Frankfurt am Main, 01. August 2006

Deutsche Bank: Gewinn vor Steuern im zweiten Quartal 2006 um 32% auf 1,9 Mrd Euro gestiegen


  • Gewinn nach Steuern um 29% auf 1,2 Mrd Euro gestiegen
  • Erträge um 15% auf 6,8 Mrd Euro gewachsen
  • Eigenkapitalrendite vor Steuern gemäß Zieldefinition 29% im zweiten Quartal, 35% im ersten Halbjahr 2006
  • Ergebnis je Aktie (verwässert) 2,17 Euro im zweiten Quartal, 5,57 Euro im ersten Halbjahr 2006
  • Substanzielle Gewinnsteigerung gegenüber Vorjahresquartal in den beiden Konzernbereichen Corporate and Investment Bank (CIB) und Private Clients and Asset Management (PCAM)
Die Deutsche Bank erzielte im zweiten Quartal 2006 ein Ergebnis vor Steuern von 1,9 Mrd €. Dies entspricht einem Anstieg um 32% gegenüber dem zweiten Quartal 2005. Der Gewinn nach Steuern verbesserte sich im zweiten Quartal 2006 um 29% auf 1,2 Mrd €. Die berichtete Eigenkapitalrendite vor Steuern (basierend auf dem durchschnittlichen Active Equity) betrug 29% im Vergleich zu 23% im zweiten Quartal 2005. Gemäß Zielgrößendefinition, bei der Restrukturierungsaufwendungen und signifikante Gewinne aus dem Verkauf von Industriebeteiligungen unberücksichtigt bleiben, lag die Eigenkapitalrendite vor Steuern ebenfalls bei 29% im Vergleich zu 25% im Vergleichsquartal 2005. Das Ergebnis je Aktie (verwässert) stieg im zweiten Quartal um 14% auf 2,17 €.

Im ersten Halbjahr 2006 lag das Ergebnis vor Steuern mit 4,5 Mrd € um 40% über dem Vergleichszeitraum in 2005. Der Gewinn nach Steuern stieg um 43% auf 2,9 Mrd €. Die Eigenkapitalrendite vor Steuern, gemäß Zielgrößendefinition, verbesserte sich von 29% auf 35% im ersten Halbjahr 2006. Das Ergebnis je Aktie (verwässert) stieg in den ersten sechs Monaten 2006 um 37% auf 5,57 €.

Dr. Josef Ackermann, Vorsitzender des Vorstands, sagte: „Wir haben im zweiten Quartal bewiesen, dass wir auch in einem schwierigen Marktumfeld ein erfreuliches Resultat erwirtschaften können. Trotz volatiler Märkte in den Monaten Mai und Juni hat die Deutsche Bank ein Ergebnis erzielt, das deutlich über dem Vergleichsquartal des Vorjahres liegt. Damit fiel auch das gesamte erste Halbjahr 2006 außerordentlich zufriedenstellend aus.“

Er fügte hinzu: „Unsere Geschäftsbereiche nehmen in ihren Märkten führende Stellungen ein. Wir verfolgen weiter die Strategie, sowohl aus eigener Kraft als auch durch ergänzende Zukäufe zu wachsen. Sowohl in Industrie- als auch in Schwellenländern mit langfristigem Wachstumspotenzial sind wir gut vertreten.“

