Frankfurt am Main, 01. Februar 2007

Deutsche Bank: Jahresüberschuss 2006 um 70% auf 6,0 Mrd Euro gestiegen


  • Ergebnis vor Steuern um 33% auf 8,1 Mrd Euro gestiegen; Eigenkapitalrendite vor Steuern von 30%
  • Ergebnis je Aktie (verwässert) 11,55 Euro, ein Anstieg von 66%
  • Ergebnis vor Steuern im vierten Quartal um 81% auf 1,9 Mrd Euro verbessert
  • Gewinn nach Steuern im vierten Quartal einschließlich Erstattungsansprüchen aus Körperschaftsteuerguthaben um 272% auf 1,8 Mrd Euro gewachsen; Ergebnis je Aktie (verwässert) 3,55 Euro
  • Dividendenvorschlag: Erhöhung um 1,50 Euro beziehungsweise 60% auf 4,00 Euro pro Aktie

Die Deutsche Bank (XETRA: DBKGn.DE / NYSE: DB) hat heute für das Gesamtjahr 2006 ein Ergebnis vor Steuern von 8,1 Mrd € bekannt gegeben. Dies entspricht einem Anstieg von 33% gegenüber dem Vorjahreswert von 6,1 Mrd €. Der Jahresüberschuss, einschließlich Erstattungsansprüchen aus Körperschaftsteuerguthaben in Höhe von 355 Mio € im vierten Quartal, erhöhte sich um 70% auf 6,0 Mrd € nach 3,5 Mrd € in 2005.

Die Eigenkapitalrendite vor Steuern (basierend auf dem durchschnittlichen Active Equity) lag im Berichtsjahr bei 30%. Gemäß Zielgrößendefinition, bei der Restrukturierungsaufwendungen und signifikante Gewinne aus dem Verkauf von Industriebeteiligungen unberücksichtigt bleiben, betrug die Eigenkapitalrendite vor Steuern (basierend auf dem durchschnittlichen Active Equity) 31% gegenüber 25% in 2005. Das Ergebnis je Aktie (verwässert) verbesserte sich in 2006 um 66% auf 11,55 € nach 6,95 € in 2005. Der Vorstand hat für 2006 die Ausschüttung einer Dividende von 4,00 € pro Aktie vorgeschlagen. Dies entspricht einem Anstieg von 60% nach 2,50 € je Aktie in 2005.

Im vierten Quartal 2006 belief sich das Ergebnis vor Steuern auf 1,9 Mrd €, ein Zuwachs von 81% gegenüber dem Wert des Vergleichsquartals 2005. Der Gewinn nach Steuern stieg im Vergleich zum Vorjahresquartal um 272% auf 1,8 Mrd €. Darin enthalten sind die vorgenannten Erstattungsansprüche aus Körperschaftsteuerguthaben in Höhe von 355 Mio €, die auf Grund einer Änderung der deutschen Steuergesetzgebung im Berichtsquartal zu berücksichtigen waren. Die Eigenkapitalrendite vor Steuern gemäß Zielgrößendefinition (basierend auf dem durchschnittlichen Active Equity) lag im vierten Quartal bei 28%. Das Ergebnis je Aktie (verwässert) erreichte 3,55 €.

Dr. Josef Ackermann, Vorsitzender des Vorstands, sagte: „Dies ist das beste vierte Quartal in der Geschichte der Deutschen Bank und damit ein hervorragender Abschluss eines außergewöhnlich erfolgreichen Jahres. In beiden Konzernbereichen Corporate and Investment Bank sowie Private Clients and Asset Management konnten wir Rekordergebnisse erzielen. Ich freue mich über die Wertschaffung für unsere Aktionäre, die sich in unserem Dividendenvorschlag von 4,00 Euro je Aktie widerspiegelt.”

Er ergänzte: „Wichtige Trends prägen derzeit unser Geschäftsumfeld. Erstens: Das Tempo der Globalisierung nimmt weiter zu. Geographische Grenzen verschwinden und die Schwellenmärkte gewinnen an Bedeutung. Zweitens: Wir beobachten ein nachhaltiges Wachstum auf den internationalen Kapitalmärkten mit fortlaufenden Innovationen im Wertpapierhandel und einer starken Zunahme von Unternehmensaktivitäten. Drittens: Das betreute Vermögen nimmt weltweit zu. Ausschlaggebend dafür sind der gestiegene Bedarf an privater Altersvorsorge, die zunehmende Vermögensbildung in Schwellenmärkten sowie das wachsende Interesse privater und institutioneller Investoren an neuen Anlageprodukten.

Die Deutsche Bank ist bestens positioniert, um von diesen Trends zu profitieren. Wir gehören zu den wenigen Finanzinstituten, die wirklich global tätig sind und über eine außergewöhnlich breite regionale Aufstellung sowie eine signifikante Präsenz in allen bedeutenden Schwellenmärkten verfügen. Wir sind eine der weltweit führenden Investmentbanken mit einer starken Stellung im Firmenkundengeschäft und einer herausragenden Marktposition in der Platzierung und im Handel von Wertpapieren. Darüber hinaus zeichnen wir uns durch Exzellenz in den Bereichen aus, in denen innovative Leistungen gefragt sind. Die Deutsche Bank zählt zu den führenden Anbietern im Privatkundengeschäft und im Asset Management mit einer starken Stellung im Bereich Alternative Investments. Wir sind erfolgreich in die Phase 3 unserer Management-Agenda gestartet und sehen ausgezeichnete Chancen für weiterhin anhaltende Erfolge im Jahr 2007.”

Wesentliche Ergebnisgrößen

Im vierten Quartal 2006 stiegen die Erträge auf 7,2 Mrd €. Sie lagen damit um 9% über den Erträgen im vierten Quartal 2005 von 6,5 Mrd €, die 330 Mio € aus dem Verkauf von Anteilen an der DaimlerChrysler AG enthielten.

