge zu Grunde.

Unternehmensbereich Corporate Banking & Securities (CB&S)

Die Erträge in unseren Sales & Trading-Bereichen erreichten sowohl im Debt- als auch im Equity-Geschäft neue Rekorde. Das Emissions- und Beratungsgeschäft verzeichnete ebenfalls ein starkes Wachstum. Die Ergebnisdynamik setzte sich in den meisten Geschäftsfeldern dank gestiegener Kundennachfrage nach Kapitalmarktprodukten und eines günstigen Marktumfelds fort. Zudem profitieren wir weiterhin stark von der Umsetzung unseres Programms zur Neuausrichtung der Konzernstruktur, was durch die erfolgreiche Zusammenführung unseres Renten- und Aktiengeschäfts veranschaulicht wird.

Die Erträge aus Sales & Trading (Debt und sonstige Produkte) lagen mit 2,8 Mrd € um 19% über dem bisherigen Rekordwert im ersten Quartal 2005. Unser kreditbezogenes Geschäft verzeichnete infolge einer stärkeren Kundenaktivität im Geschäft mit Kreditderivaten und Verbriefungen sowie der Nutzung von Arbitragemöglichkeiten zwischen Eigen- und Fremdkapitalinstrumenten ein starkes Ertragswachstum. Unser Devisenhandelsgeschäft, das zum zweiten Mal in Folge von Euromoney als weltweit führend eingestuft wurde und dabei einen Marktanteil von mehr als 19% erreichte, erzielte vor dem Hintergrund volatilerer G10-Währungen ebenfalls hohe Ertragszuwächse. Im Geschäft in Emerging Markets (Debt) stiegen die Erträge vornehmlich in Lateinamerika. Die Erträge aus Zinsprodukten gingen infolge geringerer Kundenaktivität bei Produkten zur Steuerung des Zinsänderungsrisikos und bei strukturierten Anlageprodukten zurück. Des Weiteren wurden unsere Erträge im Geschäft mit Rohstoffen nicht signifikant von den im Berichtsquartal volatilen Energiepreisen begünstigt. Dies spiegelt unsere relativ niedrige Risikonahme in diesem Sektor wider.

Die Erträge aus Sales & Trading (Equity) stiegen im ersten Quartal 2006 auf die neue Rekordhöhe von 1,6 Mrd € und lagen damit um 90% über dem ersten Quartal 2005. Alle Geschäftsfelder verzeichneten deutliche Ertragszuwächse. Insbesondere im Geschäft mit Aktienderivaten sowie im Emerging-Markets- und Prime-Services-Geschäft nahmen die Erträge stark zu. Diese Geschäftsfelder profitierten von gestiegener Aktivität in allen wichtigen Kundensegmenten und Regionen sowie der verbesserten Verzahnung mit unseren Fixed-Income-Vertriebsbereichen. Im klassischen Aktiengeschäft war weltweit eine deutliche Erhöhung der Handelsvolumina zu verzeichnen. Darüber hinaus trugen günstige Marktbedingungen im Berichtsquartal zu einer starken Performance im Eigenhandelsgeschäft bei.

Die Erträge aus dem Emissions- und Beratungsgeschäft lagen mit 648 Mio € im ersten Quartal 2006 um 138 Mio € oder 27% über den Erträgen des Vorjahresquartals. Im Emissionsgeschäft (Debt) stiegen in einem von Zinserhöhungen geprägten Marktumfeld die Erträge aus Finanzierungsgeschäften für Unternehmensübernahmen. Zudem konnten wir hier unseren Marktanteil bei syndizierten Krediten ausbauen (Quelle: Dealogic). Die Erträge aus dem Emissionsgeschäft (Equity) legten infolge starker Aktivität am Markt für Börseneinführungen (IPOs) zu. Im europäischen IPO-Markt haben wir im ersten Quartal 2006 ausgezeichnete Ergebnisse erzielt und wir konnten unsere Marktanteile in Amerika, Europa und Japan erhöhen (Quelle: Dealogic). Im Beratungsgeschäft stiegen die Erträge um über 50%. Dies spiegelt ein starkes Wachstum der M&A-Aktivitäten und den Zugewinn von Marktanteilen in Amerika, Europa und dem asiatisch-pazifischen Raum (ohne Japan) wider (Quelle: Dealogic). In Europa waren wir an sechs der zehn größten angekündigten Transaktionen im ersten Quartal 2006 beteiligt (Quelle: Thomson Financial).