Wesentliche Ergebnisgrößen

Die Erträge von 6,8 Mrd € übertrafen das Vorjahresquartal um 15%. Im Konzernbereich Corporate and Investment Bank (CIB) stiegen sie um 27% auf 4,5 Mrd €. Die Erträge aus Sales & Trading (Debt und sonstige Produkte) lagen mit 2,4 Mrd € um 46% über dem zweiten Quartal 2005. Dieser neue Rekordwert für ein zweites Quartal spiegelte bessere Marktverhältnisse im Handel mit Kredit- und kreditnahen Produkten sowie eine hohe Kundenaktivität im Devisen- und Geldmarktgeschäft sowie bei Zinsprodukten wider. Im Sales & Trading (Equity) stiegen die Erträge durch den weiteren Ausbau des Aktienderivate-, Kassa- und Prime-Services-Geschäfts um 23% gegenüber dem Vorjahresquartal auf 743 Mio €. In einem schwierigen Umfeld an den Aktienmärkten hat der Eigenhandelsbereich in Sales & Trading (Equity) einige der im Vorquartal erzielten Marktwertgewinne wieder verloren und einen Verlust im zweiten Quartal 2006 ausgewiesen. Gleichwohl verblieb für die ersten sechs Monate in 2006 ein deutlich positiver Gewinnbeitrag. Die Erträge aus dem Emissions- und Beratungsgeschäft stiegen insbesondere auf Grund von Rekorderträgen im Emissionsgeschäft, mit einer deutlichen Erholung im Geschäft mit der Begebung hochverzinslicher Anleihen nach schwierigen Marktbedingungen im zweiten Quartal 2005, um 33% auf 732 Mio €.

Die Erträge im Konzernbereich Private Clients and Asset Management (PCAM) wuchsen um 15% auf 2,3 Mrd €. Diese Verbesserung war insbesondere auf einen starken Anstieg erfolgsabhängiger Provisionen im Immobiliengeschäft des Bereichs Asset Management zurückzuführen. Die Bereiche Private Wealth Management und Private & Business Clients konnten ihre Erträge im Vergleich zum Vorjahresquartal ebenfalls steigern.

Für den Konzern lagen die Erträge in den ersten sechs Monaten 2006 mit 14,8 Mrd € um 18% über dem Vergleichszeitraum von 2005.

Die Risikovorsorge im Kreditgeschäft, die sowohl Wertberichtigungen für Kreditausfälle als auch Rückstellungen für außerbilanzielle Verpflichtungen im Kreditgeschäft enthält (Letztere werden in den zinsunabhängigen Aufwendungen ausgewiesen), belief sich im Berichtsquartal 2006 auf 78 Mio € und ging gegenüber dem Vorjahresquartal leicht zurück. In PCAM stieg die Risikovorsorge im Einklang mit dem Ausbau des Kreditvolumens. Die Risikovorsorge im Kreditgeschäft in CIB profitierte weiterhin von erfolgreichen Workoutaktivitäten. Auf Konzernebene gingen die Problemkredite von 3,6 Mrd € am Ende des ersten Quartals 2006 auf 3,5 Mrd € am Ende des Berichtsquartals, den niedrigsten Stand seit mehr als fünf Jahren, zurück.

Die zinsunabhängigen Aufwendungen stiegen im zweiten Quartal 2006 auf 4,8 Mrd € im Vergleich zu 4,4 Mrd € im Vorjahresquartal. Die Aufwand-Ertrag-Relation verbesserte sich auf 71% gegenüber 75% im zweiten Quartal 2005. Die darin berücksichtigten Restrukturierungsaufwendungen sanken von 116 Mio € im zweiten Quartal 2005 auf 57 Mio € im Berichtsquartal. Die operative Kostenbasis, in der diese Restrukturierungsaufwendungen und bestimmte andere Aufwandsgrößen nicht enthalten sind, belief sich im Berichtsquartal auf 4,8 Mrd €. Sie war um 12% höher als im Vorjahresquartal. Die Personalaufwendungen stiegen wegen höherer leistungsabhängiger Vergütungen um 17% auf 3,1 Mrd €. Die bereinigte Personalaufwandquote erhöhte sich im Vergleich zum zweiten Quartal 2005 von 45% auf 46%, blieb aber gegenüber dem ersten Quartal 2006 stabil. Der operative Sachaufwand von 1,7 Mrd € stieg gegenüber dem Vorjahresquartal um 4%. Dieser Anstieg war auf Investitionen in den Unternehmensbereichen, einschließlich Marketing- und Werbeaufwendungen, zurückzuführen. In den ersten sechs Monaten 2006 beliefen sich die zinsunabhängigen Aufwendungen auf 10,2 Mrd €, 12% höher als im ersten Halbjahr 2005, und die operative Kostenbasis stieg um 15% auf 10,1 Mrd €. Der Anstieg beider Positionen war auf höhere Abgrenzungen für leistungsabhängige Vergütungen zurückzuführen, die infolge der verbesserten operativen Ergebnisse gebildet wurden. Die bereinigte Aufwand-Ertrag-Relation für die ersten sechs Monate reduzierte sich von 72% im Vorjahr auf 69%.