Der Konzernbereich Corporate and Investment Bank (CIB) verbesserte seine Erträge um 20% auf 4,5 Mrd € und erreichte damit einen Rekordwert für ein viertes Quartal. Sales & Trading (Debt und sonstige Produkte) erreichte mit 1,8 Mrd € ein Ertragswachstum von 26% gegenüber dem Vorjahresquartal. Zu der Entwicklung trugen ein starkes Geschäft mit Kredit- und Zinsprodukten sowie das Emerging-Markets-Geschäft (Debt) bei. Die Erträge aus Sales & Trading (Equity) wuchsen um 23% auf 1,1 Mrd €. Neben einem sehr guten Eigenhandelsergebnis war diese Verbesserung im Vergleich zum vierten Quartal 2005 auf Ertragssteigerungen im Geschäft mit Derivaten und im Emerging-Markets-Aktiengeschäft zurückzuführen. Damit konnten beide Sales & Trading-Bereiche neue Höchstmarken für ein viertes Quartal verzeichnen. Das Emissionsgeschäft ebenso wie das Beratungsgeschäft erreichten im vierten Quartal 2006 ebenfalls Rekorderträge. Die Erträge im Emissionsgeschäft erhöhten sich im Vergleich zum Vorjahresquartal um 38% auf 611 Mio €. Im Beratungsgeschäft stiegen die Erträge um 21% auf 239 Mio €. Der Unternehmensbereich Global Transaction Banking konnte seine Erträge im vierten Quartal 2006 um 14% auf 586 Mio € verbessern.

Die Erträge im Konzernbereich Private Clients and Asset Management (PCAM) wuchsen um 5% auf 2,4 Mrd €. Im Unternehmensbereich Asset and Wealth Management (AWM) lagen die Erträge bei 1,1 Mrd €. Dazu trugen höhere erfolgsabhängige Provisionen im Immobiliengeschäft des Unternehmensbereichs Asset Management (AM) bei. Die Erträge im Unternehmensbereich Private & Business Clients (PBC) verbesserten sich im Vergleich zum Vorjahresquartal um 7% auf 1,3 Mrd €.

Im Gesamtjahr 2006 wuchsen die Erträge des Konzerns gegenüber dem Vorjahr um 11% auf 28,3 Mrd €.

Die Risikovorsorge im Kreditgeschäft betrug im Berichtsquartal 129 Mio €. Diese enthielten Wertberichtigungen für Kreditausfälle von 124 Mio € und Rückstellungen für außerbilanzielle Verpflichtungen im Kreditgeschäft von 5 Mio €. Letztere werden in den zinsunabhängigen Aufwendungen ausgewiesen. Im vierten Quartal 2005 wurden für die Risikovorsorge im Kreditgeschäft 98 Mio € ausgewiesen. Darin enthalten waren 118 Mio € Wertberichtigungen für Kreditausfälle und 20 Mio € Rückstellungen für außerbilanzielle Verpflichtungen. Auf den Konzernbereich CIB entfielen Nettoneubildungen für die Risikovorsorge im Kreditgeschäft von 29 Mio € im vierten Quartal 2006 und Nettoauflösungen von 2 Mio € im Vorjahresquartal. Im Konzernbereich PCAM war eine Risikovorsorge im Kreditgeschäft von 101 Mio € gegenüber 99 Mio € im Vorjahresquartal zu berücksichtigen. Der Großteil dieser Vorsorge entfiel auf PBC, dessen Quartalszahlen erstmals die norisbank enthalten.

Im Gesamtjahr 2006 ging die Risikovorsorge im Kreditgeschäft um 20% auf 280 Mio € zurück. In 2005 wurden 350 Mio € ausgewiesen.

Die zinsunabhängigen Aufwendungen von 5,2 Mrd € waren im Vergleich zu 5,4 Mrd € im Vorjahresquartal um 4% rückläufig. Sie enthielten im vierten Quartal 2006 Restrukturierungsaufwendungen von 74 Mio € im Vergleich zu 327 Mio € im Vorjahresquartal. Die operative Kostenbasis, in der Restrukturierungsaufwendungen und bestimmte andere Aufwandsgrößen nicht enthalten sind, betrug im Berichtsquartal 5,1 Mrd € verglichen mit 4,8 Mrd € im Vorjahresquartal. Die darin enthaltenen Personalaufwendungen stiegen gegenüber dem Vorjahresquartal um 20% auf 3,1 Mrd €. Dies war auf höhere leistungsabhängige Vergütungen infolge der verbesserten Geschäftsergebnisse zurückzuführen. Der operative Sachaufwand von 2,0 Mrd € reduzierte sich im Vergleich zum Vorjahresquartal um 11%. Im vierten Quartal 2005 waren im operativen Sachaufwand von 2,2 Mrd € höhere Zuführungen zu Rückstellungen für rechtliche Risiken enthalten. Gegenüber dem dritten Quartal 2006 stieg der operative Sachaufwand im vierten Quartal 2006 um 243 Mio €. Diese Entwicklung war vor allem auf transaktions- und ertragsbezogene, akquisitionsbezogene sowie saisonbedingte Aufwendungen zurückzuführen.

Im Gesamtjahr 2006 betrugen die zinsunabhängigen Aufwendungen 19,9 Mrd € gegenüber 19,2 Mrd € in 2005. Die operative Kostenbasis belief sich auf 19,7 Mrd € nach 18,1 Mrd € in 2005.

Das Ergebnis vor Steuern von 1,9 Mrd € im Berichtsquartal übertraf das vierte Quartal 2005 um 81%. Die Eigenkapitalrendite vor Steuern (basierend auf dem durchschnittlichen Active Equity) erreichte 27% im Vergleich zu 15% im Vorjahresquartal. Gemäß Zielgrößendefinition, bei der Restrukturierungsaufwendungen und signifikante Gewinne aus dem Verkauf von Industriebeteiligungen unberücksichtigt bleiben, ergab sich eine Eigenkapitalrendite vor Steuern (basierend auf dem durchschnittlichen Active Equity) von 28% gegenüber 15% im Vorjahresquartal.

Im Gesamtjahr 2006 lag die Eigenkapitalrendite vor Steuern (basierend auf dem Active Equity) bei 30% nach 24% im Vorjahr. Gemäß Zielgrößendefinition betrug sie 31% gegenüber 25% in 2005.