Die Erträge aus dem Kreditgeschäft von 169 Mio € waren um 56% niedriger als im ersten Quartal 2005. Dieser Rückgang war im Wesentlichen auf Marktwertverluste bei Credit Default Swaps zur Absicherung unseres Investment-Grade-Kreditportfolios zurückzuführen. Während sich die Credit Spreads im ersten Quartal in 2005 erhöhten, waren sie im Berichtsquartal insgesamt rückläufig. Dieser Rückgang war in bestimmten im Hedgeportfolio unserer Loan Exposure Management Group enthaltenen Branchen besonders stark.
 
Die Risikovorsorge im Kreditgeschäft im Unternehmensbereich CB&S entsprach im ersten Quartal 2006 einer Nettoauflösung von 56 Mio € gegenüber einer Nettoneubildung von 8 Mio € im Vergleichsquartal des Vorjahres. Etwa die Hälfte der Verbesserung resultierte aus einem Eingang aus abgeschriebenen Forderungen eines einzelnen Kreditnehmers. Darüber hinaus führten weitere erfolgreiche Workout-Aktivitäten zu Eingängen aus abgeschriebenen Krediten und zu Auflösungen von Wertberichtigungen. Der weiterhin niedrige Bedarf an Neubildungen war auf das anhaltend günstige Kreditumfeld und unsere strikte Risikodisziplin zurückzuführen.

Die operative Kostenbasis in CB&S erhöhte sich im ersten Quartal 2006 im Vergleich zum Vorjahresquartal um 26% auf 3,2 Mrd €. Diese Zunahme war im Wesentlichen auf höhere erfolgsabhängige Vergütungen infolge der verbesserten Ergebnissituation zurückzuführen. Die bereinigte Aufwand-Ertrag-Relation sank im ersten Quartal 2006 auf 63% im Vergleich zu 64% im Vergleichsquartal des Vorjahres. In den zinsunabhängigen Aufwendungen waren im Berichtsquartal Restrukturierungsaufwendungen von 14 Mio € im Zusammenhang mit dem Programm zur Neuausrichtung der Konzernstruktur enthalten.

Das bereinigte Ergebnis vor Steuern von CB&S stieg im ersten Quartal 2006 im Vergleich zum Vorjahresquartal um 34% auf 1,9 Mrd €.


Unternehmensbereich Global Transaction Banking (GTB)

Die Erträge aus Transaction Services waren im ersten Quartal 2006 mit 535 Mio € um 48 Mio € oder 10% höher als im Vorjahresquartal. Im Trust & Securities Services-Geschäft führten ein starkes Neugeschäft sowie hohe Transaktionsvolumina im Structured-Finance-Services- und im inländischen Custodygeschäft zu deutlichen Ertragszuwächsen. Auch bei Cash-Management-Produkten konnten wir im Geschäft sowohl mit Firmenkunden als auch mit Finanzinstituten höhere Erträge verzeichnen.

Die Risikovorsorge im Kreditgeschäft im Unternehmensbereich GTB zeigte im ersten Quartal 2006 eine Nettoauflösung von 16 Mio € im Vergleich zu einer Nettoauflösung von 4 Mio € im Vergleichsquartal des Vorjahres. Das weiterhin niedrige Niveau war auf das günstige Kreditumfeld zurückzuführen.

Die operative Kostenbasis lag im ersten Quartal 2006 mit 364 Mio € um 6% über dem Vorjahresquartal. Zu dem Anstieg trugen vor allem höhere transaktionsbezogene Kosten und höhere erfolgsabhängige Vergütungen entsprechend der verbesserten geschäftlichen Entwicklung im ersten Quartal 2006 bei. In den zinsunabhängigen Aufwendungen waren Restrukturierungsaufwendungen für das Programm zur Neuausrichtung der Konzernstruktur von 7 Mio € im Berichtsquartal und 15 Mio € im ersten Quartal 2005 enthalten.

In GTB verbesserte sich das bereinigte Ergebnis vor Steuern im ersten Quartal 2006 um 25% auf 187 Mio €.


Konzernbereich Private Clients and Asset Management (PCAM)

PCAM erzielte im ersten Quartal 2006 ein Rekordergebnis von 558 Mio € und erreichte gegenüber dem bereinigten Ergebnis vor Steuern im ersten Quartal 2005 eine Steigerung um 37%. Das Ergebnis vor Steuern, in dem Restrukturierungsaufwendungen von 20 Mio € enthalten waren, betrug im Berichtsquartal 538 Mio € und verbesserte sich damit gegenüber dem Vergleichsquartal des Vorjahres um 49% oder 176 Mio € (das erste Quartal 2005 enthielt Restrukturierungsaufwendungen von 45 Mio €). Die bereinigten Erträge waren im ersten Quartal 2006 mit 2,3 Mrd € um 280 Mio € oder 14% höher als im Vergleichsquartal, während die operative Kostenbasis um 119 Mio € oder 8% auf 1,7 Mrd € anstieg.