Das Ergebnis vor Steuern lag im zweiten Quartal 2006 mit 1,9 Mrd € um 32% über dem zweiten Quartal 2005. Die berichtete Eigenkapitalrendite vor Steuern (basierend auf dem durchschnittlichen Active Equity) stieg von 23% auf 29%. Auf der Basis der Zielgrößendefinition, in der Restrukturierungsaufwendungen von 57 Mio € im Berichtsquartal bzw. 116 Mio € im zweiten Quartal 2005 nicht enthalten sind, belief sich die Eigenkapitalrendite vor Steuern (basierend auf dem durchschnittlichen Active Equity) auf 29% gegenüber 25% im Vergleichsquartal des Vorjahres. Für die ersten sechs Monate lag sie bei 35% im Vergleich zu 29% im ersten Halbjahr 2005.

Der Gewinn nach Steuern stieg im Berichtsquartal um 29% auf 1,2 Mrd €, verglichen mit 947 Mio € im Vorjahresquartal. Die effektive Steuerquote betrug 34% nach 33% im zweiten Quartal 2005. Das Ergebnis je Aktie (verwässert) belief sich im Berichtsquartal auf 2,17 € und lag damit um 14% über dem Vorjahreswert. In den ersten sechs Monaten stieg der Gewinn nach Steuern um 43% auf 2,9 Mrd €. Das Ergebnis je Aktie (verwässert) erhöhte sich um 37% auf 5,57 €.

Die BIZ-Kernkapitalquote (Tier-1) lag mit 8,7% in der Zielbandbreite von 8% bis 9%. Zum Ende des ersten Quartals 2006 betrug die Quote 8,8%. Die Deutsche Bank bekräftigte die ihrem Kapitalmanagement zugrunde liegende Strategie, unter Beibehaltung einer starken Kapitalbasis den Ausbau ihrer Kerngeschäftsfelder fortzuführen und eine attraktive Rendite für ihre Aktionäre zu erzielen. Die Risikopositionen stiegen im Berichtsquartal um 6 Mrd € auf 263 Mrd €. Gleichzeitig wurden 12,3 Millionen Eigene Aktien zu einem Durchschnittspreis von 91,03 € je Aktie zurückgekauft. Auf der Hauptversammlung am 1. Juni genehmigten die Aktionäre ein neues Aktienrückkaufprogramm, das zum Rückkauf von bis zu 10% der begebenen Aktien ermächtigt. Dieses Programm wurde am 2. Juni 2006 aufgelegt und löst das vorherige Aktienrückkaufprogramm ab.

Konzernbereich Corporate and Investment Bank (CIB)

Der Konzernbereich CIB erzielte im zweiten Quartal 2006 ein bereinigtes Ergebnis vor Steuern von 1,4 Mrd €. Es lag damit um 558 Mio € oder 65% über dem Wert des Vergleichsquartals 2005 von 857 Mio €. Das Ergebnis vor Steuern verbesserte sich um 580 Mio € oder 72% auf 1,4 Mrd €. Darin waren Restrukturierungsaufwendungen von 25 Mio € im Berichtsquartal und von 47 Mio € im zweiten Quartal des Vorjahres enthalten.