Der Gewinn nach Steuern stieg im vierten Quartal um 272% auf 1,8 Mrd €. Darin enthalten sind Erstattungsansprüche aus Körperschaftsteuerguthaben für vorangegangene Geschäftsjahre von 355 Mio €, die infolge einer Änderung der deutschen Steuergesetzgebung für Ausschüttungsguthaben zu berücksichtigen waren. Das Ergebnis je Aktie (verwässert) belief sich im Berichtsquartal auf 3,55 €. Die genannten Erstattungsansprüche aus Körperschaftsteuerguthaben trugen 70 Cent zu dieser Kennziffer bei. Die effektive Steuerquote betrug im Berichtsquartal 3%. Bereinigt um den Effekt der Erstattungsansprüche aus Körperschaftsteuerguthaben lag sie bei 22% im Vergleich zu 53% im Vorjahresquartal. Im Berichtsquartal profitierte die effektive Steuerquote darüber hinaus von den Ergebnissen abgeschlossener Steuerprüfungen in einigen Regionen. Demgegenüber war die effektive Steuerquote im vierten Quartal 2005 durch einen hohen Betrag für den Ausgleich des Ertrags aus Steuersatzänderungen sowie durch negative Steuereffekte im Zusammenhang mit Rückstellungen für rechtliche Risiken, die steuerlich nicht abzugsfähig waren, belastet.

Für das Gesamtjahr 2006 erhöhte sich der Jahresüberschuss um 70% auf 6,0 Mrd €. Die effektive Steuerquote betrug im Berichtsjahr 27% im Vergleich zu 42% für das Vorjahr. Die effektive Steuerquote für das Gesamtjahr 2006 war durch die zuvor genannten Faktoren aus dem vierten Quartal 2006 begünstigt. Im Gesamtjahr 2005 wurden die zuvor erwähnten negativen Faktoren des vierten Quartals 2005 durch Effekte aus dem Abschluss von Steuerprüfungen in einigen Regionen kompensiert. Das Ergebnis je Aktie (verwässert) übertraf mit 11,55 € den Vorjahreswert um 4,60 € oder 66%.

Die BIZ-Kernkapitalquote (Tier-1) betrug 8,9% zum Ende des Berichtsquartals und blieb unverändert im Vergleich zum Ende des dritten Quartals 2006. Sie blieb damit am oberen Ende unserer Zielbandbreite von 8% bis 9%. Die risikogewichteten Aktiva betrugen zum Quartalsende 274 Mrd € und stiegen geringfügig im Vergleich zum Ende des Vorquartals. Die Deutsche Bank hat ihr Aktienrückkaufprogramm im vierten Quartal 2006 fortgesetzt und insgesamt 2,8 Mio Aktien zu einem Durchschnittspreis von 98,88 € pro Aktie erworben.
 

Segmentüberblick


Konzernbereich Corporate and Investment Bank (CIB)

 
4. Quartal
Gesamtjahr
in Mio €
2006
2005
Verän- derungen in %
2006
2005
Verän-
derungen in %
Bereinigte Erträge
4.484
3.749
20
18.712
15.923
18
Risikovorsorge im Kreditgeschäft
29
(2)
N/A
(88)
10
N/A
Operative Kostenbasis
3.256
2.759
18
12.894
11.122
16
Bereinigtes Ergebnis vor Steuern
1.202
985
22
5.880
4.753
24

CIB erzielte im Berichtsquartal bereinigte Erträge von 4,5 Mrd €. Dies entspricht einem Anstieg von 20% oder 735 Mio € gegenüber dem Vorjahresquartal. Das Ergebnis vor Steuern stieg im vierten Quartal gegenüber dem Vergleichsquartal des Vorjahres um 369 Mio € oder 47% auf 1,2 Mrd €. Das bereinigte Ergebnis vor Steuern, in dem Restrukturierungsaufwendungen nicht berücksichtigt sind, belief sich im Berichtsquartal auf 1,2 Mrd € und lag damit 22% über dem Wert des Vorjahres.

Im Gesamtjahr 2006 stiegen die bereinigten Erträge im Vergleich zum Vorjahr um 18% oder 2,8 Mrd € auf 18,7 Mrd €. Das Ergebnis vor Steuern erhöhte sich im Gesamtjahr gegenüber dem Vorjahr um 33% auf 5,8 Mrd € und das bereinigte Ergebnis vor Steuern verbesserte sich im gleichen Zeitraum um 1,1 Mrd € oder 24% auf 5,9 Mrd €.

Unternehmensbereich Corporate Banking & Securities (CB&S)

 
4. Quartal
Gesamtjahr
in Mio €
2006
2005
Verän- derungen in %
2006
2005
Verän-
derungen in %
Bereinigte Erträge
3.898
3.236
20
16.484
13.948
18
Risikovorsorge im Kreditgeschäft
28
18
57
(59)
28
N/A
Operative Kostenbasis
2.828
2.352
20
11.354
9.650
18
Bereinigtes Ergebnis vor Steuern
1.045
860
21
5.163
4.233
22

Im Berichtsquartal verbesserten sich die Erträge aus Sales & Trading (Debt und sonstige Produkte) gegenüber dem Vorjahresquartal um 26% oder 375 Mio € auf 1,8 Mrd €. Dieser Anstieg war auf deutliche Steigerungen in allen Produktbereichen, insbesondere im Handel mit Zins- und Kreditprodukten sowie im Emerging-Markets-Geschäft zurückzuführen. Die Erträge aus Sales & Trading (Equity) stiegen gegenüber dem vierten Quartal 2005 um 23% oder 203 Mio € auf insgesamt 1,1 Mrd €. Hierzu trugen ebenfalls deutliche Verbesserungen in allen wesentlichen Produktbereichen sowie höhere Erträge aus dem designierten Eigenhandelsbereich bei, der sich im Vergleich zu den beiden Vorquartalen erholte.