Im Berichtsquartal erhöhten sich die Invested Assets von PCAM um 18 Mrd € auf 885 Mrd € gegenüber 867 Mrd € zum Jahresende 2005. Der Anstieg war im Wesentlichen auf Nettomittelzuflüsse von 12 Mrd € zurückzuführen. Diese beinhalteten Nettomittelzuflüsse von 8 Mrd € im Publikumfondsgeschäft in Europa und 4 Mrd € im Private Wealth Management (PWM). Die verbleibende Zunahme der Invested Assets war Folge positiver Marktwertentwicklungen, die durch Wechselkursänderungen teilweise kompensiert wurden.


Unternehmensbereich Asset and Wealth Management (AWM)

AWM steigerte im ersten Quartal 2006 seine bereinigten Erträge gegenüber dem ersten Quartal 2005 um 157 Mio € oder 18% auf 1,0 Mrd €. Die Erträge aus dem Portfolio/Fund Management in Asset Management (AM) erhöhten sich um 14%, vor allem auf Grund höherer Provisionserträge. Diese wuchsen insbesondere im deutschen Privatkundengeschäft als Folge des erwähnten Anstiegs der Invested Assets sowie im Immobiliengeschäft durch höhere Performance Fees. Diesen Verbesserungen stand ein Ertragsrückgang infolge des Verkaufs eines wesentlichen Teils unseres Asset-Management-Geschäfts in Großbritannien und Philadelphia im zweiten Halbjahr 2005 gegenüber. In PWM wuchsen die Erträge aus dem Portfolio/Fund Management um 17%. Diese Ertragszuwächse spiegelten positive Marktwertentwicklungen bei Kundenanlagen sowie anhaltende Nettomittelzuflüsse wider. Im Brokeragegeschäft legten die Erträge gegenüber dem ersten Quartal 2005 um 15% zu. Hauptursache waren höhere Kundenumsätze infolge verbesserter Marktbedingungen. Auf Grund höherer Volumina bei Lombardkrediten und Termineinlagen wuchsen Erträge aus dem Kredit-/Einlagengeschäft um 23%. Die Erträge aus sonstigen Produkten stiegen vornehmlich wegen höherer Gewinne aus der Veräußerung von Immobilienbeteiligungen, insbesondere in der Region Asien/Pazifik, um 50% auf 119 Mio €.

Die operative Kostenbasis belief sich im Berichtsquartal auf 794 Mio € und war damit um 10% oder 75 Mio € höher als im ersten Quartal des Vorjahres. Der Anstieg resultierte aus höheren leistungsabhängigen Vergütungen und aus Marketingaufwendungen im Zusammenhang mit der Markenänderung von Scudder zu DWS Scudder in den USA. Diese Kostenerhöhungen wurden durch den Wegfall von Kosten infolge des oben erwähnten Verkaufs von Geschäftsfeldern teilweise kompensiert.

AWM übertraf mit einem bereinigten Ergebnis vor Steuern von 238 Mio € das erste Quartal 2005 um 75 Mio € oder 46% und verzeichnete damit sein bisher zweithöchstes Quartalsergebnis.


Unternehmensbereich Private & Business Clients (PBC)

PBC erzielte im ersten Quartal 2006 neue Rekorde bei Ertrag und Gewinn. Mit 1,3 Mrd € lagen die bereinigten Erträge um 123 Mio € oder 11% über dem ersten Quartal 2005. Das Ertragswachstum wurde vorwiegend im Vermögensanlagegeschäft und im Konsumentenkreditgeschäft erreicht. Im Portfolio/Fund Management und im Brokeragegeschäft legten die Erträge mit 47% beziehungsweise 20% deutlich zu. Darin spiegelten sich die günstigen Marktbedingungen in Deutschland und anderen europäischen Ländern wider, die zu höherer Kundenaktivität und gestiegenen Umsätzen führten. Durch unser umfassendes Produktangebot, in das auch die Expertise der Bereiche Global Markets und Asset Management einfließt, und mittels unserer etablierten Vertriebswege konnten wir dieses positive Marktumfeld voll ausschöpfen. Die Erträge aus dem Kredit-/Einlagengeschäft wuchsen gegenüber dem ersten Quartal 2005 um 7% und reflektierten unsere Wachstumsstrategie im Konsumentenkreditgeschäft. Darüber hinaus profitierte das Einlagengeschäft sowohl von höheren Volumina als auch von verbesserten Margen.

Die Risikovorsorge im Kreditgeschäft von 80 Mio € blieb im Vergleich zum ersten Quartal 2005 nahezu unverändert. Der Einfluss aus der Erhöhung des Kreditvolumens wurde im Berichtsquartal durch eine Verbesserung sowohl des Anteils der im Zahlungsverzug befindlichen Kredite als auch des Ausmaßes des Zahlungsverzugs ausgeglichen.