Unternehmensbereich Corporate Banking & Securities (CB&S)

Die Erträge aus Sales & Trading (Debt und sonstige Produkte) lagen im Berichtsquartal mit 2,4 Mrd € um 747 Mio € oder 46% über dem Wert des zweiten Quartals 2005. Im kreditbezogenen Geschäft erzielte die Bank in einem gegenüber dem Vorjahresquartal deutlich erholten Marktumfeld ein besonders starkes Wachstum. Gute Ergebnisse erzielte die Bank auch im Devisenhandel und im Geldmarktgeschäft sowie bei Zinsprodukten, während die Erträge im Geschäft in Emerging Markets niedriger waren als im zweiten Quartal 2005. Von Euromoney wurde die führende Position der Bank im Geschäft mit strukturierten Produkten mit der Auszeichnung „World’s Best Risk Management House“ gewürdigt. Ferner wurde die Bank von diesem Fachmagazin zum vierten Mal in Folge im Geschäft mit standardisierten Produkten als „World’s Best Investment-Grade Debt House“, zum ersten Mal als „Best Emerging Markets Debt House“ sowie als „Best Debt House in Asia“ ausgezeichnet.

Die Erträge aus Sales & Trading (Equity) betrugen im Berichtsquartal 743 Mio € und lagen damit um 23% über dem zweiten Quartal 2005. Alle kundenbezogenen Geschäftsfelder erzielten sehr gute Ergebnisse. Im Aktienkassageschäft, im Geschäft mit Aktienderivaten und im Prime Services-Geschäft erzielte die Bank auf Grund gestiegener Kundenaktivität deutliche Ertragszuwächse. Kurskorrekturen im Mai und Juni sowohl an den etablierten Aktienmärkten als auch an den Aktienmärkten der Schwellenländer führten zu einem schwierigeren Umfeld für den Eigenhandelsbereich, der das Berichtsquartal mit einem Verlust abschloss. Da er im ersten Quartal 2006 sehr starke Ergebnisse erreicht hatte, leisteten nahezu alle Eigenhandelsstrategien im ersten Halbjahr 2006 einen deutlich positiven Ertragsbeitrag. Euromoney zeichnete die Deutsche Bank als „Best Equity House“ in Deutschland und Russland aus. Mit der Auszeichnung in Russland wurden die Fortschritte der Bank beim Ausbau ihres Geschäfts seit der Integration der United Financial Group gewürdigt.

Die Erträge aus dem Emissions- und Beratungsgeschäft lagen mit 732 Mio € im zweiten Quartal 2006 um 184 Mio € oder 33% über dem Vorjahresquartal. Das Emissionsgeschäft (Debt) profitierte von gestiegenen Marktvolumina in allen Produktbereichen, insbesondere im Vergleich zu einem schwächeren Marktumfeld für hochverzinsliche Anleihen im zweiten Quartal 2005. Die Deutsche Bank konnte eine Position unter den drei weltweit Besten im Geschäft mit hochverzinslichen Anleihen und unter den fünf Besten im Geschäft mit syndizierten Krediten und High Grade Bonds behaupten. Die Erträge aus dem Emissionsgeschäft (Equity) spiegelten höhere Marktvolumina in allen Produkten und Regionen wider, wenngleich diese Volumina zum Ende des Quartals auf Grund der Volatilität an den internationalen Aktienmärkten wieder etwas abnahmen. Im Geschäft mit internationalen Wandelanleihen, europäischen Aktien/aktiennahen Produkten sowie US-amerikanischen Aktien konnte die Bank in der ersten Jahreshälfte ihren Marktanteil weiter ausbauen. Im Beratungsgeschäft reflektierten die Erträge höhere Marktvolumina und den Gewinn von Marktanteilen (gemessen am Provisionsaufkommen) in Europa und Japan. Die Deutsche Bank verbesserte ihre Position bei Mergers & Acquisitions in Europa um fünf Plätze und gehört hier gemessen am Provisionsaufkommen zu den fünf führenden Banken (Quelle für alle Angaben zu Positionen, Marktvolumina und Provisionsaufkommen: Thomson Financial, Dealogic).