Im Gesamtjahr stiegen die Erträge aus Sales & Trading (Debt und sonstige Produkte) auf ein Rekordniveau von 9,0 Mrd €. Dies entspricht einem Anstieg von 23% oder 1,7 Mrd € gegenüber 2005. Die Erträge aus Sales & Trading (Equity) stiegen gegenüber dem Vorjahr um 764 Mio € oder 23% auf 4,1 Mrd € und erreichten damit den höchsten Stand seit fünf Jahren. Dieses Ertragswachstum spiegelte die führende Marktposition von CIB bei strukturierten High-Value-Produkten wider, zu denen Kredit-, Aktien-, Devisen- und Zinsderivate sowie Produkte auf Basis von notleidenden Schuldtiteln und Verbriefungen gehören. Die Kundennachfrage nach diesen Produkten war während des gesamten Jahres sowohl seitens der Investoren als auch der Emittenten sehr hoch. Insbesondere Kredit- und Aktienderivate profitierten von einer weiter steigenden Kundennachfrage und einem wachsenden Angebot von maßgeschneiderten Produkten für unsere Kunden. Die Märkte in Schwellenländern zeigten sich in 2006 ebenfalls stabil und insbesondere unser Aktiengeschäft erzielte gegenüber dem Vorjahr deutlich höhere Erträge. Das kundenbezogene Geschäft blieb die Hauptertragsquelle von CIB in Sales & Trading, obwohl die Margen in standardisierten Produktbereichen wie dem klassischen Aktiengeschäft, Devisenhandel und Geldmarktgeschäft weiterhin rückläufig waren. CIB gelang es trotzdem, in diesen Produktbereichen durch den Ausbau von Marktanteilen und die Nutzung technologischer Lösungen deutliche Ertragszuwächse zu erzielen.

Die Erträge aus dem Emissions- und Beratungsgeschäft stiegen gegenüber dem Vorjahresquartal um 33% auf ein Rekordniveau von 849 Mio €. Für das Gesamtjahr wurde mit Erträgen von 2,9 Mrd € ebenfalls ein Höchstwert erzielt, der 603 Mio € oder 27% über dem Vorjahreswert lag. Das Emissionsgeschäft (Debt) profitierte im Leveraged-Finance-Geschäft weiterhin von Marktaktivitäten auf Rekordniveau. Hier übertraf das kombinierte Provisionsaufkommen für Emissionen hochverzinslicher Anleihen und syndizierter Kredite in 2006 das Provisionsaufkommen für Aktienemissionen um nahezu zwei Mrd US-Dollar. Die Deutsche Bank belegte in 2006 dank ihrer führenden Stellung im Leveraged-Finance-Geschäft einen Platz unter den weltweit besten Fünf bei der Emission hochverzinslicher Anleihen und syndizierter Kredite. Auch im Geschäft mit High-Grade Bonds konnte sich die Deutsche Bank in 2006 einen Platz unter den fünf führenden Instituten sichern. Im Emissionsgeschäft (Equity) erholten sich die Erträge im vierten Quartal 2006 dank gestiegener Emissionsvolumen und einem damit einhergehenden höheren Provisionsaufkommen. In den USA und im asiatisch-pazifischen Raum (ohne Japan) konnte die Deutsche Bank in 2006 ihren Marktanteil am Provisionsaufkommen steigern. In Europa war die Deutsche Bank im vierten Quartal 2006 mit einer Verdoppelung ihres Marktanteils im Vergleich zum Vorquartal an führender Position. Im gesamten Emissionsgeschäft wuchsen die Erträge der Deutschen Bank stärker als der Markt, gemessen an der Entwicklung des Provisionsaufkommens. Auch im Beratungsgeschäft konnten im Berichtsquartal bei sehr guten Marktbedingungen erneut Rekorderträge erzielt werden. Die Deutsche Bank war 2006 an vierter Position bei Beratungen in Europa und konnte ihren Marktanteil in den USA gemessen am Anteil am dortigen Provisionsaufkommen weiter ausbauen.(Quellen für alle Angaben zu Positionen, Marktvolumina und Provisionsaufkommen: Thomson Financial, Dealogic).

Die Erträge aus dem Kreditgeschäft beliefen sich im vierten Quartal 2006 auf 203 Mio € und blieben damit um 37% unter dem Vorjahresquartal. Im Gesamtjahr 2006 sanken die Erträge im Vergleich zum Vorjahr um 36% auf 805 Mio €. Dieser Rückgang war im Wesentlichen auf Marktwertverluste bei Credit Default Swaps zur Absicherung unseres Investment-Grade-Kreditportfolios in 2006 zurückzuführen, während in 2005 Marktwertgewinne ausgewiesen wurden. Die Credit Spreads waren für die meisten Branchen rückläufig und spiegelten das weiterhin insgesamt günstige Kreditumfeld während des gesamten Jahres wider.

Die Risikovorsorge im Kreditgeschäft zeigte im Unternehmensbereich CB&S im vierten Quartal 2006 eine Nettozuführung von 28 Mio € im Vergleich zu einer Nettozuführung von 18 Mio € im Vorjahresquartal. Für das Gesamtjahr wies CB&S eine Nettoauflösung von 59 Mio € gegenüber einer Nettozuführung von 28 Mio € im Vorjahr aus. Die Nettoauflösung in 2006 resultierte aus einigen größeren Auflösungen von Wertberichtigungen und Eingängen aus abgeschriebenen Krediten infolge erfolgreicher Workout Aktivitäten im ersten Halbjahr 2006.

Zinsunabhängige Aufwendungen im Unternehmensbereich CB&S stiegen im Vergleich zum Vorjahresquartal um 16% auf 2,9 Mrd €. Im Berichtsquartal betrugen Restrukturierungsaufwendungen im Zusammenhang mit dem Programm zur Neuausrichtung der Konzernstruktur 36 Mio € gegenüber 139 Mio € im Vorjahresquartal. Die operative Kostenbasis, in der diese Kosten und bestimmte andere Aufwandsgrößen nicht berücksichtigt sind, betrug im Berichtsquartal 2,8 Mrd €. Sie stieg vornehmlich wegen höherer leistungsabhängiger Vergütungen um 20% gegenüber dem vierten Quartal 2005. Im Gesamtjahr stiegen die zinsunabhängigen Aufwendungen um 14% auf 11,5 Mrd €. Die darin enthaltene operative Kostenbasis erhöhte sich im Wesentlichen auf Grund höherer leistungsabhängiger Vergütungen um 18% auf 11,4 Mrd €.

