Frankfurt am Main, 23. November 2006

Patentvermarktung: Investieren in Ideen


Patente als Werttreiber für Unternehmen • Weltweit expandierender Patenthandel • Im Fokus: die professionelle Verwertung • Deutsche Bank mit erstem Beteiligungsangebot für Privatanleger

In der Wissensgesellschaft sind immaterielle Werte ein bedeutender Wirtschaftsfaktor. Patente, Marken und Urheberrechte steigern den Wert von Unternehmen, vor allem in technologie- und forschungsintensiven Branchen. Der Markt für Patente und Lizenzen wächst dynamisch: bereits 2010 sollen Schätzungen zufolge weltweit bis zu 500 Mrd. US-Dollar für Patentlizenzen gezahlt werden. Finanzinvestoren, die neue Renditequellen erschließen wollen, erhalten damit ein attraktives Betätigungsfeld.

Ankauf und Lizenzierung von Patenten waren bisher weitgehend Unternehmen und institutionellen Investoren vorbehalten. Die Deutsche Bank ermöglicht jetzt gemeinsam mit ihrer Co-Initiatorin Clou Partners erstmals ihren vermögenden Privatkunden den Einstieg in die Verwertung von Patentrechten: „Mit dem Beteiligungsangebot Patent Select I profitieren Anleger von den Lizenzerträgen zwölf ausgewählter Patente und Patentfamilien“, erklärt Michael Rhein, Leiter Produktmanagement und Investment Solutions im Private Wealth Management. „Unser Ziel ist es, durch ein professionelles Management des Patentportfolios attraktive Rückflüsse bei begrenzter Laufzeit zu erzielen,“ ergänzt Dr. Thomas Rüschen, Leiter des Bereichs Asset Finance & Leasing.

Der Markt: Gehandeltes Know-how

Die Zahl der beim Europäischen Patentamt angemeldeten Patente steigt kontinuierlich: von rund 88.400 im Jahr 1999 auf geschätzte 128.100 im vergangenen Jahr. Deutsche Erfinder belegen dabei mit rund 18 bis 20 Prozent aller Anmeldungen regelmäßig den zweiten Platz hinter den USA. Auch weltweit verteidigt die Bundesrepublik eine Spitzenposition: Die World Intellectual Property Organisation (WIPO) führt Deutschland mit einem Anteil von rund 12 Prozent aller Patentanmeldungen 2005 auf Platz drei hinter den USA und Japan.

Zugleich werden Patente für die Bewertung und Wertschöpfung von Unternehmen immer wichtiger. Nach einer Studie von Deutsche Bank Research verlieren dabei materielle Vermögenswerte wie Grundbesitz, Immobilien und Maschinen im Vergleich zu Patenten und anderen immateriellen Werten an Bedeutung. Weiteren aktuellen Schätzungen zufolge hängt der Marktwert der 500 größten US-Unternehmen bereits zu drei Vierteln von immateriellen Werten ab.

Der internationale Handel mit Patenten und Patentlizenzen hat schwunghaft zugenommen. Werden die weltweiten Zahlungen für Patentlizenzen 1990 noch auf rund 10 Mrd. US-Dollar geschätzt, sollen sie 2010 bereits ein Volumen von bis zu 500 Mrd. US-Dollar erreichen. Unternehmen beginnen, ihre Patentportfolios aktiv zu managen, statt sie lediglich zu verwalten. Gleichzeitig rückt dieser große und liquide Markt zunehmend in das Blickfeld von Finanzinvestoren: Mitte der Neunzigerjahre entstanden die ersten spezialisierten Gesellschaften, die Patente aufkaufen und mit dem Ziel einer möglichst hohen Rendite durch Lizenzvergabe oder Weiterverkauf verwerten.

Professionelle Verwertung entscheidend

Ein vielfältiges Angebot an Patenten und der wachsende Patentlizenzmarkt bieten ausgezeichnete Voraussetzungen für eine renditeorientierte Verwertung. Jedoch ist zu beachten, dass das Ertragspotenzial einzelner Patente sehr stark voneinander abweicht. So entfallen in den USA und Deutschland auf jeweils 10 Prozent aller Patente 81 bis 93 Prozent des gesamten Patentwertes. Eine erfolgreiche Transaktion setzt daher voraus, dass der Investor in der Lage ist, die werthaltigsten Patente auszuwählen, zu veredeln und schließlich gewinnbringend zu verwerten.

Die optimale Auswahl von Patenten setzt eine realistische Bewertung voraus; dies ist in der Praxis eine herausfordernde Aufgabe. Ein öffentlicher Markt existiert nicht, und jedes Patent ist als technologische Innovation nur bedingt mit anderen vergleichbar. Bewährt hat sich der sogenannte quantitative Marktwertansatz. Hierbei werden – ähnlich der Immobilienbewertung – verschiedene Wertindikatoren berücksichtigt. Zu nennen sind beispielsweise die wirtschaftliche Restlaufzeit, juristischer Schutzumfang und die Frage, ob die Technologie von Dritten genutzt wird. Dieser Ansatz ist hilfreich, um unter den zahlreichen Angeboten die Spreu vom Weizen zu trennen, bevor die verbliebenen Patente eingehender analysiert werden.

Die erworbenen Patente durchlaufen einen Veredelungsprozess, um ihren Wert zu steigern. Dieser kann beispielsweise in der regionalen Erweiterung des Patentschutzes oder im Ankauf vergleichbarer Patente bestehen; auch die Herstellung von Prototypen zur Präsentation auf Messen ist denkbar. Gleichzeitig wird eine Verwertungsstrategie mit begleitenden Marketing- und PR-Maßnahmen erarbeitet, um möglichst hohe Erträge aus den Patenten zu erzielen.
 
Chancen für Privatanleger: Patent Select I

Deutsche Bank Private Wealth Management bietet seinen Kunden jetzt erstmals ein Beteiligungsangebot auf Basis eines Patentportfolios an: den Patent Select I. Professioneller Partner für das Management des Portfolios ist die IP Bewertungs AG, Hamburg, eine führende europäische Patentbewertungs- und -beratungsgesellschaft, die seit 2001 über 130 Patenttransaktionen im Wert von rund 2,5 Mrd. Euro begleitet hat. Die Investoren beteiligen sich an zwölf aussichtsreichen Patenten bzw. Patentfamilien, die bereits ausgewählt wurden; es besteht also kein Blind-Pool-Risiko. Nach einer Laufzeit von nur etwas mehr als sechs Jahren sind Kapitalrückflüsse bezogen auf das Eigenkapital von ca. 182 Prozent (vor Steuern) geplant. Produktexperte Michael Rhein betont: „Neben den attraktiven Renditeaussichten können Investoren auch von einer guten Risikostreuung profitieren, da sich die Erträge aus dem Patent Select I weitgehend unabhängig von den herkömmlichen Anlageklassen entwickeln sollten.“


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Deutsche Bank

Dr. Ronald Weichert   
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Letzte Änderung: 2.9.2013
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