Die Erträge aus dem Kreditgeschäft von 232 Mio € waren um 25% niedriger als im zweiten Quartal 2005. Im zweiten Quartal 2006 waren die Credit Spreads in bestimmten Branchen rückläufig. Diese Entwicklung führte zu Marktwertverlusten bei Credit Default Swaps. Im Vorjahresquartal entstanden Marktwertgewinne, da die Credit Spreads sich generell erhöhten.

Die Risikovorsorge im Kreditgeschäft im Unternehmensbereich CB&S entsprach im zweiten Quartal 2006 einer Nettoauflösung von 11 Mio € im Vergleich zu einer Nettoauflösung von 6 Mio € im Vergleichsquartal des Vorjahres. Ein niedriges Niveau neu zu bildender Risikovorsorge wurde durch Auflösungen von Wertberichtigungen und Eingänge aus abgeschriebenen Krediten infolge erfolgreicher Workoutaktivitäten mehr als kompensiert.
Die operative Kostenbasis in CB&S erhöhte sich im zweiten Quartal 2006 im Vergleich zum Vorjahresquartal um 18% auf 2,8 Mrd €. Diese Zunahme war im Wesentlichen auf höhere erfolgsabhängige Vergütungen infolge der verbesserten Ergebnissituation zurückzuführen. Die bereinigte Aufwand-Ertrag-Relation verbesserte sich im zweiten Quartal 2006 auf 69% im Vergleich zu 76% im Vergleichsquartal des Vorjahres. In den zinsunabhängigen Aufwendungen waren im Berichtsquartal Restrukturierungsaufwendungen von 17 Mio € im Zusammenhang mit dem Programm zur Neuausrichtung der Konzernstruktur enthalten. Diese betrugen im zweiten Quartal 2005 39 Mio €.

Das bereinigte Ergebnis vor Steuern von CB&S stieg im zweiten Quartal 2006 im Vergleich zum Vorjahresquartal um 63% auf 1,2 Mrd €.

Unternehmensbereich Global Transaction Banking (GTB)

Im zweiten Quartal 2006 lagen die Erträge aus Transaction Services von 564 Mio € um 85 Mio € oder 18% über dem Vorjahresquartal. Im Geschäft mit der Verwahrung und Verwaltung von Wertpapieren wurden deutlich höhere Provisionseinnahmen erzielt. Hier stiegen die verwalteten Vermögenswerte im Vergleich zum zweiten Quartal 2005 um 46%. Das Structured-Finance-Dienstleistungsgeschäft erreichte in einem günstigen Marktumfeld für Asset-backed und Mortgage-backed Securities höhere Erträge und das Cash-Management-Geschäft profitierte von einem Anstieg sowohl der Volumina als auch der Zinsmargen.

Bei der Risikovorsorge im Kreditgeschäft ergab sich im Unternehmensbereich GTB im zweiten Quartal 2006 eine Nettoauflösung von 6 Mio € gegenüber einer Nettozuführung von 9 Mio € im 2. Quartal 2005.

Die operative Kostenbasis betrug im Berichtsquartal 365 Mio € und erhöhte sich um 2% gegenüber dem Vorjahresquartal. Die bereinigte Aufwand-Ertrag-Relation verbesserte sich im zweiten Quartal 2006 auf 65% im Vergleich zu 74% im Vergleichsquartal des Vorjahres. In den zinsunabhängigen Aufwendungen waren Restrukturierungsaufwendungen für das Programm zur Neuausrichtung der Konzernstruktur in Höhe von 8 Mio € im Berichtsquartal und 9 Mio € im zweiten Quartal 2005 enthalten.

GTB verbesserte sein bereinigtes Ergebnis vor Steuern im zweiten Quartal 2006 um 81% auf 204 Mio €.