Das Ergebnis vor Steuern von CB&S verbesserte sich im Berichtsquartal um 287 Mio € auf 1,0 Mrd €. Dies entspricht einem Anstieg um 40% gegenüber dem Vorjahresquartal. Das bereinigte Ergebnis vor Steuern, in dem Restrukturierungsaufwendungen nicht berücksichtigt sind, erhöhte sich von 860 Mio € im vierten Quartal 2005 um 185 Mio € oder 21% auf 1,0 Mrd € im Berichtsquartal. Im Gesamtjahr 2006 stiegen das Ergebnis vor Steuern um 30% auf 5,1 Mrd € und das bereinigte Ergebnis vor Steuern um 22% auf 5,2 Mrd €.

Unternehmensbereich Global Transaction Banking (GTB)

 
4. Quartal
Gesamtjahr
in Mio €
2006
2005
Verän- derungen in %
2006
2005
Verän-
derungen in %
Bereinigte Erträge
586
513
14
2.228
1.975
13
Risikovorsorge im Kreditgeschäft
1
(19)
N/A
(29)
(18)
62
Operative Kostenbasis
428
408
5
1.540
1.472
5
Bereinigtes Ergebnis vor Steuern
157
125
26
717
521
38

Im vierten Quartal 2006 beliefen sich die Erträge aus Transaction Services auf 586 Mio €. Sie lagen um 73 Mio € oder 14% über dem Vorjahresquartal. Dieser Ertragszuwachs wurde im Wesentlichen auf Grund einer stabilen Kundennachfrage in unserem Cash-Management- und Trust & Securities-Services-Geschäft (TSS) erzielt. Cash Management erwirtschaftete im Bereich Payment Services auf Grund verbesserter Zinsmargen, eines höheren Einlagenvolumens in allen Regionen und eines gestiegenen Transaktionsvolumens im Euro-Clearing-Geschäft deutlich höhere Erträge. Die Erträge aus dem TSS-Geschäft stiegen in den Dienstleistungsbereichen für Investoren infolge höherer Marktaktivität. In unserem emittentenbezogenen inländischen Custodygeschäft verbesserten sich die Erträge vornehmlich wegen eines Anstiegs der Assets under Custody von 35% auf 1,2 Billionen €. Im Gesamtjahr 2006 stiegen die bereinigten Erträge im Vergleich zum Vorjahr um 13% oder 253 Mio € auf 2,2 Mrd €.

Die Risikovorsorge im Kreditgeschäft des Unternehmensbereichs GTB entsprach im vierten Quartal 2006 einer Nettozuführung von 1 Mio € im Vergleich zu einer Nettoauflösung von 19 Mio € im Vorjahresquartal. Für das Gesamtjahr 2006 ergab sich bei der Risikovorsorge im Kreditgeschäft eine Nettoauflösung von 29 Mio € gegenüber einer Nettoauflösung von 18 Mio € für 2005. Diese Auflösungen spiegeln ein anhaltend günstiges Kreditumfeld wider.

Die zinsunabhängigen Aufwendungen in GTB betrugen 431 Mio € im vierten Quartal 2006 und waren 7% niedriger als im Vergleichsquartal des Vorjahres. Das vierte Quartal 2006 beinhaltete Restrukturierungsaufwendungen von 6 Mio €. Im Vorjahresquartal betrugen diese 55 Mio €. Die operative Kostenbasis, in der Restrukturierungsaufwendungen und bestimmte andere Aufwandsgrößen nicht berücksichtigt sind, stieg im Berichtsquartal verglichen mit dem Vorjahresquartal um 20 Mio € oder 5% auf 428 Mio €. Dieser Anstieg war auf höhere leistungsabhängige Vergütungen zurückzuführen. Die zinsunabhängigen Aufwendungen in GTB sanken im Gesamtjahr 2006 leicht gegenüber dem Vorjahr und betrugen 1,5 Mrd €. Die operative Kostenbasis stieg um 5% auf 1,5 Mrd €. Die bereinigte Aufwand-Ertrag-Relation für das Gesamtjahr 2006 betrug 69% und verbesserte sich gegenüber dem Vorjahr um 6 Prozentpunke.

Das Ergebnis vor Steuern in GTB erhöhte sich im Berichtsquartal um 82 Mio € auf 152 Mio €. Dies entspricht einem Anstieg von 118% gegenüber dem Vorjahresquartal. Das bereinigte Ergebnis vor Steuern, in dem Restrukturierungsaufwendungen nicht berücksichtigt sind, belief sich im Berichtsquartal auf 157 Mio €. Es stieg um 32 Mio € oder 26% im Vergleich zum vierten Quartal 2005. Im Gesamtjahr 2006 erhöhte sich das Ergebnis vor Steuern um 263 Mio € auf 696 Mio €. Dies entspricht einem Anstieg von 61% gegenüber dem Vorjahr. Das bereinigte Ergebnis vor Steuern erhöhte sich deutlich von 521 Mio € im Jahr 2005 auf 717 Mio € im Jahr 2006. Es stieg damit um 197 Mio € oder 38%.