Die operative Kostenbasis war mit 875 Mio € im Berichtsquartal um 5% höher als im ersten Quartal des Vorjahres. Der Kostenanstieg blieb trotz anhaltender Wachstumsinvestitionen, mit einem Mitarbeiteraufbau in Deutschland, Indien und Polen, moderat.

PBC erzielte mit einem bereinigten Ergebnis vor Steuern von 321 Mio € einen neuen Quartalsrekord, mit dem das Vorjahresquartal um 31% übertroffen wurde.


Konzernbereich Corporate Investments (CI)

Der Konzernbereich CI erreichte im ersten Quartal 2006 ein bereinigtes Ergebnis vor Steuern von 2 Mio € und verbesserte sich damit um 47 Mio € gegenüber dem ersten Quartal 2005, in dem ein Verlust von 44 Mio € ausgewiesen wurde. Im Berichtsquartal erzielte CI ein Ergebnis vor Steuern von 135 Mio €. Darin waren Nettogewinne und materielle Equity Pick-ups aus Beteiligungen von 126 Mio € enthalten, wovon ein Gewinn von 85 Mio € auf den Verkauf unserer restlichen Beteiligung an der EUROHYPO AG entfiel. Das im ersten Quartal des Vorjahres erwirtschaftete Ergebnis vor Steuern von 69 Mio € beinhaltete einen Gewinn von 80 Mio € aus dem Verkauf unserer Beteiligung an der Südzucker AG.

Der Buchwert der Alternative Assets von CI ging von 1,4 Mrd € zum Jahresende 2005 auf 1,1 Mrd € zum Ende des Berichtsquartals weiter zurück.


Weitere Informationen erhalten Sie bei:

Deutsche Bank AG  Presseabteilung

Armin Niedermeier   069 / 910 33402
Dr. Ronald Weichert  069 / 910 38664


Der vollständige Zwischenbericht zum 31. März 2006 kann im Internet abgerufen werden: www.deutsche-bank.de/1Q2006. Ebenso ein Zahlenanhang (nur englisch): http://www.deutsche-bank.de/ir/de/content/berichte_archiv.htm.
 


Heute um 9.00 Uhr (MEZ) findet eine Telefonkonferenz zum Quartalsergebnis statt. Die Konferenz wird im Internet übertragen: www.deutsche-bank.de/ir/video-audio.

 

Diese Presse-Information enthält zukunftsgerichtete Aussagen. Zukunftsgerichtete Aussagen sind Aussagen, die nicht Tatsachen der Vergangenheit beschreiben; sie umfassen auch Aussagen über unsere Annahmen und Erwartungen. Jede Aussage in dieser Presse-Information, die unsere Absichten, Annahmen, Erwartungen oder Vorhersagen (sowie die zugrunde liegenden Annahmen) wiedergibt, ist eine zukunftsgerichtete Aussage. Diese Aussagen beruhen auf Planungen, Schätzungen und Prognosen, die der Geschäftsleitung der Deutschen Bank derzeit zur Verfügung stehen. Zukunftsgerichtete Aussagen beziehen sich deshalb nur auf den Tag, an dem sie gemacht werden. Wir übernehmen keine Verpflichtung, solche Aussagen angesichts neuer Informationen oder künftiger Ereignisse weiterzuentwickeln.

Zukunftsgerichtete Aussagen beinhalten naturgemäß Risiken und Unsicherheitsfaktoren. Eine Vielzahl wichtiger Faktoren kann dazu beitragen, dass die tatsächlichen Ergebnisse erheblich von zukunftsgerichteten Aussagen abweichen. Solche Faktoren sind etwa die Verfassung der Finanzmärkte in Deutschland, Europa, den USA und andernorts, wo wir einen erheblichen Teil unserer Erträge aus dem Wertpapierhandel erzielen, der mögliche Ausfall von Kreditnehmern oder Kontrahenten von Handelsgeschäften, die Umsetzung unseres Managementprogramms, die Verlässlichkeit unserer Grundsätze, Verfahren und Methoden zum Risikomanagement, sowie andere Risiken, die in den von uns bei der U.S. Securities and Exchange Commission (SEC) hinterlegten Unterlagen dargestellt sind. Diese Faktoren sind in unserem SEC-Bericht nach "Form 20-F" vom 23. März 2006 auf den Seiten 7 bis 13 unter der Überschrift "Risk Factors" im Detail dargestellt. Dieses Dokument ist auf Anfrage bei uns erhältlich oder kann unter www.deutsche-bank.com/ir heruntergeladen werden.




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Letzte Änderung: 2.9.2013
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