Konzernbereich Private Clients and Asset Management (PCAM)

Der Konzernbereich PCAM erzielte im zweiten Quartal 2006 ein bereinigtes Ergebnis vor Steuern von 490 Mio €. Es lag damit um 119 Mio € oder 32% über dem Wert des Vergleichsquartals 2005. Das Ergebnis vor Steuern war mit 493 Mio € um 191 Mio € oder 63% höher als im zweiten Quartal 2005. Das Berichtsquartal enthielt Restrukturierungsaufwendungen von 32 Mio € und einen abschließenden Gewinn von 35 Mio € aus dem Verkauf wesentlicher Teile des Asset-Management-Geschäfts (AM) in Großbritannien und Philadelphia. Im zweiten Quartal 2005 beliefen sich die Restrukturierungsaufwendungen auf 69 Mio €. Die bereinigten Erträge waren im zweiten Quartal 2006 mit 2,3 Mrd € um 261 Mio € oder 13% höher als im Vergleichsquartal 2005, während die operative Kostenbasis um 128 Mio € oder 8% auf 1,7 Mrd € anstieg.

Die Invested Assets von PCAM sanken von 885 Mrd € am Ende des ersten Quartals 2006 um 33 Mrd € auf 852 Mrd € zum Ende des Berichtsquartals. Diese Entwicklung war sowohl auf Wertrückgänge, auf Grund schwierigerer Marktbedingungen mit zum Ende des Quartals sinkenden Indizes, als auch auf ungünstige Wechselkursveränderungen zurückzuführen. Nettomittelabflüsse in AM, vorwiegend im Geschäft mit institutionellen Kunden, wurden durch Nettomittelzuflüsse in Private Wealth Management (PWM) weitgehend ausgeglichen.

Unternehmensbereich Asset and Wealth Management (AWM)

AWM steigerte im Berichtsquartal die bereinigten Erträge gegenüber dem zweiten Quartal 2005 um 178 Mio € oder 21% auf 1,0 Mrd €. Im Portfolio/Fund Management (AM) nahmen die Erträge um 160 Mio € oder 31% zu. Dies war vor allem auf höhere erfolgsabhängige Provisionen im Immobiliengeschäft zurückzuführen, insbesondere in Nordamerika auf Grund eines einzelnen langfristigen von der Immobilientochter RREEF betreuten Mandats. Zudem war die DWS in ihrem Europageschäft weiterhin ertragsstark. Diesen Verbesserungen stand ein Ertragsrückgang infolge des vorgenannten Verkaufs von Geschäftseinheiten im zweiten Halbjahr 2005 gegenüber. In PWM stiegen die Erträge aus dem Portfolio/Fund Management um 9% und aus dem Brokeragegeschäft um 2%. Diese Zuwächse spiegelten den Anstieg der Invested Assets seit dem zweiten Quartal des Vorjahres wider, der sich im Berichtsquartal mit Nettomittelzuflüssen von 3 Mrd € fortsetzte. Höhere Erträge aus diesen gestiegenen Invested Assets konnten Effekte aus sich zum Ende des Berichtsquartals verschlechternden Marktbedingungen mehr als ausgleichen. Die Erträge aus dem Kredit-/Einlagengeschäft erhöhten sich auf Grund höherer Volumina bei Lombardkrediten und Termineinlagen um 17%. Die Erträge aus sonstigen Produkten nahmen um 36 Mio € zu, vor allem durch den vorgenannten Gewinn aus dem Verkauf von Geschäftseinheiten.

Die operative Kostenbasis war mit 830 Mio € im Berichtsquartal um 95 Mio € oder 13% höher als im zweiten Quartal des Vorjahres. Der Anstieg resultierte im Wesentlichen aus höheren Aufwendungen für erfolgsabhängige Vergütungen, insbesondere im Immobiliengeschäft von AM. Darüber hinaus reflektierte die Zunahme höhere Aufwendungen für die Markenänderung und die Neuausrichtung des AM-Publikumsgeschäfts in den USA sowie für fortgesetzte Investitionen in das Wachstum des PWM-Geschäfts. Diese Steigerungen wurden durch den Wegfall von Kosten infolge des Verkaufs von Geschäftseinheiten im zweiten Halbjahr 2005 teilweise ausgeglichen.

Das bereinigte Ergebnis vor Steuern von AWM lag mit 209 Mio € um 84 Mio € oder 67% über dem Ergebnis des Vergleichsquartals 2005.