Konzernbereich Private Clients and Asset Management (PCAM)

 
4. Quartal
Gesamtjahr
in Mio €
2006
2005
Verän- derungen in %
2006
2005
Verän-
derungen in %
Bereinigte Erträge
2.413
2.275
6
9.084
8.450
8
Risikovorsorge im Kreditgeschäft
101
99
2
366
340
8
Operative Kostenbasis
1.839
1.650
11
6.760
6.339
7
Bereinigtes Ergebnis vor Steuern
475
503
(6)
1.958
1.740
13

Im Konzernbereich Private Clients and Asset Management (PCAM) stiegen die bereinigten Erträge im vierten Quartal 2006 auf 2,4 Mrd €. Dies entspricht einem Anstieg von 6% oder 138 Mio € gegenüber dem vierten Quartal 2005. Die Risikovorsorge im Kreditgeschäft war mit 101 Mio € gegenüber dem Vorjahresquartal nahezu unverändert. Die operative Kostenbasis lag mit 1,8 Mrd € um 188 Mio € oder 11% über dem vierten Quartal 2005. Das Ergebnis vor Steuern stieg im Berichtsquartal im Vergleich zum Vorjahresquartal um 50 Mio € oder 12% auf 462 Mio €. Das bereinigte Ergebnis vor Steuern, bei dem im Berichtsquartal Restrukturierungsaufwendungen von 32 Mio € und Gewinne aus der Veräußerung von Geschäftseinheiten von 19 Mio € unberücksichtigt blieben, ging im Vergleich zum vierten Quartal 2005 um 6% auf 475 Mio € zurück.

Im Gesamtjahr 2006 verbesserten sich die bereinigten Erträge von PCAM auf 9,1 Mrd € und lagen damit um 8% oder 634 Mio € über dem Vorjahr. Das Ergebnis vor Steuern für das Gesamtjahr erhöhte sich um 437 Mio € oder 29% auf 1,9 Mrd €. Das bereinigte Ergebnis vor Steuern, das Restrukturierungsaufwendungen von 91 Mio € und Gewinne aus der Veräußerung von Geschäftseinheiten von 54 Mio € nicht berücksichtigte, war im Gesamtjahr mit 2,0 Mrd € um 218 Mio € oder 13% höher als in 2005.

Die Invested Assets in PCAM nahmen im Berichtsquartal um 26 Mrd € auf 908 Mrd € zu. Davon resultierten 13 Mrd € aus den Akquisitionen von Tilney im Geschäftsbereich Private Wealth Management (PWM) und der norisbank in PBC. Der übrige Anstieg war zu 5 Mrd € auf Nettomittelzuflüsse und zu 8 Mrd € auf positive Marktwert- und Wechselkursentwicklungen zurückzuführen. DWS Scudder konnte im vierten Quartal 2006 Nettomittelzuflüsse verzeichnen.

In 2006 beliefen sich die Nettomittelzuflüsse der Invested Assets von PCAM auf 28 Mrd €. Nettomittelzuflüsse von 21 Mrd € in AWM spiegelten die erfolgreiche Umsetzung der Wachstumsinitiativen von PWM und die anhaltenden Zuflüsse in AM wider. PBC konnte durch das Angebot innovativer Vermögensanlageprodukte an seine breite Kundenbasis Nettomittelzuflüsse von 6 Mrd € generieren.

Die Assetklassifizierung in PWM wurde nach einer Überprüfung im vierten Quartal 2006 angepasst. Als Ergebnis wurden 5 Mrd € von der Kategorie „Invested Assets“ in die Kategorie „Custody-Only Assets“ umgegliedert. Die Reklassifizierung wurde auch für Vorperioden vorgenommen (Details dieser Reklassifizierung finden Sie auf Seite 12 des Financial Data Supplement).

Unternehmensbereich Asset and Wealth Management (AWM)

 
4. Quartal
Gesamtjahr
in Mio €
2006
2005
Verän- derungen in %
2006
2005
Verän-
derungen in %
Bereinigte Erträge
1.116
1.052
6
4.081
3.750
9
Risikovorsorge im Kreditgeschäft
1
0
56
(1)
(0)
N/A
Operative Kostenbasis
877
788
11
3.213
2.984
8
Bereinigtes Ergebnis vor Steuern
241
243
(1)
870
735
18

Die bereinigten Erträge in AWM stiegen im vierten Quartal 2006 auf die neue Rekordmarke von 1,1 Mrd €. Dies entspricht einem Anstieg von 64 Mio € oder 6% im Vergleich zum Vorjahresquartal. Die Erträge aus dem Portfolio/Fund Management in AM erhöhten sich um 17%, was vor allem auf gestiegene erfolgsabhängige Provisionen im Immobilien-Investmentgeschäft zurückzuführen war. In PWM nahmen die Erträge aus dem Portfolio/Fund Management gegenüber dem vierten Quartal 2005 um 9% zu, vornehmlich auf Grund höherer Invested Assets. Die Erträge aus dem Brokeragegeschäft stiegen im Vergleich zum Vorjahresquartal infolge gestiegener Invested Assets und anhaltender Kundennachfrage nach höherwertigen Finanzprodukten um 7%. Im Kredit-/Einlagengeschäft verbesserten sich die Erträge auf Grund höherer Volumina um 14%. Die Erträge aus Sonstigen Produkten gingen um 53% auf 90 Mio € zurück. Dies resultierte vor allem aus einem Rückgang der Gewinne im Immobilien-Investmentgeschäft. Darüber hinaus enthielt das Berichtsquartal Gewinne von 8 Mio € aus dem Verkauf unseres AM-Geschäfts in Großbritannien und Philadelphia sowie eines Immobilienfonds in Australien. Das Vorjahresquartal enthielt Gewinne von 39 Mio € aus dem Verkauf von Geschäftseinheiten in AM und PWM.

Im Vergleich zum Gesamtjahr 2005 stiegen die bereinigten Erträge in AWM um 331 Mio € oder 9% auf 4,1 Mrd € im Jahr 2006.

Die zinsunabhängigen Aufwendungen von AWM erhöhten sich im Vergleich zum vierten Quartal 2005 um 2% auf 909 Mio € im Berichtsquartal. Die darin enthaltenen Restrukturierungsaufwendungen lagen mit 17 Mio € um 44 Mio € unter dem Vorjahreswert. Aus dem Ergebnisanteil konzernfremder Gesellschafter ergab sich im Berichtsquartal ein positiver Beitrag von 2 Mio €. Im vierten Quartal 2005 waren hier Aufwendungen von 22 Mio € enthalten. Die operative Kostenbasis von 877 Mio €, in der Restrukturierungsaufwendungen und bestimmte andere Aufwandspositionen nicht berücksichtigt sind, nahm gegenüber dem Vorjahresquartal um 89 Mio € oder 11%  zu. Dieser Anstieg spiegelte höhere leistungsabhängige Vergütungen sowie Aufwendungen im Zusammenhang mit der Umsetzung der Wachstumsstrategie von PWM wider. Im Gesamtjahr 2006 erhöhten sich die zinsunabhängigen Aufwendungen um 1% oder 23 Mio € auf 3,3 Mrd €, während die operative Kostenbasis um 228 Mio € oder 8% auf 3,2 Mrd € anstieg.

AWM erzielte ein Ergebnis vor Steuern von 231 Mio €. Dies entspricht einer Erhöhung von 11 Mio € oder 5% gegenüber dem Vorjahresquartal. Das bereinigte Ergebnis vor Steuern, bei dem im Berichtsquartal 17 Mio € Restrukturierungsaufwendungen und 8 Mio € Gewinne aus der Veräußerung von Geschäftseinheiten unberücksichtigt blieben, war mit 241 Mio € im Vergleich zum vierten Quartal 2005 nahezu unverändert. Im Gesamtjahr 2006 verbesserte sich sowohl das Ergebnis vor Steuern als auch das bereinigte Ergebnis vor Steuern auf 870 Mio €. Dies entspricht einem Anstieg von 273 Mio € oder 46% beziehungsweise 135 Mio € oder 18% im Vergleich zum Vorjahr.

Unternehmensbereich Private & Business Clients (PBC)

 
4. Quartal
Gesamtjahr
in Mio €
2006
2005
Verän- derungen in %
2006
2005
Verän-
derungen in %
Bereinigte Erträge
1.297
1.223
6
5.003
4.700
6
Risikovorsorge im Kreditgeschäft
100
99
1
367
340
8
Operative Kostenbasis
962
863
11
3.547
3.355
6
Bereinigtes Ergebnis vor Steuern
235
261
(10)
1.089
1.005
8

Die bereinigten Erträge von PBC lagen im vierten Quartal 2006 mit 1,3 Mrd € um 74 Mio € oder 6% über dem ertragsstarken Vorjahresquartal. Die Erträge aus dem Kredit-/Einlagengeschäft stiegen gegenüber dem vierten Quartal des Vorjahres um 45 Mio € oder 8%. Diese Verbesserung war auf die Erstkonsolidierung der norisbank, das stetige Wachstum von Kredit- und Einlagenvolumina sowie auf höhere Margen im Einlagengeschäft zurückzuführen. Die Erträge aus dem Portfolio/Fund Management erhöhten sich infolge der gestiegenen Invested Assets um 25%. Im Brokeragegeschäft lagen die Erträge im Berichtsquartal mit 261 Mio € geringfügig unter dem Niveau des vierten Quartals 2005. Die Erträge aus Zahlungsverkehr, Kontoführung und sonstigen Finanzdienstleistungen waren im Berichtsquartal mit 238 Mio € um 4% höher als im Vorjahresquartal. Die Erträge aus Sonstigen Produkten erhöhten sich im Vergleich zum Vorjahresquartal um 23 Mio € und enthielten einen Gewinn von 11 Mio € aus dem Teilverkauf der Kreditkartenabwicklung von PBC in Italien.

Im Gesamtjahr 2006 erzielte PBC bereinigte Erträge in Rekordhöhe von 5,0 Mrd €, dies entspricht einem Anstieg um 303 Mio € oder 6%.

Die Risikovorsorge im Kreditgeschäft belief sich im Berichtsquartal auf 100 Mio € und blieb damit trotz der Effekte aus der Erstkonsolidierung der norisbank gegenüber dem Vorjahresquartal nahezu unverändert. Für das Gesamtjahr erhöhte sich die Risikovorsorge im Kreditgeschäft gegenüber dem Vorjahr um 27 Mio € oder 8% auf 367 Mio €. Dieser Zuwachs spiegelte die höheren Volumina im Kreditgeschäft sowie die erstmalige Konsolidierung der norisbank wider.

Die zinsunabhängigen Aufwendungen von PBC stiegen um 42 Mio € oder 4% auf 974 Mio € im vierten Quartal 2006. Darin waren Restrukturierungsaufwendungen von 15 Mio € im Berichtsquartal enthalten, gegenüber 71 Mio € im vierten Quartal 2005. Die operative Kostenbasis, in der Restrukturierungsaufwendungen und bestimmte andere Aufwandspositionen nicht berücksichtigt sind, lag mit 962 Mio € im vierten Quartal 2006 um 99 Mio € oder 11% über dem vierten Quartal des Vorjahres. Diese Zunahme war auf die Erstkonsolidierung der norisbank, einschließlich damit verbundener Integrationsaufwendungen, sowie auf gestiegene Investitionen in Wachstumsprodukte und -regionen, insbesondere in Osteuropa und Asien, zurückzuführen. Im Gesamtjahr 2006 stiegen die zinsunabhängigen Aufwendungen im Vergleich zum Vorjahr um 116 Mio € oder 3% auf 3,6 Mrd € an. Im gleichen Zeitraum stieg die operative Kostenbasis um 193 Mio € oder 6% auf 3,5 Mrd €.

Das Ergebnis vor Steuern in PBC erhöhte sich im Berichtsquartal um 39 Mio € oder 21% auf 231 Mio €. Das bereinigte Ergebnis vor Steuern, bei dem im Berichtsquartal Restrukturierungsaufwendungen von 15 Mio € und Gewinne aus der Veräußerung von Geschäftseinheiten von 11 Mio € unberücksichtigt blieben, erreichte im Berichtsquartal 235 Mio €. Gegenüber dem Vorjahresquartal entspricht dies einem Rückgang um 26 Mio € oder 10%. Im Gesamtjahr 2006 erzielte PBC sowohl beim Ergebnis vor Steuern als auch beim bereinigten Ergebnis vor Steuern mit jeweils 1,1 Mrd € neue Höchstwerte.