Unternehmensbereich Private & Business Clients (PBC)

PBC konnte mit bereinigten Erträgen von 1,2 Mrd € erneut ein starkes Quartal verzeichnen und damit den Wert des zweiten Quartals 2005 um 83 Mio € oder 7% übertreffen. Die Verbesserung spiegelte anhaltendes Wachstum in allen Geschäftsfeldern wider. Die Erträge stiegen im Portfolio/Fund Management um 35% und im Brokeragegeschäft um 5%. Die seit dem zweiten Quartal des Vorjahres erzielten Volumenzuwächse und die weiterhin erfolgreiche Platzierung innovativer Vermögensanlageprodukte schwächten die Folgen schlechterer Marktbedingungen zum Ende des Berichtsquartals ab. Die Erträge aus dem Kredit-/Einlagengeschäft nahmen gegenüber dem zweiten Quartal 2005 um 9% zu. Dieser Zuwachs resultierte aus der Volumenausweitung im Kreditgeschäft sowie aus positiven Effekten durch gestiegene Zinssätze und höhere Volumina im Einlagengeschäft. Die Erträge aus Zahlungsverkehr, Kontoführung und sonstigen Finanzdienstleistungen wuchsen um 14%. Der Anstieg war im Wesentlichen auf die Vermittlung von Versicherungsprodukten in Deutschland zurückzuführen. Hier profitiert die Bank von ihrer starken Marktstellung bei Produkten der privaten Altersvorsorge.

Die Risikovorsorge im Kreditgeschäft war im zweiten Quartal 2006 mit 88 Mio € um 15 Mio € höher als im zweiten Quartal des Vorjahres. Die Erhöhung resultierte aus dem Wachstum im Kreditgeschäft und aus Abschreibungen auf einige Hypothekendarlehen.
Die operative Kostenbasis nahm gegenüber dem Vorjahresquartal um 4% auf 860 Mio € im Berichtsquartal zu. Dieser moderate Anstieg war Folge anhaltender Kostendisziplin trotz fortgesetzter Investitionen, insbesondere in Indien und in den Ausbau des Filialnetzes in Polen.

PBC erzielte mit einem bereinigten Ergebnis vor Steuern von 281 Mio € sein bisher zweithöchstes Quartalsergebnis. Es übertraf das Vorjahresquartal um 14%.

Konzernbereich Corporate Investments (CI)

Der Konzernbereich CI erreichte im zweiten Quartal 2006 ein bereinigtes Ergebnis vor Steuern von 56 Mio €, das um 88 Mio € unter dem Wert des zweiten Quartals 2005 von 144 Mio € lag. Der Rückgang war direkte Folge der Strategie, Beteiligungen in Nicht-Kerngeschäftsfeldern abzubauen. Im Wesentlichen bezogen sich diese Effekte auf um 91 Mio € niedrigere Dividendenerträge, vornehmlich bedingt durch die Reduzierung des Anteils an der DaimlerChrysler AG, und den Wegfall von Erträgen aus der veräußerten Beteiligung an der EUROHYPO AG. Diese Rückgänge wurden zum Teil durch niedrigere Refinanzierungskosten infolge dieser Verkäufe ausgeglichen.

Das Ergebnis vor Steuern von CI betrug im zweiten Quartal 2006 109 Mio €. Darin waren Nettogewinne und Equity Pick-ups aus Beteiligungen von 54 Mio € enthalten. Im zweiten Quartal des Vorjahres belief sich das Ergebnis vor Steuern auf 202 Mio €. Es enthielt Zahlungen von Versicherungsgesellschaften von 39 Mio € zur Deckung von Verlusten im Zusammenhang mit dem Gebäude 130 Liberty Street sowie Nettogewinne von 18 Mio € aus at equity bewerteten und anderen Beteiligungen.