PBC konnte seine Geschäftsvolumina weiter erfolgreich ausbauen. Einschließlich der Akquisition der norisbank stiegen die Kreditvolumina auf 79 Mrd € zum Jahresende 2006. Dies entspricht einer Zunahme von 3 Mrd € gegenüber dem Ende des dritten Quartals 2006 und von 6 Mrd € im Vergleich zum Vorjahresende. Die Invested Assets erhöhten sich auf 176 Mrd €, mit Nettomittelzuflüssen von 2 Mrd € im Berichtsquartal und von 6 Mrd € im Berichtsjahr.


Konzernbereich Corporate Investments (CI)

Der Konzernbereich CI erreichte im Berichtsquartal ein Ergebnis vor Steuern von 79 Mio €. Darin waren Nettogewinne aus at equity bilanzierten und anderen Beteiligungen von 124 Mio €, einschließlich eines nennenswerten Gewinns aus dem Verkauf unserer Beteiligung an der Germanischer Lloyd AG, und eine Goodwillabschreibung von 31 Mio € im Zusammenhang mit einer voll konsolidierten Private-Equity-Beteiligung enthalten. Im vierten Quartal 2005 beinhaltete das Ergebnis vor Steuern von 404 Mio € Gewinne von 330 Mio € aus dem Verkauf von Anteilen an der DaimlerChrysler AG.

Für das Gesamtjahr 2006 belief sich das Ergebnis vor Steuern auf 451 Mio € im Vergleich zu 1,0 Mrd € im Vorjahr, in dem ein Verkaufsgewinn von 666 Mio € aus unserer Beteiligung an der DaimlerChrysler AG enthalten war.

Das bereinigte Ergebnis im Konzernbereich CI, in dem diese Veräußerungsgewinne, bestimmte andere Ertragskomponenten und die Goodwillabschreibung unberücksichtigt blieben, entspricht im vierten Quartal 2006 einem Verlust von 40 Mio € und im Vergleichszeitraum des Vorjahres einem Verlust von 30 Mio €. Für das Gesamtjahr 2006 wurde ein bereinigter Verlust vor Steuern von 20 Mio € ausgewiesen. In 2005 betrug der bereinigte Gewinn vor Steuern 37 Mio €.

Consolidation & Adjustments

In Consolidation & Adjustments belief sich der Gewinn vor Steuern im Berichtsquartal auf 172 Mio €. Im Vorjahresquartal wurde hier ein Verlust vor Steuern von 570 Mio € ausgewiesen. Im vierten Quartal 2006 profitierten die Erträge mit 116 Mio € von der Auflösung von Rückstellungen nach dem Abschluss von Steuerprüfungen. Darüber hinaus waren Rückstellungen von 78 Mio € für den Immobilienfonds grundbesitz-invest aufzulösen, der im Dezember 2006 einen wesentlichen Teil seiner deutschen Immobilien an Eurocastle verkauft hatte. Das vierte Quartal 2005 war durch Zuführungen zu Rückstellungen für rechtliche Risiken von rund 350 Mio € und Rückstellungen für die Entschädigung von Immobilienfondsanlegern in Höhe von 203 Mio € belastet.

 

Die angegebenen Zahlen sind vorläufig und nicht testiert. Der Geschäftsbericht 2006 wird am 27. März 2007 veröffentlicht. Weitere Informationen finden sich in einem Datenanhang (Financial Data Supplement), der angehängt oder im Internet unter http://www.deutsche-bank.de/ir/de/content/berichte_archiv.htm verfügbar ist.



Weitere Informationen erhalten Sie bei:

Deutsche Bank AG 
Presseabteilung

Dr. Kirsten Siersleben  069 / 910 38079
Dr. Ronald Weichert 069 / 910 38664


Die Ergebnisse des Geschäftsjahres 2006 werden heute in einer Presse-Konferenz um 10.00 Uhr (MEZ) und in einer Analysten-Konferenz um 14.00 Uhr erläutert (MEZ). Die Konferenzen werden im Internet übertragen: http://www.deutsche-bank.de/.



Diese Presse-Information enthält zukunftsgerichtete Aussagen. Zukunftsgerichtete Aussagen sind Aussagen, die nicht Tatsachen der Vergangenheit beschreiben; sie umfassen auch Aussagen über unsere Annahmen und Erwartungen. Jede Aussage in dieser Presse-Information, die unsere Absichten, Annahmen, Erwartungen oder Vorhersagen (sowie die zu Grunde liegenden Annahmen) wiedergibt, ist eine zukunftsgerichtete Aussage. Diese Aussagen beruhen auf Planungen, Schätzungen und Prognosen, die der Geschäftsleitung der Deutschen Bank derzeit zur Verfügung stehen. Zukunftsgerichtete Aussagen beziehen sich deshalb nur auf den Tag, an dem sie gemacht werden. Wir übernehmen keine Verpflichtung, solche Aussagen angesichts neuer Informationen oder künftiger Ereignisse weiterzuentwickeln.

Zukunftsgerichtete Aussagen beinhalten naturgemäß Risiken und Unsicherheitsfaktoren. Eine Vielzahl wichtiger Faktoren kann dazu beitragen, dass die tatsächlichen Ergebnisse erheblich von zukunftsgerichteten Aussagen abweichen. Solche Faktoren sind etwa die Verfassung der Finanzmärkte in Deutschland, Europa, den USA und andernorts, wo wir einen erheblichen Teil unserer Erträge aus dem Wertpapierhandel erzielen, der mögliche Ausfall von Kreditnehmern oder Kontrahenten von Handelsgeschäften, die Verlässlichkeit unserer Grundsätze, die Umsetzung unserer Management Agenda, Verfahren und Methoden zum Risikomanagement, sowie andere Risiken, die den von uns bei der U.S. Securities and Exchange Commission (SEC) hinterlegten Unterlagen dargestellt sind. Diese Faktoren sind in unserem SEC-Bericht nach „Form 20-F“ vom 23. März 2006 im Abschnitt „Risk Factors“ im Detail dargestellt. Dieses Dokument ist auf Anfrage bei uns erhältlich oder kann unter www.deutsche-bank.com/ir heruntergeladen werden.




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Letzte Änderung: 2.9.2013
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