Der Buchwert der Alternative Assets von CI ging von 1,1 Mrd € zum Ende des ersten Quartals 2006 auf 0,9 Mrd € zum Ende des Berichtsquartals weiter zurück.
Consolidation & Adjustments

In Consolidation & Adjustments werden verschiedene Corporate Items wie nicht auf die Unternehmensbereiche allozierte Zinsergebnisse, bestimmte Rückstellungen für rechtliche und andere Risiken sowie weitere Posten, die nicht in die Verantwortung der Unternehmensbereiche fallen, ausgewiesen. Darüber hinaus enthält Consolidation & Adjustments Effekte aus der asymmetrischen bilanziellen Behandlung, die aus der Anwendung des SFAS 133 auf Emissionen von Schuldverschreibungen und strukturierten Anleihen entstehen. Solche eigenen Emissionen werden, wirtschaftlich gesehen, weitgehend risikoneutral gesteuert. Effekte aus der asymmetrischen Bilanzierung waren der wesentliche Grund für den Rückgang der Erträge zwischen dem zweiten Quartal 2005 und dem Berichtsquartal. Darüber hinaus war im zweiten Quartal 2005 der nicht auf die Unternehmensbereiche verteilte Zinsüberschuss außergewöhnlich hoch.


Weitere Informationen erhalten Sie bei:

Deutsche Bank AG  Presseabteilung

Dr. Ronald Weichert  069 / 910 38664
Armin Niedermeier   069 / 910 33402
  Der vollständige Zwischenbericht zum 30. Juni 2006 kann im Internet abgerufen werden: www.deutsche-bank.de/2Q2006. Ebenso ein Zahlenanhang (nur englisch): http://www.deutsche-bank.de/ir/de/content/berichte_archiv.htm.

  Heute um 9.00 Uhr (MEZ) findet eine Telefonkonferenz zum Quartalsergebnis statt. Die Konferenz wird im Internet übertragen: www.deutsche-bank.de/ir/video-audio.
Diese Presse-Information enthält zukunftsgerichtete Aussagen. Zukunftsgerichtete Aussagen sind Aussagen, die nicht Tatsachen der Vergangenheit beschreiben; sie umfassen auch Aussagen über unsere Annahmen und Erwartungen. Jede Aussage in dieser Presse-Information, die unsere Absichten, Annahmen, Erwartungen oder Vorhersagen (sowie die zugrunde liegenden Annahmen) wiedergibt, ist eine zukunftsgerichtete Aussage. Diese Aussagen beruhen auf Planungen, Schätzungen und Prognosen, die der Geschäftsleitung der Deutschen Bank derzeit zur Verfügung stehen. Zukunftsgerichtete Aussagen beziehen sich deshalb nur auf den Tag, an dem sie gemacht werden. Wir übernehmen keine Verpflichtung, solche Aussagen angesichts neuer Informationen oder künftiger Ereignisse weiterzuentwickeln.

Zukunftsgerichtete Aussagen beinhalten naturgemäß Risiken und Unsicherheitsfaktoren. Eine Vielzahl wichtiger Faktoren kann dazu beitragen, dass die tatsächlichen Ergebnisse erheblich von zukunftsgerichteten Aussagen abweichen. Solche Faktoren sind etwa die Verfassung der Finanzmärkte in Deutschland, Europa, den USA und andernorts, wo wir einen erheblichen Teil unserer Erträge aus dem Wertpapierhandel erzielen, der mögliche Ausfall von Kreditnehmern oder Kontrahenten von Handelsgeschäften, die Umsetzung unseres Managementprogramms, die Verlässlichkeit unserer Grundsätze, Verfahren und Methoden zum Risikomanagement, sowie andere Risiken, die in den von uns bei der U.S. Securities and Exchange Commission (SEC) hinterlegten Unterlagen dargestellt sind. Diese Faktoren sind in unserem SEC-Bericht nach „Form 20-F“ vom 23. März 2006 auf den Seiten 7 bis 13 unter der Überschrift „Risk Factors“ im Detail dargestellt. Dieses Dokument ist auf Anfrage bei uns erhältlich oder kann unter www.deutsche-bank.com/ir heruntergeladen werden.



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Letzte Änderung: 2.9.2013
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